von Löschdecken und Beamtentum

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  • Moin,


    hier passt das Diskussionsthema besser als im Thread mit den Löschdecken. :) Wieso sollte denn die Besoldung der Beamten beschnitten werden? Bei dem Cut in der Breite bin ich bei Dir, aber bei der Besoldung? ?( Sicherlich gibt es in Teilen Positionen bei denen es ein krasses Missverhältniss zwischen Arbeitsaufgabe und Besoldung gibt, aber das trifft nicht nur auf Beamte zu. Warum sollte meine Besoldung beschnitten werden? Mein Job, den ich hier mache, würde mir "auf dem freien Markt" mehr an Kohle bringen. Die viel gerühmten Vorteile des Beamtentums sind mittlerweile auch ad acta gelegt, und wer meint, eine private Krankenversicherung wäre das non-plus-ultra, soll sich mal die Beiträge anschauen, die man in meinem Alter zahlen darf.


    Ich verstehe sowieso nicht, was die Leute gegen Beamte haben.


    Wir machen doch gar nix :Lach:


    So, Beamtenschelte Klappe eins die erste - kann losgehen.


    Gruß Frank

    Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.

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  • Hallo,


    hier passt das Diskussionsthema besser als im Thread mit den Löschdecken. :) Wieso sollte denn die Besoldung der Beamten beschnitten werden? Bei dem Cut in der Breite bin ich bei Dir, aber bei der Besoldung? ?( Sicherlich gibt es in Teilen Positionen bei denen es ein krasses Missverhältniss zwischen Arbeitsaufgabe und Besoldung gibt, aber das trifft nicht nur auf Beamte zu. Warum sollte meine Besoldung beschnitten werden? Mein Job, den ich hier mache, würde mir "auf dem freien Markt" mehr an Kohle bringen. Die viel gerühmten Vorteile des Beamtentums sind mittlerweile auch ad acta gelegt, und wer meint, eine private Krankenversicherung wäre das non-plus-ultra, soll sich mal die Beiträge anschauen, die man in meinem Alter zahlen darf.


    Ich verstehe sowieso nicht, was die Leute gegen Beamte haben.


    Wir machen doch gar nix :Lach:

    Weil sie in meinen Augen in vielen Fällen, nicht der Leistung entspricht.
    Das kann in einem Fall eine zu niedrige Besoldung sein, oftmals aber eine zu
    hohe. Und nur so nebenbei, auch in anderen Bereichen sehe ich das. Die Besoldung
    der Bürgermeister als Wahlbeamte, gerade in BaWü würde ich deutlich reduzieren.
    Teils bis zur Hälfte und auch die Kompetenzen deutlich beschneiden. Und verlassen
    wir kurz den Beamten-Bereich, genauso die Diäten der Mitglieder in den Landtagen
    und im Bundestag, einschließlich der Parteienfinanzierung


    Ich finde dieser ganze Beamten-und Politik-Bereich ist ziemlich aus den Fugen
    geraten. Und er wird immer weiter aufgebläht. Und der Staat wird hierbei zur Beute
    gemacht, wenngleich natürlich jeder Beamte/in auch als Bürger zum Staat gehört.
    Jetzt bin ich da aber auch nicht wirklich objektiv, da ich für einen anderen Staat,
    nämlich für einen schlanken Staat stehe (anderes politisches Verständnis von
    unserem Staat).


    Zum Schluss, wieder ein H. Palmer Zitat:


    Beamter sucht Nebenbeschäftigungganztags.“ :D


    Gruß
    Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

  • :Lach::44::44: Ihr seid doof :Lach::44::Lach::44:

    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)

    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)



    Gruß Mick

  • Weil sie in meinen Augen in vielen Fällen, nicht der Leistung entspricht.

    Ich kann jetzt nur für unser Haus sprechen. Aber wenn ich mir so ansehe, was vor dreißig Jahren zu leisten war und welche Aufgaben heute zu bewältigen sind, tendiere ich eher in die Richtung Unteralimentierung oder im Umkehrschluss Arbeitsüberlastung. Natürlich haben wir auch welche, die nach ihrem Ableben nur umgebettet werden. :D


    Gruß Frank

    Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.

  • Was ich am Beamtentum am gruseligsten finde ist, dass bei einer Stellenbesetzung die aktuelle Besoldungsgruppe ausschlagebender ist, als das Wissen oder die Fähigkeiten.


    Amtsleitung gesucht (A14) eine Abteilungsleitung mit (A12) fachlich und menschlich überragend kann nicht auf die Stelle gesetzt werden... ?(8|

    Gruß Roland

  • Was ich am Beamtentum am gruseligsten finde ist, dass bei einer Stellenbesetzung die aktuelle Besoldungsgruppe ausschlagebender ist, als das Wissen oder die Fähigkeiten.


    Amtsleitung gesucht (A14) eine Abteilungsleitung mit (A12) fachlich und menschlich überragend kann nicht auf die Stelle gesetzt werden... ?(8|

    Was ist daran falsch? Es sind einfach verschiedene Laufbahnen. Eine Stellenbesetung erfolgt immer nach Eignung und Befähigung. Zur Befähigung gehört eben der entsprechende Abschluss, und der muss für eine A14 eben für den höheren Dienst befähigen (Hochschulstudium/Master). Ein E-Ingenieur (Bachlor) wird grundsätzlich auch keine Stelle besetzen, für die eine Master gefordert ist.

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  • Hallo,

    Aber wenn ich mir so ansehe, was vor dreißig Jahren zu leisten war und welche Aufgaben heute zu bewältigen sind

    Zum Beispiel?


    Gruß
    Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

  • Hallo,

    Zum Beispiel?
    Gruß
    Simon Schmeisser

    Allein schon die Digitalisierung. Das trifft ja auf alle zu. Aufgaben die früher Wochen dauerten, sollen heute innerhalb weniger Tage oder auch Stunden erledigt werden. Der Sachbearbeiter von heute (speziell bei uns) hat viel viel weniger Zeit für die Bearbeitung der Akten. Viel mehr gesetzliche Anforderungen zu beachten und mit einzubeziehen. Viel mehr Telefonate laufen auf. Früher war mit einem Teilnehmer die Leitung blockiert. Allein die Umstellung von Papierakten auf digitale Akten ist für den Sachbearbeiter eine riesen Herausforderung. Auf den Schreibtischen der Bearbeiter / Sachbearbeiter sieht es mittlerweile so aus wie in einer Leitstelle. Mindestens zwei große Bildschirme.
    Nicht jede Akte liest sich so einfach, wie die Ihrige. Da gibt es noch den Abdul, der ein paar Jahre Esel durch die Wüste getrieben hat, dann in Frankreich und dann in Tunesien und in Belgeien gearbeitet hat. Am Ende sogar in Deutschland noch seinen Job gemacht hat. Der weiß nicht, wann er geboren wurde, geschweige denn wo? Die Daten benötigt der Sachbearbeiter aber. Das hat früher Monate oder sogar Jahre gedauert bis die Daten zusammen waren. Das muss heutzutage schneller gehen. Beim Umgang mit den Papierakten musste der Sachbearbeiter keine Computer bedienen. Das Wissen, wie man mit den verschiedenen Softwares, kommt heute auch noch dazu.
    Was für Sie vielleicht selbstverständlich ist, ist es für ältere Mitarbeiter nicht unbedingt. Wie ich an Ihrem Profil erkennen konnte sind Sie noch sehr sehr jung.
    Gleichzeitig e-mails lesen, Telefonieren, Teammeetings, gesetzliche Anforderungen lernen -> müssen wir Ihnen das wirklich erklären. Sollten Sie eigentlich auch selbst wissen und beurteilen können.
    Bei aller Trägheit der Behörden. die Ergebnisse die dabei erzielt werden kommen nicht von selbst. Das wird gearbeitet. Sie erhalten Ihren Ausweis, ihren Führerschein, ihre Kennzeichen, Ihre REHA und am Ende Ihre Rente.
    Also rechtzeitig bei der DRV für die Rente anmelden, alle Unterlagen und den Versicherungsverlauf vollständig halten, dann ist diese auch schnell errechnet und kann überwiesen werden.


    Meine persönliche Meinung --->

    Zum Beispiel?

    das war / ist unverschämt. Gelegentlich schießen Sie mit Ihrer Allwissenheit übers Ziel hinaus!!!!!! :cursing:


    Ich wünsche Ihnen einen schnellen und fähigen Sachbearbeiter für Ihre Rente und einen schönen Tag.


    Ach übrigens --> ich unterweise heute die zukünftigen SoFas (Sozialversicherungsangestellten) in Sachen Arbeitssicherheit. Da ist Ihrer vielleicht dabei.

    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)

    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)



    Gruß Mick

  • Was ist daran falsch? Es sind einfach verschiedene Laufbahnen. Eine Stellenbesetung erfolgt immer nach Eignung und Befähigung. Zur Befähigung gehört eben der entsprechende Abschluss, und der muss für eine A14 eben für den höheren Dienst befähigen (Hochschulstudium/Master). Ein E-Ingenieur (Bachlor) wird grundsätzlich auch keine Stelle besetzen, für die eine Master gefordert ist.


    A14 für Amt A gesucht
    A13 aus Amt Z bewirbt sich (Verwaltungsbeamter), keinerlei Erfahrung von der Tätigkeit in Amt A!
    A12 (EG11) 15 Jahre Berufserfahrung bewirbt sich, fachlich und menschlich von allen Seiten geschätz, hat Amt A quasi aufgebaut.


    Die Stelle hat der Verwaltungsbeamte bekommen. Eignung = ???, Befähigung =ja.
    Im Amt herrscht aktuell totales Chaos, weil der neue Amtsleiter alles ändern will und geändert hat ohne die Abläufe zu kennen. Dauert jetzt vermutlich ein Zeit und dann wird dem Amtsleiter eine A15 angeboten und er wird "wegbefördert".


    - In der Wirtschaft bekommt dein Bachelor die Stelle und holt seinen Master parallel nach.


    - Ob Tarif oder Beamter, bei uns kenne ich viele Stellen, da könnte man locker von 39/41 Std./Woche auf 30 Std./Woche reduzieren (bei gleichem Gehalt) und es bliebe dennoch genug Zeit für Kaffee und Kuchen. Warum spart man hier keine Stellen ein und besetzt andere Bereiche in denen Personal permanent gesucht wird?


    - Wenn jemand nicht mehr ins Unternehmen passt, muss derjenige das Unternehmen verlassen. Im ÖD undenkbar, da setzt man denjenigen in ein Büro ans Ende des Flures, entzieht ihm die Aufgaben und lässt ihn da seit 4,5 Jahren seine Zeit absitzen.

    Gruß Roland

  • Hallo,

    Mit Verlaub dafür sind Behörden und ihre steuerfinanzierten
    Mitarbeiter/innen auch da. Das ist für mich kein Argument.
    Was ich nachvollziehen kann, sind Ihre Ausführungen das
    es je nach Herkunft der Person, einen unterschiedlichen Aufwand
    geben kann. Ok, Pluspunkt für dieses Argument. Digitalisierung
    ist für mich kein Argument, da es alle Bereiche trifft.

    das war / ist unverschämt. Gelegentlich schießen Sie mit Ihrer Allwissenheit übers Ziel hinaus!!!!!! :cursing:

    Wo war das eine Unverschämtheit? Guudsje hat von einem
    starken Wandel bei den Aufgaben gesprochen, diese aber nicht
    benannt. Dann darf man doch nachfragen was er damit meint
    oder fällt das schon unter Beamtenbeleidigung?

    Ich wünsche Ihnen einen schnellen und fähigen Sachbearbeiter für Ihre Rente und einen schönen Tag.
    Ach übrigens --> ich unterweise heute die zukünftigen SoFas (Sozialversicherungsangestellten) in Sachen Arbeitssicherheit. Da ist Ihrer vielleicht dabei.

    Da ich selbstständig bin und nicht als freiwilliges Mitglied mehr
    einbezahle, betrifft mich das nicht...da wird für mich also
    definitiv niemand dabei sein. Und darum bin ich auch überhaupt
    nicht böse.


    Gruß
    Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

  • Ja cool. Gibt ne Stelle im Landkreis bei uns wo ein Sachbearbeiter Katastrophenschutz, Brandschutz etc. gesucht wird. Bezahlung---2500 brutto...gesucht wird Person mit technischem Studium...
    Manchmal glaub ich der öffentliche Dienst ist preislich völlig von der Rolle..Kenne Personen auf A13 wo jede Reinigungskraft(ohne hier abwertend zu sein) mehr know how hat.
    Meine Erfahrung:--70-80% der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst gehören da auch hin weil diese in der freien Wirtschaft keine vernünftige angemessene Stelle bekommen würden weil diese einfach nur einfältig sind.. So viele Möchtegern und kleine Napoleons im Öffentlichen Dienst wo ich mich Frage ob die ein Gehirn besitzen und wenn ja ob diese es jemals benutzt haben.
    Soviel zu meinem Statement Arbeit im Öffentlicher Dienst. Betone--meine Meinung und Erfahrung..Die guten im ÖD gibt es nur ganz wenig.
    PS. War ganz früher (Ausbildung und Gesellenjahre)selber mal 15 Jahre im ÖD und bin dann in die Selbstständigkeit gewechselt weil ich einfach nicht verblöden wollte.
    Gruß Martin

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  • @all,


    ups, was ist den hier losgetreten worden....


    Bei dieses Thema wird schnell die Sachebene verlassen und es wir Emotional.


    Last uns zurück zu unseren gemeinsamen Wurzeln der SIFA kommen auch wenn ich Beamten gerne....ups sorry


    So die Waffen entladen, die Messer wieder in Muttis Schublade geräumt und zurück zu unsere Basis.
    Hey ich bin hier noch Frischling und muß noch viel lernen...also los und Attacke gemacht !


    Grüße,


    Heinz

    Wer aufhört besser werden zu wollen, der hat aufgehört gut zu sein !
    Von Marie von Ebner-Eschenbach

  • ...

    Du siehst das zu emotional. Auf der Sachebene ist ein A12er kein geeigneter Bewerber für einen mit A13 bewerteten Dienstposten.


    Dass die freie Wirtschaft in den Entscheidungen flexibel ist, ist mir absolut klar. Du darfst dich deshalb aber nicht an den Strukturen des ö.D. aufreiben. Es ist so, und wir können es nicht ändern.
    Dass der eine oder andere Dienstposten recht ungünstig vergeben wurde, steht außer Frage.


    ...und übrigens, dem A12er steht es frei, sich für den Aufstieg zu qualifizieren und diesen dann zu absolvieren. Er kommt dann quais in die "Masterebene", ist für den höheren Dienst befähigt und hat die Chance am Auswahlverfahren für die Stellenbesetzung teilzunehmen.



    Allein schon die Digitalisierung. Das trifft ja auf alle zu. Aufgaben die früher Wochen dauerten, sollen heute innerhalb weniger Tage oder auch Stunden erledigt werden. ...

    Die endgültige Einführung der E-Akte wird tatsächlich noch viele Nerven kosten. Die Digitalisierung führt zunächst in vielen Fällen eben nicht dazu, dass die Arbeitsaufgaben schneller erledigt werden können, sondern hindert den zügigen Arbeitsfortgang sehr oft.
    Für eine schnellere Durchlaufzeit sorgen letztendlich reglementierte Arbeitsabläufe. Das führt dazu, dass die Bearbeiter unzufrieden werden. Ich habe an mich gewisse Ansprüche, von diesen weiche ich auch in Bezug auf die Qualität meiner Arbeitsergebnisse nicht ab. Das hätte ich aber tun müssen, um die Zielvorgaben zu erfüllen und letztendlich meinen vor Jahren geleisteten Eid brechen. Dazu war ich nicht bereit und habe die Chance genutzt, die Verwaltung zu wechseln.


    Ich finde es übrigens äußerst unangemessen, Dinge zu beurteilen, die man nicht in der ganzen Breite und Tiefe kennt. Da sollte man sich eigentlich zurückhalten. Leider ist ein großer Teil der Mitmenschen in diesem Land dazu nicht fähig.
    Am Anfang stand die Berufswahl! Jeder ist seinen Weg gegangen und wird an der Stelle, die er einnimmt benötigt und erhält hoffentlich die gebotene Wertschätzung.


    Geht doch bitte mal in euch und überlegt, ob es richtig ist, eine ganze Berufsgruppe,welche auch immer, anzugreifen.


    Ich persönlich fühle mich generell nicht getroffen und erinnere mich immer wieder gern an die Worte von Gottfried August Bürger,


    Wenn dich die Lästerzunge sticht,

    so laß dir dies zum Troste sagen:
    Die schlechtesten Früchte sind es nicht,
    woran die Wespen nagen.



    Viele Grüße ins Land


    Anni

  • Hallo,

    Bei dieses Thema wird schnell die Sachebene verlassen und es wir Emotional.

    Wo?

    Ich finde es übrigens äußerst unangemessen, Dinge zu beurteilen, die man nicht in der ganzen Breite und Tiefe kennt. Da sollte man sich eigentlich zurückhalten. Leider ist ein großer Teil der Mitmenschen in diesem Land dazu nicht fähig.
    Am Anfang stand die Berufswahl! Jeder ist seinen Weg gegangen und wird an der Stelle, die er einnimmt benötigt und erhält hoffentlich die gebotene Wertschätzung.


    Geht doch bitte mal in euch und überlegt, ob es richtig ist, eine ganze Berufsgruppe,welche auch immer, anzugreifen.

    Das hat doch nichts mit Angriff zu tun, sondern mit unterschiedlichen
    Meinungen. Und diesen Resepkt den Sie da einfordern, liefert die
    Beamtenschaft gegenüber dem Bürger auch immer? Beide Seiten nehmen
    sich da nichts. Gleiches gilt auch für die fachliche Eignung, ein bissel
    mehr Zurückhaltung wäre da durchaus wünschenswert.


    Gruß
    Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

  • Zum Beispiel?

    Arbeitsschutz vor 30 Jahren vs. Arbeitsschutz heute?
    Bebauungspläne vor 30 Jahren hatten den Umfang eines Comic-Heftchens. Heute wiegt so ein Ding mehr als die Bibel mit altem und neuen Testament.
    Digitalisierung
    Onlinezugangsgesetz
    EAP-Plattformen
    Unser Bürgerservice bietet mittlerweile Diensleitung der Kfz-Zulassungsstelle an. Haben wir deswegen mehr Personal? Nö.
    Das Vergaberecht ist mittlerweile so kompliziert, dass Du ohne eine eigene Vergabestelle gar nicht mehr rechtskonform handeln kannst.
    Vor dreißig Jahren hast Du zehn Schreibtische in Buche Dekor mit vier Füßen bestellt, heute schreibst Du ein Leistungsverzeichnis, in dem bis zur Länge der elektrischen Zuleitung alles haarklein und produktneutral benannt sein muss oder Du vergibst die Planung nach außen und opferst dafür Steuergelder.
    Welche Kommune hatte vor 30 Jahren Energiebeauftragte, Umweltbeauftragte, Demographiebeauftragte usw.?
    Welche Kommune hatte vor 30 Jahren einen Kinderbetreuungsbedarfsplan?
    Wo war vor 30 Jahren der Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz?
    Wie viele Mitarbeiter von Verwaltungen haben vor 30 Jahren abends in politischen Gremien, um den gewählten Vertretern Sachverhalte zu erläutern?
    Hast Du mal vor 30 Jahren versucht, samstags einen Reisepass zu bekommen?
    Wie viele Personen hat man vor 30 Jahren eingebürgert und wie viele heute? Wie viel Personal hatte man damals dafür und wie viel heute? :whistling:
    Die Liste ließe sich noch um einiges fortsetzen, aber alleine was in dem Bereich Digitalisierung steckt, ist schon ein riesen Brocken, auch wenn das in Deinen Augen ja kein Argument ist.


    Du kannst mich ja gerne mal besuchen. Ist ja nicht so weit. :)


    Gruß Frank

    Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.

    Einmal editiert, zuletzt von Guudsje ()

  • Was ich am Beamtentum am gruseligsten finde ist, dass bei einer Stellenbesetzung die aktuelle Besoldungsgruppe ausschlagebender ist, als das Wissen oder die Fähigkeiten.


    Amtsleitung gesucht (A14) eine Abteilungsleitung mit (A12) fachlich und menschlich überragend kann nicht auf die Stelle gesetzt werden..

    Die Stelle kann mit dem A12er besetzt werden. Er bleibt dann halt erst einmal bei seiner A12, und der Arbeitgeber hat Geld gespart. Ich weiß nicht, wie es im Landesrecht ist, aber bei einer Kommune kannst Du auch einen A9er auf eine A12er Planstelle setzen wenn Du möchtest.


    Gruß Frank

    Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.

  • Die Stelle kann mit dem A12er besetzt werden. Er bleibt dann halt erst einmal bei seiner A12, und der Arbeitgeber hat Geld gespart. Ich weiß nicht, wie es im Landesrecht ist, aber bei einer Kommune kannst Du auch einen A9er auf eine A12er Planstelle setzen wenn Du möchtest.
    Gruß Frank

    Das ist auch in Bund und Land kein Problem, weil es sich um ein und dieselbe Laufbahn handelt. A12 auf A14 geht eben nicht - auch nicht in der Kommune, weil die Laufbahn eine andere ist.

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  • Hallo,

    Ok. Einige Punkte kann ich nachvollziehen. Aber wirklich überzeugend
    finde ich es nicht. Und ganz vieles ist doch nur eines, wovon man bei den
    Behörden lange nichts gemerkt hat, nämlich Bürgerservice (Kundenservice,
    was in der Wirtschaft schon immer das A und O war). Da könnte ich auch
    die Gegenrechnung aufmachen, was wird zum Beispiel alles heute den
    Unternehmen und Solo-Selbstständigen zugemutet? Oder dem Bürger mit
    der Antragsflut für jeden Furz? Dafür ist die Beamtenschaft nicht
    verantwortlich, da es politisch beschlossen wird. Aber es kommt natürlich
    zu Unterschieden, je nachdem wie eine Behörde es auch praktisch umsetzt.
    Auch die Wirtschaft muss sich stetig neu erfinden, weil es sonst auf
    Dauer am Markt nicht bestehen kann.


    Ich finde aber die unterschiedlichen Sichtweisen interessant.


    Du kannst mich ja gerne mal besuchen. Ist ja nicht so weit. :)

    Während der Arbeitszeit??? Sowas kann nur ein Beamter...bestätigt ja
    wieder ein Vorurteil.... :D:P


    Gruß
    Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010