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Deutschland schafft sich ab - am Beispiel ...

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    • Hallo,

      Schmandhoff schrieb:


      SimonSchmeisser schrieb:

      Ja, mit solchen Aussagen "rechten Abschaum" verlassen Sie aber den
      politischen Diskurs auch.
      Wir müssen zu Kenntnis nehmen dass die Gesellschaft sich in den letzten Jahren polarisiert hat.Und solange Menschen, die ethisch verantwortlich handeln und eintreten für Solidarität mit Schwächeren, Menschenrechte, Nächstenliebe, Bewahrung der Schöpfung und alles was mal zum Wertekonsens der "westlichen Zivilisationen" gehört hat, vom (neu)rechten Pöbel als "linksgrün versiffte Gutmenschen" diffamiert werden:

      Ich werde ganz bestimmt nicht die andere Wange hinhalten.
      Wer austeilt muss auch einstecken können und: ich hab' nicht angefangen
      Ich beziehe aber Position und mache mit aller erforderlichen Polemik deutlich, dass die Position von Duweißtschonwem nicht die einzige Position ist, die es gibt.

      P.S.

      SimonSchmeisser schrieb:

      Wie einfach man es sich doch machen kann, die Einteilung in Gut und Böse
      der Welt.
      Erstens: "Gut" und "Böse" sind moralische Kategorien, keine politischen oder juristischen: ich habe die Welt also nicht in Gut und Böse sondern wenn ich sie überhaupt in etwas eingeteilt habe dann in richtig und falsch bezüglich des Handelns von Individuen und dessen juristischer Beurteilung. hier ist nochmal der Kernsatz:
      "Dass es überall Arschlöcher gibt ist unbestritten, wer aber das Verhalten, dass ein solches Individuum zeigt, pauschalisiert und auf andere Angehörige der selben ethnischen, religösen oder sonstigen Gruppe überträgt, ist ein Rassist (Sexist, Chauvinist....) und lehnt die Grundprinzipien unserer Demokratie ab."

      Zweitens:
      Ein differenziertes Argument mit einem einzigen Satz (sachfremd) zu kategorisieren ist kein Beitrag zur Debatte sondern eine Propagendatechnik.
      Die hat seit den "Spin-Doktoren" von Gerhard Schröder Einzug in die deutsche politische Auseinandersetztung gehalten.

      Sie hat zwei Ziele: erstens muss man sich nicht inhaltlich mit der Position befassen und zweitens werden Personen die diese Position vertreten automatisch dieser Kategorie (in diesem Falle etwas zwischen "naiv", "hat keine Ahnung" ist "einfach gestrickt" oder auch "er kapiert's nit") zugeordnet.

      Da hätte Ich vonn Ihnen mehr erwartet...
      Weil Sie es in meinen Augen, sich da zu einfach machen.
      Wir haben doch seit x Jahrzehnten einen Kampf, der auf zwei
      Flügel stattfindet. Wir haben den rechten Flügel, der bis dato
      von NPD und Co. bespielt wurde, jetzt haben wir die AfD.
      Die AfD hat etwas geschafft, was bis dato keiner Bewegung/
      Partei in dem Umfang gelungen ist, sie ist fest in unserem
      Parteien-System verankert. Sie ist eine Stimme im Bundestag
      und wird im Osten einen gewissen "Volkspartei-Status" erreichen.
      Das muss einem nicht gefallen, sie sind aber auf demokratische
      Weise gewählt worden. Und nur mal so nebenbei: Ich gehöre
      nicht zur AfD, aber die AfD und deren Mitglieder werden als Nazis
      beschimpft, auch im Parlament. Wenn jetzt AfD-Mitglieder andere
      als "linksgrün versiffte Gutmenschen" bezeichnen, dann ist das von
      beiden Seiten nicht gut. Letztlich kann man aber den AfD-Mitgliedern
      nicht das Recht verwehren, zu den gleichen "Waffen" zu greifen.
      Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich bin für den Streit in
      der Sache. Ich halte diese gegenseitigen Beleidigungen für nicht
      zielführend. Es ist aber leider jetzt so, Lösung? Keine Ahnung.

      Dann haben wir den linken Flügel. Und der linke Flügel ist in meinen
      Augen nicht viel harmloser. Oder was war G20 in Hamburg? Wohl
      nicht die Hamburger Straßenreinigung, gleiches in Frankfurt in
      Sachen EZB. Und da unterscheiden wir uns halt. Diese einseitigen
      Darstellungen sind für die Sache nicht zielführend. Wenn wir ein Bild
      aufmachen, dann bitte zu ALLEN SEITEN.

      Und wir haben eine Mitte, die mittlerweile von welcher Partei/
      gesellschaftlichen Gruppe noch bespielt wird? Defacto von keiner
      mehr wirklich. Auch weil sich die unterschiedlichen Parteien/Gruppen
      sich gegenseitig in die jeweiligen Flügel stecken. Siehe aktuell nur
      zu Bremen.

      Schmandhoff schrieb:


      Erstens: "Gut" und "Böse" sind moralische Kategorien, keine politischen oder juristischen: ich habe die Welt also nicht in Gut und Böse sondern wenn ich sie überhaupt in etwas eingeteilt habe dann in richtig und falsch bezüglich des Handelns von Individuen und dessen juristischer Beurteilung. hier ist nochmal der Kernsatz:
      "Dass es überall Arschlöcher gibt ist unbestritten, wer aber das Verhalten, dass ein solches Individuum zeigt, pauschalisiert und auf andere Angehörige der selben ethnischen, religösen oder sonstigen Gruppe überträgt, ist ein Rassist (Sexist, Chauvinist....) und lehnt die Grundprinzipien unserer Demokratie ab."
      Ja, und dieser Kernsatz, so schön wie er klingt und richtig ist, ist er doch
      untauglich für die Praxis. Gerade mit dem Islam haben wir doch eine Gruppe
      (bestimmte Verbände etc), die diese Religion in Geiselhaft nimmt. Und es
      zu Vorfällen kommt, die mit unserer Gesellschaft unvereinbar sind. Wenn Sie
      da dann mit Rassist etc. kommen, dann verlassen Sie den politischen Diskurs
      und befördern die Spaltung. Gerade weil Begrifflichkeiten wie Rassismus
      mittlerweile zu einem Kampfbegriff geworden sind.

      Gruß
      Simon Schmeisser
      Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010
    • Erwin Vogt schrieb:

      Das hat NICHt, Reingarnichts hier in einer Sifapage zu suchen.
      Macht das an der Theke aus aber doch nicht hier, Leute
      Hier ist doch alles ausdrücklich "Off Topic". Schau Dir mal an, was sonst noch so besprochen wird; zum Beispiel im empfehlenswerten Thread "Musik zum Abrocken ...".
      Hier gibt es nicht mal Punkte, also ist doch alles gut. ;)
      Arbeitsschutz ist wie Staubwischen.
    • Moin,

      auch wenn ich die Diskussion teilweise sehr müßig finde, über die eine oder Ansicht belustigt oder erschrocken bin, steht der Thread im Bereich Off-Topic, also sozusagen in der "Forenkneipe". Außerdem sollte man nicht vergessen, dass sich das Forum über Werbung finanziert und Beitragszahlen und Klicks immer ein gutes Argument gegenüber potenziellen Werbeinteressenten sind. In diesem Sinne, weiter sich die Köppe einschlagen und/oder die Welt retten.

      Gruß Frank
      Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.
    • Moin,

      AxelS schrieb:

      Gibt es doch, §315d und §315f StGB. Wurde auch schon praktiziert. Link
      Danke für den Hinweis!
      Da geht doch etwas ... :D
      "Mit zunehmendem Abstand zum Problem wächst die Toleranz." (Simone Solga)
      "Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der andere könnte am Ende doch recht haben." (Robert Lee Frost)
      "Geben Sie mir sechs Zeilen von der Hand des ehrenwertesten Mannes - und ich werde etwas darin finden, um ihn zu hängen." (Kardinal Richelieu)
      "Die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse" (Antoine de Saint-Exupéry)
      "Wie kann ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?" (Edward Morgan Forster)
    • Deutschland schafft sich ab ... am Beispiel "Stark für dich. Stark für Deutschland."

      Rettungskräfte werden bei der Ausübung ihrer Tätigkeit angegriffen, beschimpft, bespuckt.
      Das Innenministerium antwortet mit einer Kampagne, um für Verständnis zu bitten.
      Warum die Kampagne nur in deutscher Sprache erfolgt, erschließt sich mir nicht.

      Stark für Dich

      Am 15.06. findet in meiner Heimatstadt ein "Neubürgerempfang" statt; Themenschwerpunkt ist dieses Jahr "Rettungsdienste".
      Als Stadtrat unterstütze ich das und trage die Anstecknadel des BMI
      [Blockierte Grafik: https://bahnstreik-soli.de/wp-content/uploads/2019/05/e7c5713e91fe7ac18ec11c80e9024110.jpg]

      Ein berechtigter Beitrag:
      Die Kampagne, die es gar nicht geben sollte
      "Mit zunehmendem Abstand zum Problem wächst die Toleranz." (Simone Solga)
      "Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der andere könnte am Ende doch recht haben." (Robert Lee Frost)
      "Geben Sie mir sechs Zeilen von der Hand des ehrenwertesten Mannes - und ich werde etwas darin finden, um ihn zu hängen." (Kardinal Richelieu)
      "Die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse" (Antoine de Saint-Exupéry)
      "Wie kann ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?" (Edward Morgan Forster)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von a.r.ni ()

    • Ich würde massive Streiks und Demos der Rettungskräfte begrüßen, um hier das Strafrecht massiv zu verschärfen. Auf solche Angriffe MUSS es Knast geben, und zwar SEHR lange - unter Alkoholeinfluss oder aus "kulturellen" Gründen sogar extra lange (weil hier die Gefährdung nachhaltig nicht ausgeschlossen werden kann).

      Ich habe noch NIE an Demos teilgenommen, aber an der würde ich unterstützend teilnehmen (wenn am Wochenende und in meiner Nähe - aus Belgien könnte ich ja nicht). Aber Angriffe auf Hilfskräfte kann ich noch weniger nachvollziehen, als jede andere Gewalttat (eher würde ich die Krim und die Ostukraine Russland zusprechen, und den Golf von Oman unter Iranische Kontrolle stellen, als solche Angriffe auf Hilfskräfte jemals zu akzeptieren).
    • Hallo,

      ich sehe das anders. Dieses Thema wird in meinen Augen
      maximal medial überhöht. Ob es tatsächlich eine Zunahme gibt
      oder nur eine bessere Dokumentation...lass ich mal offen.

      azrazr schrieb:

      Ich würde massive Streiks und Demos der Rettungskräfte begrüßen, um hier das Strafrecht massiv zu verschärfen.
      Und wer darf als nächstes in den Streik? Die Verkäufer in den
      Geschäften, weil sie täglich mind. einen unfreundlichen
      Kunden haben? Oder die Verwaltungsmitarbeiter in den
      Behörden?

      Ich will es nicht verharmlosen und es ist ein Problem der
      Gesellschaft. Wenn wir dieses Problem jetzt aber nur im
      Zusammenhang mit Rettungskräften sehen, dann verkürzen
      wir es. Und Strafrecht erhöhen, diese Auffassung teile
      ich keinesfalls. Das Problem ist doch nicht das Strafrecht,
      sondern die Dauer bis unsere Justiz reagiert. Hier wäre
      ein Ansatz eher die Reduzierung der Verfahrensdauer, sodass
      die Menschen auch eine zeitnahe Reaktion des Rechtsstaats
      spüren.

      Gruß
      Simon Schmeisser

      PS: Wir sollten aufhören Rettungskräfte (Polizei, Feuerwer,
      Rettungsdienst, THW usw.) stetig zu überhöhen, in dem
      wir sie auf einen Sockel heben. Das tut der Sache nicht gut.
      Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010
    • Hmmm...

      Ich glaube:

      Ein verschärftes Strafrecht entlastet die Justiz, die von der Frage "wie viel" befreit wird, und nur noch entscheidet "ob".

      Durch den besonderen Schutz der Helfer findet keine Überhöhung statt. Für mich ist eine Logik dahinter: wenn jemand einen Job macht, darf er nicht von anderen Menschen angegriffen werden. Bei Verkäufern kann das auch vorkommen, bei Fabrikarbeitern eher nicht. Verkäufer können trotzdem u.U. wegrennen. Sanitäter, THW, Feuerwehr und Polizei sind der Situation alternativlos ausgesetzt - und hier greift die "Überhöhung", oder der besonders notwendige Schutz ein. Drei Person DARF nicht abhauen, würde sich sogar u.U. strafbar machen.

      Wenn die Polizei gegen Autonome vorgeht, sehe ich auch keine Überhöhung. Das ist ein Kampf auf "Augenhöhe".

      Aber wenn ein Polizist auf seine physische Macht verzichtet um freundlich zu sein, und unter Ausnutzung dieser Situation angegriffen wird, ist das ein anderes Kaliber:

      Derzeit bin ich in Belgien. Ich wurde (von lauteren Mitbürgern, Bio-Belgier wie migrantische Belgier) AUSDRÜCKLICH gewarnt, SEHR vorsichtig, zu sein, wenn ich es mit Polizei zu tun habe. Die seien SEHR nervös und schnell mit der Aktion, wenn etwas verdächtig ist.

      Wollen wir hier am Ende auch solche Psychos im Dienst, oder doch lieber den Freund und Helfer? Letzteres geht nur über wirksamen Schutz - durch Prävention.

      Auch bei den Anderen bin ich sehr egoistisch: wenn ich mal einen Sanitäter brauche, möchte ich nicht wie ein Angreifer behandelt werden - oder ganz ohne Hilfe bleiben.

      Denn WENN diese Dinge "normal" werden, wird genau das kommen, wie in Zigeunersiedlungen in Rumänien. Da kannst den ganzen Tag Rettungsdienst oder Taxi rufen, oder auf Post warten. Kommt nicht. Es fahren auch keine Busse hin. Und dann wird dort Rassismus geschrien, und Dummdeutsche glauben das auch noch. Es ist ja nicht so, dass von den 300 Leuten dort jeder Hilfskräfte oder Dienstleister PHYSISCH attackiert, aber die Attacken werden von der Gemeinschaft gedeckt, und bleiben ungestraft. Ähnliche Gegenden gibt es auch hier schon.

      Es ist klar, dass nicht die ganze Straße oder die ganze Siedlung "Schuldig" ist. Gegen die Clique, die diese destruktive Macht demonstriert und ausübt, können die Meisten Einwohner nichts ausrichten. In der Außendarstellung wenden trotzdem ALLE diese über Methodik an, sie kennen nichts Anderes (z.B. aggressives Auftreten im Krankenhaus (*), und Auftreten in Vielzahl - das einzige rhetorische Mittel das ihnen als Erfolgreich vermittelt UND bewiesen wurde ). Hier wäre der Staat gefragt. Den deutschen Staat fragst Du natürlich umsonst.

      Zu (*): Zigeuner kenne ich aus dem Alltag sehr gut, und weiß wie man mit ihnen in jeder "Situation" umgeht. Obwohl es viele verschiedene Sippen und Völker sind, haben sie doch gleiche Strukturen und Prinzipien. Als meine Frau in Ungarn mit einem verknacksten Fuß in der Notaufnahme war, ist genau das Vorkommen: Zigeuner laut und aggressiv, fordern Behandlung, fühlen sich zurückgesetzt. Und sie fühlen das WIRKLICH. Da muss man wissen, wenn man wie anspricht. Als ich genau diese Deeskalation übernommen habe, mit aller Geduld erklärt habe, warum welcher Patient vorgezogen wird, war Frieden und Ruhe. Beim Rausgehen haben sie mir alle möglichen Segen gesprochen (puh, keine Flüche...), sogar angeboten, mich dahin zu fahren, wo ich hin muss (obwohl deren 5-Sitzer Auto mit 8 Personen von Baby bis Oma/Opa schon voll war). Hier war aber die gewaltsame Clique natürlich nicht dabei. Da hilft im Zweifel nur massive Gegengewalt, die mir als Bürger nicht zu Verfügung steht. Die Gewaltbereiten erkennt man KLAR am Aussehen und am Auftritt/Habitus (auch schon die Kinder, die dann entwickelt/erzogen werden). In unserem Fall waren nur einfache Sippenangehörige dabei, keine Gewalttäter.

      Situationsbezogen ist also Deeskalation möglich: wenn sich Menschen benachteiligt, ungerecht behandelt fühlen, oder glauben, falsch beurteilt zu werden. Nicht alle Gewalt geht von Menschen aus, mit denen KEINE Kommunikation möglich ist.

      Hier sehe ich extremen Nachholbedarf in Deutschland: Gewalttäter aus dem Verkehr ziehen.

      Wir könnten es, wir wollen es aber nicht.

      Zu viel Text, ich weiß. Vielleicht hilft es aber dem Einen oder Anderen die Gesamtsituation etwas distanzierter zu betrachten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von azrazr ()

    • Hallo,

      azrazr schrieb:

      Ein verschärftes Strafrecht entlastet die Justiz, die von der Frage "wie viel" befreit wird, und nur noch entscheidet "ob".
      Man kann doch nicht jeden Fall gleich behandeln, dieses würde
      dem Rechtsstaat widersprechen. Hier muss man doch immer
      den Einzelfall sehen. Und da kann es dann nicht nur belastende,
      sondern auch entlastende Umstände geben. Und eine Verschärfung
      vom Strafrecht bringt auch nix. Wenn das so wäre, warum gibt
      es dann immer noch schwere Verbrechen in Ländern mit Todes-
      strafe? Weil selbst diese Strafe, keine wirkliche Abschreckung ist.

      azrazr schrieb:

      Durch den besonderen Schutz der Helfer findet keine Überhöhung statt. Für mich ist eine Logik dahinter: wenn jemand einen Job macht, darf er nicht von anderen Menschen angegriffen werden.
      Natürlich ist das eine Überhöhung. Auch ein Verkäufer/in, ein
      Sachbearbeiter usw. macht seinen Job. Man sollte aufhören
      mit solchen Unterschieden in der Wertigkeit.

      azrazr schrieb:

      Sanitäter, THW, Feuerwehr und Polizei sind der Situation alternativlos ausgesetzt - und hier greift die "Überhöhung", oder der besonders notwendige Schutz ein. Drei Person DARF nicht abhauen, würde sich sogar u.U. strafbar machen.
      Auch Einsatzkräfte dürfen sich zurückziehen. Und sie
      ziehen sich in der Praxis auch zurück, wenn es die Situation
      noch zulässt.

      Gruß
      Simon Schmeisser
      Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010
    • SimonSchmeisser schrieb:

      Man kann doch nicht jeden Fall gleich behandeln, dieses würdedem Rechtsstaat widersprechen.

      Rein definitionsgemäß widerspricht nichts dem Rechtsstaat, auch Folter und Todesstrafe nicht (Singapur, Taiwan). Rechtsstaat ist lediglich das Gegenteil von Willkürherrschaft. Heißt: gleiches Recht für alle. Gleiches wird gleich behandelt. Insofern: manche Dinge binär zu betrachten wäre nicht rechtsstaatswidrig. Folter usw. sind aus anderen Gründen als dem Rechtsstaat-Argument abzulehnen (Menschenrechte, Menschenwürde... Und auch wegen irrelevanter "Erkenntnisse"). Individualbetrachtung ist eine politische Entscheidung, die in Frage gestellt werden kann (das tue ich, ohne darauf zu bestehen, aber mit dem Wunsch hier im Konsens Grenzen zu setzen).

      Und eine Verschärfung vom Strafrecht bringt auch nix. Wenn das so wäre, warum gibt es dann immer noch schwere Verbrechen in Ländern mit Todesstrafe? Weil selbst diese Strafe, keine wirkliche Abschreckung ist.

      Einfach Antwort einer SiFa: Risiko (erwischt, freigekauft) × Schadenshöhe (Tod) = Gefährdung (grün).

      Wenn das Risiko erwischt zu werden gering ist, als gering geschätzt wird, oder ignoriert (keine Gefährdungsbeurteilung erstellt) wird, bzw. wenn man sich freikaufen kann, ist die Todesstrafe kein Problem. Aber: ich lehne die Todesstrafe zu 100% ab. Ich lehne den Begriff "Strafe" zu 99,999% ab. Ich sehe diesen Begriff HÖCHSTENS im Zusammenhang mit organisatorischen Verfehlungen und ausschließlich als finanzielle Maßnahme an (z.B. für Falschparken, Steuerhiterziehung). Bei Kriminalität plädiere ich für Maßnahmen zum Opferschutz - und wenn der Kerl für den Rest seines Lebens im 5-Sterne Hotel sitzenn muss, mir egal, solange keiner mehr durch seine Hand stirbt.


      azrazr schrieb:

      Auch Einsatzkräfte dürfen sich zurückziehen. Und sieziehen sich in der Praxis auch zurück, wenn es die Situation
      noch zulässt.
      Da ist das Problem - z.B. wenn Menschen in Lebensgefahr sind.

      Zusatzbedingung: wenn sie es überhaupt schaffen. Fahrzeugkontrolle, Ihre Papiere bitte - Pistole, tot (z.B. NSU, Heidelberg)

      Verkäufer kommen nicht in solche Situationen. Die Kasse dürfen sie IMMER herausrücken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von azrazr ()

    • Hallo,

      das sehe ich in einigen Punkten anders, doch lassen
      wir es jetzt so stehen.

      Gruß
      Simon Schmeisser
      Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010