Kopftuch im Krankenhaus

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  • Hallo Zusammen,


    wie kann ich das Thema "Kopftuch" in einem Krankenhaus bewerten?
    Problemstellung:
    Es gab/gibt immer mal wieder das die zu pflegenden an der MA am Kopftuch gezogen haben.
    Ich bin mir dort nicht sicher ob es da alternativen zum schutze der Religion und natürlich auch der MA oder ähnliches gibt.
    Ich sehe halt dort eine hohe Gefährdung um die Gesundheit der MA.
    Hattet ihr damit schon Erfahrungen, oder Alternativen.


    Viele Grüße

  • Es gab/gibt immer mal wieder das die zu pflegenden an der MA am Kopftuch gezogen haben.
    Ich bin mir dort nicht sicher ob es da alternativen zum schutze der Religion und natürlich auch der MA oder ähnliches gibt.
    Ich sehe halt dort eine hohe Gefährdung um die Gesundheit der MA.

    Hmmmm..... naja ich stelle mir gerade Pflegepersonal in Ganzkörperschutzanzügen vor.
    Dies kann eine sehr schöne aber gleichzeitig eine sehr erschreckende Vorstellung sein....
    :033:

    Wenn Du ein Schiff bauen willst.
    So trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeug vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen.
    Sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.

  • Ich bin mir dort nicht sicher ob es da alternativen zum schutze der Religion und natürlich auch der MA oder ähnliches gibt.

    Nennt sich Erziehung ;)


    Ansonsten die Leute fragen die sich mit ihrer Religion wirklich auskennen ob es evtl Alternativen gibt die sich mit ihren Glauben vereinbaren lassen



    Ich sehe halt dort eine hohe Gefährdung um die Gesundheit der MA.


    Als ich mal für ein Jahr im Klinikum unterwegs war, lang ist her da waren die Probleme noch mit an den Hintern fassen usw aktuell. Da wurde dem Patienten eine "rein" gehauen und nicht den betroffenen etwas auferlegt


    Wie sich die Zeiten doch wandeln. Ich gebe dir aber völlig recht dass hier Maßnahmen zum Schutz erforderlich sein können bzw müssen

    Mfg Dierk

    Elektriker aus Leidenschaft :thumbup:

  • Moin


    Prinzipiell sollte es bei sowas "Null-Tolanzen" Vorgaben geben, sprich MA oder Vogesetzer sprechen mit Patienten o.ä.


    Eine Altenative wäre Bonnets zu tragen, die auch in Bezug auf Hygiene vorteilhafter sind.
    Sowas habe ich schon bei einigen Muslima gesehen, weiss aber nicht, ob dass für alle eine "erlaubte" Alternative ist.

    Grüßle
    de Uil


    Omnia rerum principia parva sunt.
    [Der Ursprung aller Dinge ist klein.]
    (Cicero)

  • Guten Morgen,


    für mich ist es ein Problem, das ganz in das Theam Gewalt im Krankenhaus passt. Ich unterscheide hier nicht ob gebissen, gekratzt oder am Kopftuch gezogen wird.
    Wenn der Arbeitgeber das Kopftuchtragen erlaubt, kann es getragen werden.


    Und dazu habe ich erst kürzlich eine Diskussion angestoßen:


    Aggression und Gewalt in medizinischen Einrichtungen


    Das Kopftuch kann und darf man in meinen Augen nicht isoliert sehen.


    Hardy

    Multiple exclamation marks are true sign of a diseased mind.
    (Terry Pratchett)
    Too old to die young (Grachmusikoff)

  • Am Kopftuch zu ziehen ist aber eine besondere Form der Demütigung, während "normale" Gewalt biologisch zum Leben gehört, und nicht verhindert werden kann.


    Demütigendes Verhalten ist aber noch eine Kategorie anders, würde ich nicht in das Thema "Gewalt algemein" eingliedern.


    Im übrigen war ich auch mal gewalttätig beim Arzt. Meine damalige Freundin war dabei (übrigens Beamtin), ich bin nämlich ein grenzenloser Feigling. Ich konnte den Schlauch für die Magenuntersuchung nicht schlucken. Ich bat um eine Vollnarkose. Der Arzt wollte mir keine geben, sondern eine sogenannte Scheißegalspritze". Während ich nach rechts sagte, dass ich die nicht will, rammte mir die eine Schwester links die Spritze rein. Ich weiß noch, dass ich den Kopf gedreht habe, und mir den Stich angesehen habe. Was danach passierte, weiß ich nicht mehr. Ich wachte in einem Raum auf, die Untersuchung hatte nicht stattgefunden.


    Meine damalige Freundin sagte, ich hätte um mich geschlagen, richtig gefährlich. Nun ist das absolut nicht mein Charakter, es muss also einen chemisch induzierten Kontrollverlust gegeben haben, in dessen Folge ich mich "antagonistisch" verhalten habe: statt mich zu beruhigen , bin ich aggressiv geworden (ich war ruhig, ich wollte nur keine Bewusstsein manipulierende Spritze - ich lehne nämlich alle Drogen und Besäufnis scharf ab). Nun ja, ich kann nichts dafür. Der Arzt konnte aber was dafür. Ich hoffe, niemand wurde verletzt (es wurde mir nichts verraten, nur, dass ich gewalttätig geworden bin, und meine Freundin hatte das bestätigt). Bis heute habe ich keine Erinnerung an das, was zwischen Spritze und Aufwachen geschah.


    Insofern - das, was ich "getan" habe, und das Ziehen an einem Kopftuch ist dramatisch verschieden.

  • Am Kopftuch zu ziehen ist aber eine besondere Form der Demütigung, während "normale" Gewalt biologisch zum Leben gehört, und nicht verhindert werden kann.

    Nicht Dein Ernst?????? Sorry das geht gar nicht

    Wenn Du ein Schiff bauen willst.
    So trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeug vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen.
    Sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.

  • Sorry, Aggression gehört zum biologischen Sein - Fakt.


    Die Aggressionskontrolle (also der physische Ausbruch mit Beschädigungsabsicht) kann genetisch, biologisch, chemisch, durch Verletzungen, durch Hormonungleichgewicht, Drogen und anderen Dingen gestört sein. Ist die Aggressionskontrolle gestört, kann man in dem Moment nichts dagegen machen - es sind Instinkthandlungen. Darauf sind medizinische Einrichtungen (hoffentlich gut) vorbereitet, und können die Wirkung mindern bis ausschalten, nicht jedoch das in dem Moment Vorhandensein. Bin selbst Opfer verlorerener Aggressionkontrolle - auch Fakt. Dass ich ohne chemischer Keule zur Auschaltung meines Gehirns keinen Menschen angreife, schon gar keine Arzthelferinnen, ist auch Fakt. Die soziale Kontrolle entfällt als steuerndes Element bei Instinkthandlungen. Der Auslöser der Aggression ist nicht immer kontrollierbar (z.B. bei Demenz, Psychosen usw.). Meine Ausführung hierzu betrifft nicht jede Form der Aggression.


    Etwas ander sieht es aus, wenn es um Demütigung geht. Das ist eine Form der Aggression als Resultat einer intelligenten Handlung NACH ethischen Erwägungen (intelligent im Sinne von Planung und Durchführung). Dagegen muss man defintiv mit sozialer Kontrolle vorgehen.

    Einmal editiert, zuletzt von azrazr ()

  • Die Aggressionskontrolle (also der physische Ausbruch mit Beschädigungsabsicht) kann genetisch, biologisch, chemisch, durch Verletzungen, durch Hormonungleichgewicht, Drogen und anderen Dingen gestört sein

    gut danke für diese Ausführung.... jetzt verstehe ich was Du meinst

    Wenn Du ein Schiff bauen willst.
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    Sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.