Beiträge von MrH

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    Und die Realität sieht in der Regel so aus, dass es die Anwesenden eh mitbekommen, weil der Kollege z.B. laut genug flucht oder das Pflaster am Finger danach nicht zu übersehen ist und den Kollegen selbstverständlich erzählt wird, was einem passiert ist. Somit wissen eh alle Bescheid und es gibt keine schützenswerten Daten zu dem Ereignis mehr im Betrieb ;).

    Hi,


    was hat denn die Datenschutzbeauftragte genau am Verbandbuch am Erste-Hilfe-Board bemängelt? Pack es in den Erste-Hilfe-Kasten und gut ists. Oder in eine andere Aufbewahrungsmöglichkeit am Board (z.B. Täschchen o.ä.). Wenn sich nur Beschäftigte in der Halle aufhalten spricht auch nichts dagegen, das Verbandbuch am Bord einfach aufzuhängen.


    ich empfehle allen Kunden weiterhin das Verbandbuch. Beim Verbandbuch sind die Vorgaben des Datenschutzes mit Abstand am einfachsten einzuhalten und sie bringen den geringsten Aufwand zur Dokumentation der Unfälle mit sich. Dementsprechend ist bei meinen Kunden das Verbandbuch am häufigsten in Verwendung.


    Und nein, der Vorgesetzte interessiert sich sicher nicht für jedes Pflaster, das benötigt wird, und er muss sicher nicht über jeden Unfall informiert werden. Kleine Verletzungen kann der Betroffene einfach selbst versorgen und dokumentieren ohne irgendwen hinzuzuziehen. Und die Erfahrung zeigt tatsächlich: je höher der Aufwand für die Dokumentation ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass alles dokumentiert wird. Je niedrigschwelliger das Angebot zur Dokumentation, desto besser. Und auch hier ist das Verbandbuch meiner bisherigen Erfahrung nach das niedrigschwelligste Angebot.


    schöne Grüße

    Hi,


    mir ist keine andere Methode bekannt. Und betrachtet man die Vorgaben des § 4 ArbSchG (bei Arbeitsschutzmaßnahmen sind gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen) sowie den Aufwand, der hinter dem Forschungsprojekt MEGAPHYS zur Evaluierung und Weiterentwicklung der Leitmerkmalmethode steckt, dann bin ich spontan davon überzeugt, dass zur Zeit kein Weg an der Leitmerkmalmethode als aktuellster Stand der Erkenntnis vorbeiführt. Mit der richtigen Software lässt sich das pdf auch in elektronischer Form bearbeiten.


    Ansonsten frag doch mal beim Institut für Arbeitsmedizin, Sicherheitstechnik und Ergonomie e.V. (ASER) an, ob sie ihr interaktives Online-Instrument zur Leitmerkmalmethode um das Modul Schieben und Ziehen zeitnah erweitern ;). Oder frag bei Slydroid Development nach, wann deren App zur Gefährdungsbeurteilung mit der Leitmerkmalmethode an die aktuellen BAuA-Formblätter angepasst wird.


    schöne Grüße

    Praxistipp: Ist aufgrund der vorhandenen Gefährdung ein Expositionsverzeichnis für Tätigkeiten mit krebserzeugenden oder keimzellmutagenen Gefahrstoffen der Kategorie 1A oder 1B im Betrieb zu führen, dann empfiehlt es sich, die Sicherheitsdatenblätter der zum Verzeichniseintrag gehörenden Gefahrstoffe genau so lange aufzubewahren wie das Verzeichnis selbst (40 Jahre ab Ende der Exposition).

    Hi,


    der KomNet Dialog 25616 ist bekannt? Wären runde Sprossen verboten, würde das explizit so drin stehen. Ob rund oder eckig wird jedoch nirgends im Regelwerk als Anforderung definiert. Wenn der Arbeitgeber im Rahmen seiner Gefährdungsbeurteilung zum Ergebnis kommt, dass die Steigleiter mit den runden Sprossen ausreichend sicher ist, dann kann sie weiterhin verwendet werden, bis im Rahmen der regelmäßigen Prüfung Mängel festgestellt werden, die eine weitere Benutzung nicht mehr zulassen.


    schöne Grüße

    Niko FM Global und generell amerikanische Unternehmen sind meiner bisherigen Erfahrung nach aber auch sehr speziell was Sprinkleranlagen angeht ;). Das geht mit anderen Sachversicherern i.d.R. schneller und unkomplizierter. Auch wenn es üblich ist, dass die Sachversicherer bei der Planung der Sprinkleranlage mitreden und nicht selten sogar der Grund für den Einbau der Sprinkleranlage sind, "kaspern" Errichter und Versicherer die Ausführungsdetails dann miteinander aus, anschließend wird die Anlage entsprechend der Planung aller Beteiligten errichtet und dem Betreiber die Informationen zum sicheren Betrieb der Anlage mitgeteilt (dazu gehören dann z.B. Freiräume um Sprinkler, erforderliche Raumtemperatur, usw.).

    In der Praxis erfolgt die Abklärung mit dem Versicherer doch bereits in der Planungsphase. Wer ohne vorherige Zustimmung seines Feuerversicherers eine Sprinkleranlage einbaut, dem ist im Zweifel eh nicht mehr zu helfen ;). Erst wenn der Versicherer die Planung abgesegnet hat, dann wird gebaut. Bei bestehenden Anlagen sind somit die Vorgaben des Errichters bzw. Herstellers für den sicheren bzw. eben vorab entsprechend geplanten Betrieb der Anlage maßgeblich.

    Der Versicherer ist der falsche Ansprechpartner. Der Errichter der Anlage gibt die Rahmenbedingungen vor, unter denen die Anlage den gewünschten Schutz bietet. Entscheidend sind somit die Herstellervorgaben zum erforderlichen Freiraum rund um jeden Sprinklerkopf.

    Hi,


    im DGUV Grundsatz 313-003 steht geschrieben, dass die spezifischen fachlichen Kompetenzen auch im Rahmen einer einschlägigen Berufsausbildung oder eines einschlägigen Studiums erworben werden können. Eine Schulungsteilnahme ist nirgends verbindlich gefordert und wäre auch unsinnig, da es über die berufliche Qualifikation problemlos möglich ist, die Anforderungen des DGUV Grundsatzes weit zu übertreffen. Wichtig ist, dass die nötige Fachkunde zur Beurteilung der möglichen Gefährdungen und Ermittlung der erforderlichen Schutzmaßnahmen vorhanden ist. Dazu reichen in der großen Welt der Gefahrstoffe die 48 UE sicher nicht aus, um die nötigen Kenntnisse für alle Stoffe mal eben schnell zu vermitteln. Die Fortbildung mag für Personen ohne entsprechende Kenntnisse zur Gefährdungsbeurteilung für den Umgang mit Gefahrstoffen ein guter Einstieg sein, aber sicher nicht mehr. Wichtig ist, dass sich die Teilnehmer nach so einer Fortbildung nicht überschätzen, weil sie jetzt ein tolles Zertifikat haben, sondern sich bei Bedarf trotzdem von Fachleuten beraten lassen.


    schöne Grüße

    Hi,


    wenn das Hochregallager vernünftig geplant und errichtet wurde, dann wurde die Regalsprinkleranlage auf die Hochregalanlage ausgelegt (bezüglich Anordnung, Art und Einbauorte der Sprinklerköpfe). Im Rahmen der Projektierung der Sprinkleranlage wird u.a. auch der erforderliche Abstand der Sprinklerköpfe zur eingelagerten Waren sowie anderen Bauteilen festgelegt. Die Antwort auf deine Frage kann dir somit nur der Hersteller bzw. Errichter der Sprinkleranlage geben. Eventuell gibt es auch Unterlagen zur Anlage, in der diese Information zu finden ist. Aufgrund der Auslegung der Sprinkleranlage kann es übrigens auch Einschränkungen bezüglich der Eigenschaften der einzulagernden Waren geben (z.B. hinsichtlich Wasserdurchlässigkeit oder Brandverhalten), die ggf. im Rahmen von Brandschutzbegehungen mit zu kontrollieren sind.


    schöne Grüße

    Hi,


    der Unternehmer muss auf Grundlage seiner Gefährdungsbeurteilung Art, Menge und Aufbewahrungsorte der vorzuhaltenden Mittel zur Ersten Hilfe in seinem Betrieb festlegen.

    Die Mittel zur Ersten Hilfe müssen jederzeit schnell erreichbar und leicht zugänglich in geeigneten Behältnissen (die das Material gegen schädigende Einflüsse wie z.B. Verunreinigung durch Staub, Nässe und extreme Temperaturen schützen), in ausreichender Menge bereitgehalten werden (siehe DGUV Regel 100-001). Konkretere Vorgaben sind nicht im DGUV Regelwerk enthalten. Somit auch keine Vorgaben zur Befestigung von geeigneten Behältnissen zur Aufbewahrung des Materials an der Wand. Das Material muss nur schnell erreichbar und leicht zugänglich sein.


    schöne Grüße

    Wir haben Betriebe, da wird das Unfallgeschehen tatsächlich auch nach

    - Azubi ja / nein

    - Dauer der Betriebszugehörigkeit

    - Altersgruppe (z.B. zwischen 45 und 50)

    - Unfallzeit (z.B. zwischen 11 und 12 Uhr oder Frühschicht)

    - Unfalltag (z.B. Montag)

    anonym ausgewertet. Da finden Angaben wie das Geburtsdatum tatsächlich Verwendung bei der Auswertung. Hier muss der Betrieb halt intern regeln, wie ausführlich die eigene Unfallstatistik geführt werden soll.


    Den Namen und den Unfallhergang sowie Namen von Augenzeugen braucht die Sifa auf jeden Fall. Bei Unklarheiten ist der Ansprechpartner der Verunfallte selbst (sofern er noch Auskunft erteilen kann). Die zweite Wahl sind dann die Augenzeugen des Geschehens (und je nach Unfallhergang empfiehlt es sich, hier auch mal nachzuhaken, wie sie mit dem Erlebten umgehen können).


    Theoretisch sind ein paar personenbezogene Daten drin, die geschwärzt gehören (Wohnort, Krankenkasse). Praktisch wird das bisher als vernachlässigbar gehandhabt und der Einfachheit halber die Unfallanzeige in Originalform an die vorab festgelegten Stellen verteilt (mir ist auch noch kein Fall bekannt, wo dies von einer aufsichtsführenden Stelle bemängelt wurde). Wichtig ist aus datenschutztrechtlicher Sicht, dass klar festgelegt ist, wer die Meldung bekommt, wie die Meldungen abgelegt und nach welcher Frist sie wie vernichtet werden (die Unfallanzeige gehört ins Verzeichnis zur Datenverarbeitung). Des Weiteren ist der Betroffene darüber zu informieren, wie mit den Daten (der Unfallanzeige) verfahren wird.

    Was sagt denn eure psychische Gefährdungsbeurteilung dazu? Die hat bei einem mir bekannten Betrieb dazu geführt, dass Beschäftigte, die eine ähnliche Situation hatten wie eure Therapeuten (sich auch immer freie Plätze bzw. Räume suchen mussten) feste Arbeitsplätze eingerichtet bzw. zugewiesen bekamen (Anlass der Durchführung der Beurteilung war übrigens dort die hohe Personalfluktuation in der betroffenen Abteilung...).

    Wenn, wie beim BW Clip, der Hersteller vorschreibt, dass keine Funktions- und Systemkontrollen erforderlich sind, dann können diese entfallen. Dann müssen "nur" noch regelmäßig Sichtkontrollen und Anzeigetests mit Prüfgas durchgeführt werden.

    Entscheidend sind beim Einsatz von Gaswarngeräten die Herstellervorgaben zur Wartung und Prüfung der Geräte (schließlich müssen Funktions- und Systemkontrolle gemäß den Vorgaben des Herstellers durchgeführt werden und wenn es keine Vorgaben dazu gibt hat sich das Thema erledigt ;). Je nach Verwendungszweck des Geräts ist hier der Praxistipp, die Kontrollabstände in Rücksprache mit dem Hersteller festulegen, wenn das Gerät nur sporadisch in unregelmäßigen Abständen verwendet wird.

    Hi,


    die Vorgaben der MEWAGG und der DGUV sehen eine arbeitstägliche Kontrolle des Geräts (wenn das Gerät an diesem Arbeitstag zum Einsatz kommt) mit Prüfgas vor. Dazu genügt eine Prüfgasflasche mit geeignetem Equipment zum Aufbringen des Prüfgases.


    Die Kalibrierstation wird für die Funktionskontrolle alle 4 Monate benötigt.

    Die jährliche Systemkontrolle wird i.d.R. vom Hersteller durchgeführt.


    Aus der Praxis heraus:
    Wichtig ist, dass das Gerät regelmäßig aktiviert wird. Wenn das Gerät zu lange ausgeschaltet ist kann es Software-Probleme geben. Mir bekannte Herstellervorgaben schreiben deshalb vor, das Gerät alle 2 bis 4 Wochen einzuschalten und mindestens einmal im Monat mit Prüfgas zu beaufschlagen.

    Auf die gesamte Lebenszeit betrachtet kann das Prüfgas sogar der teuerste Posten bei der Beschaffung von Gaswarngeräten sein (oft nur wenige Monate haltbar, danach muss die nächste Flasche beschafft werden ;).

    Bei Kommunen macht es Sinn, bereichsübergreifend ein einheitliches System zu fahren. Dann genügt ggf. eine Kalibrierstation für alle Geräte (z.B. Wasser- und Abwasserbereich, Feuerwehr) im kommunalen Besitz für die Funktionskontrolle alle 4 Monate. Bei der Messtechnik lohnt es sich definitiv, bereichsübergreifend die Kosten (Prüfequipment, Schulungsaufwand) zu betrachten und entsprechend Entscheidungen zu treffen.


    schöne Grüße

    Hi,


    der Kunde hat die Baupläne abgesegnet und ihr habt die Pläne baulich umgesetzt. Somit ist der Kunde selbst schuld und hat Pech gehabt, wenn ihm seine eigene Planung am Ende nicht mehr gefällt.


    Über das Bauordnungsrecht hinausgehende Vorschriften muss der Bauplaner nur berücksichtigen, wenn der Auftraggeber die Einhaltung der Vorschriften arbeitsvertraglich mit dem Bauplaner vereinbart hat. Allgemeine Floskeln wie die Vorgaben des Arbeitsschutzes sind mit einzuhalten sind dabei nicht gültig, die einzuhaltenden Vorschriften und Regelwerke müssen namentlich genannt sein. Insofern spielt die Frage nach nicht vertraglich vereinbarten Vorschriften o.ä. für den vorliegenden Sachverhalt keine Rolle.


    schöne Grüße

    Hi,


    gemäß Herstellerangabe handelt es sich bei dem System um einen mobilen Anschlagpunkt über Kopf. Empfohlen wird der Einsatz in Verbindung mit einem Höhensicherungsgerät zum Schutz gegen Absturz.


    schöne Grüße

    Hi,


    aus Sicht des Externen, der in mehreren Branchen seit Jahren unterwegs ist: viele Themen sind branchenübergreifend anzutreffen. Zudem ist der Anteil spezieller Fragestellungen nicht von der BG-Zugehörigkeit abhängig, sondern von den Unternehmen (es gibt z.B. auch Kraftwerke, die bei der VBG statt der BG ETEM versichert sind oder zum Betrieb zugehörige Schwimmbäder, die dann z.B. bei der BGHW oder der BGHM mit versichert sind). In solchen Fällen hilft es sogar, branchenübergreifend tätig zu sein ;). Und egal wie viel Erfahrung man in einer Branche hat, irgendwann wird immer ein Unternehmen mit einer Fragestellungit ums Eck kommen, die man noch nie gehört hat. Dementsprechend gehört es zu den grundlegenden Eigenschaften einer Sifa, sich in neue Sachverhalte einarbeiten zu können. Daneben helfen gute Kontakte zu den aufsichtsführenden Stellen (staatlich und seitens der Unfallversicherungsträger), um betriebsspezifische Probleme lösen zu können. Insofern sehe ich es aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen nicht so kritisch wie AxelS mit der Betreuung eines breiten Spektrums. Wer sich richtig aufstellt bekommt das hin und es bleiben keine betriebsspezifischen Fragestellungen ungelöst. Der branchenübergreifende Blick über den Tellerrand kann dabei sogar bei der Problemlösung und / oder Gesprächen mit aufsichtsführenden Stellen helfen ;).


    schöne Grüße

    Hi,


    in den mir bekannten Konzepten geht es nicht darum, den vollen Inhalt der fahrbaren Löscher zu verbrauchen (wie auch beim normalen Handfeuerlöscher, auch hier wird bei den klassischen Entstehungsbränden i.d.R. nicht der gesamte Inhalt für den Löschversuch benötigt), sondern um die Erreichbarkeit der Brandstellen mit dem Löschmittelstrahl. Benötigt werden die Wurfweite und / oder die Wurfhöhe der fahrbaren Löscher zur Bekämpfung des Entstehungsbrandes an schwer bis anderweitig für die Beschäftigten gar nicht zugänglichen Stellen.


    Und ja, die Eigengefährdung ist bei fahrbaren CO2-Löschern sowie Pulverlöschern definitiv nicht zu verachten. Bei Schaum und Wasser sieht es diesbezüglich wesentlich entspannter aus.


    schöne Grüße