Jobangebot als SiFa

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  • Hallo zusammen,

    ich brauche mal euren Rat bezüglich eines Jobangebots.

    Ich werde nächste Woche meinen ersten Arbeitsvertrag als SiFa erhalten. Ich habe selbst nie als Sifa gearbeitet, habe erst vor kurzem meine Weiterbildung als Sifa 3.0 erfolgreich abgeschlossen.

    Die Stelle:

    Externer Sifa in der Bau- und Energiebranche. Deutschlandweit tätig auf Montage

    Angaben zu meinen Aufgaben:

    Beratung und Unterstützung verschiedener Ansprechpartner bei organisatorischen und betrieblichen Fragestellungen

    • Analyse bestehender Abläufe sowie Identifikation möglicher Risiken und Verbesserungspotenziale
    • Entwicklung und Begleitung geeigneter Maßnahmen zur Optimierung von Prozessen und Arbeitsbedingungen
    • Überprüfung der Umsetzung interner Vorgaben und vereinbarter Standards
    • Dokumentation und Nachverfolgung relevanter Maßnahmen und Arbeitsschritte
    • Abstimmung und Zusammenarbeit mit internen sowie externen Beteiligten
    • Koordination von Aktivitäten und Schnittstellen an unterschiedlichen Standorten
    • Unterstützung bei der Sicherstellung strukturierter und reibungsloser Abläufe
    • Kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Prozesse und Vorgehensweisen

    Jahresgehalt: 52000 p.a.

    Ich bin wie gesagt frisch als SiFa ausbebildet. Habe vorher in einem anderen Berufsfeld gearbeitet. Wie seht ihr diese Position? Hat da jemand Erfahrung mit? Würdet ihr mir diese Stelle als Anfänger empfehlen?

    Vor allem stellt sich mir die Frage der Verantwortung und Weisungsbefugnis. Ich bin als SiFa eingestellt, nicht als SiGeKo, allerdings soll ich bei der Koordination von Fremdfirmen mithelfen. Ich habe diesbezüglich etwas Sorge, was die Haftung angeht. Auf was sollte ich in meinem Arbeitsvertrag achten?

    Vielen Dank für die Hilfe

    LG

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  • Moin.

    Gleich vorneweg... Als "junge FASI" aufm Bau, deutschlandweit und dann noch extern? Ich bezeichne das jetzt mal als "anspruchsvoll" und "aufreibend".

    Zu der Jobbeschreibung: Ja... das ist der Job der FASI... allerdings überall. So konkret steht da nix.

    Aus welcher Branche kommst du? Das was die als Energiedienstleister abrufen (wollen) ist anspruchsvoll.

    Ich war eine Zeit beim DVGW und hab Energiedienstleister (allerdings hier Stadtwerke usw.) in BaWü betreut.... Die rufen VIEL ab. Tiefbau (Gruben, Gräben, Baumaschinen) die komplette Energieversorgung (Strom, Wasser- und Gasleitungen (und das ist nicht ohne!!), Arbeiten in der Höhe,. Und wenns "gut" läuft geht das sogar noch in den Offshore Bereich.... Du musst da schon ein wirklich gut ausgebildeter Allrounder sein um das alles zu machen.

    Und die Baubranche ist eine Welt für sich... da geht es ruppig zu. Und vor allem viel mit (bitte nich falsch verstehen) sprach- und materieunkundigen. Teils ist es denen VÖLLIG egal was du da alles so schön vorschlägst. Das muss man abkönnen. Und aufm Bau "knallts" auch mal ganz gerne (sprich Unfälle) und dann muss sich die FASI viele blöde Fragen anhören.

    Ich hab einige Zeit im Deutschlandweiten Außendienst gearbeitet (als FASI und Auditor)... das ist aufreibend; du wohnst quasi auf der Straße. Das muss man wissen, wollen und können.

    Mir hat man damals auch versprochen Tätigkeitsprofil ist der Rheingraben (da komme ich her), und ich wäre Herr über meine eigene Zeit und hätte auch genug Zeit für meine Familie... Irgendwie hatten wir und der Arbeitgeber ein unterschiedliches geografieverständnis. Ich war in GANZ Bawü unterwegs... und musste oftmals mindestens acht Stunden dort sein. 2Std hin, 8Std vor Ort, 2Std zurück... Merkste selber. Oder halt dann Hotel. Und das über die ganze Woche. Mit zwei Kindern auf Dauer nicht machbar.

    Und noch zum Gehalt... Wenn mir jemand für den Job (Deutschlandweit, extern, die ganze Woche unterwegs, viele Fachkunde nötig) 52 bieten würde, würde ich ihn auslachen.. (sorry wenn das großkotzig rüberkommt, aber das ist meiner Meinung nach unterbezahlt). Als FASI etwas "angenehmeres" in der Nähe und auf deinem Fachgebiet.

    Mein Tipp: Finger weg, such dir was in der Nähe und fang als FASI langsam in dem Bereich den du kennst an.

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    Irgendwann gehe ich zur BG und lasse mir den Arbeitsschutz als Berufskrankheit anerkennen...

    Wisst ihr was das Schlimmste ist? Wenn nicht.. .klickt hier ....

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    Mike

    Einmal editiert, zuletzt von Mike144 (21. September 2026 um 08:39) aus folgendem Grund: Satz ergänzt... hatte ich "vergessen".

  • Ich bin wie gesagt frisch als SiFa ausbebildet.

    Welche Branchenspezifik hast Du? Ich lese da VBG, das würde ja nicht unbedingt zu Bau- und Energiebranche passen.

    Hast Du Erfahrungen in der Branche?

    Ich würde auf jeden Fall auf eine strukturierte, von einer erfahrenen Fachkraft begleitete, Einarbeitung bestehen und das schriftlich vorliegen haben. Zeitumfang, mindestens ein halbes Jahr und selbst da, wirst Du nur einen Bruchteil lernen können von dem, was hinter dem Job steckt.

    Zur besseren Lesbarkeit verwende ich in meinen Beiträgen das generische Maskulinum. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

    Nee, ich zeige jetzt immer auf Axel. Was der nicht weiß, ist nicht relevant. 8) (ThiloN)

  • Hallo danke für die Rückmeldungen.

    Komme selbst aus dem naturwissenschaftlichen Bereich. Eine umfassende Einarbeitung soll es durch einen Mentor/HSE-Team vor Ort geben. Ich selbst habe wie gesagt keinerlei Erfahrung in der Bau/Energiebranche, sehe das aber als Möglichkeit an viel Erfahrung zu sammeln. Bedenken habe ich natürlich auch wegen der Montage (Familie/Freunde) sind in der Heimat.

    Weiteres Problem. Ich bin nicht ganz schwindelfrei.

    Also eher ablehnen und weitersuchen?, wie ist denn allgemein der Arbeitsmarkt für SiFa. Ich bin jetzt knapp 9 Monate arbeitslos und habe ich halt sehr gefreut über das Jobangebot.

    Einmal editiert, zuletzt von Galagan (21. September 2026 um 08:34)

  • Moin. Nochmals ich.

    Kurz und schmerzlos: FINGER WEG! Das kann nur nach hinten losgehen.

    Noch zur Ergänzung: Familie und (bitte nicht falsch verstehen) Ausbildung bei der VBG....

    Selbst bei einem "halben Jahr Einarbeitung".... Ich hab über ein Jahr Tiefbau gemacht, bis ich einigermaßen die grobe Richtung raus hatte. Und da war ich schon fünf Jahre FASI BGHM und hab dort auch Bau von Holzhäusern, Schreinerei und VIEL Metallbau (Industriehallenbau usw.)

    Als ich dann zum DVGW kam hat ich nochmal sechs Monate gebraucht um einigermaßen zu kapieren was da so abläuft (und da war ich schon FASI ETEM und Bau und hab das länger gemacht).

    Und auch zum Thema Außendienst... das muss man können und wollen. Die ganze Woche unterwegs schlaucht. Haben die dir was dazu gesagt wie und wann du "unterwegs" bist? Wenns dumm läuft hast du Freitag morgen eine Baustelle in Hannover und musst dann mittags noch 400km heimfahren.... WENN es gut läuft. Und am Montag musst du zur Baustelleneinrichtung in München sein.... sprich um 06:00 Uhr...

    Vielleicht noch eins: Schau dir mal die Beiträge zu "Haftung Externe FASI" an... Du weißt selber dass du weder Erfahrung noch die nachweisbare Fachkunde hast... Wenn da was passiert hängen die dich (auch zurecht) auf.

    Ich wäre gespannt zu hören wie das er Arbeitgeber "regelt" da er weiß dass du das eigentlich nicht "darfst" (Branchenfachkunde). Der begiebt sich da auch auf SEHR dünnes Eis.

    Nochmal: Finger weg. Das ist was für Erfahrene Leute.

    Aus welcher Region kommst du? Hier im Freiburger Raum suchen die immer wieder FASI aus dem Bereich Pharma. und die sind GUT bezahlt.

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    Irgendwann gehe ich zur BG und lasse mir den Arbeitsschutz als Berufskrankheit anerkennen...

    Wisst ihr was das Schlimmste ist? Wenn nicht.. .klickt hier ....

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    Mike

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  • Kurz und schmerzlos: FINGER WEG! Das kann nur nach hinten losgehen.

    Noch zur Ergänzung: Familie und (bitte nicht falsch verstehen) Ausbildung bei der VBG....

    Sehe ich auch so. Die VBG umfasst recht viele Gebiete, in etwa ÖPNV/Bahnen ist einiges zu Elektrosicherheit und Baustellenabsicherung (beides eine Wissenschaft für sich) drin, große Energieanlagen sind davon jedoch weit entfernt.

    Wenn dann noch mit einem schmucken Dienstwagen gelockt wird und ggf. das eine Prozent noch von den 52k abgeht, wird es finanziell schon bitter. Schau mal auf den Listenpreis einer mittelprächtig ausgestatteten C-Klasse oder vergleichbarem.

    Wenn der Kaiser nackt aussieht, dann ist der Kaiser auch nackt.

  • mit einem schmucken Dienstwagen gelockt wird

    Das ist was, was mich stutzig machen würde.

    Aus Erfahrung: Wenn Dir die Firma freiwillig einen Dienstwagen aufdrängt, wirst Du in dem Ding wohnen.
    WIe Mike schon schrieb, kann es sein, daß Du Abends im Norden bist und morgens im Süden. "Dafür haben Sie doch den Dienstwagen!"
    Analog mit Telefon und PC. Das führt oft dazu, daß 24/7-Erreichbarkeit geleistet wird.

    Eine ehrliche Arbeitszeiterfassung wird dann unter Umständen auch rausfallen.

    Ich will es nicht schlechtreden. Bei solchen Punkten werde ich inzwischen allerdings nachdenklich und stelle dann Fragen.

    Thema Steuern: Schau auch auf die Frage nach dem Dienstsitz. Die Kilometer zwischen Zuhause und Büro gehen auch noch mit rein, wenn ich mich recht erinnere.

    Gruß

    Thilo

    "...denn bei mir liegen Sie richtig!" - Günther Jerschke für den Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaft

    "Wenn man es dürfte, müsste man den §13 ArbSchG in eine Holzplatte prägen und mit den Führungskräften so lange Zwergenschach spielen, bis die es verstanden hätten." - Sprengteufelin

    "It's better to look at it than for it." - "Haben ist besser als brauchen."

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  • Ein richtiges Büro habe ich nicht.

    Wichtig für die Steuer ist, daß dann auch wirklich die Heimatadresse als Dienstsitz drinsteht und ggf. noch ein Telearbeitsplatz dokumentiert ist.

    Meine Frau hatte damals auch Fahrtenbuch geführt und konnte dem Finanzamt zusätzlich belegen, daß von ihren 120 Tkm pa nicht mal 1% privat war. Damit wurde es dann nochmal weniger...
    Aber das nur am Rande.

    Generell: Lass Dich nicht verunsichern, aber halte die Augen auf.
    Wenn Du von Deiner Firma ungefragt irgendwelche Leistungen bekommst, hat das einen Grund.

    Gruß

    Thilo

    "...denn bei mir liegen Sie richtig!" - Günther Jerschke für den Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaft

    "Wenn man es dürfte, müsste man den §13 ArbSchG in eine Holzplatte prägen und mit den Führungskräften so lange Zwergenschach spielen, bis die es verstanden hätten." - Sprengteufelin

    "It's better to look at it than for it." - "Haben ist besser als brauchen."

  • Hallo Galagan,

    ich bin zwar schon im Ruhestand, hatte aber meine erste Stelle als "Jungingenieur" im Rohrleitungsbau auf Baustellen - war schon herausfordernd. Wobei die primäre Aufgabe der administrative Strahlenschutz war in dem ich ausreichend kompetent war - zumal das Studium mit entsprechenden Tätigkeiten finanziert wurde. "Und dann machen Sie halt noch das bisschen Arbeitssicherheit mit . . " Letztendlich habe ich dann die Sifa-Ausbildung absolviert und bin dabei geblieben. Ein Spruch von mit habe ich noch nach einem Baustellenbesuch (ca. 35 Monteure incl. Obermonteur auf einem Kohlekraftwerk in Erinnerung: "Womit pflegt ihr denn eure Helme? Sehen ja alle wie neu" Dem Obermonteur gefror das Grinsen im Gesicht.

    Man kann sich durchbeißen - kommt auf die persönliche Struktur an. Du wirst jeden Tag mit Fragen nach Hause kommen und bei konstruktiver Eigenstruktur diese auch abarbeiten. Ggf. ist da heute das Internet hilfreich - aber letztendlich müssen die Angaben verifiziert werden

    Ich vermute mal, dass du bei einem Dienstleiter anfangen würdest und auch Windenergieanlagen dabei hast ("nicht schwindelfrei") - in der Summe ist mein Tipp: Suche dir eine bessere Einstiegsstelle als Sifa, insbesondere so, dass du mit Kollegen/-innen dich auch austauschen kannst - das Lernen hört nie auf! Wie auch von anderen angeführt empfinde ich das Jahresentgelt so am unteren Level- womöglich fährst du noch mit eigenem PKW...

    VG

    Uwe

  • Moin aus dem hohen Norden,

    versuchs mal bei uns. Wir bauen gerade eine Truppe in NRW auf.

    Werden Sie Teil unseres Teams | FKC CONSULT GmbH

    Vielleicht hast ja Glück.

    Gruß XX_SiFa

    "Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu Handeln: Erstens durch Nachdenken, das ist der Edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist der Leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der Bitterste."

    (Konfuzius, 551 v.Ch.- 479 v.Chr.)


    Fach|kraft für Ar|beits|si|cher|heit Substantiv, feminin – [die]

    Jemand, der ein Problem, von dem du nicht wusstest, dass du es hast, auf eine Art und Weise löst, die du nicht verstehst.

    (Siehe auch: Zauberer, Magier)

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  • Moin zusammen,


    ich komme aus Leer Ostfriesland und werde zum 30.10.26 die Ausbildung zur Sifa 3.0 starten und würde mich natürlich freuen wenn es in meinem näheren Umkreis ebenfalls Personen gibt oder aber gäbe die auch in diesem Bereich starten oder aber schon fundiere Erfahrungen haben.

    Ich komme aus der Logistik und bin 45 Jahre jung.

    Diese Plattform wurde mir von einem zukünftigen Arbeitskollegen empfohlen.

    LG aus Ostfriesland

    Jens