Feuerwehr noch zum Brandmeldealarm?

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  • Hallo zusammen,

    in einem Newsletter hat die BF München die Frage aufgeworfen, ob die Feuerwehr noch zu einem Brandmeldealarm fahren sollte. Dieser Newsletter sorgt aktuell in Feuerwehrkreisen für umfassende Diskussionen. Diese Diskussionen sind nicht neu und in bestimmten Ländern bzw. Städten ist man auch schon weiter. In London fährt z.B. die Feuerwehr in der Zeit von 07 bis 20 oder 21 Uhr zu keinem Brandmeldealarm mehr. Ausgenommen davon sind nur bestimmte Einrichtungen wie Schulen etc.

    Wie ist eure Meinung dazu? Bearbeitung von einem Brandmeldealarm durch BSH und BSB?

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  • Moin,

    wer soll denn sonst dahin? Andernfalls sind die Anlagen mit einer Aufschaltung obsolet.

    Der kritischste Fall ist doch, wenn die BMA piept, es wirklich brennt, erst Betriebsart PM und dann die Feuerwehr viel zu spät alarmiert wird.

    Aus meiner Sicht ist dies eine - leidige - aber regelhafte Aufgabe der Feuerwehren, zu BMA Alarmen zu fahren. Es geht neben der Personenrettung auch immer um die Sachschadensbegrenzung.

    Viel mehr muss der Druck auf Betreiber von schlechten Brandmeldeanlagen erhöht werden. Die Betriebsart PM ist nicht ohne Grund heute kaum noch anzutreffen. Die Feuerwehr ist auch hier nur das letzte Glied in der Kette. Die Anforderung einer BMA in einem Gebäude ist heute derart Niederschwellig. Es ist das baurechtliche Kompensationsmittel der Wahl, bei kleinsten Abweichungen. Mehr Mut in den Baubehörden, weniger Gürtel und Hosenträger, so werden es weniger Anlagen und weniger Alarmierungen.

    Das die Feuerwehr nicht mehr hinfährt, ist das falscheste Ende zum Anfangen.

    Beste Grüße

    J.H.J

  • Hallo,

    wer soll denn sonst dahin? Andernfalls sind die Anlagen mit einer Aufschaltung obsolet.

    Die betrieblichen Brandschutzkräfte. Ich finde diese Diskussion, die da von der BF München angestoßen wurde, nicht uninteressant. Meiner Meinung nach ist es auch kein Untergang des Abendlandes, wenn die Feuerwehr zu bestimmten Zeiten und Objekten keine ausgelöste BMA anfährt. Das es wohl funktioniert, zeigen doch Beispiele wie London. Im übrigen in Ländern wie in den Niederlanden, haben solche Einsätze auch keine Prio 1....gut, Gasaustritt usw. auch nicht.

    Gruß Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

  • Bearbeitung von einem Brandmeldealarm durch BSH und BSB?

    Nicht jeder Betrieb mit Brandmeldeanlage hat einen internen BSB und dieser muss auch nicht immer vor Ort sein, somit fällt der schon einmal weg.

    Wie bekommt der BSH von dem Alarm Kenntnis? Es gibt in vielen Betrieben Bereiche, in denen wenige bis keine Personen unterwegs sind, wenn es dort zu einem Brandalarm kommt stellt sich auch die Frage, wer wird denn da intern alarmiert und was sind seine Möglichkeiten? Der Laienhelfer (BSH) dürfte schnell an seine Grenzen kommen, was die Bewertung eines Alarmes angeht und wenn es um einen Brand geht, geht mit dieser Vorgehensweise wertvolle Zeit verloren.

    wer soll denn sonst dahin? Andernfalls sind die Anlagen mit einer Aufschaltung obsolet.

    Das sehe ich genau so. Wozu eine solche Anlage, wenn dann niemand kommt.

    Ja Fehlalarme sind ärgerlich und binden Rettungskräfte. Beim e-call wird von bis zu 90% Fehlalarmen geschrieben, ohne dass da entsprechende Forderungen gestellt werden.

    Zur besseren Lesbarkeit verwende ich in meinen Beiträgen das generische Maskulinum. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

    Nee, ich zeige jetzt immer auf Axel. Was der nicht weiß, ist nicht relevant. 8) (ThiloN)

  • Hallo,

    Ja Fehlalarme sind ärgerlich und binden Rettungskräfte. Beim e-call wird von bis zu 90% Fehlalarmen geschrieben, ohne dass da entsprechende Forderungen gestellt werden.

    Ja, wird auch noch kommen. Die "fetten" Jahre bzw. Jahrzehnte mit vielen Mitgliedern -ob ehren- oder hauptamtlich- sind vorbei. Mich verwundern solche Entwicklungen daher nicht, da solche Einsätze (auch BMA, Rauchwarnmelder) vieles unnötig binden. Eine ähnliche Entwicklung sieht man doch im Gesundheitswesen, sei es Notaufnahme im Krankenhaus oder beim Rettungsdienst. Wo zu viele Fälle die gar keine Notfälle sind, die Systeme an den Rand des Zusammenbruch führen.

    Gut, bezogen auf die Feuerwehren könnte man natürlich mal selbstkritisch die Frage stellen, ob man zu jedem brennenden Hühnerstall mit einem Löschzug fahren muss....oder ob die Zeiten eines klassischen Löschzuges nicht einfach vorbei sind.

    Gruß Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

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  • Was ich mitbekommen habe durch Hörensagen ist das in Unterkünfte für bestimmte Personengruppen mehrmals täglich vorkommen.
    Ursache meist falsches Verhalten der Bewohner. ( Aber deswegen leider auch immer wieder echte Brände).
    Da kann ich den Frust verstehen .

    Ursache sollte da an Wurzel bekämpft werden…. Verhalten Bewohner….

    Oder gibt es nicht Modelle, wo ein Verantwortlicher den Alarm bestätigt?

    Schu-huu-le

    sagt die Eule01

    „Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwende ich das generische Femininum. Diese Formulierungen umfassen gleichermaßen alle Personen; alle sind damit selbstverständlich gleichberechtigt angesprochen und mitgemeint.“

    Omnia rerum principia parva sunt. [Der Ursprung aller Dinge ist klein.] (Cicero)

  • Hallo,

    Was ich mitbekommen habe durch Hörensagen ist das in Unterkünfte für bestimmte Personengruppen mehrmals täglich vorkommen.
    Ursache meist falsches Verhalten der Bewohner. ( Aber deswegen leider auch immer wieder echte Brände).
    Da kann ich den Frust verstehen .

    Ursache sollte da an Wurzel bekämpft werden…. Verhalten Bewohner….

    Oder gibt es nicht Modelle, wo ein Verantwortlicher den Alarm bestätigt?

    Ja oder man beauftragt eine Dienstleistungsfeuerwehr, wie man es in Gießen damals gemacht hat. Da hat man eine Staffel und Löschfahrzeug über einen Dienstleister bezogen. Zur Erinnerung: Dienstleistungsfeuerwehr soll FF und BF entlasten - Brandschutz - SIFABOARD

    Gruß Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

  • Wenn´s bei der örtlichen Gasfüllanlage Alarm gibt oder im Möbelhaus oder in einem Lager das direkt an Wohngebiete grenzt wird es interessant werden, wie entschieden wurde wohin man fährt. Oder wir machen back to the roots und stellen wieder Nachtwächter ein die im Alarmfall anrufen.

    *IroAN* Oder wir machen in Anlehnung zu Fahrenheit 451das so, dass die Feuerwehr bei Fehlalarm was anstecken darf um es dann zu löschen. *IroAus*

    Aber mal abgesehen von der fehlenden Verfügbarkeit bei Fehlalarmen. Die Kosten werden doch dem Verursacher in Rechnung gestellt, glaube ich mal. Und wenn nicht sollte man dies mit entsprechendem Aufschlag z.B. Faktor 10 oder höher, so tun.

    Halte ich für besser als einfach nicht zu erscheinen.

    Keine Demonstration verändert die Welt.

    Es ist die unpopuläre und stille Eigenverantwortung im Handeln jedes Einzelnen, die eine Wandlung in Bewegung setzt.:evil::saint:

  • Das läuft dann wie in dem Kinderlied:

    Alarm, Alarm, doch die Feuerwehr kam und kam und kam nicht.
    Alarm, Alarm, doch die Feuerwehr kam und kam und kam nicht.

    In einen Gitterzaun hat Markus Braun
    sein Kopf gesteckt, der Kopf steckt fest.
    Er zippelt und er zappelt, um sich bloß zu befrein.
    Das hilft doch nicht! Er kann nur schrei'n:

    Alarm, Alarm, doch die Feuerwehr kam und kam und kam nicht.
    Alarm, Alarm, doch die Feuerwehr kam und kam und kam nicht.

    Die Mutter weint, ?mein armes Kind,
    warum hast du mir das bloß angetan?
    Oh warte, wenn dein Vater von der Arbeit wiederkommt.
    Um Gottes Will'n!?, und sie beginnt zu brüll'n:

    Alarm, Alarm, doch die Feuerwehr kam und kam und kam nicht.
    Alarm, Alarm, doch die Feuerwehr kam und kam und kam nicht.

    "Igitt, igitt, was machst du in dem Gitter",
    fragt sein Bruder Frank schadenfroh.
    "Du, ich hätte eine Bitte, falls du immer in dem Gitter bleibst:
    dein Spielzeugkram, kann ich den ha'm??

    "Das ist nicht komisch, Frank", sagt die Mutter,
    Und wo bleibt bloß die Feuerwehr??
    Stunden vergeh'n, Leute bleiben steh'n,
    alle mit Rat und Tat für Markus Braun.
    Es wird gezogen, wird geschoben und gehoben, und zum Schluss
    ist es ein ganzer Chor, der schreien muss:

    Alarm, Alarm, doch die Feuerwehr kam und kam und kam nicht.
    Alarm, Alarm, doch die Feuerwehr kam und kam und kam nicht.

    Es ist schon nach acht, bald wird es Nacht.
    Um Markus wird es dunkel rings herum.
    Der Frank sagt: "Mama, soll ich seinen Pyjama hol'n,
    dass er schlafen geht, denn es ist schon spät?"

    "Das ist nicht komisch, Frank", sagt die Mutter,
    Und wo bleibt bloß die Feuerwehr??

    Tatü Tata, ja die Feuerwehr kommt, sie kommt, sie kommt, na endlich.
    Tatü Tata, ja die Feuerwehr kommt, sie kommt, sie kommt, na endlich.

    Und der Feuerwehrmann, so schnell er kann,
    er befreit den Markus Braun und sagt ihm dann:
    "Ich hätte eine Bitte, lass das bitte mit dem Gitter sein?"
    Der Markus nickt, und alle stimmen ein:

    Hurra Hurra, denn die Feuerwehr kam, sie kam, sie kam, na endlich.
    Hurra Hurra, denn die Feuerwehr kam, sie kam, sie kam, na endlich.

    "Arbeitsschutz lebt nicht von Gesetzen, Normen und Vorgaben alleine - sondern von Menschen, die diesen ernst nehmen." Carsten Magiera

    "Nur §31 JArbSchG regelt das Züchtigungsverbot. Das heißt, alle anderen darf man hauen." ThiloN

    "Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an." Guudsje

    "...wenn Führungskräfte diesbezüglich auf ihre Eignung untersucht werden würden, dann würden ganze Hierarchieebenen wegfallen..." MichaelD

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  • Symptome - Krankheit - Ursache ... Die Feuerwehr möchte doch nur das Symptom behandeln, die Ursache liegt doch viel weiter vorne. abgesehen davon hat die Feuerwehr auch noch Möglichkeiten ... Alarm und Ausrückeordnung ... etc.

    Beste Grüße

    J.H.J

  • Hallo,

    Symptome - Krankheit - Ursache ... Die Feuerwehr möchte doch nur das Symptom behandeln, die Ursache liegt doch viel weiter vorne. abgesehen davon hat die Feuerwehr auch noch Möglichkeiten ... Alarm und Ausrückeordnung ... etc.

    Neija, warum geht man dann nicht vielerorts an die AAO und meint immer noch, man muss zu jedem Unsinn Weltalarm auslösen? Auf der anderen Seite beklagt man sich dann über hohe Belastungen, Arbeitgeber die nicht mehr freistellen wollen usw.

    Gruß Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

  • Hallo,

    Aber mal abgesehen von der fehlenden Verfügbarkeit bei Fehlalarmen. Die Kosten werden doch dem Verursacher in Rechnung gestellt, glaube ich mal. Und wenn nicht sollte man dies mit entsprechendem Aufschlag z.B. Faktor 10 oder höher, so tun.

    Halte ich für besser als einfach nicht zu erscheinen.

    Das ändert ja aber nicht wirklich was an der Problematik. Zudem gibt es auch rechtliche Grenzen, die Zeiten in denen man einfach einen Bescheid einer Behörde akzeptiert sind auch vorbei.

    Ich finde eine solche Lösung gar nicht mal so schlecht. Würde auch mal die Unternehmen in die Pflicht nehmen, ihre Hausaufgaben zu machen und BSH usw. nicht nur auf dem Papier zu haben. Und ja, es funktioniert. Zufälligerweise hat ich erst am Freitag einen solchen BMA-Alarm, ganz ohne Feuerwehr.....

    Gruß Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

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  • Wenn die interne Brandschutzorganisation passt (kenne da auch Betriebe, in denen diese Lösung praktiziert wird und funktioniert), spricht nichts dagegen, dass zuerst entsprechend geschulte betriebsinterne Kräfte die Erkundung übernehmen und diese nur bei Bedarf anschließend die Feuerwehr alarmieren. Im Hinblick allein auf die Kosten für eine Aufschaltung auf z.B. die ILS (Integrierte Leitstelle, diese alarmiert die Feuerwehr) in Bayern könnte sich das für Betriebe bereits auch finanziell lohnen.

  • Wieder eine spannende Diskussion: Aufgrund der aktuellen Zeiten kann ich so eine Denkweise durchaus verstehen (keine Ehrenamtlichen mehr, nichts der Gesellschaft zurückgeben wollen - Freiwilligkeit läuft nicht wie erhofft, ... die Gründe sind so vielfältig wie unsere heutige Gesellschaft).

    Ich kann auch verstehen, dass man die Firmen wieder mehr in die Verantwortung bringen möchte... aber auch die Firmen haben mit den gleichen Themen zu tun. Früher war "hemdsärmlig rangehen" und "ich mach gerade mal" angesagt und üblich... die Zeiten sind vorbei... heute kommt oft von oben: "... ne, das kann ich den Mitarbeitern nicht zumuten, dass sie ihren eigenen Kabelsalat unter dem Schreibtisch alleine ordnen... da muss jemand vom Facility Management kommen und das Kabel verstauen..." oder auch ganz gut:"... ich kann als Ersthelfer nicht einmal in 3 Monaten herumgehen und schauen, ob die Versiegelung am Erste-Hilfe-Kasten gebrochen ist... das muss jemand anderes machen..."

    Beste Grüße aus Mainz

    E.weline

    Versicherung der Unsicherheit ist Sicherheit.

    Hanspeter Rigs (*1955), Dr. phil., deutscher Philosoph und Aphoristiker

  • Naja, wenn mein Chef mich dafür bezahlen möchte, dass ich den Hof fege, geh ich auch raus und fege den Hof.
    Er darf sich aber nicht im gleichen Atemzug beschweren, dass ich nicht dazu komme, meine eigentlich Arbeit zu machen.
    Genau da seh ich das Problem: "Bitte mach doch dies und das noch, aber ne, liegenbleiben darf das nicht!"
    Oder noch besser:
    Eine Führungskraft etwas höher angesetzt ging durch die Produktion, fuhr den Mitarbeiter an, dass er doch keine Getränke am ArbPlatz haben darf [wegen GefStoffe] und fragte im gleichen Satz "Ach, nebenbei: wollen Sie nicht Ersthelfer werden?"
    Da hätt ich fast ein Schleudertrauma vom Kopfschütteln bekommen.

    "Arbeitsschutz lebt nicht von Gesetzen, Normen und Vorgaben alleine - sondern von Menschen, die diesen ernst nehmen." Carsten Magiera

    "Nur §31 JArbSchG regelt das Züchtigungsverbot. Das heißt, alle anderen darf man hauen." ThiloN

    "Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an." Guudsje

    "...wenn Führungskräfte diesbezüglich auf ihre Eignung untersucht werden würden, dann würden ganze Hierarchieebenen wegfallen..." MichaelD

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  • "... ne, das kann ich den Mitarbeitern nicht zumuten, dass sie ihren eigenen Kabelsalat unter dem Schreibtisch alleine ordnen... da muss jemand vom Facility Management kommen und das Kabel verstauen..."

    So einfach ist das bei Euch?

    Bei uns geht das so: Das Kabel für die Schreibtischlampe muss von der Haustechnik verlegt werden. Alles was mit Computern zu tun hat, wird von der IT verlegt und das Telefonkabel muss der externe Telefondienstleister verlegen. Schließlich benötigt man für so ein komplexes Thema entsprechende Fachkräfte. Mit der Elektroprüfung nach DGUV Vorschrift 3 (bzw. bei uns 4), dann das gleiche Spiel noch einmal.

    Wenn man als Nutzer somit ein solches Kabelgewirr unter dem Schreibtisch vorfindet, darf man erst einmal 3 Tickets schreiben und dann abwarten, ob sich jemand bewegt. Wenn man dann als Nutzer nicht aufpasst und die Kabelfachkraft entsprechend einweist, kann es passieren, dass selbige nicht bemerkt, dass man hier einen elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch hat und somit auf entsprechend großzügige Kabelverlegung achten muss.

    Zur besseren Lesbarkeit verwende ich in meinen Beiträgen das generische Maskulinum. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

    Nee, ich zeige jetzt immer auf Axel. Was der nicht weiß, ist nicht relevant. 8) (ThiloN)

  • ... "unsere" IT verlegt doch keine Kabel... kürzlich haben wir einen Austausch der Notebooks vollzogen... rate mal, wer die anschließende Erkennung der externen Monitore gemacht hat...

    Beste Grüße aus Mainz

    E.weline

    Versicherung der Unsicherheit ist Sicherheit.

    Hanspeter Rigs (*1955), Dr. phil., deutscher Philosoph und Aphoristiker

  • Hallo,

    So einfach ist das bei Euch?

    Bei uns geht das so: Das Kabel für die Schreibtischlampe muss von der Haustechnik verlegt werden. Alles was mit Computern zu tun hat, wird von der IT verlegt und das Telefonkabel muss der externe Telefondienstleister verlegen. Schließlich benötigt man für so ein komplexes Thema entsprechende Fachkräfte. Mit der Elektroprüfung nach DGUV Vorschrift 3 (bzw. bei uns 4), dann das gleiche Spiel noch einmal.

    Wenn man als Nutzer somit ein solches Kabelgewirr unter dem Schreibtisch vorfindet, darf man erst einmal 3 Tickets schreiben und dann abwarten, ob sich jemand bewegt. Wenn man dann als Nutzer nicht aufpasst und die Kabelfachkraft entsprechend einweist, kann es passieren, dass selbige nicht bemerkt, dass man hier einen elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch hat und somit auf entsprechend großzügige Kabelverlegung achten muss.

    Oh...da wäre ich eher kurz angebunden: Untersagung und keine 3 Tickets.

    Gruß Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010