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von Löschdecken und Beamtentum

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    • von Löschdecken und Beamtentum

      Simon Schmeisser schrieb:


      Hallo,

      wie in jedem Bereich, gibt es auch in der Beamtenschaft gute und schlechte Leute. Und ist man besonders schlecht auf Beamte zu sprechen, so kann man es mit dem baden-württembergischen Remstalrebellen H. Palmer halten:

      "Das Beamtentum ist ein Flaschenzug – eine Flasche zieht die
      andere hoch.“

      Meiner Meinung nach müsste das Beamtentun deutlich beschnitten werden. Sowohl in der Besoldung, vor allem aber in der Breite. Lehrer, Feuerwehrleute usw. brauchen keine Beamte zu sein. Letztlich wird
      uns die Beamtenschaft noch deutlich auf die Füße fallen, alleine wegen den Pensionslasten. Da sind aber weniger die Beamten schuld, als die Politik.
      Moin,

      hier passt das Diskussionsthema besser als im Thread mit den Löschdecken. :) Wieso sollte denn die Besoldung der Beamten beschnitten werden? Bei dem Cut in der Breite bin ich bei Dir, aber bei der Besoldung? ?( Sicherlich gibt es in Teilen Positionen bei denen es ein krasses Missverhältniss zwischen Arbeitsaufgabe und Besoldung gibt, aber das trifft nicht nur auf Beamte zu. Warum sollte meine Besoldung beschnitten werden? Mein Job, den ich hier mache, würde mir "auf dem freien Markt" mehr an Kohle bringen. Die viel gerühmten Vorteile des Beamtentums sind mittlerweile auch ad acta gelegt, und wer meint, eine private Krankenversicherung wäre das non-plus-ultra, soll sich mal die Beiträge anschauen, die man in meinem Alter zahlen darf.

      Ich verstehe sowieso nicht, was die Leute gegen Beamte haben.

      Wir machen doch gar nix :Lach:

      So, Beamtenschelte Klappe eins die erste - kann losgehen.

      Gruß Frank
      Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.
    • Hallo,

      Guudsje schrieb:


      hier passt das Diskussionsthema besser als im Thread mit den Löschdecken. :) Wieso sollte denn die Besoldung der Beamten beschnitten werden? Bei dem Cut in der Breite bin ich bei Dir, aber bei der Besoldung? ?( Sicherlich gibt es in Teilen Positionen bei denen es ein krasses Missverhältniss zwischen Arbeitsaufgabe und Besoldung gibt, aber das trifft nicht nur auf Beamte zu. Warum sollte meine Besoldung beschnitten werden? Mein Job, den ich hier mache, würde mir "auf dem freien Markt" mehr an Kohle bringen. Die viel gerühmten Vorteile des Beamtentums sind mittlerweile auch ad acta gelegt, und wer meint, eine private Krankenversicherung wäre das non-plus-ultra, soll sich mal die Beiträge anschauen, die man in meinem Alter zahlen darf.

      Ich verstehe sowieso nicht, was die Leute gegen Beamte haben.

      Wir machen doch gar nix :Lach:
      Weil sie in meinen Augen in vielen Fällen, nicht der Leistung entspricht.
      Das kann in einem Fall eine zu niedrige Besoldung sein, oftmals aber eine zu
      hohe. Und nur so nebenbei, auch in anderen Bereichen sehe ich das. Die Besoldung
      der Bürgermeister als Wahlbeamte, gerade in BaWü würde ich deutlich reduzieren.
      Teils bis zur Hälfte und auch die Kompetenzen deutlich beschneiden. Und verlassen
      wir kurz den Beamten-Bereich, genauso die Diäten der Mitglieder in den Landtagen
      und im Bundestag, einschließlich der Parteienfinanzierung

      Ich finde dieser ganze Beamten-und Politik-Bereich ist ziemlich aus den Fugen
      geraten. Und er wird immer weiter aufgebläht. Und der Staat wird hierbei zur Beute
      gemacht, wenngleich natürlich jeder Beamte/in auch als Bürger zum Staat gehört.
      Jetzt bin ich da aber auch nicht wirklich objektiv, da ich für einen anderen Staat,
      nämlich für einen schlanken Staat stehe (anderes politisches Verständnis von
      unserem Staat).

      Zum Schluss, wieder ein H. Palmer Zitat:

      Beamter sucht Nebenbeschäftigungganztags.“ :D

      Gruß
      Simon Schmeisser
      Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010
    • SimonSchmeisser schrieb:

      Weil sie in meinen Augen in vielen Fällen, nicht der Leistung entspricht.
      Ich kann jetzt nur für unser Haus sprechen. Aber wenn ich mir so ansehe, was vor dreißig Jahren zu leisten war und welche Aufgaben heute zu bewältigen sind, tendiere ich eher in die Richtung Unteralimentierung oder im Umkehrschluss Arbeitsüberlastung. Natürlich haben wir auch welche, die nach ihrem Ableben nur umgebettet werden. :D

      Gruß Frank
      Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.
    • RKKV schrieb:

      Was ich am Beamtentum am gruseligsten finde ist, dass bei einer Stellenbesetzung die aktuelle Besoldungsgruppe ausschlagebender ist, als das Wissen oder die Fähigkeiten.

      Amtsleitung gesucht (A14) eine Abteilungsleitung mit (A12) fachlich und menschlich überragend kann nicht auf die Stelle gesetzt werden... ?( 8|
      Was ist daran falsch? Es sind einfach verschiedene Laufbahnen. Eine Stellenbesetung erfolgt immer nach Eignung und Befähigung. Zur Befähigung gehört eben der entsprechende Abschluss, und der muss für eine A14 eben für den höheren Dienst befähigen (Hochschulstudium/Master). Ein E-Ingenieur (Bachlor) wird grundsätzlich auch keine Stelle besetzen, für die eine Master gefordert ist.
    • Hallo,

      Guudsje schrieb:

      Aber wenn ich mir so ansehe, was vor dreißig Jahren zu leisten war und welche Aufgaben heute zu bewältigen sind
      Zum Beispiel?

      Gruß
      Simon Schmeisser
      Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010
    • Neu

      SimonSchmeisser schrieb:

      Hallo,

      Guudsje schrieb:

      Aber wenn ich mir so ansehe, was vor dreißig Jahren zu leisten war und welche Aufgaben heute zu bewältigen sind
      Zum Beispiel?
      Gruß
      Simon Schmeisser
      Allein schon die Digitalisierung. Das trifft ja auf alle zu. Aufgaben die früher Wochen dauerten, sollen heute innerhalb weniger Tage oder auch Stunden erledigt werden. Der Sachbearbeiter von heute (speziell bei uns) hat viel viel weniger Zeit für die Bearbeitung der Akten. Viel mehr gesetzliche Anforderungen zu beachten und mit einzubeziehen. Viel mehr Telefonate laufen auf. Früher war mit einem Teilnehmer die Leitung blockiert. Allein die Umstellung von Papierakten auf digitale Akten ist für den Sachbearbeiter eine riesen Herausforderung. Auf den Schreibtischen der Bearbeiter / Sachbearbeiter sieht es mittlerweile so aus wie in einer Leitstelle. Mindestens zwei große Bildschirme.
      Nicht jede Akte liest sich so einfach, wie die Ihrige. Da gibt es noch den Abdul, der ein paar Jahre Esel durch die Wüste getrieben hat, dann in Frankreich und dann in Tunesien und in Belgeien gearbeitet hat. Am Ende sogar in Deutschland noch seinen Job gemacht hat. Der weiß nicht, wann er geboren wurde, geschweige denn wo? Die Daten benötigt der Sachbearbeiter aber. Das hat früher Monate oder sogar Jahre gedauert bis die Daten zusammen waren. Das muss heutzutage schneller gehen. Beim Umgang mit den Papierakten musste der Sachbearbeiter keine Computer bedienen. Das Wissen, wie man mit den verschiedenen Softwares, kommt heute auch noch dazu.
      Was für Sie vielleicht selbstverständlich ist, ist es für ältere Mitarbeiter nicht unbedingt. Wie ich an Ihrem Profil erkennen konnte sind Sie noch sehr sehr jung.
      Gleichzeitig e-mails lesen, Telefonieren, Teammeetings, gesetzliche Anforderungen lernen -> müssen wir Ihnen das wirklich erklären. Sollten Sie eigentlich auch selbst wissen und beurteilen können.
      Bei aller Trägheit der Behörden. die Ergebnisse die dabei erzielt werden kommen nicht von selbst. Das wird gearbeitet. Sie erhalten Ihren Ausweis, ihren Führerschein, ihre Kennzeichen, Ihre REHA und am Ende Ihre Rente.
      Also rechtzeitig bei der DRV für die Rente anmelden, alle Unterlagen und den Versicherungsverlauf vollständig halten, dann ist diese auch schnell errechnet und kann überwiesen werden.

      Meine persönliche Meinung --->

      SimonSchmeisser schrieb:

      Zum Beispiel?
      das war / ist unverschämt. Gelegentlich schießen Sie mit Ihrer Allwissenheit übers Ziel hinaus!!!!!! :cursing:

      Ich wünsche Ihnen einen schnellen und fähigen Sachbearbeiter für Ihre Rente und einen schönen Tag.

      Ach übrigens --> ich unterweise heute die zukünftigen SoFas (Sozialversicherungsangestellten) in Sachen Arbeitssicherheit. Da ist Ihrer vielleicht dabei.
      Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
      (unbekannt)

      „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
      (Leo Tolstoi)


      Gruß Mick
    • Neu

      Anni1 schrieb:

      RKKV schrieb:

      Was ich am Beamtentum am gruseligsten finde ist, dass bei einer Stellenbesetzung die aktuelle Besoldungsgruppe ausschlagebender ist, als das Wissen oder die Fähigkeiten.

      Amtsleitung gesucht (A14) eine Abteilungsleitung mit (A12) fachlich und menschlich überragend kann nicht auf die Stelle gesetzt werden... ?( 8|
      Was ist daran falsch? Es sind einfach verschiedene Laufbahnen. Eine Stellenbesetung erfolgt immer nach Eignung und Befähigung. Zur Befähigung gehört eben der entsprechende Abschluss, und der muss für eine A14 eben für den höheren Dienst befähigen (Hochschulstudium/Master). Ein E-Ingenieur (Bachlor) wird grundsätzlich auch keine Stelle besetzen, für die eine Master gefordert ist.

      A14 für Amt A gesucht
      A13 aus Amt Z bewirbt sich (Verwaltungsbeamter), keinerlei Erfahrung von der Tätigkeit in Amt A!
      A12 (EG11) 15 Jahre Berufserfahrung bewirbt sich, fachlich und menschlich von allen Seiten geschätz, hat Amt A quasi aufgebaut.

      Die Stelle hat der Verwaltungsbeamte bekommen. Eignung = ???, Befähigung =ja.
      Im Amt herrscht aktuell totales Chaos, weil der neue Amtsleiter alles ändern will und geändert hat ohne die Abläufe zu kennen. Dauert jetzt vermutlich ein Zeit und dann wird dem Amtsleiter eine A15 angeboten und er wird "wegbefördert".

      - In der Wirtschaft bekommt dein Bachelor die Stelle und holt seinen Master parallel nach.

      - Ob Tarif oder Beamter, bei uns kenne ich viele Stellen, da könnte man locker von 39/41 Std./Woche auf 30 Std./Woche reduzieren (bei gleichem Gehalt) und es bliebe dennoch genug Zeit für Kaffee und Kuchen. Warum spart man hier keine Stellen ein und besetzt andere Bereiche in denen Personal permanent gesucht wird?

      - Wenn jemand nicht mehr ins Unternehmen passt, muss derjenige das Unternehmen verlassen. Im ÖD undenkbar, da setzt man denjenigen in ein Büro ans Ende des Flures, entzieht ihm die Aufgaben und lässt ihn da seit 4,5 Jahren seine Zeit absitzen.
      Gruß Roland
    • Neu

      Hallo,

      Mick1204 schrieb:

      Allein schon die Digitalisierung. Das trifft ja auf alle zu. Aufgaben die früher Wochen dauerten, sollen heute innerhalb weniger Tage oder auch Stunden erledigt werden. Der Sachbearbeiter von heute (speziell bei uns) hat viel viel weniger Zeit für die Bearbeitung der Akten. Viel mehr gesetzliche Anforderungen zu beachten und mit einzubeziehen. Viel mehr Telefonate laufen auf. Früher war mit einem Teilnehmer die Leitung blockiert. Allein die Umstellung von Papierakten auf digitale Akten ist für den Sachbearbeiter eine riesen Herausforderung. Auf den Schreibtischen der Bearbeiter / Sachbearbeiter sieht es mittlerweile so aus wie in einer Leitstelle. Mindestens zwei große Bildschirme.
      Nicht jede Akte liest sich so einfach, wie die Ihrige. Da gibt es noch den Abdul, der ein paar Jahre Esel durch die Wüste getrieben hat, dann in Frankreich und dann in Tunesien und in Belgeien gearbeitet hat. Am Ende sogar in Deutschland noch seinen Job gemacht hat. Der weiß nicht, wann er geboren wurde, geschweige denn wo? Die Daten benötigt der Sachbearbeiter aber. Das hat früher Monate oder sogar Jahre gedauert bis die Daten zusammen waren. Das muss heutzutage schneller gehen. Beim Umgang mit den Papierakten musste der Sachbearbeiter keine Computer bedienen. Das Wissen, wie man mit den verschiedenen Softwares, kommt heute auch noch dazu.
      Was für Sie vielleicht selbstverständlich ist, ist es für ältere Mitarbeiter nicht unbedingt. Wie ich an Ihrem Profil erkennen konnte sind Sie noch sehr sehr jung.
      Gleichzeitig e-mails lesen, Telefonieren, Teammeetings, gesetzliche Anforderungen lernen -> müssen wir Ihnen das wirklich erklären. Sollten Sie eigentlich auch selbst wissen und beurteilen können.
      Bei aller Trägheit der Behörden. die Ergebnisse die dabei erzielt werden kommen nicht von selbst. Das wird gearbeitet. Sie erhalten Ihren Ausweis, ihren Führerschein, ihre Kennzeichen, Ihre REHA und am Ende Ihre Rente.
      Also rechtzeitig bei der DRV für die Rente anmelden, alle Unterlagen und den Versicherungsverlauf vollständig halten, dann ist diese auch schnell errechnet und kann überwiesen werden.
      Mit Verlaub dafür sind Behörden und ihre steuerfinanzierten
      Mitarbeiter/innen auch da. Das ist für mich kein Argument.
      Was ich nachvollziehen kann, sind Ihre Ausführungen das
      es je nach Herkunft der Person, einen unterschiedlichen Aufwand
      geben kann. Ok, Pluspunkt für dieses Argument. Digitalisierung
      ist für mich kein Argument, da es alle Bereiche trifft.

      Mick1204 schrieb:

      SimonSchmeisser schrieb:

      Zum Beispiel?
      das war / ist unverschämt. Gelegentlich schießen Sie mit Ihrer Allwissenheit übers Ziel hinaus!!!!!! :cursing:
      Wo war das eine Unverschämtheit? Guudsje hat von einem
      starken Wandel bei den Aufgaben gesprochen, diese aber nicht
      benannt. Dann darf man doch nachfragen was er damit meint
      oder fällt das schon unter Beamtenbeleidigung?

      Mick1204 schrieb:

      Ich wünsche Ihnen einen schnellen und fähigen Sachbearbeiter für Ihre Rente und einen schönen Tag.
      Ach übrigens --> ich unterweise heute die zukünftigen SoFas (Sozialversicherungsangestellten) in Sachen Arbeitssicherheit. Da ist Ihrer vielleicht dabei.
      Da ich selbstständig bin und nicht als freiwilliges Mitglied mehr
      einbezahle, betrifft mich das nicht...da wird für mich also
      definitiv niemand dabei sein. Und darum bin ich auch überhaupt
      nicht böse.

      Gruß
      Simon Schmeisser
      Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010
    • Neu

      Ja cool. Gibt ne Stelle im Landkreis bei uns wo ein Sachbearbeiter Katastrophenschutz, Brandschutz etc. gesucht wird. Bezahlung---2500 brutto...gesucht wird Person mit technischem Studium...
      Manchmal glaub ich der öffentliche Dienst ist preislich völlig von der Rolle..Kenne Personen auf A13 wo jede Reinigungskraft(ohne hier abwertend zu sein) mehr know how hat.
      Meine Erfahrung:--70-80% der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst gehören da auch hin weil diese in der freien Wirtschaft keine vernünftige angemessene Stelle bekommen würden weil diese einfach nur einfältig sind.. So viele Möchtegern und kleine Napoleons im Öffentlichen Dienst wo ich mich Frage ob die ein Gehirn besitzen und wenn ja ob diese es jemals benutzt haben.
      Soviel zu meinem Statement Arbeit im Öffentlicher Dienst. Betone--meine Meinung und Erfahrung..Die guten im ÖD gibt es nur ganz wenig.
      PS. War ganz früher (Ausbildung und Gesellenjahre)selber mal 15 Jahre im ÖD und bin dann in die Selbstständigkeit gewechselt weil ich einfach nicht verblöden wollte.
      Gruß Martin
    • Neu

      @all,

      ups, was ist den hier losgetreten worden....

      Bei dieses Thema wird schnell die Sachebene verlassen und es wir Emotional.

      Last uns zurück zu unseren gemeinsamen Wurzeln der SIFA kommen auch wenn ich Beamten gerne....ups sorry

      So die Waffen entladen, die Messer wieder in Muttis Schublade geräumt und zurück zu unsere Basis.
      Hey ich bin hier noch Frischling und muß noch viel lernen...also los und Attacke gemacht !

      Grüße,

      Heinz
      Wer aufhört besser werden zu wollen, der hat aufgehört gut zu sein !
      Von Marie von Ebner-Eschenbach
    • Neu

      Du siehst das zu emotional. Auf der Sachebene ist ein A12er kein geeigneter Bewerber für einen mit A13 bewerteten Dienstposten.

      Dass die freie Wirtschaft in den Entscheidungen flexibel ist, ist mir absolut klar. Du darfst dich deshalb aber nicht an den Strukturen des ö.D. aufreiben. Es ist so, und wir können es nicht ändern.
      Dass der eine oder andere Dienstposten recht ungünstig vergeben wurde, steht außer Frage.

      ...und übrigens, dem A12er steht es frei, sich für den Aufstieg zu qualifizieren und diesen dann zu absolvieren. Er kommt dann quais in die "Masterebene", ist für den höheren Dienst befähigt und hat die Chance am Auswahlverfahren für die Stellenbesetzung teilzunehmen.


      Mick1204 schrieb:

      Allein schon die Digitalisierung. Das trifft ja auf alle zu. Aufgaben die früher Wochen dauerten, sollen heute innerhalb weniger Tage oder auch Stunden erledigt werden. ...
      Die endgültige Einführung der E-Akte wird tatsächlich noch viele Nerven kosten. Die Digitalisierung führt zunächst in vielen Fällen eben nicht dazu, dass die Arbeitsaufgaben schneller erledigt werden können, sondern hindert den zügigen Arbeitsfortgang sehr oft.
      Für eine schnellere Durchlaufzeit sorgen letztendlich reglementierte Arbeitsabläufe. Das führt dazu, dass die Bearbeiter unzufrieden werden. Ich habe an mich gewisse Ansprüche, von diesen weiche ich auch in Bezug auf die Qualität meiner Arbeitsergebnisse nicht ab. Das hätte ich aber tun müssen, um die Zielvorgaben zu erfüllen und letztendlich meinen vor Jahren geleisteten Eid brechen. Dazu war ich nicht bereit und habe die Chance genutzt, die Verwaltung zu wechseln.

      Ich finde es übrigens äußerst unangemessen, Dinge zu beurteilen, die man nicht in der ganzen Breite und Tiefe kennt. Da sollte man sich eigentlich zurückhalten. Leider ist ein großer Teil der Mitmenschen in diesem Land dazu nicht fähig.
      Am Anfang stand die Berufswahl! Jeder ist seinen Weg gegangen und wird an der Stelle, die er einnimmt benötigt und erhält hoffentlich die gebotene Wertschätzung.

      Geht doch bitte mal in euch und überlegt, ob es richtig ist, eine ganze Berufsgruppe,welche auch immer, anzugreifen.

      Ich persönlich fühle mich generell nicht getroffen und erinnere mich immer wieder gern an die Worte von Gottfried August Bürger,

      Wenn dich die Lästerzunge sticht,
      so laß dir dies zum Troste sagen:
      Die schlechtesten Früchte sind es nicht,
      woran die Wespen nagen.


      Viele Grüße ins Land

      Anni
    • Neu

      Hallo,

      Heinz. H. schrieb:

      Bei dieses Thema wird schnell die Sachebene verlassen und es wir Emotional.
      Wo?

      Anni1 schrieb:

      Ich finde es übrigens äußerst unangemessen, Dinge zu beurteilen, die man nicht in der ganzen Breite und Tiefe kennt. Da sollte man sich eigentlich zurückhalten. Leider ist ein großer Teil der Mitmenschen in diesem Land dazu nicht fähig.
      Am Anfang stand die Berufswahl! Jeder ist seinen Weg gegangen und wird an der Stelle, die er einnimmt benötigt und erhält hoffentlich die gebotene Wertschätzung.

      Geht doch bitte mal in euch und überlegt, ob es richtig ist, eine ganze Berufsgruppe,welche auch immer, anzugreifen.
      Das hat doch nichts mit Angriff zu tun, sondern mit unterschiedlichen
      Meinungen. Und diesen Resepkt den Sie da einfordern, liefert die
      Beamtenschaft gegenüber dem Bürger auch immer? Beide Seiten nehmen
      sich da nichts. Gleiches gilt auch für die fachliche Eignung, ein bissel
      mehr Zurückhaltung wäre da durchaus wünschenswert.

      Gruß
      Simon Schmeisser
      Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010
    • Neu

      SimonSchmeisser schrieb:

      Zum Beispiel?
      Arbeitsschutz vor 30 Jahren vs. Arbeitsschutz heute?
      Bebauungspläne vor 30 Jahren hatten den Umfang eines Comic-Heftchens. Heute wiegt so ein Ding mehr als die Bibel mit altem und neuen Testament.
      Digitalisierung
      Onlinezugangsgesetz
      EAP-Plattformen
      Unser Bürgerservice bietet mittlerweile Diensleitung der Kfz-Zulassungsstelle an. Haben wir deswegen mehr Personal? Nö.
      Das Vergaberecht ist mittlerweile so kompliziert, dass Du ohne eine eigene Vergabestelle gar nicht mehr rechtskonform handeln kannst.
      Vor dreißig Jahren hast Du zehn Schreibtische in Buche Dekor mit vier Füßen bestellt, heute schreibst Du ein Leistungsverzeichnis, in dem bis zur Länge der elektrischen Zuleitung alles haarklein und produktneutral benannt sein muss oder Du vergibst die Planung nach außen und opferst dafür Steuergelder.
      Welche Kommune hatte vor 30 Jahren Energiebeauftragte, Umweltbeauftragte, Demographiebeauftragte usw.?
      Welche Kommune hatte vor 30 Jahren einen Kinderbetreuungsbedarfsplan?
      Wo war vor 30 Jahren der Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz?
      Wie viele Mitarbeiter von Verwaltungen haben vor 30 Jahren abends in politischen Gremien, um den gewählten Vertretern Sachverhalte zu erläutern?
      Hast Du mal vor 30 Jahren versucht, samstags einen Reisepass zu bekommen?
      Wie viele Personen hat man vor 30 Jahren eingebürgert und wie viele heute? Wie viel Personal hatte man damals dafür und wie viel heute? :whistling:
      Die Liste ließe sich noch um einiges fortsetzen, aber alleine was in dem Bereich Digitalisierung steckt, ist schon ein riesen Brocken, auch wenn das in Deinen Augen ja kein Argument ist.

      Du kannst mich ja gerne mal besuchen. Ist ja nicht so weit. :)

      Gruß Frank
      Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Guudsje ()

    • Neu

      RKKV schrieb:

      Was ich am Beamtentum am gruseligsten finde ist, dass bei einer Stellenbesetzung die aktuelle Besoldungsgruppe ausschlagebender ist, als das Wissen oder die Fähigkeiten.

      Amtsleitung gesucht (A14) eine Abteilungsleitung mit (A12) fachlich und menschlich überragend kann nicht auf die Stelle gesetzt werden..
      Die Stelle kann mit dem A12er besetzt werden. Er bleibt dann halt erst einmal bei seiner A12, und der Arbeitgeber hat Geld gespart. Ich weiß nicht, wie es im Landesrecht ist, aber bei einer Kommune kannst Du auch einen A9er auf eine A12er Planstelle setzen wenn Du möchtest.

      Gruß Frank
      Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.
    • Neu

      Guudsje schrieb:

      Die Stelle kann mit dem A12er besetzt werden. Er bleibt dann halt erst einmal bei seiner A12, und der Arbeitgeber hat Geld gespart. Ich weiß nicht, wie es im Landesrecht ist, aber bei einer Kommune kannst Du auch einen A9er auf eine A12er Planstelle setzen wenn Du möchtest.
      Gruß Frank
      Das ist auch in Bund und Land kein Problem, weil es sich um ein und dieselbe Laufbahn handelt. A12 auf A14 geht eben nicht - auch nicht in der Kommune, weil die Laufbahn eine andere ist.
    • Neu

      Hallo,

      Guudsje schrieb:


      SimonSchmeisser schrieb:

      Zum Beispiel?
      Arbeitsschutz vor 30 Jahren vs. Arbeitsschutz heute?Bebauungspläne vor 30 Jahren hatten den Umfang eines Comic-Heftchens. Heute wiegt so ein Ding mehr als die Bibel mit altem und neuen Testament.
      Digitalisierung
      Onlinezugangsgesetz
      EAP-Plattformen
      Unser Bürgerservice bietet mittlerweile Diensleitung der Kfz-Zulassungsstelle an. Haben wir deswegen mehr Personal? Nö.
      Das Vergaberecht ist mittlerweile so kompliziert, dass Du ohne eine eigene Vergabestelle gar nicht mehr rechtskonform handeln kannst.
      Vor dreißig Jahren hast Du zehn Schreibtische in Buche Dekor mit vier Füßen bestellt, heute schreibst Du ein Leistungsverzeichnis, in dem bis zur Länge der elektrischen Zuleitung alles haarklein und produktneutral benannt sein muss oder Du vergibst die Planung nach außen und opferst dafür Steuergelder.
      Welche Kommune hatte vor 30 Jahren Energiebeauftragte, Umweltbeauftragte, Demographiebeauftragte usw.?
      Welche Kommune hatte vor 30 Jahren einen Kinderbetreuungsbedarfsplan?
      Wo war vor 30 Jahren der Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz?
      Wie viele Mitarbeiter von Verwaltungen haben vor 30 Jahren abends in politischen Gremien, um den gewählten Vertretern Sachverhalte zu erläutern?
      Hast Du mal vor 30 Jahren versucht, samstags einen Reisepass zu bekommen?
      Wie viele Personen hat man vor 30 Jahren eingebürgert und wie viele heute? Wie viel Personal hatte man damals dafür und wie viel heute? :whistling:
      Die Liste ließe sich noch um einiges fortsetzen, aber alleine was in dem Bereich Digitalisierung steckt, ist schon ein riesen Brocken, auch wenn das in Deinen Augen ja kein Argument ist.
      Ok. Einige Punkte kann ich nachvollziehen. Aber wirklich überzeugend
      finde ich es nicht. Und ganz vieles ist doch nur eines, wovon man bei den
      Behörden lange nichts gemerkt hat, nämlich Bürgerservice (Kundenservice,
      was in der Wirtschaft schon immer das A und O war). Da könnte ich auch
      die Gegenrechnung aufmachen, was wird zum Beispiel alles heute den
      Unternehmen und Solo-Selbstständigen zugemutet? Oder dem Bürger mit
      der Antragsflut für jeden Furz? Dafür ist die Beamtenschaft nicht
      verantwortlich, da es politisch beschlossen wird. Aber es kommt natürlich
      zu Unterschieden, je nachdem wie eine Behörde es auch praktisch umsetzt.
      Auch die Wirtschaft muss sich stetig neu erfinden, weil es sonst auf
      Dauer am Markt nicht bestehen kann.

      Ich finde aber die unterschiedlichen Sichtweisen interessant.

      Guudsje schrieb:

      Du kannst mich ja gerne mal besuchen. Ist ja nicht so weit. :)
      Während der Arbeitszeit??? Sowas kann nur ein Beamter...bestätigt ja
      wieder ein Vorurteil.... :D :P

      Gruß
      Simon Schmeisser
      Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010