Beiträge von E.weline

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    Interessant... gerade erst vor kurzem habe ich darüber mit meinem Kollegen gesprochen, der das volle Programm an Sonnenschutz für Mitarbeiter anbringen möchte, die sich nur hin und wieder im Außenbereich aufhalten.

    Also nichts im Vergleich zu Bauarbeitern auf Autobahnen, Gärtnern, Landwirten...

    Ich bringe da immer wieder gerne das Argument an: "Wo liegt da das Risiko verglichen zur Allgemeinbevölkerung..." Meistens landen wir bei "vergleichbar" oder "darunter"...

    Hallo zusammen,

    ich bin auf der Suche nach Informationen zum Thema "Notdusche im Betrieb".

    Du kannst auch hier schauen: DGUV Information 204-022 „Erste Hilfe im Betrieb“...

    Zitat:

    5. Rechtsgrundlagen

    Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass zur Ersten Hilfe und zur Rettung aus Gefahr die erforderlichen Einrichtungen und Sachmittel zur Verfügung stehen [DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“].

    Die Installation von Notduschen wird in der DGUV Information 213-850 „Sicheres Arbeiten in Laboratorien“ und den Technischen Regeln für Gefahrstoffe Laboratorien (TRGS 526) gefordert.

    Arbeitsplätze mit ähnlicher Gefährdung sind entsprechend dem hier beschriebenen Stand der Technik ebenfalls mit Notduschen einzurichten


    ...In der GBU betrachtest du, ob du solche ähnlichen Gefährdungen (mögliche Verätzungen) vorliegen hast.

    Würde ich auch ein wenig von der Gebinde-Größe abhängig machen...

    Was ihr braucht ist etwas, um die Augen spülen zu können. So ein Unfall ist bei uns vor kurzen passiert. Nun haben die Kollegen bei solchen Tätigkeiten auch Korbbrillen zu tragen (Restmenge im Zuführenden Schlauch könnte ja auch mal durch Rotationsbewegungen herausgeschleudert werden...). Je nach Augendusche könnte man kleinere Kontaminationen der Haut auch mit dieser entfernen... Ist aber die Gebindegröße so groß, dass mir eine größere Menge beim Umkippen des Kanistern in den Schuh und ans Bein läuft... reicht die Augendusche vielleicht schon nicht mehr aus... mal abgesehen, von der Verrenkung, welche ich am Waschbecken vollziehen müsste...

    Dabei ist ein kleiner Traktor mit einem Riesenanhänger, beladen mit den Bäumen und ca 6-8 drauf sitzenden, liegenden, teils stehenden Menschen mit schätzungsweise 40 km/h durch die Straße gebraust. Wenn der ne Vollbremsung macht, erwischt´s auf jeden Fall ein paar.

    Ich füge hier noch was aktuelles ein:

    gerade gestern passiert:

    Unfall mit Maiwagen in Kandern – viele Verletzte (swr3.de)

    Sind schon schwere Verletzungen dabei... Interessant finde ich den Aspekt "das Gespann hat beinahe gestanden und ist gekippt" - also muss da noch nicht mal Geschwindigkeit mit eine Rolle spielen - 40 Personen an der falschen Stelle im (fast stillstehenden) Hänger reichen auch aus...

    Das habe ich auch kürzlich erst kommuniziert:

    - Wenn In der ASR Zeichen aufgeführt sind, dann diese für Arbeitsstätten nutzen...

    - zusätzliche Zeichen können verwendet werden, wenn die MA vor Ort in deren Bedeutung unterwiesen sind

    - Wenn z.B. Verkaufsräume mit Publikumsverkehr vorliegen, dann sind selbst-kreierte Zeichen nicht wirklich optimal (woher weiß ich als Besucher über die Bedeutung)

    Will damit sagen: Man muss sich vorher überlegen, wen man erreichen möchte und wie die Bedeutung ausgelegt werden könnte

    Nochmal konkret: Dürfen CO2-Löscher auf die erforderliche Grundausstattung angerechnet werden, obwohl sie nur Brände der Klasse B und nicht A löschen?

    Das ginge schon... nur:

    - Du hast dann noch daneben einen zweiten Feuerlöscher der Klasse A hängen (wenn du genug Platz an der Stelle hast...)

    - Unterweist Deine MA intensiv über die Unterschiede und die Handhabung

    - machst dir über eine genaue Kennzeichnung der Feuerlöscher Gedanken (es brennt... was genau... welchen Feuerlöscher von den beiden da hängenden kann ich jetzt einsetzen... ist die Handhabung auch gleich... ach was - jetzt ist eh zuviel Qualm... raus und abbrennen lassen...)

    Ich habe auch mal davon gehört, dass für den Brandfall diese mit einer Art Haubenvorrichtung versehen werden können, welche bei Alarm aktiviert wird... gesehen habe ich sowas aber nie. Wäre für den Fall, wo solche Drucker im Fluchtweg/-flur aufgestellt werden "müssen"...

    Ich habe mir das mal Interessehalber durchgelesen... da kommen sehr oft die biologischen Gefährdungen... Ich kenne das so, dass man solche Punkte, welche nicht über das alltägliche Gefährdungspotential hinaus gehen eher nicht betrachtet.

    Also wenn der Fahrer jetzt nicht unbedingt die Stadttauben von Venedig in die Wüste verbringen muss (hier hätten wir eine gegenüber der normalen Bevölkerung erhöhte Gefährdung aufgrund der Exposition und Menge)... dann würde ich das nicht gesondert Betrachten. Oder ist dieser Parkplatz in besonderer Weise biologisch belastet?

    Gleiches würde ich jetzt auch für die Hautkrebsbelastung des Fahrers annehmen - gibt es einen Grund, warum du von einer besonderen Gefährdungslage ausgehst? (z.B. bei extrem langem Aufenthalt im Freien - ähnlich zu Straßenbau oder Gärtner Arbeiten)

    Weitere Gefährdungen könnten auch Sprachbarrieren oder Ausbildungsstand des jeweiligen Fahrers (wer da so LKW fahren kann - das ich nicht ohne) sein (je nachdem welche anderen Fahrer interagieren oder in welchem Land der Parkplatz ist)...

    Wenn ich ein Becken in meinem Betrieb habe, in dem Beschäftigte in ihrer Freizeit schwimmen gehen, ist das für die Schwimmer eine Privatveranstaltung. Wer der seit längerem vermisste Karl Napp plötzlich beim nächsten Rescue-Training wieder auftaucht :whistling:, wird wahrscheinlich dann ein Mensch in einer Robe irgendwann der Geschäftsführung den Sachverhalt rechtlich erläutern.

    Genau das ist der Knackpunkt, der dem Chef klargemacht werden muss:

    - kein Thema für die ARBEITSsicherheit, da nicht während der Arbeitszeit

    - Thema des Versicherungsschutzes, da Betriebsgelände, ohne Aufsicht (Diebstahl, Beschädigung, Unfälle, ...) Aber: Wenn jemand im Zoo ins Bärengehege springt... wird der Zoo-Direktor belangt? Schwierig...

    Und dann auch noch den MA klar machen: Kein Arbeitsunfall, kein Versicherungsschutz, für Schäden kann man haftbar gemacht werden...

    *IroAN* wenn einer ertrinkt wird das Wasser schlecht *IroAus*

    ... so ironisch finde ich das jetzt nicht wirklich... Würde ich als Unternehmer den Ma erlauben als Freizeitsport im Hochregallager Indoor-Klettern erlauben? Oder im Werk am Wochenende an den Rampen Inlineskaten ermöglichen?

    Was, wenn dabei etwas beschädigt wird, wer kommt dafür auf? Kann ich mich herausreden, wenn Montags früh jemand im Becken treibend vorgefunden wird (War ja privat da...). Erlaube ich das allen Mitarbeitern gleichermaßen, ausschließlich den dort tätigen Ma oder nur 1-2 handverlesenen Mitarbeitern und könnten sich einige dann nicht beschweren?

    Mir ist nun über Umwege, inoffiziell zugetragen worden, dass die 'ausstehende' Besichtigung/Prüfung unseres Regallagers bereits im Februar stattgefunden hat und der Bericht, diverse Punkte Warnstufe Orange und Rot aufweist.

    Du weißt, dass die Besichtigung, Prüfung ausstehend war... also gemäß "Neues Jahr, Neue Runde" fragst du in den Abteilungen erst mal den stand der offenen Punkte ab... Du kannst gerne noch die Gesetzesquelle mit anhängen, nach der die Prüfungen stattzufinden haben und gerne auch den Hinweis, dass solche Daten als Kennzahl für die Arbeitssicherheit interessant wären... und schon hast du den Einstieg ins Thema... "Wie das hat bereits stattgefunden - toll - wäre schön gewesen, wenn ich das Protokoll zeitnah bekommen hätte und überhaupt: wie ist die Prüfung gelaufen...?"