Beiträge von MichaelD

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    Hallo Prikkelpitt,


    ihr seit also ein Betrieb, der der Störfallverordnung unterliegt? Welche Gefahrstoffe nach Anhang 1 verwendet ihr denn? Hier sollte dir ein Blick in die Genehmigung der Anlage/Betriebsbereiche helfen.

    Für die Liste sind nur diejenigen Stoffe interessant, die die genannten Mengenschwellen überschreiten. (Gem. Anh. 1, Nr. 5 sind hier evtl. Additionen vorzunehmen.). Erstes Kriterium wären hier also grundsätzlich erst einmal verwendete Mengen. Abgesehen von wirklichen Sauereien (z.B. Arsenverbindungen, krebserzeugende Stoffe etc.) liegen die meisten Schwellengrenzen > 5000 kg.

    Bei deinem Dieselkraftstoff liegt die Mengenschwelle gem. 2.3.3 bei 2500 (Spalte4) bzw. 25000 to (Spalte 5). Dabei handelt es sich nicht um Jahresverbräuche, sondern um die max. gleichzeitig im Betriebsbereich befindliche Menge.


    Also:


    - schau zuerst in die Betriebsgenehmigung um die entsprechenden Stoffe zu identifizieren.

    - sicherheitshalber kannst du auch mal die Chemikalien anschauen, die ihr in größeren Mengen auf Lager habt und

    - das allerwichtigste: Sprich mit deinem Störfallbeauftragten.


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Wenn die Stunde voll ist wird sie abgerechnet.


    Ich habe bisher noch nie Probleme mit Kunden gehabt, die auf "Abrechnung nach KFZ-Werkstattmodus" bestanden haben. Ich mach hier mal ein paar unbezahlte Einheiten und da wird mal aufgerundet. In einem gesunden Verhältnis spielt auch sowas eine Rolle und wird durchaus auch als "vertrauensbildende Maßnahme" gesehen - also bei meinen Tätigkeiten.


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Aus dem Ergebnis der GFU

    Hör sich nach gewisser Abneigung an

    Nee, eher nach einem etwas ausgewiesenen Hang zur Realität.


    Wenn ich mir anschaue, wieviel Anbieter hahnebüchene Seminare für viel Geld anbieten - ich sage nur: "Gefahrstoffbeauftragter" - sollte man sich viel häufiger fragen, was denn eigentlich dahinter steckt. Wer prüft beispielsweise all die Anbieter? Wieviel Wert haben diese "Zertifikate" etc.pp.


    Ich glaube nicht umsonst haben hier die regelnden Institutionen ausnahmsweise mal mehr Wert auf berufliche Qualifikation und Erfahrung gelegt als üblicherweise - ob bewusst oder unbewusst lasse ich an dieser Stelle einmal offen.


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Da sieht man mal wieder - Märkte wachsen nicht, sie werden gemacht!!!


    1. Kann ich die allgemeine Qualität meiner Raumluft problemlos und aussagekräftig mit Punktmessungen ermitteln.

    2. Die Wahrscheinlichkeit an einem "Büroarbeitsplatz" TVOC, Feinstaub oder CO in gesundheitsschädlichen oder gar toxischen Konzentrationen vorzufinden ist = 0

    3. Sollte man nicht zwingend Corona brauchen um einfach mal durchzulüften

    4. ...


    Anyway, wer's will...


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Ich habe als Dozent auf Lehrgängen immer das Beispiel eines Radwechsels am Auto genommen - kennt jeder, kann jeder.

    Aber, und das ist das Interessante, in einer Gruppe von 6 Leuten hast du immer einen dabei der fragt: "Gefährdungsbeurteilung? Wozu denn das? Hier gibt's nix Gefährliches!" und einen, der niemals im Leben ein Rad wechseln wird, weil er sich ständig in absoluter Lebensgefahr sieht.


    Ein solches Beispiel macht immer sehr gut das Spannungsfeld und die unterschiedlichen Sichtweisen auf Situationen und Gefahrenwahrnehmungen unterschiedlicher Personen deutlich. Hier kannst du sehr gut Arbeits- und Betrachtungsweisen bei der Anwendung dieses Werkzeugs deutlich machen und diskutieren - unabhängig vom "Fachidiotentum" und "Betriebsblindheit".


    In diesem SInne

    Der Michael

    Ich möchte jetzt nicht die Keule rausholen und dies ist auch immer das denkbar schlechteste Argument, aber:


    Ich habe selbst einen Fall erlebt, bei dem auf einer Autobahnkontrolle mehrere Fahrzeuge eines Versenders beanstandet wurden mit dem Ergebnis, dass der verantwortliche Verlader seinen Führerschein verloren hat (Punkte), ohne überhaupt im Auto gesessen zu haben...


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Markus,


    wie zzz bereits zitiert hat, und dies sollte sehr gut beachtet werden, ist der Ansprechpartner im verladenden Unternehmen i.d.R. "der Leiter der Ladearbeiten". Hier trifft es erfahrungsgemäß nicht den Staplerfahrer, sondern z.B. den Leiter/Meister Versand!!!!


    Die Rechtssprechung ist in der Tat so, dass nicht nur die Fahrer belangt werden. Hier helfen auch die sehr gerne genommenen "Pflichtenübertragungen", die Fahrer diesbezüglich in einigen Unternehmen bei der Verladung unterzeichnen müssen, gar nicht; sie werden bei Gerichtsentscheidungen als wertlos betrachtet.


    Verlader tun also gut daran, sich mit der Thematik VDI 2700 ff zu beschäftigen.


    In diesem SInne

    Der Michael

    Wenn ihr etwas von den Aufsichtsbehörden möchtet, wartet doch nicht auf sie. Sprecht sie an und vereinbart einen Besuchstermin.


    1. Ist das ein Weg der von vielen BG'en, insbesondere bei größeren Unternehmen, sehr begrüßt wird und

    2. habe ich auf diesem Wege noch nie eine Absage bekommen und in meinem letzten Unternehmen sowohl die BG als auch das GAA zweimal im Jahr gesehen...


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Wer in Zeiten, in denn die Oma zu Weihnachten zu Besuch kommen darf, der Opa allerdings nicht, stehen Unterweisungssitzungen überhaupt nicht zur Diskussion. Einzelunterweisungen mit einer 300 Mann Abteilung allerdings auch nicht.


    In diesem Fall würde ich mich zu diesem unseligen Thema auf jede Diskussion einlassen und auch, im Extremfall, vor einem Gerichtsverfahren nicht zurückschrecken. DEN Richter möchte ich sehen, der in dieser Zeit auf eine face-to-face Unterweisung besteht.


    Also, online, Selbstlernverfahren etc.


    In diesem SInne

    Der Michael


    PS: ...und "Seien sie kreativ!" würde ich dem Onkel sowas von um die Ohren hauen...

    Eine kleine persönliche Geschichte:


    Das war vor Jahren (Fehlfahrben, für diejenigen, die sich noch erinnern können ;)), da habe ich mal ein Feuerlöschtraining bei RISK in Holland gemacht. Dort wurde, zur Übung mit Handfeuerlöschern, eine 5x5 m große Wanne mit Öl gefüllt und angesteckt (ja, die durften das!). Wir mussten dann mit Handlöschern angreifen. Wenn ihr jemals mit einem Feuerlöschtrainer (KriBa etc.) gearbeitet habt - vergesst den Sch... DAS war eine ganz andere Nummer und wir haben uns echt in die Hosen gemacht.


    Warum sag ich das? Wenn ihr, abgesehen von ein paar Aluminiumspänen für die im Entstehungsstadium 12 kg mehr als ausreichend sind, schon mal einen Metallbrand erlebt habt, werdet ihr ganz schnell die Idee von einem 50 kg Metallbrandlöscher vergessen. Ich bin davon überzeugt das Laien, die "mal eben einen Löscher von der Wand reißen" hier jämmerlich versagen und sich selbst in Gefahr bringen. (Bitte, dies ist nicht abwertend gemeint, sondern es ist einfach menschlich.) Dort vorherrschende Temperaturen, selbst bei "überschaubaren" Bränden sind unvorstellbar.


    Mein Tipp: Prävention durch entsprechendes Arbeiten und einen guten Draht zu den Profis offen halten...


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Zitat

    Anlass: meine Frau wundert sich über die verschiedenen Regeln, wegen Schuhe ausziehen oder nicht, wenn man in eine Wohnung geht.

    ...und ich sag in der Apotheke immer: "Iss für einen Freund von mir!" - wenn ich Kondome kaufe...


    In diesem Sinne

    Der Michael

    Maxi,


    tausend Stühle - tausend Meinungen...


    Mein Rat: Probiere dich aus! Wenn dir eine Position interessant erscheint - schau sie dir an! Nimm an Gesprächen Teil und sammle Erfahrungen. Warte nicht auf "die perfekte Welle"; die wirst du als nicht erwischen, da du heute noch gar nicht weißt, welche Art von Brandung dir am meisten Spaß macht.

    Das schöne ist ja, dass dich keiner hindert dir einen neuen Strand mit anderem Wind zu suchen.


    In diesem Sinne

    Der Michael