Beiträge von Waldmann

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    Moin,


    ich war früher in einem Produktionsbetrieb mit Erden, Torfen, Sand, etc.

    Der war über die VBG (Verwaltung) versichert. Keinerlei Probleme, gewachsen ist das irgendwie aus der Historie. Bei Seminaren war das halt lustig. Irgendwie sind Verwaltungsmenschen keine Techniker.


    Spielte sich aber alles ein.

    Hi Spooken,


    Theorie und Praxis --- Wissen aus gedruckten Werken ist als Nachschlagewerk sicherlich gut.

    Online gibt es viele Quellen. Wo sind die? Wie kann man die anzapfen? Was braucht es überhaupt?


    Ich tue mich da schwer. In meiner Ausbildung hatte ich eine Kladde, selbst geschrieben. Diese Bibel war das Konzentrat aus gesammelten Wissen.


    Vielleicht kannst du ja hospitieren? Eine "alte" SiFa ein wenig begleiten und sehen wie Safety tickt? Das bringt in meinen Augen mehr als die blanke Theorie. Du wirst keine Ware verkaufen, du brauchst den Faktor Mensch.

    Da tickt jeder anders.


    Viel Erfolg.

    Auszug aus der GefStoffV, §14 Abs. 2: "Inhalt und Zeitpunkt der Unterweisung sind schriftlich festzuhalten und von den Unterwiesenen durch Unterschrift zu bestätigen."


    Der BetrSichV, §12 Abs.1 ist zu entnehmen: "Das Datum einer jeden Unterweisung und die Namen der Unterwiesenen hat er schriftlich festzuhalten."


    => Nach Gefahrstoffrecht ist somit eine Unterschrift erforderlich. Im Arbeitsschutzrecht und z.B. nach BetrSichV genügt die Dokumentation der Unterweisung und Teilnehmer.

    Moin Axel,


    ich bin geflasht. Ich kenne das gerade mal als Angeberwissen, es gibt die Gesetze, und du haust sofort die Details raus.

    Respekt.

    Mit reinschnuppern meine ich ein wenig mitlaufen. Dem eigentlichen Verantwortlichen über die Schulter sehen und sich eine eigene Meinung bilden.

    Die Frage wäre: "Ist das ein Job für mich? Kann ich mir das so vorstellen?"

    Wenn das nach oder bei dieser Phase schon blöd ist bringt es zumindest das Wissen zu wissen was man nicht will.


    Viel Erfolg.

    Hi,


    vielleicht kannst du ein wenig hospitieren oder anders reinschnuppern?


    Letztlich ist die Wirklichkeit immer anders wie die Papierlage.


    Bei mir war der ÖD eine Hochschule. Als eigener Sicherheitsing. war ich da der "erste". Die Aufgaben waren schon durch viele Werkstätten und Verfahren sehr interessant. Es kamen SiGeKo und Planungsphasen mit hinzu (Zollverein dürfte den Westlern ein Begriff sein).

    Aber, so richtig wurde mein Dasein nicht gesehen. Das war mein Grund.

    Moin,


    im Umkehrschluss ist es immer die Beweislast.


    Der Unternehmer oder sein Beauftragter MÜSSEN unterweisen. Wie ist jetzt egal. Alles gut. Grundlagen dazu dürftest du im Arbeitsschutz, Gefahrstoff, ..., finden.


    Im Fall der Fälle (Unfall) wird dies abgefragt. Mit der Unterschrift ist es einfacher und sauberer.


    Wir machen neben den größeren Unterweisungen 3-Minuten-Gespräche. Auf einem ausgedruckten Excelblatt steht kurz das Thema, die Leute zeichnen das gegen und haben die Möglichkeit zur Ergänzung. Das wird auf dem Server (für alle Berechtigte) abgelegt und fertig.

    In Zeiten von Onlineunterricht kann man auch digital unterschreiben. Zur Not muss der Vorgesetzte eben mit einem Zettel von MA zu MA gehen.

    Moin,


    viele Fragen -- die Antwort musst du selber finden.


    Ich fand den öffentlichen Dienst auch einmal sehr toll. Eine Zeit habe ich es ausgehalten und bin dann fluchtartig in die Wirtschaft gewechselt. Aber, hier ist jeder andersgepolt.


    Dort war der Verdienst fast so hoch wie in der Wirtschaft. Aber 10% drauf, 35 Std.-Woche, etc. und arbeiten in einem amerikanischem System wo Safety heilig ist, reizten mich mehr. Diesen Schritt habe ich nie bereut. Ok, 35 Std. hören sich topp an und damit komme ich auch nicht aus. Dazu sind die Aufgaben breit gestreut: Arbeitsschutz (Zertifizierung kommt), Umweltschutz (Zertifizierung geholt), Explosionsschutz, ein Auge auf neue Anlagen die kommen und produziert werden, usw.

    Vielfältig und spannend, toll.


    Im Lebensalter habe ich als erste Ziffer die 6 erreicht. Damit blickt man ja auch schon auf eine Ruhephase. Aber von 100 auf 0% wäre auch nichts für mich. Somit steht dann vielleicht ein Wechsel in einen Teilzeitbereich oder aber als freelancer an.


    Was will ich damit sagen?

    Finde einen Weg, schlage den ein. Du wirst immer mal wieder etwas neues machen. Das ist auch wichtig. Alle Erfahreungen, und die sind sehr wichtig (!!!), sammelst du und die bleiben bei dir. Die brauchst du auch für den Job.


    Ich drücke die Daumen für die richtige Entscheidung.

    Moin,


    keine Panik.

    Ein Lernen von Fragen/Antworten bringt nichts. Es wirkt auch nicht flüssig.


    Die tägliche Erfahrung zeigt viele Dinge und Stationen, die dann auch beurteilt werden können. Das ist dann der Schatz der Erfahrung.

    Wenn du die Beispielfragen topp bewerten kannst, es kommen doch andere.


    Orientiere dich im Netz am Unternehmen. Was machen die? Gefahrstoffe? Brandlasten? Mitarbeiter? Damit hat man schon viele Informationen, die durch die Brandschutzbrille angesehen werden können.


    Trotz allem, viel Erfolg.

    Moin,


    für den Aussenstehenden ist es schwer eine Meinung abzugeben.


    Irgendwie kennt man nicht alle Details und wie sehen die Seiten aus?

    Sicherlich hat jede Seite Recht oder auch nicht?


    Ich denke man sollte das Beste aus der Situation machen.

    Checken, wie es vertraglich aussieht, sich gemeinsam an einen Tisch setzten und vielleicht Arbeitssicherheit (speziell für diesen Betrieb) gemeinsam definieren.

    Wenn man das macht, dann ist der Rückstau auch nicht so groß und damit der spätere Frust kleiner.

    Wenn es denn gar nicht geht, tja, dann ist vielleicht eine Trennung der Parteien angesagt.

    Hallo,


    generell hat die Sifa KEINE Weisungsbefugnis. Sie ist der Berater. Berater des Geschäftsführers und in der Struktur dann auch nach unten. Die Stellung ist eine Stabsstelle neben dem Geschäftsführer. Da mag ein Pläne- und Organigrammschreiber doch malen was er will.


    Das findet sich dann bei Unterweisungen wieder. Beispiel: Oft werde ich eingeladen unsere Meister dabei zu unterstützen. Sie trauen sich halt nicht.

    Meine ersten Worte an die Gruppe sind dann, sinngemäß so, ich bin hier nicht der Vorgesetzte und habe somit keine Befugnis. Der Vorgesetzte steht aber neben mir und bekommen als assistent dann für die Dauer der Unterweisung die volle Befugnis. Zweifelt nie einer an, es gibt immer erstaunte Blicke, aber so ist es rechtlich sauber.


    Im Umkehrschluß habe ich aber vom Unternehmen und vom Konzern einen "Knüppel" den ich gegen alle rausziehen kann. Safety ist in einigen Firmen das Zauberwort, das in jedem zweiten Satz steht. Es ist auch ein Schlüssel der sich im Management monitär wiederspiegelt. Das ist kein deutsches Unternehmen.

    Moin,


    die Kurzversion ist: NEIN.

    Es mag vielleicht mit viel Dummheit gehen, real passt das nicht.


    Der Stapler kann den Container nicht heben. Die Hubkraft ist nicht in xxx Metern Höhe und in yyy Metern vom Stapler weg. Sie läßt hier nach.


    Was kann passieren?

    Der Stapler macht "Männchen", weil die Last des angehobenen Containers plötzlich in der Luft steht. Lenkung und/oder Vortrieb ist nicht möglich. Ausgleichsgewichte von zwei Mitarbeitern auf dem Heck positionieren? Wohl nicht.


    Ein zweiter Stapler, ist das ein bestimmungsgemäßer Gebrauch? Wer will diese Synchronaktion managen?


    Es mag ja vielleicht gutgehen.


    Wer wissentlich solch eine Aktion durchzieht handelt vorsätzlich. Im Fall der Fälle kommt das nicht so gut.


    Etwas warten, eine Ablademöglichkeit organisieren. Vielleicht gibt es einen Kran oder Autokran? Selbst eine halbe Stunde Autokranmietung ist billiger als jeder Crash.


    Macht es nicht.

    Hallo,


    120 MA scheint mir ok und nicht zuviel zu sein.


    Ich bin Vollzeit-Sifa in einem Industrieunternehmen mit ca. 500MA. Dazu habe ich die Zertifizierung im Umweltschutz durchgeboxt, bereite gerade die Zertifizierung im Arbeitsschutz vor, auditiere Bereiche die ich nicht mag, bin im Explosionsschutz unterwegs, führe diverse Schulungen durch, unterweise mit den Vorgesetzten, kämpfe gegen Corona im Werk, halte den Kontakt und berichte weltweit über eine Matrixstruktur im EHS, kümmere mich um PSA, bin Beauftragter für diverse Sachgebiete und viele andere Dinge. Helfe bei allen Dingen bei denen der Begriff "Safety" vorkommt. Und? Alles gut. Das geht schon. Zeit für den Kaffee zwischendurch habe ich immer. Da diese Arbeit immer mehr wird, versuchen wir eine neue Sifa heranzuzüchten. Das ist eine Person, die unterstützt, die zuarbeitet, die eigenständig arbeiten kann.

    So bekommen wir auch ein wenig Redundanz. Letztlich möchte man ja auch irgendwann etwas aus dem Rententopf bekommen. :)


    Eine Hilfe oder auch eine Sifa zu bestimmen, die kein Interesse hat, das wird nichts werden. Ebenso halte ich an dieser Stelle nicht ganz so viel von externen Dienstleistern. Diese können einfach nicht so tief in eine Vertauensbasis eindringen, wie eben jemand, der immer vor Ort ist. Die Sifa braucht den Input und das Vertrauen der MA. Nur so erkennt man viele Dinge.


    Ach ja, wir sind ein Unternehmen mit amerikanischen Wurzeln. Jeder Unfall zählt. Jeder Vorfall zählt den Geschäftsführer an. Das möchte man nicht und somit ist jedes zweites Wort von Firmenaussagen immer Safety. Für die Sifa eine gute Arbeitsposition.


    Auch so kann es gehen.

    Mahlzeit,


    ich kenne die nur so:

    Staplertaschen mit Befestigungsmöglichkeit, darauf die Wanne mit Gitter, darauf ein Bock für das Fass und daran ein Gurtsystem zur Sicherung.

    Oft dann auch noch mit Bockrollen für eine manuelle Verschiebung des Systems.

    Leider habe ich kein Bild zur Hand, denke aber das reicht als Erklärung?

    Moin,


    Regelbetreuung greift ja erst dann, wenn alles gut aufgestellt ist und auch die Papierlage ok ist.

    Wenn die Sifa das macht, könnte sie ja auch, dann ist das Zeit, die nicht zur normalen minimalen Regelbetreuung passt.


    Wenn es also für beide Seiten passt, dann macht einen Deal. Die Sifa kann sich verkaufen, muss sie ja auch. Extra-Papier kostet eben auch extra.