Beiträge von Niko

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    Hallo,

    Inverkehrbringer dazu verpflichten

    Richtig. Aber wie das mit dem Heizstrahler ist, weiß ich nicht. Eine Maschine ist es nach meinem Verständnis nicht.

    Und der Inverkehrbringer ist u.U. auch schwer zu ermitteln, wenn es z.B. übers Internet gekauft wurde.

    Anleitung mit entsprechenden Warnhinweisen in der Amtssprache des Landes

    Und wer versteht die Amtssprache? :rolleyes:

    Und was versteht der Übersetzer von der Amtssprache? :cursing:

    Die Realität ist leider bescheiden.


    Gruß, Niko

    Warnhinweise auf Geräten und Anlagen

    Hallo,


    ich habe keine Zweifel, dass Warnhinweise in der Sprache des Benutzers erfolgen müssen. Dies ergibt sich für mich aus dem Arbeitsschutzgesetz und der Betriebssicherheitsverordnung.

    Um dieses Problem zu umgehen, werden oft Piktogramme oder Bilder verwendet.


    Wichtigere Frage für mich ist, WER für die Warnhinweise zuständig ist. Der Inverkehrbringer oder der Betreiber?

    Dazu muss man dann in die Details (z.B. Maschinenrichtlinie) schauen. Ich tendiere dazu, dies als Betreiberpflicht aufzulisten, da das verbleibende Risiko über die Gefährdungsbeurteilung erfasst und die Schutzmaßnahmen (z.B. Warnhinweise) festgelegt werden müssen.


    Gruß, Niko

    Was macht Ihr also so den ganzen Tag, wenn das alles steht?

    Hallo,


    als ich meine Ausbildung zur SiFa gemacht habe, war eine der ersten Aussagen des Dozenten:

    Im Arbeitsschutz hat man immer was zu tun und es wird nie langweilig.


    Und jetzt, 20 Jahre später, kann ich das nur bestätigen:

    - es waren ein paar Wechsel der Arbeitgeber dabei

    - ab und zu kommt ein neuer Standort hinzu und ein anderer wird geschlossen

    - alle 3-5 Jahre wird umstrukturiert

    - neue Chefs müssen sich profilieren und starten Projekte

    - neue Kollegen müssen eingearbeitet werden

    - alte Themen müssen immer wieder neu durch"gekaut" werden

    - neue Themen kommen hinzu, die bisher ignoriert werden konnten

    - neue Ansätze im Arbeitsschutz benötigen eine andere Herangehensweise

    - usw.


    Gruß, Niko

    Hallo,

    Da muss der Supermarkt schon autobahnähnliche Gänge haben, dass man da mit dem Elektrohubwagen bei Publikumsverkehr noch fahren darf.

    Und?

    Leider versteht das anscheinend kein Ladenbesitzer

    Womit wir wieder bei der Frage sind: Welches Sicherheitsniveau wollen wir?

    Aus guten Gründen wird im laufenden Betrieb Ware aufgefüllt und es hat sich meiner Meinung nach bislang in der Praxis auch bewährt

    Wie war der Ausgangsthread? Ich kann der Einschätzung nicht folgen, dass es sich bewährt hat.

    wir (Produktionsbetrieb) benutzen hier das System und sind damit echt zufrieden

    Wir auch, einschl. diesem Zusatz.


    Gruß, Niko

    Hallo,

    Welche genau sind dies bei Handhubwagen?
    Mir ist keine Methode bekannt - außer Palette abstellen und Handhubwagen wieder ins Lager stellen.

    Wir haben doch das TOP bzw. STOP Prinzip. Für den Handhubwagen bedeutet das:


    - Substitution: Es werden keine Handhubwagen mehr verwendet. Dafür z.B. Elektrohubwagen, die entsprechend ausgerüstet sind.


    - Technisch: Ich kann mir entsprechende technische Mittel vorstellen, die eine unbefugte Benutzung verhindern. Das Einfachste wäre eine Kette. Aber auch eine mechanische Verriegelung (Schloss), die die Hubbewegung oder das Drehen der Deichsel verhindert, ist möglich. Ich würde dann aber die Substitution vorziehen.


    - Organisatorisch: Der Handhubwagen muss permanent im Sichtfeld des autorisierten Bedieners sein. Oder es muss zu zweit gearbeitet werden, wobei eine Person den Handhubwagen beaufsichtigt.


    - Persönlich: Da fällt mir jetzt nicht wirklich etwas dazu ein.


    Die Frage ist hier doch wieder einmal: Was bin ich bereit, für eine sichere Lösung zu tun?

    Und wenn ich nicht in Elektrohubwagen mit entsprechender Überwachung investieren will, dann werde ich diese Vorfälle nicht verhindern können.

    Und dann muss eben der Richter im Nachhinein entscheiden, ob die Maßnahmen ausreichend waren.


    Gruß, Niko

    Hallo,

    Wie wird nun mit dem Kunde umgegangen?

    Zur Sicherung der Ansprüche bzw. Schadensersatz würde ich unseren Geschäftsführern empfehlen, Klage gegen den Kunden einzureichen.

    Holt sich die BG Geld vom Kunden zurück für ihre Aufwendungen zur Erhaltung der Arbeitskraft?

    Das wird die Regressabteilung der BG entscheiden. Dass dies erfolgt, würde ich aber erwarten.

    Hat die Verkäuferin etwas falsch gemacht?

    Das wird der Staatsanwalt vorbringen und ggf. der Richter entscheiden. Das Gerät ist wohl nicht ausreichend gegen unbefugte Benutzung gesichert gewesen.

    Und ob dies zumutbar ist/war, wird im Verfahren entschieden werden.

    Kann man einen Hubwagen absichern gegen die Benutzung von Fremden?

    Ein klares JA. Dazu gibt es zuverlässige Methoden, diese müssen aber auch angewendet werden.


    Gruß, Niko

    Hallo,


    das ist ein klares Thema für den Vorgesetzten bis hin zum Geschäftsführer und die Personalabteilung.

    Wir haben dazu einen Fragenkatalog erarbeitet. Abhängig von den Antworten gibt es dann festgelegte Maßnahmen.

    1. Gibt es eine verbindliche Regel oder Prozedur?

    2. Wurde eine Regel oder Prozedur wissentlich verletzt?

    3. War die Regel verfügbar?

    4. War die Regel durchführbar?

    5. War die Regel verständlich?

    6. War die Regel richtig / korrekt?

    7. War die Regel konsequent umgesetzt und überwacht?

    8. Hätten andere ähnlich qualifizierte Personen in dieser Situation die Regel nicht verletzt?

    9. Gibt es keine Mängel bei Kenntnisse / Fähigkeiten - Ausbildung - Erfahrung - Auswahl des Mitarbeiters?

    10. Hat der Einzelne eine Vorgeschichte von Ereignissen?


    Gruß, Niko.

    Hallo jup,


    zuerst einmal wird die Zielvereinbarung mit deinem Vorgesetzten vereinbart. Da spielt vor allem eure betriebliche Struktur und Kultur eine Rolle. Hier im Forum wirst du sicherlich viele Meinungen bekommen, aber verbindlich ist dies alles nicht.


    Meine Meinung:

    Ziele müssen "spezifisch - messbar - aktiv steuerbar - eindeutig zuordenbar - zeitlich befristet" sein.

    EIn Ziel der Reduzierung von Unfällen (Unfallzahlen) widerspricht einigen dieser Kriterien.

    Du kannst natürlich z.B. durch aktives Nicht-Berichten von Unfällen die Zahlen entsprechend beeinflussen, das geht aber auf Dauer nicht gut.


    Zum Glück bin ich bei einer Firma, die dies seit drei Jahren auch so sieht. Und so gibt es seit einiger Zeit kein Ziel mehr zur Reduzierung der Unfall-Kennzahlen. Auch die Vision von "Null Unfälle" wird nicht mehr propagiert, da es nicht erreichbar ist.


    Buchempfehlung hierzu:

    Todd Conklin: Workplace Fatalities - Failure to Predict


    Gruß, Niko

    Hallo,

    Meine Frage ist, über 33 Jahre alt und nach 6 Jahren Break ist es möglich einen Job als Fachkraft für Arbeitssicherheit zu finden?

    Das wäre für uns kein Hindernis.

    Als amerikanischer Konzern legen wir bei der Einstellung nicht sehr viel Wert auf irgendwelche Zertifikate. Das kann alles "berufsbegleitend" erledigt werden.


    Viel wichtiger sind Motivation und beruflicher Werdegang.

    Da hättest du einerseits gute Chancen, andererseits fehlt die Erfahrung in der Papierindustrie.

    Ich wäre an deiner Stelle aber zuversichtlich, einen entsprechenden Job bei einer passenden Firma zu finden.


    Gruß, NIko.

    Hallo,

    Also ich find bei so etwas ja die DGUV A0 recht hilfreich, der gesunde Menschenverstand sollte einem dann doch sagen


    Scheinbar kommen Menschen aber doch auf solche Ideen. Sonst hätte es die Frage nicht gegeben.


    Und was sagt uns das jetzt?

    Ich zumindest habe gelernt, dass es "den gesunden Menschenverstand" nicht gibt bzw. dieser uns im Arbeitsschutz nicht weiterhilft.


    Oder um eine andere Quelle (https://link.springer.com/chap….1007/978-3-642-80223-2_5) zu zitieren: (Hervorhebungen durch mich)

    Der gesunde Menschenverstand - das ist nach Einstein keine nützliche Einrichtung, die es ihm und seinen Artgenossen erlaubt, sicher und gut durch den Tag zu kommen. Einstein zufolge stellt der »gemeine Menschenverstand - (wie es bei Immanuel Kant im 18. Jahrhundert noch hieß) - vielmehr die Schicht von Vorurteilen, die sich in den Köpfen der Menschen ablagem, bevor sie 18 Jahre alt werden. Es ist das Denken, wie es sich entwickelt und herausbildet, wenn ihm nichts auffällt und nichts dazwischen kommt. Der gesunde Menschenverstand ist das biologische Brett vor dem Kopf, das den Durchblick zur wissenschaftlichen Einsicht verhindem kann.


    Gruß, Niko

    wie kommt ihr an diese Zahlen

    Hallo,


    über die Industrieverbände in den verschiedenen Regionen der Welt.

    Kostet zwar etwas, ist aber das Geld wert.

    Und - wir arbeiten aktiv mit. Damit haben wir Kontrolle über (unsere) Zahlen und den Einblick, wie andere ihr Berichtswesen aufgebaut haben.


    z.B.

    ORC HSE

    PPSA


    Gruß, Niko

    Hallo,


    wir haben konzernweit ein Bonussystem für Führungskräfte (ab Schichtleiter).

    Dabei gibt es einen Modifikator für Arbeitsschutz. Dieser kann +5% bis -5% des Boni sein.


    Berücksichtigt werden dabei nachfolgende Kennzahlen. Die Kennzahlen werden pro Geschäftseinheit aufgestellt.


    - Unfallraten nach Anzahl Unfälle

    - Anzahl der Ausfalltage

    - Anzahl schwerer Unfälle

    - Belegbare Unfallkosten

    - Vergleichszahlen zu unseren Hauptkonkurrenten

    - Anzahl reduzierter Risiken aus Gefährdungsbeurteilungen

    - Anzahl von Arbeitssicherheitstrainings

    - Anzahl erledigter Maßnahmen im Arbeitsschutz


    Gruß, Niko

    Hallo,

    Ein 100%iger Schutz der Spannungsfreiheit ist nicht gegeben.

    wenn keine 100%-ige Spannungsfreiheit gewährleistet werden kann, dann ist das "Arbeiten unter Spannung" oder zumindest "Arbeiten in der Nähe spannungsführender Teile".

    Und dann ist bis zur Sicherstellung der Energiefreiheit bei Schaltkreisen mit Absicherung über 16A entsprechende Schutzkleidung der Klasse 1 oder 2 notwendig. Von der BG ETEM gibt es entsprechende Hilfestellung. Siehe Anhang 7 im Link:


    Leitlinie für die Auswahl von persönlicher Schutzausrüstung


    Und nicht vergessen:

    Gesichtschutz


    Gruß, Niko.

    Anfeuern als Sportart ...

    Mit e-Zigaretten? Oder e-Autos?

    :96:


    A propos,

    Cheerleaders verstehen sich auch als Sportler :120: