Beiträge von MichaelD

ANZEIGE
UVEX| Anzeige

    Der spitzfindige Ketzer ist wieder da (allerdings ohne den Petitionstext gelesen zu haben...


    ...also meines Wissens heißt der Gesetzestext (§6 ArbSchG) "[...] aus denen das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung [...]"!


    Eine Pflicht zur Dokumentation der GB existiert definitiv nicht; dementsprechend gibt es auch keine GB zum Hochladen auf irgendwelche Seiten...

    In diesem Sinne

    Der Michael

    Der AG kann alle Maßnahmen treffen, die er möchte. Allerdings, und das ist ganz kurz zusammengefasst die Essenz der "Vermutungswirkung", muss er im Falle eines Schadens beweisen, dass seine Maßnahmen genauso oder sogar wirksamer sind, als die in der TR genannten. Im Grunde löst die Vermutungswirkung nichts anderes aus, als eine Umkehrung der Beweislast.


    Halte ich genannte Maßnahmen ein, liegt die Beweislast auf Seiten des Klägers. Weiche ich davon ab, liegt sie auf meiner Seite.


    Bei Grenzwerten ist die Sache relativ klar, diese sind einzuhalten.


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Sprich doch mal mit Medizintechnikern. Es laufen ja eine Menge Personen 24 Std. am Tag bei Wind und Wetter mit akkubetriebenen Hilfsmitteln rum, Beatmungsgeräte, Insulinpumpen und was weiss ich noch alles. Ohne das ich da jetzt Fachmann bin - aber da sollte doch was zur Problemstellung zu finden sein...


    In diesem Sinne

    Wenn das Produkt nicht kennzeichnungspflichtig ist, ist die Aussage: " Das Produkt ist [,,,] gekennzeichnet." zwar etwas unsinnig, aber deswegen nicht falsch. Keine Kennzeichnung ist eben auch eine Kennzeichnung...


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Mir schwebt eher sowas vor, wie eine generelle Regelung wie bei obiger AMR, ab z. B. 1h arbeitstäglich in der Sonne-> wird PSA Sonnebrille gestellt.

    Obacht! WENN Du schon eine Sonnenbrille als PSA definierst und dafür Gründe hast - DANN gehören auch Vorgaben zur Tragepflicht dazu. Das Du die Brille nur "stellst" ist hier dann nicht mehr ausreichend!


    In diesem Sinne

    Der Michael

    diesem einen Satz: "Hier sagen wir Euch zwar, wie es geht, aber im Fall des Falles wird das Euch bei einem Rechtsstreit auch nicht helfen".

    DAS, liebe Gemeinde, trifft für mich in ALLEN Fällen zu. Wenn's hart auf hart geht, steht immer die Einzelfallentscheidung im Raum. Deshalb LIEBE ich den von so vielen Anbietern, GF, SiFa's... gerne benutzten Begriff "RECHTSSICHERHEIT". Egal wie fest ich das Paket auch schnüre, es gibt immer einen Houdini, der sich auf die ein oder andere Art da rauswindet.


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Ich habe kein Verständnisproblem, sondern ein (potentielles) Vermittlungsproblem (wobei mir Eure Posts durchaus geholfen haben).


    Wenn mir Einer gekommen wäre, und sagt: "Ey, keine Vermutungswirkung, also für'n A...! Mach ich nicht!" hätte ich aus dem Stand "gestottert".

    Die Antwort hätte auch lauten können: "Mußt Du auch nicht! ...allerdings solltest Du mir einmal Deine gleichwertige Alternative darlegen!"

    Die angesprochenen Regeln zweifeln ja nicht an der notwendigen Sicherstellung eines geforderten Schutzes/einer Sicherheit. Sie geben lediglich Empfehlungen zum "Wie".


    Wenn ich also beispielsweise eine Arbeit mit Absturzgefahr durchführen muß, dann könnte ich problemlos sagen: " Deine DGUV-R 112-198 iss für'n A...!

    ICH habe nämlich die Antigrav-Stiefel von Mr. Spock, die permanent vom Schiffscomputer überwacht werden, der im Falle eines technischen Versagens aus der Umlaufbahn heraus mit dem Traktorstrahl eingreift!"


    In einem solchen Fall hätte ich dann das Schutzziel (den Schutz gegen Absturz) sichergestellt und die DGUV wäre vollkommen raus aus dem Geschäft da meine , die dort genannten Empfehlungen weit übertreffende, Maßnahme überhaupt keine Erwähnung findet.


    Also, zahnlos wird der Tiger durch diesen Satz, der ja im Grunde nur das gesamte Vorwort prägnant zusammenfasst, in keinem Fall. Ich muß den Sinn und Zweck dieser Regeln halt verständlich erläutern.


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Rene,


    Dein Zitat bezieht sich auf die juristische Person. Damit hast Du noch keinen, der physisch unterschreibt...


    Du solltest noch einmal prüfen, wer denn im Rahmen der von dir genannten Organisationspflicht nun am Ende den Hut auf hat. In meinen Augen ist dies noch immer der Direktor, da er i.d.R. in genau dieser Organisation als Verantwortlicher benannt ist - es mag aber auch anders sein. (Nur wäre ich mit solchen "beschnittenen" Verantwortlichkeiten kein Direktor. Ach so - bin ich ja sowieso nich... ;)


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Genau so.


    Sehr schöner Artikel...


    ...da ist allerdings nicht die Rede davon, bei Niederspannungsunfällen einen RTW zu rufen sondern es ist von einer "...umgehenden ärztlichen Vorstellung..." die Rede. Im Gegensatz zu Starkstromunfällen die eine "...sofortige medizinische Behandlung..." erfordern - recht so!


    Für meinen Teil ist dies eines der vielen Themenbereiche, die so etwas wie einen philosophischen Charakter haben. Wenn der Patient nicht unter Vorerkrankungen leidet, keine Verbrennungsmarken o.ä. zu sehen sind und er sich gut fühlt, habe ich nicht notwendigerweise den Druck, einen RTW zu rufen. Dann bringe ich den MA entweder zum BA und lasse dort ein EKG schreiben und weitere Maßnahmen definieren, oder bringe ihn begleitet zu einem Arzt.


    Natürlich kennt jeder einen, der einen kennt, der schon mal gehört hat, dass ein Verunfallter nach 5 Stunden gekrampft hat - ich habe so etwas, glücklicherweise, in 30 Jahren nie erlebt. Trotz einiger Stromunfälle in dieser Zeit.


    Am Ende liegt die Entscheidung aber immer bei den Verantwortlichen. Ich verteufel die These: "Immer RTW!" nicht, sehe sie aber durchaus ambivalent. Aber bitte - meine persönliche Ansicht.


    In diesem Sinne

    Der Michael


    PS: Off topic!!! Wer von euch hat sich jemals nach einem "kleinen Missgeschick" (;)) zu Hause in ärztliche Behandlung, geschweige denn für 24 Std. ins Krankenhaus begeben????

    Meine Praxiserfahrung ist die, dass "altgediente" Chemiker in Sachen Gefahrstoffrecht im Blindflug unterwegs sind und das sind diejenigen, die oft die Leitungsfunktion haben. Bei den jüngeren Chemikern ist es ein wenig besser.

    In einem Betrieb gibt es oft aber auch nicht nur Laborbereiche, sondern viele andere Betriebsteile. Frage mal einen Schlossermeister oder Bauingenieur (ich könnte jetzt noch viele Berufsgruppen aufzählen) zum Gefahrstoffrecht. Siehe da, die SiFa ist da oft doch näher dran.

    Axel,


    ja, aber...


    Ist es denn meine Aufgabe, "Unwissenden" die Arbeit abzunehmen und sie unwissend zu lassen, obwohl sie am Ende des Tages für ihre Verantwortung u.U. gerade stehen müssen?!?!?!?!? Natürlich ist ein Schlossermeister nicht notwendigerweise Fachmann für Gefahrstoffe. Wenn er allerdings einen Verantwortungsbereich mit Mitarbeitern bekommt, in dem Gefahrstoffe verwendet werden, ist es seine verdammte Pflicht sich in diesem Rahmen schlau zu machen. Das er dies nicht gerne macht iss klaa...


    Ein Gefahrstoffkataster dient in meinen Augen eben nicht nur dazu, eine rechtliche Anforderung formal zu erfüllen. Es soll dazu dienen, sich mit den Stoffen zu beschäftigen, Gefahrenpotenziale zu erkennen und diesen entsprechend zu begegnen. Wenn ich also in vorauseilendem Gehorsam meinem Werkstattleiter ein Kataster vorlege, wird er - vielleicht - "Danke" sagen, es abheften und beim Audit gepflegt vorlegen. Wenn er sich der Wichtigkeit allerdings bewußt ist - weil er es selbst erstellt und pflegt - dann:


    1. Weiss er wovon er spricht, wenn er über verwendete Gefahrstoffe in seinem Bereich redet,

    2. Ist er in der Lage entsprechende BA's und GB zu erstellen und sachkundig zu unterweisen,

    3. Wird er sich vielleicht einmal mehr überlegen, ob er einen listenpflichtigen Gefahrstoff nicht vielleicht doch durch einen "Nicht-Gefahrstoff" ersetzt

    4. ...


    Nochmal, dass ich hier als SiFa meine umfängliche Unterstützung anbiete steht außer Frage. Ich werde jedoch nicht unter dem Deckmantel eines "Gefahrstoffbeauftragten" für einen guten Mittagsschlaf verantwortlicher Personen sorgen.


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Dann frage mal bei Deiner BG nach, denn viele BGen sehen die SiFa als fachkundig in Sachen Gefahrstoffe.

    Ich bin durchaus bei Dir, als SiFa kann man Vorlagen liefern aber im Prinzip ist der AG zuständig und der delegiert in der Regel in der Linie. Aber ab einer bestimmten Betriebsgröße oder entsprechendem Gefahrstoffeinsatz ist es durchaus sinnvoll ein zentrales Gefahrstoffverzeichnis zu führen und wer könnte das? Siehe da, die SiFa ist ja fachkundig. Alternativ dann der Gefahrstoffbeauftragte. Oft findet man das ja in einer Doppelfunktion vor. Wenn man dann noch als Hersteller von Gefahrstoffen auftritt wird eine fachkundige Person zur Erstellung von SDB gefordert. Hierbei handelt es sich um eine juristische Person und keine Einzelperson, also in der Regel ein Team von Fachexperten.

    Axel,


    um in dem von mir angesprochenen Kontext zu bleiben: Wer ist in Sachen Gefahrstoffe sachkundiger - eine SiFa oder ein ein diplomierter Chemiker, der das Labor leitet?!?!?!? Und was die Sichtweisen der BG'en angeht, die können sie ja haben. Allerdings ist die inhaltliche und Durchführungsverantwortung nach wie vor Führungsaufgabe. Da hilft am Ende auch der Begriff des Gefahrstoffbeauftragten, der leider immer noch in vielen Köpfen und fragwürdigen Literaturstellen herumgeistert, nicht weiter.

    Die Erstellung von SDB ist i.d.R. eine abendfüllende Aufgabe, an die selbstverständlich ausschließlich Fachleute dürfen. Mit Blick auf die damit einhergehende Verantwortung für das Unternehmen sehe ich hier die allerwenigsten Sifa's am Steuer. Das sie mitrudern dürfen steht außer Frage.


    Bei der organisatorischen Zusammenführung bin ich wiederum durchaus bei dir. Dies mag, wohlgemerkt organisatorisch, eine möglich Aufgabe der SiFa sein. Inhaltlich habe ich mich jedoch niemals detailliert in die Verzeichnisse eingemischt weil - s.o.


    In diesem Sinne

    Der Michael

    So, da bin ich mal wieder...der Ketzer!!!!


    Ich kenne und verstehe solche Problematiken recht gut - war ja auch lange genug im Geschäft. Aber...bei solchen Fragestellungen wird immer gerne eines ausser Acht gelassen: Die beschriebenen Aufgaben sind NICHT die einer SiFa. Viele der o.a. Aufgaben sind orginär solche, die der Führung obliegen, d.h. in den Führungsfunktionen der jeweiligen Bereiche.


    Ein Beispiel: Erstellung, Führung und Pflege des Gefahrstoffkatasters im Laborbereich ist, auch organisatorisch, eine Aufgabe der Laborleitung. Als Sifa unterstütze ich hierbei selbstverständlich gerne mit Beratung, Tipps und Tricks, Hinweisen auf rechtliche Anforderungen oder sogar mit der Erstellung einer unternehmensweit gültigen Vorlage. Diese wird jedoch bei Übergabe an die Bereichsleitung keinesfalls vollständig ausgefüllt von mir übergeben sondern...leer!


    MEINE Aufgabe ist es u.U. das Vorhandensein eines solchen Katasters regelmäßig zu prüfen, Stichproben zur Plausibilität etc. pp. zu machen und weiterhin bei Fragen zur Verfügung zu stehen. Ähnlich verhält es sich mit der Erstellung von BA.


    Als SiFa habe ich die Aufgabe, meinen Unternehmer und seine FK zu beraten. Das heißt z.B.: Wenn im Labor das Kataster nicht oder nur unvollständig existiert, spreche ich zuerst mit der Laborleitung, im Rahmen von ASA od. Managementteam Meetings mit dem Management oder mit der GF persönlich. Von der wird dann ein entsprechender Arbeitsauftrag an die Verantwortlichen ausgeben...


    Ein Problem, mit dem eben auch Sifa's zu kämpfen haben ist die Tatsache, dass jeder versucht Aufgaben an einen anderen abzuschieben (Ihr wisst ja welche Definition von "TEAM" häufig gilt). Allerdings gehören dazu immer zwei. Wenn ich nicke und "Ja" sage, nicht in der Lage bin Prioritäten und Strukturen zu verstehen oder umzusetzen - tja, DANN muss mein Jahr auch schon mal 10.000 Std. haben.


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Der Konflikt ist offensichtlich. In einer funktionierenden Gemeinschaft ist gegenseitiges Aufpassen kein Problem und wird auch nicht als Bespitzelung empfunden. Der Klassiker ist doch, wenn ein MA eine Sicherheitseinrichtung überbrückt, um größere Stückzahlen zu schaffen. Spricht ihn ein anderer Kollege darauf an, macht der Übeltäter Ärger und fühlt sich bespitzelt. Die Grenze ist fließend, aber wenn die Sicherheit aller MA gefährdet ist, müssen auch alle zusammenhalten.


    Es kommt also immer auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel an und darauf, dass man vor Umsetzung solcher Maßnahmen alle Beteiligten mit ins Boot holt.

    DAS ist ja genau der Punkt bei dem Thema BBS/Safety Culture. Orginäres Ziel ist es, die Kultur dahingehend zu entwickeln, dass gar keiner mehr auf die Idee kommt, Sicherheitseinrichtungen zu überbrücken - und zwar aus sich selbst heraus.


    Dies ist allerdings auch der Punkt, an dem viele verzweifeln und bei dessen Entwicklung euch kein wie auch immer gearteter Auditor behilflich sein kann. Hierbei hilft auch kein Audit oder Zertifikat. Dies ist ein langer, steiniger und schmerzhafter Weg, bei dem ihr nie ans Ende kommt. Es ist ein permanentes Vorangehen.


    Aber - wenn ich mich auf diesen Weg mache stelle ich fest, dass ich tatsächlich in der Lage bin, Schritte in die richtige Lenkung zu machen.


    In diesem Sinne

    Der Michael

    ...siehst du, ich wußte doch das mein PS durchaus seine Berechtigung hat...


    Aber, Frank: Wenn Du Dich persönlich "angekackt" fühlst, tut mir das echt leid - dies war nicht meine Absicht. Ich erlebe halt einfach täglich, dass ein großer Teil der AN eine sehr ausgeprägte Nehmermentalität hat. Nur ein sehr geringer Prozentsatz würde in der Tat auf die Idee kommen, die Homeofficetage bei der Angabe zur Berechnung der Pendlerpauschale auszunehmen. Dies finde ich einfach nicht in Ordnung.

    Zum Anderen sind diese "Kosten", bei der Nutzung eines Laptops, in meinen Augen halt überhaupt nicht relevant, wenn ich die in meinen Augen durchaus existierenden Vorteile berücksichtige.


    Also, wenn Du eine solche Frage stellst, musst Du halt auch einfach damit rechnen einen Kommentar zu lesen, den Du Dir so vielleicht nicht erhofft hast. Dies ist nicht immer, wie in meinem speziellen Fall, persönlich zu nehmen...


    Also, nix für ungut.


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Da iss der böse Michael wieder...


    Wird denn der Onkel Frank auch jeden Tag im Homeoffice bei der steuerlichen Betrachtung der Fahrten zur Arbeit ordentlich berücksichtigen?????? Hat er denn auch einen eigenen (geeichten) Stromzähler installiert, um den immensen Verbrauch der Hardware richtig erfassen zu könne???? Wird er die, unbestreitbar vorhandenen, Vorteile des Homeoffice (mal schnell zwischendurch was erledigen, kurz auf die Enkel aufpassen, im Essen rühren etc.pp.) auch bei der Stromrechnung gegenrechnen???


    Also, Spass beiseite - wenn Dir diese Kosten ein Problem machen, such Dir einen Job mit besserer Bezahlung...


    ...wenn Du allerdings neben dem Laptop für Deinen AG zu Hause auch noch einen 60 KW Motor betreibst - dann hab' ich nix gesagt!!!!


    In diesem Sinne

    Der Michael


    PS: ...und bitte - jetzt nicht sowas wie: "Ja aber hier geht's doch um's Prinzip!"

    Hier kommen m.E. zwei Aspekte zum Tragen.


    1. Die persönliche Arbeitsauffassung der SiFa. "Kann ich meinen Job guten Gewissens machen, wenn ich nicht persönlich vor Ort bin, mit den MA spreche etc.pp." und

    2. Die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags. Vereinbaren kann ich eine ganze Menge, z.B. mit meinem Auftraggeber. Wie sich solche Vereinbarungen, auch unter Berücksichtigung temporärer, gesetzlicher Vorgaben, im Falle eines Falles auswirken...


    In diesem Sinne

    Der Michael