Beiträge von MrH

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    Ich finde es schade, dass Home-Office in den Checklisten mit mobiler Arbeit gleich gesetzt wird und nicht mit erwähnt wird, wie aus dem Bildschirmarbeitsplatz ein Telearbeitsplatz wird (Erfüllung der mit Fußnote zwei gekennzeichneten Punkte plus schriftliche Vereinbarung zur Organisation der Ausstattung und zur Kontrolle des eingerichteten Arbeitsplatzes). Dabei hätte man hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen können.

    Hi,


    ich finde den Paragraphen 3 und den Anhang zu den einsetzbaren Atemschutzmasken im Entwurf der Corona-ArbSchV einfach nur schlecht.


    § 3 Abs. 3 Abweichend von Absatz 1 kann der Arbeitgeber andere ebenso wirksame Maßnahmen treffen.

    Super, also brauche ich doch keine Masken? Für was dann den Paragraphen? Oder darf ich weiterhin auf andere Mund-Nase-Bedeckungen setzen, wenn ich als Arbeitgeber der Meinung bin, diese reichen aus? Welcher Depp nimmt so einen unbrauchbaren Gummiparagraphen in eine Verordnung mit auf? Und warum steht nichts in den FAQ zu dieser Formulierung?


    CPA wurde im Anhang mit gelistet, aber medizinische Gesichtsmasken nach DIN EN 14683 nicht. Ich seh jetzt schon die ersten Anfragen vor mir, warum die OP-Masken nicht im Anhang gelistet sind oder ob diese wirklich getragen werden dürfen, obwohl sie nicht mit gelistet sind. Und aus fachlicher Sicht hätte ich mir auch eine Konkretisierung der OP-Masken gewünscht. Reicht Typ I? Braucht es den Zusatzschutz R?


    Ich rechne mit keiner Änderung / Nachbesserung am Entwurf mehr bis zur Veröffentlichung am Freitag und "freue" mich auf den Ärger, den §3 in dieser Formulierung samt Anhang mit sich bringen wird.


    schöne Grüße

    Hi,


    Prevor lehrt aus seinen Erfahrungen weltweit bei seinen Seminaren Folgendes:


    Kontaktlinsen können sich teilweise oder ganz auflösen und sie können verrutschen. Sie lassen sich deshalb oftmals nicht einfach herausspülen, vor allem nicht, wenn sie sich bewegt haben (teilweise oder ganz hinters Auge gerutscht sind). Auch ein Strahl / Chemikalienstrahl, der ins Auge spritzt, kann dabei die Kontaktlinse verschieben. Die Chemikalie dringt schnell unter die Kontaktlinsen ein. Unter die Kontaktlinse eingedrungene Chemikalien lassen sich dort nur sehr schwer verdünnen oder neutralisieren. Das Auge ist wesentlich länger mit dem Gefahrstoff in Kontakt. Kontaktlinsen können somit eine schnelle Dekontamination der Augen verhindern.

    Einzig empfehlenswerte Maßnahme ist ein Trageverbot von Kontaktlinsen bei Tätigkeiten mit Gefahr der Augenverätzung mit Bereitstellung von Korrektions-Korbbrillen als Augenschutz. Prevor rät von der Schwallspülung als Maßnahme der Ersten Hilfe ab, weil diese zu unzuverlässig funktioniert (Hauptprobleme teilweise aufgelöste sowie verrutschte Kontaktlinsen).


    Bei der Ersten Hilfe ist ein weiteres Problem, wenn der Ersthelfer keine Kontaktlinsen trägt: Wer keine Kontaktlinsen trägt, der wird nicht versuchen diese zu entfernen. Und wirklich beüben lässt sich das Entfernen von Kontaktlinsen durch Nichtlinsenträger auch nicht.


    schöne Grüße

    Hi,


    die Feuerwehr Berlin hat umfangreiche Messungen zu dem Thema durchgeführt und ausführliche Gefährdungsbeurteilungen anhand der Ergebnisse erstellt. Die Abteilung Arbeits- und Gesundheitsschutz der Berliner Feuerwehr habe ich hier als sehr hilfsbereit und auskunftsfreudig kennengelernt. Ich kann deshalb jedem, der sich ausführlich mit der Materie beschäftigen will, nur empfehlen, sich bezüglich der Gefährdungsbeurteilung zu Dieselmotoremissionen in Fahrzeughallen von Feuerwehr und Rettungsdienst mit den Arbeitsschützern der Feuerwehr Berlin auszutauschen ;).


    schöne Grüße

    Hi,


    Hekatron hat dazu kostenlose Webinare im Angebot, bei denen solche Fragen behandelt werden. Ich fand das Webinar zu Feuerschutzabschlüssen (45 min) dieses Jahr kurzweilig und inhaltlich gut gemacht, war eine schöne Wissensauffrischung (und nein, ich habe nichts mit Hekatron zu tun, ist ein Erfahrungsbericht und keine Werbung ;).


    Ob andere Hersteller ähnliche Webinare anbieten kann ich nicht sagen, habe mich diesbezüglich nicht informiert.


    schöne Grüße

    Hi,


    Erfahrungsbericht von funkweckerservice.de:


    In eigener Sache: weil ich ja auch ein kleiner Sicherheitsfan bin, hab ich vor 2 Wochen für Werkstatt und Wohnung neue Feuerlöscher bestellt 🧯🧯 und zwar online bei der Firma „derabcfeuerloescher“ ... die schienen günstig und gut zu sein. Wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, ein Fehler: weil sich keiner bezüglich des Kaufs mehr gemeldet hat, hab ich versucht mit der Firma in Kontakt zu treten, sowohl telefonisch als auch per Mail. Resultat: keine Antwort, nix, niente, nada. Bei einer persönlichen Nachschau bei der angegebenen Geschäftsadresse (ganz nobel: Schloßstraße in München/Grünwald!) hat sich herausgestellt, dass es sich dort nur um einen Briefkasten handelt, den Firmen - die sich wünschen "seriös" zu wirken - mieten können. Also, liebe Freunde von funkweckerservice.de: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!! Kann gerne geteilt werden

    Hi,


    der Kranführer muss tatsächlich "nur" unterwiesen werden (DGUV Vorschrift 52 Kräne Paragraph 29 Absatz 1).


    In den Durchführungsanweisungen der DGUV V52 steht dann, dass Kranführer als unterwiesen gelten, wenn sie an einer Ausbildung nach DGUV Grundsatz 309-003 teilgenommen haben und dass zur Unterweisung außer einer theoretischen Wissensvermittlung die Gelegenheit zum Erwerb einer ausreichenden Fahrpraxis gehört sowie die Fähigkeit, Mängel zu erkennen, die die Arbeitssicherheit gefährden. Des Weiteren benötigt der Kranführer natürlich die Einweisung in den Kran vor Ort im Betrieb (Betriebssicherheitsverordnung lässt grüßen ;).


    Die regelmäßige Unterweisung ist dann anhand der Kräne im Betrieb und den zugehörigen Betriebsanweisungen durchzuführen.


    Erfahrungswert aus der Praxis: Wenn der Unternehmer keine Ausbildung seiner Kranführer gemäß DGUV Grundsatz 309-003 vorweisen kann gibt es nach dem ersten Unfall mit dem Kran eine Anordnung des gesetzlichen Unfallversicherungsträgers und / oder Gewerbeaufsichtsamtes (zuständige Aufsichtsbehörde in Bayern), in der eine Ausbilung der Kranführer gemäß dem Grundsatz angeordnet wird. Dazu wird natürlich u.a. die Dokumentation der Einweisung neuer Kranführer sowie der regelmäßigen (mindestens jährlichen) Unterweisung aller Kranführer von den aufsichtsführenden Stellen geprüft.


    schöne Grüße

    Hi,


    heute ist mir in einer betriebsinternen Anleitung zur Ersten Hilfe nach Augenkontakt mit ätzenden Gefahrstoffen zum ersten Mal folgende Vorgabe begegnet:

    Die Kontaktlinsen sind durch Schwallspülung mit einer Augenspülflasche aus dem Auge herauszuspülen.


    Kann das in der Praxis wirklich funktionieren? Lassen sich Kontaktlinsen mal eben schnell einfach aus dem Auge rausspülen / entfernen?

    Ist zufällig ein Kontaktlinsenträger im Forum aktiv, der das schon mal ausprobiert hat und über seine Erfahrungen berichten kann?


    schöne Grüße

    Hi,


    wenn du keine Ahnung von technischer Unfallrettung hast, dann ist mein Praxistipp (als erfahrener Ausbilder bei der FF und WF): Lass es! Das kann nur schief gehen.


    Wenn du über Grundwissen in technischer Unfallrettung verfügst und es dir um die Besonderheiten bei Busunfällen geht habe ich folgende Empfehlungen zur Einarbeitung ins Thema:

    - Fachbuch Ecomed Verlag Technische Hilfeleistung bei Busunfällen

    - bei Bedarf Ausbildungsfolien Hilfeleistungseinsatz bei LKW- und Busunfällen

    - Rettungsleitfäden der Hersteller

    - Schulungsvideos der Landesfeuerwehrschulen Bayerns zur Busrettung


    schöne Grüße

    Hi,


    die Kennzeichnung direkt auf den Türen der Sicherheitsschränke ist vollkommen ausreichend, da diese als eigener Lagerbereich gelten. Die Zugangstüren zu Aufstellorten von Sicherheitsschränken müssen nicht gekennzeichnet werden.


    Spannend ist in der Praxis die Frage, welche Warnzeichen auf die Zugänge gehören. Eine Vorgabe gibt es hier in der TRGS 510 nur für das Warnzeichen W021 (Bereiche mit mehr als 200 kg hoch-, leicht oder entzündliche Gefahrstoffe). Hier ist also der Betreiber im Rahmen seiner Gefährdungsbeurteilung gefordert, festzulegen, wann (Menge, Eigenschaften) welche Warnzeichen anzubringen sind.


    PS: Für einzelne Stoffe (z.B. Flüssiggas, radioaktive Stoffe) gibt es noch im zugehörigen Regelwerk stoffspezifische Vorgaben zur Kennzeichnung der Lagerräume.


    schöne Grüße

    Hi,


    wie soll das Muster aussehen? Schau dir die Situation möglichst bei Dunkelheit (Bemessungsfall Stromausfall im gesamten Stadtgebiet, also auch keine Hilfsbeleuchtung von den Straßenlaternen draußen) an und überleg dir, welche Hilfsmittel für eine ausreichende Beleuchtung der Flucht- und Rettungswege erforderlich sind.


    Eine Hilfestellung bietet dabei die die LASI- Handlungshilfe „Beleuchtung“ (LV 41).


    Zu guter Letzt gilt: im Zweifel Beleuchtungsmessung durchführen (nach deren Installation), ob die Sicherheitsbeleuchtung passt.


    Und vergiss nicht, dich noch im Forum vorzustellen ;).


    schöne Grüße

    Hi,


    K1 oder K2?


    Ich hab da aktuell eher die Erfahrung gemacht, dass alles unter FFP2-Maske trotzdem als Kontaktperson der Kategorie I in Quarantäne geschickt wird, wenn die Person mit MNB mehr als 15 Minuten bei weniger als 1,5 m Abstand mit dem positiv Getesteten beisammen war. Noch lustiger ist es, wenn zwei Gesundheitsämter beteiligt sind, auch hier gibt es immer wieder grundverschiedene Auffassungen.

    Insofern hängt die Einstufung einer Kontaktperson unabhängig von den getroffenen Maßnahmen vom zuständigen Bearbeiter des Gesundheitsamtes ab und da ist nach meiner bisherigen Erfahrung alles möglich.


    schöne Grüße

    Der Arbeitgeber darf selbstverständlich seine Mitarbeiter bezahlt von der Arbeit freistellen und Ihnen den Zutritt zum Betriebsgelände sowie jegliche Tätigkeit für den Betrieb untersagen. Ist auch gängige Praxis, wenn Führungskräfte oder Entwickler in gewissen Branchen kündigen ;). Eine häusliche Isolation kann der Arbeitgeber nicht anordnen. In den privaten Lebensbereich darf er nicht eingreifen.

    Hi,


    auf jeden Fall geht von Induktionskochfeldern eine Gefahr für Implantatträger aus. Implantat-Hersteller warnen auch vor schnurgebundenen Elektrowerkzeugen. Inwieweit da Küchengeräte drunter fallen klärt man am besten mit dem Hersteller ab.


    Praxistipps: die Implantat-Hersteller beraten i.d.R. sehr gut und ausführlich über mögliche Gefahrenstellen. Die BG kommt bei Bedarf zu kostenlosen Feldstärke-Messungen ins Haus. Mit diesen beiden Akteuren würde ich die personenbezogene Gefährdungsbeurteilung für den Implantatträger durchführen.


    schöne Grüße