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Regalprüfung !guter Rat ist teuer!Hilfe

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    • Regalprüfung !guter Rat ist teuer!Hilfe

      Zur Sache!
      Werkstattleitung will die Regale im Bereich der WfbM prüfen lassen .sehr gut
      Anfrage bei einer Firma die prüft ,da intern niemand die Zulassung zum prüfen hat .auch noch gut
      Firma kommt und schaut sich alles an ....fazit Regale sind gesammelte Werke von einer BW-Depotauflösung ,keine Kennzeichnungen usw.Sonderabnahme ...usw. was das kostet ,da kannste neue kaufen.
      Werkstattleitung will jetzt eine Checkliste von mir ,zum prüfen ,sodas der Lagerist dies machen kann(evt soll er Prüfschein machen !!!).
      Ich habe die Werkstattleitung darüber informiert ,was passieren kann ........usw..gähn....!
      Was jetzt ,wie geht ihr vor ,habt ihr auch so einen Fall schon mal gehabt ?

      Geld für neue Regale gibts nicht !!!!!
      Hat so eine eigenständige Prüfung und Doku überhaupt rechtlichen Bestand!!???

      lg vom sifa
      Wer will , dass ihm andere sagen , was sie wissen ,der muss ihnen sagen , was er selbst weiß!
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    • Hallo Sifa 1962,

      wenn keine Beschreibung usw. vorhanden ist, dann muss das ganze von einem Statiker berechnet werden. Da kannste alle regale in die Tonne treten, da sind neue billiger. Ich an deiner Stell, würde keine Chekliste erstellen, da die Regale sowieso weg müssen. Selbst der Lagerist kann (auch wenn er den überflüssigen) Prüfschein hat nichts anderes machen. Aber der ist ja nur der kleine Mann, so will die GL dazu beitragen, dass die alten Regale da bleiben und man so Geld spart. Aber den schwarzen Peter hat dann er.

      Mit oberschwäbischen Sicherheitsgrüßen
      Ritschi
      Ich denke, also bin ich.
    • Hallo,
      diesen Fall hatte ich auch einmal. Da ich wusste, wer der Regalhersteller war, habe ich alle Angaben, die ich irgendwo am Regal finden konnte, dem mitgeteilt und dieser konnte mir die erforderlichen Daten mitteilen. Versuche dich mit dem Hersteller in Verbindung zu setzen, der kann dir vielleicht helfen. Wenn du denn nicht kennst oder der kann dir nicht helfen, wird’s teuer.
      Naja, wie ist den der Stahlpreis gerade?

      Gruß

      Sven
    • Hoi!

      Schwerlastregale aus Metall ohne erforderliche Dokumentation vom Hersteller und ohne überhaupt den Hersteller zu kennen, sind in der Tat nur noch das Metall wert.
      Zwei Möglichkeiten gibt es:
      1. Der Unternehmer pfeift auf die Formalitäten und betreibt die Regale weiter (und kann nur hoffen, dass nie etwas passieren wird).
      2. Neue Regale.

      Gruß
      Andreas
    • Hallo zusammen,

      gestern und vorgestern war ich beim TÜV und habe mir eine neue Fachkunde für die DIN EN 15635 geholt.

      Eine Frage von mir war genau die, die hier gestellt wurde. Keine Dokumentation vorhanden, Hersteller nicht mehr greifbar.

      In der Vergangenheit habe ich es einmal per Statiker machen lassen. Also ein Regalstück zersägen, schauen, was ist für ein Profil verbaut, Statik anfertigen, Fachlast/Feldlast bestimmen, fertig. Das ist die sichere und teure Lösung.
      Die andere Möglichkeit: Regal quälen. Will heißen, man denkt sich eine spätere Belastung von 1 Tonne. Das Regal wird jetzt gleichmässig mit 2 Tonnen beladen und das Gewicht mind. 2 Tage stehen gelassen. Dann wird die entsprechende Belastung gecheckt. Die Formeln dazu stehen in der DIN oder BGR 234. Ist das ok und ist auch der Rest ok, wird das Spiel dokumentiert. Bilder, Zeugen, alles sauber aufschreiben.
      Damit habe ich dann ein Regal das für 1 Tonne gut ist.
      Dann kommt selbstredend der übliche Kram: Risiko, Gef.beurteilung, Betriebsanweisung, Unterweisung UND die normale Regalprüfung. Der Unternehmer ist in der Haftung. Er muß entscheiden, ob er das so machen will.


      Fertig ist es.

      Wie gesagt, Aussage direkt vom TÜV, ganz frisch und hier mitgeteilt von einem Kursteilnehmer.

      Hilft das?

      Tschau,
      der Waldmann
      .
      .
      .
      ... viele Grüße vom Waldmann.




      "Et kütt, wie et kütt."
      (kölsche Zuversicht)
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    • Ich würde hier Waldmann zustimmen.

      Es kann nicht sein, dass der Unternehmer das Risiko für eine von ihm und der Sifa nicht einschätzbare Gefährdung auf Letztere abwälzt.
      Dieses "Übertragen von Verantwortung" darf sich keine Sifa auflasten, dafür bekommt sie ja schließlich auch weniger Geld als der Chef.

      Wenn es viele gleiche Regale sind, dann müsste man eines als Muster statisch prüfen lassen und hätte dann Sicherheit.
      Bei vielen unterschiedlichen wird es schwierig.

      Wo wurden diese beschafft (BW)?
      Wende Dich dahin, und frag nach ob es dort nach Angaben / Unterlagen zu den Herstellern oder gar zu den Regalen selbst gibt.

      Auch eine Belastungsprobe, wie von Waldmann beschrieben, ist durch aus denkbar und gang und gäbe.
      Druckkessel werden z.B. auch so geprüft (mit Überlast) und vieles Andere auch.
      Mit wieviel Prozent Sicherheit und über welchen Zeitraum allerdings man Regale prüfen muss entzieht sich meiner Kenntnis.
      Ich würde aber am Ehesten auf Angaben aus der Normung tippen, die sich an die Hersteller von Regalen wendet.

      @Waldmann:
      Kannst Du den Rechtsbezug für Deine Angaben liefern?


      Gruß,
      H.
    • @ Horst

      Ich muß mal schauen, wie ich an den Dozenten rankomme. Hier hatte er noch eine Mail versprochen (Seminarunterlagen als Datei), dann habe ich ihn!

      Verschrotten? Warum? Ich würde testen, bricht das Ding zusammen, bleibt der Schrott. Beim Testen würde ich 3:1 arbeiten. Wenn das Regal 3 Teile tragen kann, dann ist es doch für 1 Teil immer gut.
      Bevor ich gekillt werde, der äußere Zustand muß natürlich topp sein. So haben doch schon unsere Urgroßväter geprüft.
      Unnnnnd: Dokumentieren.

      Tschau,
      der Waldmann
      .
      .
      .
      ... viele Grüße vom Waldmann.




      "Et kütt, wie et kütt."
      (kölsche Zuversicht)
    • @ Interessierte,

      leider findet niemand eine entsprechende Stelle, an der man das nachlesen kann. ?(


      Dieses Problemchen habe ich jetzt:

      1) meiner BG (=VBG) geschildert
      2) dem Amt für Arbeitsschutz (Bezirksregierung Düsseldorf, ich sitze in NRW)
      3) der BGHW (dort sitzen, laut meiner BG, die Cracks aller BG'n in Sachen Regale)

      geschildert.

      Meinen Handlungsstrang: Gefährdungsbeurteilung ---> dokumentierter Test ---> Praktische Nutzung mit höchstens 50% der Testlast ---> Prüfung des Regales als befähigte Person (DIN EN 15635) ---> Abnahme, wenn ok, entsprechend aufgeführt.


      Das Ergebnis: Alle Stellen haben diesen Vorgang so unterstrichen und die Machbarkeit unterstrichen.

      Die entsprechenden Ansprechpartner und die dazugehörigen Diensttelefonnummern habe ich und gebe sie gerne per PN weiter.

      Die BGHW wird im Fachgremium diesen Schritt entsprechend publizieren. Die aktuellen Informationsschriften sind schon fertig, die nächssten sollen ergänzt werden.


      Vielleicht ist ja jetzt damit eine "saubere" Möglichkeit gefunden, alte und gute Regale weiter zu nutzen. Damit meine ich funktionstüchtige Regale, die auch gem. der DIN geprüft wurden. 8o
      Also, so mache ich es und habe es jetzt auch schon bei einigen "alten" so gemacht. Komischerweise sagt einem soetwas kein Hersteller, klar die wolllen verkaufen.

      Sollte jemand in meinem Umfeld damit Probleme haben, hier kann ich sicherlich helfen. :14:



      Sonst bleibt nur die Verschrottung, der Neukauf oder eben die Anfertigung einer Statik, wobei hierbei auch das eine oder andere Profil zersägt wird.
      .
      .
      .
      ... viele Grüße vom Waldmann.




      "Et kütt, wie et kütt."
      (kölsche Zuversicht)
    • Hallo Waldmann!

      Der Unterschied zwischen idealen Vorstellungen und der Realität klaffen häufig sehr weit auseinander.
      Dein Handlungsstrang scheint mir vernünftig und praktikabel.
      Nutzung von 50 % der Testlast wäre mir etwas hoch. Dein Vorschlag im letzten Beitrag 1:3 gefällt mir besser. Tatsächlich wird die Belastung der Fächer ja geschätzt.
      ich hab neulich die Beladung eines Regals geschätzt, auch andere schätzen lassen. Da tauchen doch erhebliche Differenzen auf. Trotzdem alle sich etwas unter Stahlrohren vorstellen konnten und die Schätzung auf bekannten realistischen Daten beruhten.

      "Die BGHW wird im Fachgremium diesen Schritt entsprechend publizieren." Das interessiert mich brennend. Bitte um Meldung.

      Schöne Grüße
      Flügelschraube
      Messe Stuttgart
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    • Flügelschraube schrieb:

      Hallo Waldmann!

      Der Unterschied zwischen idealen Vorstellungen und der Realität klaffen häufig sehr weit auseinander.
      Dein Handlungsstrang scheint mir vernünftig und praktikabel.
      Nutzung von 50 % der Testlast wäre mir etwas hoch. Dein Vorschlag im letzten Beitrag 1:3 gefällt mir besser. Tatsächlich wird die Belastung der Fächer ja geschätzt.
      ich hab neulich die Beladung eines Regals geschätzt, auch andere schätzen lassen. Da tauchen doch erhebliche Differenzen auf. Trotzdem alle sich etwas unter Stahlrohren vorstellen konnten und die Schätzung auf bekannten realistischen Daten beruhten.

      "Die BGHW wird im Fachgremium diesen Schritt entsprechend publizieren." Das interessiert mich brennend. Bitte um Meldung.

      Schöne Grüße
      Flügelschraube


      Hallo Flügelschraube,

      klar ist ein Faktor von 3, besser als 2. Die 2 (also für mich 100%) habe ich in den Gesprächen mit eingebracht und diese Logik wurde unterstrichen.

      Wo habe ich das gemacht?
      Es gibt Regale, die stehen schon recht lange und gut. Die tägliche Benutzung von Fach- und Feldlast hat sich eingespielt. Irgendwie hat man "ein Gefühl" dafür. Damit meine ich, die Personen, die das Regal kennen. Hier werden bspw. IMMER Paletten mit einer Tonne reingesetzt. Das Regal hat keine Beschädigungen, Anfahrschutz und Co. ist vorhanden. Es arbeitet ein wenig dynamisch. D.h., kleine Biegungen, bei Belastung, sind im Rahmen der Norm und gehen nach Entlastung wieder zurück. Ich habe eben nur nichts vom Hersteller. Den kenne ich ncht. Ich kenne auch keine Daten. Das ist dann der Punkt, an dem man ansetzen kann.
      Regal für die Nutzung durch dritte sperren. Prüflast von zwei Tonnen (eben das Doppelte) reinsetzen, schön laaaaangsam. Was passiert? 1m Wasserwaage (sagt die Norm) ansetzen. Am besten mehrere mit Magnet. Wer hat, digitale mit Neigungssensor. Die bleiben schön kleben. Fotos in Nahaufnahme machen. Hierbei die Wasserwaagen in Groß zeigen. Verbiegungen? Falls ja, wie groß? Das Maß dokumentieren. Jetzt das Ganze eine Woche ruhen lassen. Dabei das Regal abgesperrt lassen. Zeugen? Danach wieder checken. Alles ok? Dann ist diese Dokumentation jetzt ein Teil für meine Regalprüfung. Da ich keine Herstellerangaben habe, nehme ich diese Dokumentation und mache mir daraus Fach- und Feldlast.

      Fertig.

      Wie gesagt, für mich ok. Für den beschriebenen Personenkreis auch. Damit habe ich kein Patentrezept erfunden. Hier haben sicherlich andere das auch schon so gemacht haben.

      Nur, jeder macht ein Riesengeheimnis aus der Sache. Kein Hersteller hilft einem, klar, der will NEU verkaufen. Und die tollen Regalprüfer, die irgendwann einmal einen Zettel gemacht haben und den jetzt vergolden, verraten auch nichts. Da will sich keiner ein Geschäft kaputt machen.


      Den "Crack" von der BG kriege ich namentlich auswendig nicht hin (Alters-Alzheimer) :thumbsup: , wenn ich am Montag im Büro bin habe ich meine Gesprächsnotizen. Dann kann ich dir gerne eine PN mit den Telefonnummern und dem Namen senden.


      Hier sind schon allgemeine, gute Info's: bghw.de/praevention/veranstalt…%20Regalpruefung.pdf/view
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      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Waldmann ()

    • moin zusammen .
      Im rahmen meines jährlichen bildungschecks des landes habe ich mich letzte woche zur befähigten person für regalanlagen usw. " ausbilden" lassen ....
      ich muss sagen : war sehr informativ und ich kann es jeden nur raten,sich das mal angetan zuhaben ....

      was aber auch, hier gleich war : keiner wollte mit der sprache raus , was ich mit guten regalen machen soll, wo ich keine doku zuhabe ?! ....
      unser dozent vertrat die meinung : keine bedienungsanleitung dann keine prüfung ....neues kaufen ....
      geht aber leider nicht immer so , gerade bei größeren Regalen ...

      angesprochen auf eigene Belastungstest um daten zubekommen ... wich er den fragen aus :)

      um es dann in sifa sprache zu sagen : alles etwas SCHWIERG .-)

      das wichtigste in kürze findet man auch hier : medien-e.bghw.de/bge/pdf/sp_15.pdf
    • Moin powertrain,

      genau das ist der Punkt. Jeder möchte natürlich auf irgendeinen § zeigen und sagen "guckst du". Das das im natürlichen Leben nicht so einfach ist zeigt genau diese Problematik.

      Ich habe bislang mehrere von diesen Sorgenkindern untersucht. Schema wie weiter oben beschrieben. Das setzt natürlich auch ein gewisses feeling voraus, aber so geht es und keine Institution hat es bislang abgemeckert.
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      ... viele Grüße vom Waldmann.




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    • :D schlecht schein das ja auch nicht zu sein ... aber rein subjetiv betrachet : wenn ich 400 regale prüfen muss ok , macht das sinn... dann aber bitte auch für andere OS

      es war nur zu lustig ... und als ich mit der prüfliste aus dem einem spitzen sifa board kam musste der dozent erstmal gucken :) aber hauptsache er bekam keine provision 8)
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    • Siehst du,
      alle kochen nur mit Wasser.

      Das Thema mit fehlenden Unterlagen scheint irgendwie eine Mega-Grauzone zu sein. Keiner will was exaktes sagen. Bislang habe ich zu meinem Weg nur positives gehört, von der BG, der Regalfachstelle, dem TÜV und den Staatsdienern.
      Interessant wird es sicherlich wenns kracht. Deshalb den Prüfbericht immer schön sauber machen und mit Fotos dokumentieren und als Selbstschutz einen unterschriebenen Bericht (vom Betreiber) abheften.

      Munter bleiben.
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      ... viele Grüße vom Waldmann.




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