Welcher Stundensatz für freiberufliche Sifas im Raum Sachsen

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  • Wenn ich also von den 128 verbleibenden Wochenstunden 40 in einen Nebenjob stecken möchte, dann kann ich das grundsätzlich tun.

    Das geht nur, wenn man den Nebenjob als Selbstständiger durchführt. Im Angestelltenverhältnis ist man da schnell bei einem Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz.

    Ich würde mir als Selbstständiger trotzdem überlegen, ob ich mir das antun muss, oder ob mir da meine Freizeit nicht wertvoller ist. Bei nur wenigen Stunden pro Woche, werden die zu berechnenden Fixkosten einfach zu hoch, dass sich das sinnvoll rechnet, außer man geht auf Risiko und verzichtet auf einige Versicherungen.

    Zur besseren Lesbarkeit verwende ich in meinen Beiträgen das generische Maskulinum. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

    Nee, ich zeige jetzt immer auf Axel. Was der nicht weiß, ist nicht relevant. 8) (ThiloN)

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  • Danke für eure zahlreichen antworten. Ich arbeite bei meinem Arbeitgeber hauptsächlich als Ingenieur und arbeite zusätzlich als Sifa mit für meinen Arbeitgeber. Aber das sind nur maximal 50 Stunden im Jahr.

    Der Tipp mit der Anfrage bei der IHK ist gut. Das werde ich machen.

    Mein Arbeitgeber verkauft seine Ingenieursdienstleistung für 65 €/h und da bin ich mir auch mit den Kollegen einig, daß das einfach zu wenig ist. Aber wir können den Stundensatz leider nicht ändern. Gespräche helfen da leider nicht weiter.

    Für meine Nebentätigkeit habe ich für den Anfang auch mind. 90 €/h angependelt. Wenn ich dann mehr Erfahrung habe, würde ich den Stundensatz etwas anheben.

  • Hallo SiFa Neuling

    Ich empfehle Dir fange mit einer Freiberuflichen Tätigkeit als Fasi an. Steuerfrei bis 19000.- pro Jahr. Das Finanzamt hilft sogar dabei, Rechnungen kannst Du mit einfachem Nachweis Excel führen. In dieser Zeit solltest Du gut Werbung machen und Dich auch bei Bekannten umhören. Lasse Dir deine Fachkenntnisse bei Berufsverbänden anerkennen BVFS ODER DGSV. Habe ich auch gemacht, nun führen meine Gattin und ich, wir beide zusammen, ein freiberufliches Sachverständigenbüro für Brandschutz, Arbeitsschutz und Brandursachenermittlung nach US-NFPA910.

    Guten Start

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  • Hallo,

    Steuerfrei bis 19000.- pro Jahr.

    Damit ist sicherlich die Kleinunternehmerregelung gemeint und diese liegt mittlerweile bei 25.000 Euro. Es stellt eine Vereinfachung dar, da man von der Umsatzbesteuerung ausgenommen ist. Das hat Vor- und Nachteile. Wer aber mit Stundensätzen, wie teilweise hier im Thread aufgeführt arbeiten möchte, der kann das eigentlich nahezu vergessen. Da man schnell die Grenze der Kleinunternehmerregelung damit sprengt und in die Regelbesteuerung fällt. Sicherlich ist dieser Schritt aber zu Beginn, wenn man noch keinen Kundenstamm hat, nicht falsch (außer man hat hohe Investitionen).

    Brandursachenermittlung nach US-NFPA910.

    Ja, ist eine Möglichkeit. Wobei es mittlerweile diverse Literatur gibt und entsprechende -deutsche- Ausbildungsangebote. Da hat sich in den letzten 20 Jahren viel getan, als nennenswerte Fachliteratur noch die Ausnahme war. Holzmann aus dem Polizei Verlag war da noch das Maß der Dinge....

    Auch eigene Ausstattung, wie Labor etc.?

    Gruß Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

  • Hallo Simon erinnerst Du dich nicht mehr??

    Wir haben uns doch immer so klasse über den Brandschutz ausgetauscht. Ich bin ehemals SIFABSB.

    Die kleinstunternehmeregelung war doch für Anfangszeit gedacht......

    Untersuchungen mache ich zusammen mit einem akkreditierten Labor und einer Versuchsanstalt in NRW.

  • Hallo,

    Wir haben uns doch immer so klasse über den Brandschutz ausgetauscht. Ich bin ehemals SIFABSB.

    Ach, Namen geändert?, Willkommen zurück:516:

    Untersuchungen mache ich zusammen mit einem akkreditierten Labor und einer Versuchsanstalt in NRW.

    :thumbup:Super, ich kenne es noch von meinem leider zu früh verstorbenen Kollegen Frank D. Stolt, der war in diesem Bereich auf allen Ebenen ziemlich aktiv (hatten damals auch eine gemeinsame Fachveranstaltung zur Brandermittlung). Der hatte in seinem Mannheimer Büro, auch ein Labor. Hat mich immer beeindruckt....

    Wenn Du Dich aber so aufgestellt hast, top. Ich habe bei mir die unternehmensinterne Brandursachenermittlung, 99.9 Prozent frühstücke ich selbst ab, als ich aber nach möglichen Partnern mal gesucht habe, wurde es dünn. Es gibt viele Brandursachenermittler, doch nur wenige verfügen über eine entsprechende Ausstattung für eine ordnungsgemäße Untersuchung -leider- :rolleyes:.

    Gruß Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

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  • Hallo,

    Stolt ist verstorben ein sehr guter Mann auf seinem Gebiet. Ich hatte das große Glück, bei Ihm die Seminare besuchen zu können.

    Ja. So manchen Abend haben wir damals bei einem Stammtisch verbracht, telefoniert oder uns per Mail ausgetauscht oder auch mal via Fachzeitschrift über Dachbrände gestritten...:Lach: War damals ein Schock, aber auch eine Ehre an seiner Beerdigung teilnehmen zu dürfen.

    Gruß Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

  • Wem willst Du denn hier einen Verstoß gegen das Arbeitszeitgestz anlasten?!?!

    Den Arbeitgebern, so wie es das Gesetz vorsieht (§22 und §23 ArbZG).

    Zur besseren Lesbarkeit verwende ich in meinen Beiträgen das generische Maskulinum. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

    Nee, ich zeige jetzt immer auf Axel. Was der nicht weiß, ist nicht relevant. 8) (ThiloN)

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  • Hallo,

    danke erstmal für eure zahlreichen Beiträge.

    Ja, ihr hattet Recht. Ich hatte nochmal in meinen Arbeitsvertrag geschaut und ich brauchte tatsächlich die Zustimmung von meinem Arbeitgeber. Diese Nebentätigkeitserlaubnis habe ich nun erhalten.

    Gleichzeitig habe ich von einem Freund, welcher in einer Behörde in Chemnitz arbeitet, eine Info bekommen. Die haben dort eine externe Sifa und der arbeitet für einen Stundensatz von 45 Euro/h netto. Das finde ich sehr wenig.

    Ich dachte eher an 80 Euro/h netto. Damit könnte ich für den Anfang gut leben. Problem ist nur, wenn die anderen Sifas in der Region auch für solche Ramschpreise (45 Euro/h) arbeiten, dann kriege ich keine Aufträge.

  • Ich bin seit 2021 nebenbei selbstständig.

    Dies geschah aus Zufall, als mein Insolventer Arbeitgeber mich kündigen musste, der Insolvenzverwalter aber weiterhin sicherheitstechnisch beraten werden wollte. Ich wurde gefragt ob ich dies machen würde. Ich hätte es wahrscheinlich für die Firma auch kostenlos weiter gemacht, allerdings gab es eine sehr ehrliche Kommunikation und man zahlte mir, wie anderen Dienstleistern zuvor, 75€ netto/Stunde.

    Ich habe später noch einige kleinere Aufträge abgewickelt und dort immer zwischen 75€ und 100€/Stunde abgerechnet.

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  • So wie ich es verstanden habe hast du ja noch einen Job. Du hast es also nicht nötig dich zu verramschen.

    Das ist korrekt. Wenn allerdings keine Aufträge kommen, dann ist es auch Mist. Andererseits gebe ich dir auch Recht, daß ich es nicht nötig habe, jedem Auftrag hinterherzujagen. Ich will jedoch einen guten Mittelweg finden. Mich nicht verramschen und es andererseits nicht übertreiben. Hier im Osten ist das echt schwierig. Hier sind in einigen Landkreisen die niedrigsten Löhne im gesamten Bundesgebiet. In Sachsen ist das besonders extrem.

    Ich bin seit 2021 nebenbei selbstständig.

    Dies geschah aus Zufall, als mein Insolventer Arbeitgeber mich kündigen musste, der Insolvenzverwalter aber weiterhin sicherheitstechnisch beraten werden wollte. Ich wurde gefragt ob ich dies machen würde. Ich hätte es wahrscheinlich für die Firma auch kostenlos weiter gemacht, allerdings gab es eine sehr ehrliche Kommunikation und man zahlte mir, wie anderen Dienstleistern zuvor, 75€ netto/Stunde.

    Ich habe später noch einige kleinere Aufträge abgewickelt und dort immer zwischen 75€ und 100€/Stunde abgerechnet.

    Danke für deine Einblicke und Offenheit. Da habe ich eine gute Orientierung.

  • Hallo, an alle freiberuflichen Kollegen mal eine Frage:

    Mit welcher Kilometerpauschale rechnet ihr bei den derzeitig explodieren Kraftstoffkosten eure Reisekosten ab ?

    Nach ADAC Betriebskostentabelle, nach Realkosten, *IroAN* oder auch gar nicht ?

    Gruß ;)

  • Hallo, an alle freiberuflichen Kollegen mal eine Frage:

    Ich bin angestellt, aber ich rechne die km gesondert ab. Ich erhalte 30 ct/km steuerfrei.

    Du brauchst ein Auto, mit dem sich das rechnet. Meine Empfehlung: Dacia mit LPG. Ich habe Opel mit LPG. Opel (Mokka X Eco-Dingens) ist gut - und zu gut, um zu wechseln (der Wechselverlust beim Wechsel wäre höher als alles Sprit was ich bis zum Ende des Autos sparen könnte), aber von Anfang an Dacia hätte mir monatlich deutlich zweistellig Geld gespart. Ich habe mich nur gegen die ~110 PS gestemmt, Opel hat 140 PS. Ja, er geht gut, aber meist fahre ich 120-130 km/h GPS, und dafür reichen 110 PS dicke. Opel stellt jedoch den LPG-Verbrauch "fett" ein, so verbrauche ich 2-3 l/100 km mehr als Dacia. Mit Dacia könnte ich also für ~7 EUR/100 km mit dem Treibstoff auskommen mit Opel komme ich auf ~9-10 EUR/100 km. Der Opel ist auch größer, kann privat ordentlich Menge laden.

    LPG kostet derzeit 0.99 - 1.079 EUR/l bei günstigen Tankstellen, bis zu 1.49 EUR bei teuren Tankstellen, 1.29 EUR, wenn Du die erstbeste Tanke nimmst ohne Preisvergleich. LPG-Tankstellen sind oft Hinterhöfe, oft keine Kreditkarte, oft begrenzte Öffnungszeit und oft leer. Es ist also manchmal ein Vorankommen wie mit einem Akku-Fahrzeug: langsam und die Suche nach der Tankstelle kann besonders in der Nacht mühsam sein. Zur Not kann man mit Benzin fahren, man verpasst keinen Termin, kostet halt etwas mehr.

    Das ist eine ganz andere Antwort als die km-Pauschale und mit den Realkosten kriegst Du kein Auto finanziert.

    Beispielrechnung (MEINE Kalkulation): 40.000 km im Jahr++, ~2000 EUR/Jahr Versicherung, ~600 EUR/Jahr Kundendienst, Reparaturen praktisch Keine (da Garantie, aber es geht nichts kaputt bei sorgsamen Umgang), ~4500 EUR Sprit, ~3000 EUR Teilzahlungsraten == Summe ca. 10.000 EUR/Jahr. Macht bei 30 ct/km 2000 - 3000 EUR steuerfrei Plus-Kohle pro Jahr.

    Ich bekomme aber nicht ALLE km gezahlt (ich fahre jede Woche nach Hause statt 1x monatlich, was mir zusteht). Mein Plus ist eher im Bereich 500 - 1000 EUR. Aber ich habe immer noch Plus, und ich habe jederzeit ein Ersatzauto zu meinem Privatfahrzeug, das nur kostet, aber nichts "bringt" :)

    Fazit: mit 30 ct/km und dem passenden Wagen bist Du auch heute gut bedient.

    Disclaimer: auch Diesel und Vollhybrid könnten mit 30 ct/km in der Gewinnzone landen. Ich habe aber nur LPG durchgerechnet, und bei 7 l/100 km ist LPG der absolute Apex-Verbrenner beim Verbrauch.

    Achso: LPG nur werkseitig verbaut kaufen! (Wenn die Idee OK ist).