Werbung auf Sifaboard
Werbung auf Sifaboard

Neue ASR A5.2

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Moin,

      zur Zeit ist eine neue ASR A5.2 in der Mache. Auszug zur Info:

      Die im Entwurf festgelegten Sicherheitsabstände und Arbeitsbereiche führen dazu, dass auf zweibahnigen Straßen eine halbseitige Deckenerneuerung im fließenden Verkehr nur durchgeführt werden kann, wenn diese Straßen mindestens eine Breite von 8,86 Meter haben. Dies ist im Verhältnis zur geltenden Richtlinie für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen (RSA 95) eine um fast 1,40 Meter größere Breite. Das heißt, dass bei Inkrafttreten der ASR A5.2 mit vermehrten Vollsperrungen von Straßen zu rechnen ist, die eine geringere Breite als 8,86 Meter aufweisen.


      Gruß Frank
      Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.
      Messe Stuttgart
      ELK | Anzeige
    • Hallo Zusammen,

      im Jahr 2014 ist der Entwurf veröffentlicht worden. Wie sieht es nun mit der Rechtsgrundlage aus. Müssen Baustellen nach neuer ASR absofort eingerichtet werden. So richtig schlau werde ich aus den ganzen Kommentaren die man im WWW findet nicht. Wenn ich die ASR A5.2 jetzt schon einhalten muss, kann ich jede 2. Baustelle still legen.

      Gruß
      Stephan Schmidt
    • Moin,

      jetzt wird es wirklich prickelnd. Die ASR A5.2 ist zwar noch nicht veröffentlicht und in Kraft gesetzt worden, stellt aber nach Auffassung der Aufsichtsbehörden den Stand der Technik dar, der bei der Gefährdungsbeurteilung zu beachten ist. Spannende Sache.

      Hessischer Jahresbericht Arbeitsschutz und Produktsicherheit schrieb:

      Bestimmte Tätigkeiten beim Straßenbau machen es auch erforderlich, dass die Bauarbeiter neben der zu sanierenden Verkehrsfläche laufen müssen. Im ungüns-tigen Fall handelt es sich dabei um schmale Flächen, die zwischen Baufeld und dem fließenden Straßenverkehr liegen, insbesondere dann, wenn Straßen im Zuge von Baumaßnahmen halbseitig gesperrt werden. Um hier sicher Arbeiten zu kön-nen, benötigt der Bauarbeiter eine ausreichende Bewegungsfläche. Auch diese wird seit Jahrzehnten von der Arbeitsstättenverordnung gefordert. Jedoch suchte man auch hier konkrete Zahlen bisher vergebens.

      In der RSA 95 „Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen“ findet man zwar Sicherheitsabstände zwischen Verkehr und Baustelle, allerdings dienen diese Abstände dem Schutz der Straßenverkehrsteilnehmer vor den Gefahren der Baustelle.

      Sicherheitsabstände sind geschwindigkeitsabhängig

      Um hier mehr Klarheit zu schaffen, wurde in den vergangenen Jahren vom Aus-schuss für Arbeitsstätten (ASTA) eine Arbeitsstättenregel (ASR) erarbeitet, die den Inhalt der Arbeitsstättenverordnung in Hinblick auf diese besonderen Arbeitsplät-ze konkretisiert: Die ASR A 5.2 „Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswe-ge auf Baustellen im Grenzbereich zum Straßenverkehr und Straßenbaustellen“. Damit hat der ASTA, wie mit jeder ASR zuvor, den Stand der Technik ermittelt und formuliert. Dort werden erstmals konkrete Angaben zu seitlichen Sicherheitsab-ständen zum fließenden Verkehr (in Abhängigkeit der zulässigen Geschwindigkeit) und zur in bestimmten Bausituationen erforderlichen Bewegungsfläche zwischen Einbaufläche und Verkehrsfläche gemacht.

      Aufgrund des Einwirkens von verschiedenen Verkehrsbehörden wurde bisher die Bekanntmachung im Gemeinsamen Ministerialblatt zwar verzögert, jedoch ent-fällt damit nur die sogenannte Vermutungswirkung nach Arbeitsstättenverord-nung. Diese besagt, dass der Arbeitgeber bei der Einhaltung der Anforderungen, die sich aus den ASR ergeben, die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung eingehalten hat. Damit würde dem Arbeitgeber die Erstellung der Gefährdungs-beurteilung, die jeder Arbeitgeber nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) ab einem Beschäftigten vor Aufnahme einer Tätigkeit erstellen muss, erleichtert und vor allem ein angemessener Schutz der Beschäftigten gewährleistet.

      Nichtsdestotrotz stellt die ASR A 5.2 aber den Stand der Technik dar und dieser ist nach dem ArbSchG bei Maßnahmen des Arbeitsschutzes vom Arbeitgeber zu berücksichtigen, insbesondere bereits bei der Planung von Vorhaben.

      Insgesamt zeigt sich nach einer mittelhessischen Bausaison, dass ─ sowohl bei den Bauherren und Verkehrsbehörden auf der einen Seite, als auch bei den Baufirmen auf der anderen Seite ─ noch längst nicht immer die Anforderungen der ASR A 5.2 berücksichtigt werden. Deshalb wird die Überwachung von Straßenbaustellen auch in den nächsten Jahren einen Schwerpunkt in der Aufsicht bilden.
      Gruß Frank
      Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.
    • Neu

      @ Deshalb wird die Überwachung von Straßenbaustellen auch in den nächsten Jahren einen Schwerpunkt in der Aufsicht bilden.

      Wenn Da mal genügend Aufsichtspersonal vorhanden ist. Leider gibt es immer noch jede Menge Baustellen die nicht annähernd die Mindestabstände einhalten.
      Selbst wenn die ASR A 5.2 kommt kann es nur besser werden wenn verstärkt kontrolliert wird und bei Nichteinhaltung entsprechende Strafen ausgesprochen werden.
      Gruß tanzderhexen

      "Das Verhüten von Unfällen darf nicht als eine Vorschrift des Gesetzes aufgefasst werden, sondern als ein Gebot menschlicher Verpflichtung und wirtschaftlicher Vernunft"
      Werner von Siemens, Zitat von 1880
      „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“
      Aristoteles griech. Philosoph 384 -322 v. Chr.
      Messe Stuttgart
      ELK | Anzeige