Beiträge von Guudsje

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    Ihr wisst schon :/ , dass das Thema "Handlungshilfen Corona" heisst und nicht "ich war erfolreich auf dem Töpfchen..."

    Die meisten haben offensichtlich nicht mal gelesen, an welchen Personenkreis sich diese Umfrage richtet, aber trotzdem tapfer mitgemacht. :rolleyes:

    Moin,


    für diesen Personenkreis können wir keine Schutzmaßnahmen festlegen. Selbst wenn ein Coronaleugner die Auszählung ohne Maske verfolgen möchte, sind die Wahlvorstände nicht befugt, die Einhaltung der Corona-Verordnungen durchzusetzen. Die Wahlvorstände können nur das Hausrecht ausüben, wenn die Wahlhandlung bzw. Auszählung gestört wird. Da in diesen Räumen nach der geltenden Verordnung aber Maskenpflicht besteht, werden die Beschäftigten in diesen Fällen die Kollegen des Bereichs Sicherheit und Ordnung hinzuziehen, um die Regelungen der Coronaverordnungen durchzusetzen. In der Hinterhand haben die Mitglieder der Auszählungswahlvorstände, wenn solche Spaßvögel kommen und meinen, sie müssten ihre Grundrechte dadurch zur Schau stellen, dass sie Husten simulieren und ohne Maske quer durch die Räume laufen. Das hatten wir bei den Wahlen im November aber Gott sei Dank nicht. Die Leute waren sehr vernünftig, und wer ohne Maske im Wahllokal war, bei dem hat man auf den ersten Blick gesehen, warum er keine Maske tragen kann.


    Mehr geht nicht.


    Gruß Frank

    Moin,


    im März stehen in Hessen Kommunalwahlen an. Natürlich gilt es in Zeiten der Pandemie den Infektionsschutz zu berücksichtigen. Bei den allgemeinen Wahllokalen funktioniert das sehr gut, das durften wir im November bei zwei Wahlen schon mal testen, und das Hygienekonzept hat sich bewährt. Jetzt stehen wir vor der Herausforderung, ein Hygienekonzept für die Auszählungswahlvorstände zu entwickeln. Auszählungswahlvorstände arbeiten wie folgt:


    Alle Stimmzettel des Wahlsonntages, bei denen nicht nur eine Partei angekreuzt wurde, landen bei den Auszählungswahlvorständen, die ab Montag darauf die Stimmzettel digital erfassen, bei denen kumuliert und panaschiert wurde. Ein Mitglied des Auszählungswahlvorstandes liest den Stimmzettel vor, während ein zweites Mitglied daneben sitzt und mitliest, ob der Ansager korrekt vorliest. Ein weiteres Mitglied erfasst den Stimmzettel digital, während ein weiteres Mitglied zuschaut, ob die Stimmen und Streichungen korrekt eingegeben wurde. Das letzte Mitglied des Auszählungswahlvorstandes überwacht die Auszählung insgesamt. Die Mitglieder des Wahlvorstandes wechseln sich in den jeweiligen Rollen ab.


    Wir haben anhand des Raumvolumens und der Fenstergrößen Lüftungsintervalle und die jeweilige Lüftungsdauer in Abhängigkeit des Deltas zwischen Außen- und Innenraumtemperatur festgelegt. Für die Auszählungswahlvorstände haben wir das Tragen von Typ-1 Masken verpflichtend vorgegeben. Weiterhin fahren wir das große Besteck mit Haushaltsreiniger, Desinfektionsmittel, Handschuhe, Blätterhilfen (die Minikondome für die Finger, damit die Personen beim Blättern nicht die Finger benetzen), Handschuhe, FFP2-Masken usw. auf, damit auch jedem Paranoiker Rechnung tragen. Die Datenerfassung und Datenerfassungskontrolle erfolgt an gegenüberliegenden Schreibtischen, wobei der Kontrolleur über einen zweiten Bildschirm, der an die Datenerfassungsworkstation angeschlossen ist, die Eingabe verfolgen kann. Der Abstand zwischen diesen beiden Personen ist >1,6m. Zwischen diesen beiden steht eine Trennscheibe aus Plexiglas.


    Knackpunkt in dem ganzen Konzept sind der "Ansager", der die Stimmzettel vorliest und dessen Kontrolleur. Der Kontrolleur muss so nah an dem Ansager dran sein, dass er verifizieren kann, dass der Ansager korrekt vom Stimmzettel abliest. Die Stimmzettel gehen von DIN-A4 bis zu DIN-A2 (in jedem Wahlvorstand). Es ist meines Erachtens nicht möglich, zwischen dem Ansager und dem Kontrolleur ebenfalls eine trennende Schutzeinrichtung zu installieren. Diese müsste wieder auf einem Tisch stehen, und selbst wenn der Tisch nur 60cm tief wäre, halte ich es für ausgeschlossen, dass man im Schrägblick durch eine Plexiglasscheibe über eine Entfernung von >60cm verifizieren kann, dass der Stimmzettel korrekt abgelesen wird, da wir hier nicht von Schriftgröße Arial 24 reden und der Wähler mit seinen Kreuzen und Streichungen sein übriges dazu tut, dass das Ablesen und die Kontrolle nicht ganz so einfach ist. Das war schon in nicht-Corona-Zeiten nicht trivial.


    Die Auszählungswahlvorstände nutzen in der Regel Büros und Besprechungszimmer. Damit man sich das Ganze vorstellen kann, hier eine Grafik eines exemplarischen Büros mit ca. 25m²,


    pasted-from-clipboard.png


    Trotz aller Mühen, die wir uns gemacht haben, gibt es Beschäftigte, denen das alles noch nicht ausreicht, aber den umluftunabhängigen Schutzanzug kann man bei den Auszählungswahlvorständen nicht einsetzen. :rolleyes: Für den Ansager und den Kontrolleur sehe ich eigentlich nur die Möglichkeit der Umsetzung der SARS-CoV2-Arbeitsschutzregel.

    Zitat von SARS-CoV2-Arbeitsschuzregel Nr. 4.1 (3)


    Soweit arbeitsbedingt die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann und technische Maßnahmen wie Abtrennungen zwischen den Arbeitsplätzen nicht umsetzbar sind, müssen die Beschäftigten mindestens MNB zum gegenseitigen Schutz tragen. Entsprechend der Höhe des Infektionsrisikos, das sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergibt, sind filtrierende Halbmasken (mindestens FFP2 oder vergleichbar [6]) als persönliche Schutzausrüstung erforderlich. Gleiches gilt, wenn in einer unmittelbaren Interaktion einer der Beteiligten keine MNB tragen kann. Die MNB und die filtrierenden Halbmasken sind vom Arbeitgeber bereitzustellen.

    Statt MNB stellen wir Typ-1 Masken bereit. Zusätzlich liegen in den Räumen noch FFP2-Masken für die, die sie tragen wollen. Ich wüsste jetzt nicht, was wir noch für die Mitglieder der Auszählungswahlvorstände machen sollten, aber vielleicht hat ja einer von Euch noch eine zündende Idee. Ich bin für jeden Vorschlag dankbar, der eventuell das Schutzniveau noch ein Level höher heben könnte, kann aber auch prima damit leben, wenn die Aussage kommt: "Mehr geht nicht". Man muss auch immer mal daran denken, dass die Menschen in der Pflege von Covid-19 Patienten außer der PSA keine weiteren Schutzmaßnahmen haben (Abstand, trennende Schutzeinrichtung etc.), wenn sie nicht bereits geimpft sind. Zur Veranschaulichung das Ganze nochmals in 3D.


    Gruß Frank


    pasted-from-clipboard.png

    Moin,


    so jetzt ist es so weit. Jetzt wird auch auf die Rücksicht genommen, denen nicht mal ein Führerschein gehört. ;)


    "Muss ich dem Klaus Home-Office anbieten?"


    Guudsje: "Ja"


    "Warum, das Zimmer hat doch 20,17m². Außerdem sind die Schreibtische 80cm tief, so dass zwischen Klaus und Sonja genug Luft ist, und Du weist genau, wie gern Klaus mit Sonja zusammenarbeitet." :love:


    Ich habe es weiß Gott versucht. Ich habe nicht einfach die verordnung rumgeschickt, sondern die Kernpunkte zusammengefasst und meines Erachtens auch erläutert, was wann warum. Da das aber scheinbar alles nichts hilft, gibt es jetzt die Corona-ArbschV in leichter Form oder wie es Dan Gookin formuliert hätte "ArbSchV für Dummies." :doppelthumbsup:


    Corona_ArbSchV.jpg

    Moin,


    also ich habe von meiner BG/UK eine ziemlich eindeutige Antwort erhalten.

    Zitat
     

    Möglich wären hier vor allem eine regelmäßige Lüftung, das Einhalten des Abstandes und geeignete Abtrennungen. Vorrangiges Ziel ist es aber, die Verbreitung von Aerosolen zu verhindern. Dies ist vor allem in Hinblick auf die sich zunehmend verbreitende Mutation des Virus nötig. Abtrennungen genügen hier alleine nicht.


    Wenn alle diese Möglichkeiten entschieden nicht bestehen, erst dann stellt sich die Frage der Auslegung im Hinblick auf das Tragen von MNS.


    Wir verstehen die Verordnung so, dass sowohl im Hinblick auf die 10 m2 pro Person (Raumbelegung) als auch beim zur Verfügung stellen/ Tragepflicht der medizinische Gesichtsmasken oder FFP2-Masken die Möglichkeit anderer geeigneter Schutzmaßnahmen explizit genannt wird:

    Gruß Frank

    Moin,


    ich habe wirklich gesucht, aber ich finde es nicht mehr. Es gibt doch so ein schönes Flussdiagramm, unter welchen Voraussetzungen man als Fachkraft für Arbeitssicherheit anerkannt werden kann. Ingenieur ja/nein - dann weiter mit...

    Meister ja/nein - dann weiter mit


    Ich kann es leider nicht besser beschreiben, aber ich hoffe, Ihr wisst, was ich meine. Ich glaube, die Verzweigungsfelder waren in blau oder gelb gehalten. Das Diagramm war lediglich eine DIN-A4 Seite. Ich hoffe, jemand kann mir folgen und mir den rechten Weg weisen.


    Danke vorab


    Gruß Frank

    Daher bin ich mir immer noch Unklar darüber, ob Maßnahmen wie Lüftung oder physik. Abtrennungen lt. Gefährdungsbeurteilung ausreichend sind oder bei "verstoß" gegen die Flächenregel in § 2 unabhängig davon MNB zu tragen ist.

    Moin,


    ich mache es mal an einem realen Beispiel fest.


    a) Büro 19,77m². Die Tätigkeit erfordert die gleichzeitige Anwesenheit von 2 Personen. Die Personen sitzen sich gegenüber an Schreibtischen, die jeweils 80cm tief sind. Damit Abstand >1,5m. Zwischen den beiden Personen steht eine Trennscheibe. Das Lüftungsintervall und die Lüftungsdauer (in Abhängigkeit des Deltas zwischen Außen- und Innenraumtemperatur) sind definiert und mit einem schicken Plakat an die Bürowand "genagelt". >>> keine Maskenpflicht


    b) Mein Büro 31,68m². Normalerweise sitze ich dort alleine. Zur Kommunalwahl haben wir in diesem Büro einen Auszählungswahlvorstand mit fünf Personen. Die fünf Personen müssen zusammen arbeiten und im gleichen Raum arbeiten. Tätigkeiten wie folgt:


    A liest Stimmzettel vor

    B sitzt neben dran und kontrolliert, ob korrekt abgelesen wurde

    C erfasst die Stimmen am PC

    D sitzt an einem zweiten Monitor gegenüber von C und kontrolliert die Eingabe

    E überwacht die korrekte Auszählungshandlung


    Auszählungen sind generell öffentlich, also dürften auch Bürger der Stimmenauszählung beiwohnen. Da kann ich jetzt so viel Lüften und Plexiglas aufbauen wie ich will. Bei meiner Gefährdungsbeurteilung kommen ich immer zu dem Schluss >>> Maskenpflicht


    Du siehst, es gibt kein schwarz oder weiß. Du musst es in Deiner Geährdungsbeurteilung festlegen.


    Gruß Frank

    Moin,


    das Problem stellt sich bei uns nicht. Alle tragen ihre Masken, selbst wenn hier am Wochenende oder spät abends nur noch drei Menschen in dem riesen Gebäude rumlaufen. Wenn tatsächlich mal jemand vergisst, die Maske aufzusetzen, kommen dann so Sprüche wie "Ach Gott Du bist ja naggisch" oder "Ach so siehst Du ohne Maske aus" :S Klappt wirklich gut bei uns.


    Gruß Frank

    Ich habe ein Büro, das eine Fläche von 18 qm hat und mit zwei Personen belegt ist. Der Abstand von 1,5 m wird eingehalten, zudem wird der Raum regelmäßig gelüftet. Müssen die Personen im Büro nun trotzdem einen MNS tragen? Die Formulierung in der Verordnung finde ich ziemlich verwirrend.

    Moin,


    es kommt auf die Tätigkeiten an.

    Zitat von §2 (5) Corona-ArbSchV


    Ist die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen erforderlich, so darf eine Mindestfläche von 10 Quadratmetern für jede im Raum befindliche Person nicht unterschritten werden, soweit die auszuführenden Tätigkeiten dies zulassen. Lassen die auszuführenden Tätigkeiten dies nicht zu, so hat der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutzmaßnahmen den gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherzustellen, insbesondere durch Lüftungsmaßnahmen und geeignete Abtrennungen zwischen den anwesenden Personen.

    Wenn der Arbeitsprozess die gleichzeitige Anwesenheit von mehreren Personen in einem erfordert, greift §3 (1) Corona-ArbSchV.

    Zitat von §3 (1) Corona-ArbSchV


    Der Arbeitgeber hat medizinische Gesichtsmasken oder FFP2-Masken oder in der Anlage bezeichnete vergleichbare Atemschutzmasken zur Verfügung zu stellen, wenn

    1. die Anforderungen an die Raumbelegung nach § 2 nicht eingehalten werden können, oder

    2. der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, oder

    3. bei ausgeführten Tätigkeiten mit Gefährdung durch erhöhten Aerosolausstoß zu rechnen ist. Die Beschäftigten haben die nach Satz 1 vom Arbeitgeber zur Verfügung zu stellenden Masken zu tragen.

    Das bedeutet nach meiner Lesart (immer unter der Prämisse, dass die Tätigkeit die gleichzeitige Anwesenheit der beiden Personen erfordert):


    Du kannst die 10m² nicht einhalten, kannst aber mit Abtrennungen und Lüftungsmaßnahmen ein ausreichendes Schutzniveau garantieren. Damit kannst Du die Anforderungen an die Raumbelegung meines Erachtens erfüllen und es besteht keine Maskenpflicht.


    Gruß Frank

    Meine persönliche Logik sagt nein, ich werde bei meiner Beurteilung mich auf die Nettofläche beziehen.


    Neben dem Abstand geht es ja auch immer um Aerosole im Raum. Und wenn der halbe Raum mit Schränken vollgestellt ist, womöglich noch dicke Mauern und Einbauten, teilen sich mehrere MA trotz Abstand ggf. nur einen geringen Luftraum.

    (Da die neue Variante, deren Ausbreitung es zu verhindern gilt, viel ansteckender sein soll, sollte insbesondere auf den Luftraum geachtet werden.)

    Moin,


    Auszug aus der Begründung zur Verordnung:


    Die in Satz 1 festgelegte Angabe zur Mindestfläche pro Person dient der Kontaktreduzierung. Sie orientieren sich an den Angaben für Verkaufsflächen pro Person im Groß- und Einzel-handel, die im Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 25. November 2020 festgelegt wurden.


    Bei den Auslegungshinweisen der bestehenden Verordnung findet sich dann folgender Passus:


    Unter der Verkaufsfläche bzw. Gesamtverkaufsfläche von Einkaufszentren sind alle für den Publikumsverkehr zugänglichen Flächen zu verstehen, wie beispielsweise Gänge, Treppen in Verkaufsräumen, Kassenzonen, Windfang sowiedie Kunden-Toiletten.


    Analog auf die Büroräume übertragen, wäre dass dann die begehbare Fläche.


    Gruß Frank