Beiträge von peter

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    Hallo Peter (PeKe)

    ...

    Wird in den kommenden Jahren bestimmt noch interssant.


    ...

    ... Ja das denke ich auch. Insbesondere dann, wenn der Betriebsstandort nicht in einem Vorgegebiete liegt, aber die Mitarbeiter aus Gründen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes von sich aus das Problem Radon auf den Tisch bringen. Die haben dann von dieser Gefährdung gehört und wollen wissen, ob sie davon betroffen sind.

    Noch interessanter wird es bei Kindereinrichtungen. Da werden dann die Eltern u.U. sehr aktiv und wollen wissen wie es dort mit Radon aussieht und welche Maßnahmen getroffen werden. Das ist in Sachsen zurzeit ziemlich aktuell. Außerdem kann man das ja jetzt schon an der Diskussion zu den Coronaschutzmaßnahmen (Lüftungskonzepte, Luftfilter, organisatorische Maßnahmen) in den Schulen sehen wie brisant es werden kann.


    VG

    peter

    Soooo, .... die Veranstaltung ist gelaufen!!!


    Es haben sich (fast) alle pünktlich zum Veranstaltungsstart eingefunden. Nach kurzem Anmeldungscheck, Hygieneeinweisung und Lunchpaketverteilung hat jeder seinen Platz vor der "Leinwand" gefunden. Nach der Begrüßung und Einleitung durch Reinhard Bock ging es planmäßig los.

    Leider haben es heftige Regenschauer zur Mittagszeit den Veranstaltern nicht leicht gemacht. Technik und Vortragende mussten einiges mitmachen.

    Aber am Ende war es eine erfolgreiche Veranstaltung.

    Hallo Simon,


    Erwartungsgemäß wird uns das Thema Radon in den nächsten Jahren zunehmend beschäftigen - Das Gesetz ist auch mit der ersten Änderung immer noch nicht "ganz rund". Es ist noch lange nicht alles ausdiskutiert und ausreichend wissenschaftlich hinterlegt


    Als wesentliches Problem sehe ich auch die bisherige Infomationspolitik der Regierung zur Aufklärung der Bevölkerung. Zwar stellen einige Umweltministerien der Länder (z. B. Sachsen, Thüringen und Bayern) schon seit vielen Jahren Informationen über Radon zur Verfügung und im Zuge der neuen Gesetzgebung nunmehr auch die anderen Bundesländer, aber es kommt davon nur wenig in der Bevölkerung an. Ich selbst treffe hier in Sachsen immer wieder auf Unwissenheit bei den Betroffenen, die ich versuche geduldig und zu mindest im wesentlichen auszuräumen.


    Im Moment hat natürlich das Thema "CoVid-19" der Radonproblematik "die Show gestohlen". Doch das Strahlenschutzgesetz ist da und deren Umsetzung ist nicht aufgehoben!


    https://www.fs-ev.org/service/…chutz-in-der-corona-krise


    Wobei Coronaschutz sogar auch etwas zum Radonschutz beiträgt. Denn überall, wo ich wegen Corona direkt Lüfte oder Luft filtriere, senke ich meistens auch die Radonkonzentration in den Räumen.


    Peter

    Hallo Simon,


    Danke für den Beitrag.


    Dass das Strahlenschutzgesetz von 2017 nunmehr auch mal angepasst, korrigiert und ergänzt werden muss ist ein Schicksal, dass alle Gesetzgebungen irgendwann mal betrifft. In Fachkreisen war schon vor der ersten Verabschiedung im Jahr 2017 klar, dass hier und da Korrekturbedarf besteht. Aber es war wie immer schon in Deutschland so, dass die Terminvorgabe zur Umsetzung der Strahlenschutzrichtlinie der EU von 2013 "ganz plötzlich" da war und man das nationale Strahlenschutzgesetz schnell noch termingerecht verabschieden musste, um keine hohen Vertragsstrafen von der EU zu bekommen. Man hat in Kauf genommen, die Korrekturen erst später in den jeweiligen Änderungen des Gesetzes einzubringen.


    Die Diskussion um die Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen geht schon einige Jahrzehnte. Es gibt eine ganze Reihe von Studien und Ereignissen, die die EU als Grundlage für Ihren "Refenzwert für Radon" (300 Bq/m³) herangezogen hat. Von der WHO oder einigen Ländern werden verschiedenste "Grenzwerte" genannt: sie reichen von 50 bis 400 Bq/m³. Die EU hat in ihrer Richtlinie die 300 festgelegt und die Mitgliedsstaaten hatten die in ihren nationalen Gesetzgebungen umzusetzen. Es ist bekanntermaßen ein Kompromiss zwischen technisch machbaren Strahlenschutz und höchstmöglichen Gesundheitsschutz, um die bisherigen etwa 2000 radonbedingten Lungenkrebstoten pro Jahr in Deutschland zu verhindern.


    Die jetzt geführte Diskussion um den "Referenzwert" kann ich aber nicht nachvollziehen. Dazu war von 2013 bis 2017 viel Zeit gewesen. Ich habe im Zusammenhang mit meiner Arbeit im Fachverband Strahlenschutz e.V. im Arbeitskreis "Natürliche Radioaktive Strahlung" an einer fachlichen Stellungnahme und Zuarbeit mitgewirkt und mit anderen Fachverbänden für den damaligen Gesetzentwurf im Ministerium verteidigt. Von einigen von denen, die sich jetzt hier zur 1. Änderung gemeldet haben, habe ich aber damals noch nichts gehört oder gelesen. Das erscheint mir eher sehr polemisch als zielführend.


    Es gäbe hier noch sehr viel mehr zusagen (Verhältnismäßigkeit von Aufwand und Nutzen der Radonschutzmaßnahmen, "Sinn" von Radonbäder und Radonkuren, Aufwand für Radonschutzmaßnahmen in natürlicherweise hochbelasteten Gegenden, Nachweis von Erkrankungen in Bezug auf einen Arbeitsplatz oder einer Wohnung, ...), aber ich will hier nicht den Rahmen für einen überschaubaren Beitrag überziehen.


    Peter

    Hallo Harti,

    noch einen Hinweis zu den Radonfachpersonen, da habe ich mich vielleicht nicht so richtig ausgedrückt:

    Ich wollte ausdrücken, dass die bereits vorhandenen Radonfachpersonen meistens in Ingenieurbüros tätig sind und überwiegend ihre fachliche Kompetenz als ingenieurtechnische Dienstleistung auch für interessierte betroffenen Unternehmen anbieten. Man kann sie also zur Begleitung der eigenen Messaufgaben mit beauftragen. Die Ausbildung eines eigenen Mitarbeiters ist meist nicht erforderlich.


    VG

    Peter

    Hallo Harti,


    die von den Behörden anerkannten Radon-Messungen können nur durch die bisher wenigen zugelassenen Messstellen erfolgen. Zum Nachweis der Einhaltung des Referenzwertes als Durchschnittswert der Radonkonzentration über einen Messzeitraum von 12 Monaten werden von ihnen die Kernspurexposimeter (Messdosen) ausgegeben und hinterher wieder ausgewertet. Damit werden grundsätzlich erst einmal die gesetzlichen messtechnischen Vorgaben erfüllt. Prinzipiell sollen und können diese Messstellen auch Beratungen vor-Ort vornehmen, aber wie du schon richtig erkannt hast, werden die wenigen Messstellen schon allein mit der Logistik der Ausgabe, Rücknahme und Auswertung der Exposimeter an ihre Kapazitätsgrenze kommen. Es bleibt meist nur Zeit für die Weitergabe der Hinweise zur Messung zusammen mit der Lieferung der Messdosen und einem Beratungskontakt (Telefon oder E-mail).

    Die Verantwortung der fristgerechten Vorlage der notwendigen betrieblichen Messdaten bei der Behörde bleibt aber beim betreffenden Unternehmen.

    Prinzipiell ist es eigentlich auch ganz einfach: man legt, hängt, stellt, ... die Messdosen an den Arbeitsplätzen auf und nach einem Jahr schickt man diese wieder ein und bekommt kurze Zeit später seine Resultate zugeschickt. Allerdings gehört tatsächlich einiges Wissen zu Radon und seinen Eigenschaften und seinem Verhalten, aber auch zu den örtlichen Gegebenhieten der Arbeitsplätze dazu, hier die richtigen repräsentativen Messorte im Betrieb auszuwählen. In dem Begleitblatt zu den Messdosen werden schon eine ganze Reihe von Hinweisen für den Anwender aufgeführt, aber dennoch kann man hier einiges falsch machen.

    Schließlich müssen ja die Messergebnisse fachlich ausgewertet werden und möglicherweise Strahlenschutzmaßnahmen eingeleitet werden.


    Ich kann daher nur raten, Fachkompetenz "mit ins Boot zu holen". Dazu schlage ich folgende Möglichkeiten vor:

    1. Es gibt einige wenige alteingesessene Ingenieurbüros (vor allem in Bayern und Sachsen), die sich schon seit Jahren u.a. mit Radon beschäftigen.

    2. Seit wenigen Jahren werden in Bayern und Sachsen und auch in der Schweiz sogenannte "Radonfachpersonen" ausgebildet. Das sind überwiegend bautechnisch oder umwelttechnisch tätige Fachleute, die zusätzliches Wissen zu Radon in einem zertifizierten Lehrgang erworben haben. Eine Übersicht über diese Radonfachpersonen kann man im Internet bei den Landesämtern in Bayern und Sachsen bekommen. (siehe oben im 3. Beitrag oder hier z.B.: https://radonfachpersonen.de/) Allerdings ist zu erwarten, dass hier die Nachfrage auch sehr groß ist, und die Kapazitäten ausgelastet sind.

    3. Als letztes könnte ich mir vorstellen den kollegialen fachlichen Kontakt zu solchen Unternehmen aufzunehmen, die schon seit langem (mit der alten Strahlenschutzverordnung von 2001) zur Erfasssung der Radonbelastungen an ihren Arbeitsplätzen gesetzlich verpflichtet waren. Das sind die örtlichen Wasserversorger, die Radonheilbäder und die Schauhöhlen und -Bergwerke. Bei dem einen oder anderen spielt vielleicht Radon eine Rolle und man hat schon Erfahrungen bei den Messungen, dem Umgang damit und bei den Strahlenschutzmaßnahmen.


    VG

    Peter

    RADONVORSORGEGEBIETE:


    Im Fachverband für Strahlenschutz eV wurde eine Länder-Übersicht über die ausgewiesenen Radonvorsorgegebiete veröffentlicht.


    Hier kann sich jeder über die Gebiete in seinem Bundesland informieren:


    https://www.fs-ev.org/newslist…eber-radonvorsorgegebiete


    Ergänzung März 2021: https://www.bfs.de/DE/themen/i…432FF61A4B8266C6.1_cid365



    Aus rein natürlichen Gründen war zu erwarten, dass nicht in jedem Bundesland Radon eine große Rolle spielt und daher nicht in allen Ländern Gebiete ausgewiesen wurden.


    Peter

    Bundesrat beschließt weitere Modernisierung des Strahlenschutzrechts:


    Nachdem das Strahlenschutzgesetz seit 27.06.2017 in Kraft gesetzt wurde, (https://www.bgbl.de/xaver/bgbl….pdf%27%5D__1538394755671) hat es im Mai 2018 einen Referentenentwurf zur Strahlenschutzverordnung gegeben. Hierin werden die Regelungen aus dem Gesetz detaillierter umgesetzt.


    Am 05. September 2018 hat nun der Bundesrat die endgültige Fassung beschlossen.
    https://www.bmu.de/pressemitte…des-strahlenschutzrechts/


    https://www.bundesrat.de/Share…_blob=publicationFile&v=2


    Es sind zwar sehr viele Seiten geworden - ob damit alle Fragen geklärt sind, wird die praktische Umsetzung in den nächsten Jahren zeigen.



    peter

    Hallo Volker,


    bei der Praktikumsarbeit geht es auch nicht darum ein Thema umfassend in allen Schwerpunkten bis zum Ende abzuarbeiten!


    Am Anfang sollte schon deutlich herauskommen, an welche Punkte du bei der Bearbeitung gedacht hast (siehe WICKINGER) und wie deren Lösungswege aussehen könnten.
    Erkläre, dass du im Weiteren jetzt einen einzelnen Punkt herausgreifst, den du dann in dem Bericht konsequent bis zum Ende abarbeitest.
    Zum Schluss gibst du dann den Ausblick, dass, wenn alle Schwerpunkte abgearbeitet sind, das Ergebnis so oder so oder so aussehen könnte.


    Hinweis: denk auch an die formellen Vorgaben, wie der Bericht auszusehen hat, Seitenzahl, Anhänge usw.



    peter

    ... ja richtig Sabine,


    genau das habe ich vor einigen Jahren bei einem FW-Einsatz (als ABC-Fachberater) in einer Spedition erlebt.
    - über 30 °C im Schatten
    - gemischte Ladung auf einem Sattelzug: Säcke, Kanister, Fässer, Paletten, Kartons, ...
    - darunter kennzeichnungsfreier Transport von Gefahrgut
    - Fahrzeug zeigte außen schon Ätzspuren von auslaufender Flüssigkeit
    - Fahrer benommen, kam bei Ankunft gleich ins Krankenhaus
    - keine Ladungs-Infos vom Fahrer, unvollständige Ladungspapiere
    - unklar: welcher Stoff ausläuft und wo auf der Ladefläche eingebaut
    - Ladung verrutscht, ungenügend gesichert
    - Sicherung der Abflüsse auf der Hoffläche gegen eindringenden Gefahrstoff
    - FW unter Chemieschutzanzügen lädt ca. 150 verschiedene Packungen einzeln von Hand ab
    - Reinigung jeder einzelnen Verpackung und hinterher der Ladefläche
    - zum Freimessen der Packungen und bei der Dekon reichten in diesem Fall Gott-sei-Dank 3-5 Rollen pH-Papier-Teststreifen
    - insgesamt alles glücklich beendet aber dennoch eine immense Tortur für die Kameraden in den Schutzanzügen :47:



    peter