Wespen und Hornissen - Dacharbeiten

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  • So... Mal eine "Erkennnis" und vielleicht auch mal wieder Best Practice.


    Eine Kunde aus der Solarbranche hat mich vorhin angeschrieben. Was ist zu tun wenn man ein Dach aufmacht und ein Wespennest findet....

    Zur Info: Wespen stehen un Artenschutz und dürfen so mirnichts dirnichts um die Ecke gebracht werden.

    Also hab ich angefangen rumzutelefonieren (als FASI bist du ja die Ansprechperson für ALLES).

    Wespen dürfen in Ausnahmefällen umgesiedelt werden (nach Rücksprache mit der Behörde) - soviel zu der Erkenntnis.

    Die BG rät dazu: Baustelle einstellen, nicht näher hinzutreten als dass die Wespen fliegen und auf Hilfe warten... (ganz toll)...

    Der Kunde hat auch telefoniert und einen Wespenfachberater (was es nicht alles gibt) angetroffen. DER hat ihm zu folgendem geraten:

    Macht einen Kurs zum Umgang mit Wespen beim BUND, der kostet nix, man lernt den adäquaten Umgang mit den Viechern und kann sie dann selbst "umsiedeln" wenn Bedarf da ist.

    Ich hab gerade mal geschaut... Der LG ist tatsächlich Kostenlos und vom Aufwand "überschaubar".

    Veranstaltungskalender - Umweltakademie - Umweltakademie

    Das schlag ich mal den "Leuten" vor, die ich im Bereich Solarbranche betreue...

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    Irgendwann gehe ich zur BG und lasse mir den Arbeitsschutz als Berufskrankheit anerkennen...

    Wisst ihr was das Schlimmste ist? Wenn nicht.. .klickt hier ....

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    Mike

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  • Naja, ich glaube weniger, das die Solarbranche danach Ehrenamtlich tätig werden wollen 8o


    Die Qualifikationskurse sind ausschließlich ehrenamtlichen Fachberaterinnen und Fachberatern Artenschutz vorbehalten, die bereits das Qualifikationssemnar besucht haben. Die Fachberaterinnen und Fachberater werden in das Landesnetzwerk Biodiversität aufgenommen und engagieren sich danach ehrenamtlich in Absprache mit den unteren Naturschutzbehörden der Stadt- und Landkreis.
    Sollten Sie nicht als Fachberater/in im Landesnetzwerk Biodiversität Baden-Württemberg mitarbeiten wollen, ist eine Teilnahme an den Veranstaltungen nicht möglich.

  • Muss ja nicht DER Kurs sein...

    Gibt auch noch andere.

    Seminar - Referent Wespenseminar

    ODER

    man engagiert sich tatsächlich freiwillig

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    Irgendwann gehe ich zur BG und lasse mir den Arbeitsschutz als Berufskrankheit anerkennen...

    Wisst ihr was das Schlimmste ist? Wenn nicht.. .klickt hier ....

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    Mike

  • Oder statt selbst Lehrgang zu machen:

    "...Die ehrenamtlichen Fachberaterinnen und Fachberater für Hornissen- und Wespenschutz des Landesnetzwerks Biodiversität stehen ratsuchenden Bürgerinnen und Bürgern auf Vermittlung des Unteren Naturschutzbehörden zur Seite. ..."

    ... Untere Naturschutzbehörde anrufen und so eine Person vermitteln lassen.

    "Kleine Taten, die man ausführt, sind besser als große, die man plant." (Georges Marshall)

  • Genau so einer hat dazu geraten den Lehrgang selber zu machen.

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    Irgendwann gehe ich zur BG und lasse mir den Arbeitsschutz als Berufskrankheit anerkennen...

    Wisst ihr was das Schlimmste ist? Wenn nicht.. .klickt hier ....

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    Mike

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  • Wer die Umsiedlung selbst machen will, sollte auch die passende Ausrüstung haben.
    Nicht nur Jacke/Anzug und Hut sondern auch die Technik, z.B. so etwas

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Ich habe aber (seinerzeit in dem Job) noch kein Nest gesehen, dass eine Umsiedlung für den Rest der Volks-Lebenszeit überlebt hätte, meist waren die umgesiedelten Nester in ein, zwei Wochen tot.

    Beste Grüße,
    Udo

    Sapere aude!
    (Horaz)

  • Hier auch noch meine 2 cent zu dem Thema. Wir hatten ein ähnliches Problem vor ca. 2 Wochen. Ein Wespennest (stattlicher größe) in einem Technikschacht. Das Thema Artenschutz war bekannt, daher haben wir uns mit der entsprechenden Stelle in verbindung gesetzt, diese haben uns auch ohne weiteres ein Umsiedeln (wenn möglich) oder ansonsten das "ausräuchern" erlaubt. Daraufhin haben wir einen Örtlichen Imker kontaktiert der das ganze durchgeführt hatte. Zeitaufwand alles in allem vlt. 30min. Nur den Technikraum müssen wir noch grundreinigen, die machen echt ganzschön viel Dreck die Viecher...

    - Sicherheit vor schnelligkeit -

    - Azubi: "Lustig Salamander, wenn ich das einfach so mache wie du gesagt hast dann klappts ja?!" -

  • Wenn ich mir das so durchlese, dann kommt der Verdacht auf, dass man mittlerweile nicht mehr jedes Wespen/Hornissen-Volk unter allen Umständen erhalten muss/möchte... Ist das den Verantwortlichen mit dem Melden und Ausrücken zu viel geworden (weil die Bevölkerung sensibilisiert wurde), oder haben sich die Populationen (auch durch bewussteren Umgang mit Pestiziden und den Umstrukturierungen in der Landwirtschaft) erholt?

    Beste Grüße aus Mainz

    E.weline

    Versicherung der Unsicherheit ist Sicherheit.

    Hanspeter Rigs (*1955), Dr. phil., deutscher Philosoph und Aphoristiker

  • schwer zu sagen, ich denke eher das Erste. Ich höre ab und an von Leuten in meinem Umfeld, die sich keine Platte machen und solche Nester einfach zerstören.

    Ich hab in einem Jalousienkasten ein Hornissennest. Das lass ich dort, da sie mich/uns nicht stören.

    Im Winter muss ich schauen, was wir tun können. Bis dahin lassen wir uns gegenseitig in Ruhe.

    Blöder wars, als wir vor einigen Jahren ein Wespennest hatten, auch in einem Jalousienkasten. Die waren zum Ende des Sommers extrem aggro, besonders, wenn wir abends vorm Haus die Außenbeleuchtung angemacht hatten.

    Wer am wenigsten erreicht hat, prahlt oft am lautesten. - MAFEA-Analyse der offiziellen Geschichte des Imperiums - aus: Der Herzog von Caladan

    So verdammt wahr!

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  • ... ja so würde ich auch vorgehen.

    Hornissen sind sehr friedlich... wenn du denen blöd im Weg stehst, brummen die etwas lauter und du machst freiwillig Platz... mehr braucht es nicht.

    Die Gemeine Deutsche Wespe ist da aggressiver und aufdringlicher unterwegs... da entfernen wir auch die Nester im Anfangsstadium, wenn die dort auftauchen, wo wir uns regelmäßig aufhalten oder was zu tun haben (Dachboden in der hintersten Ecke lassen wir bleiben).

    Wir haben seit Jahren Feldwespen in einem Vogelnistkasten Nest am Deckel gebaut... die lassen alles mit sich machen (Deckel auf, nachschauen ob das Nest noch da ist, auch wenn die Wespen drin sind... alles kein Problem)

    Beste Grüße aus Mainz

    E.weline

    Versicherung der Unsicherheit ist Sicherheit.

    Hanspeter Rigs (*1955), Dr. phil., deutscher Philosoph und Aphoristiker

  • Was viele nicht wissen ist, dass nur 2 heimische Wespenarten so aggressiv sein können, die gemeine und die gemeine deutsche Wespe. Alle anderen Arten sind da eher entspannt. Hatten wir vor einiger Zeit im Urlaub an der polnischen Ostsee, unzählige Wespen, aber etwas kleiner als die beiden aggro-Arten. Die schwirrten um einen herum wie Fliegen, haben aber nix weiter gemacht.

    Wer am wenigsten erreicht hat, prahlt oft am lautesten. - MAFEA-Analyse der offiziellen Geschichte des Imperiums - aus: Der Herzog von Caladan

    So verdammt wahr!

  • Wenn ich mir das so durchlese, dann kommt der Verdacht auf, dass man mittlerweile nicht mehr jedes Wespen/Hornissen-Volk unter allen Umständen erhalten muss/möchte...

    Umgekehrt ... Früher wurde jedes Nest, das auch nur im Ansatz störte, beseitigt. Seit der Jahrtausendwende ist der Umgang mit den Tieren deutlich sensibler.

    Hornissen sind sehr friedlich...

    Stimmt. In der Regel beißen die, und gestochen wird nur im äußersten Notfall.

    da entfernen wir auch die Nester im Anfangsstadium, wenn die dort auftauchen, wo wir uns regelmäßig aufhalten oder was zu tun haben (Dachboden in der hintersten Ecke lassen wir bleiben).

    Ich denke, das ist der richtige Weg. Die meisten Nester werden ja erst dann bemerkt oder zum Problem, wenn Juni / Juli die Zahl der Individuen gegen das Maximum geht und nicht mehr nur Proteine gejagt, sondern auch auf Süßes gegangen wird.
    Würde man bis September / Oktober warten, würde sich das Problem in der Regel von alleine lösen.
    Wenn man hingegen im Mai die noch kleinen Nester entfernt ... Dann aber bitte darauf achten, dass die Königin nicht im Nest ist, die geht bei noch wenigen Arbeiterinnen selbst noch jagen.
    Gute Erfahrungen habe ich mit Nestattrappen in häufig genutzen Bereichen gemacht.

    Das größte Nest, das ich seinerzeit entfernt hatte (die Tierchen hatten sich vom Ortgang durch die Verkleidung ins Schlafzimmer gefressen), maß stattliche 60 x 40 cm. =O

    Beste Grüße,
    Udo

    Sapere aude!
    (Horaz)

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  • Richtig. Nicht schlimm. Der Biss ist nur sehr schwer von dem des Carcharodon carcharias zu unterscheiden...

    ^^ Wo wohnst du, dass die Viecher bei dir diese Dimensionen erreichen können? Und was machst du mit denen, dass Du in deren Beuteschema fällst... Außerdem: Als SiFa hat man sich doch im Laufe der Zeit ein dickes Fell zugelegt... das kleine Loch, dass die Hornisse dann in dich hineinschlägt... sieh es als eine Art Lüftungsschlitz... schützt auch vor Überhitzung am Grill...

    Beste Grüße aus Mainz

    E.weline

    Versicherung der Unsicherheit ist Sicherheit.

    Hanspeter Rigs (*1955), Dr. phil., deutscher Philosoph und Aphoristiker

  • Wir haben seit Jahren Feldwespen

    Hatte ich die letzten Jahre auch immer am Deckenbalken meiner Terrassenüberdachung, aber dieses Jahr nichts.

    Im Geräteschuppen meiner Streuobstwiese waren auch immer viele Feldwespen mit ihrem Nest, dieses Jahr nur ein sehr kleines. Denen hat anscheinend die Trockenperiode sehr zugesetzt, wie meinen im Herbst gepflanzten Bäumen.

    Zur besseren Lesbarkeit verwende ich in meinen Beiträgen das generische Maskulinum. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

    Nee, ich zeige jetzt immer auf Axel. Was der nicht weiß, ist nicht relevant. 8) (ThiloN)

  • Es gab mal eine wissenschaftliche Ausarbeitung zu den Folgen der Evolution, wenn die Säugetiere in einem bestimmten Zeitraum nicht die Oberhand gewonnen hätten.
    Wir würden, so die Einschätzung der Wissenschaftler, heute von bis zu 2 m großen, staatenbildenden Insekten gejagt, allerdings unter der Voraussetzung, dass der Luftsauerstoffgehalt deutlich höher wäre.

    Beste Grüße,
    Udo

    Sapere aude!
    (Horaz)


  • Wir würden, so die Einschätzung der Wissenschaftler, heute von bis zu 2 m großen, staatenbildenden Insekten gejagt, allerdings unter der Voraussetzung, dass der Luftsauerstoffgehalt deutlich höher wäre.

    ... was wohl bei MichaelD schon eingetroffen ist... :1:  *biene2*

    Beste Grüße aus Mainz

    E.weline

    Versicherung der Unsicherheit ist Sicherheit.

    Hanspeter Rigs (*1955), Dr. phil., deutscher Philosoph und Aphoristiker

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  • ...also ich hatte vor einiger Zeit beim Bau meines Gartenhauses Besuch von einer Kundschafterin, die wohl einen gemütlichen Platz für den Nestbau gesucht hat. Alles was Recht ist, da hab ich schon gedacht ich wäre im Jura gelandet...

    😆😉

    In diesem Sinne

    Der Michael

    "You'll Clean That Up Before You Leave..." (Culture/ROU/Gangster Class)

  • Nee.
    Die Königinnen kundschaften den möglichen Nestbau persönlich im Frühjahr aus.
    Arbeiterinnen sind eher auf der Suche nach Nahrhaftem ... z.B. Steaks oder andere nette Fleischstücke, aus denen dann fein säuberlich erbsengroße Stücke herausgenagt werden.
    Danach nimmt allerdings die Zahl der Besucher deutlich zu - Frei Haus Lieferungen sprechen sich schnell rum ... :)
    Sobald im Herbst die Arbeiterinnen versterben, gehen die Königinnen auf Suche nach einem Winterquartier, also irgenwelche geschützten Ritzen, leere Vogelhäuschen o.ä.

    Beste Grüße,
    Udo

    Sapere aude!
    (Horaz)

  • Moin

    Ich habe aber (seinerzeit in dem Job) noch kein Nest gesehen, dass eine Umsiedlung für den Rest der Volks-Lebenszeit überlebt hätte, meist waren die umgesiedelten Nester in ein, zwei Wochen tot.

    Hast du eine Erklärung, warum das Volk verstarb ?

    ...also ich hatte vor einiger Zeit beim Bau meines Gartenhauses Besuch von einer Kundschafterin, die wohl einen gemütlichen Platz für den Nestbau gesucht hat. Alles was Recht ist, da hab ich schon gedacht ich wäre im Jura gelandet...

    😆😉

    In diesem Sinne

    Der Michael

    Ich hatte welche, die unbedingt sich in meinen Blumenkästen mit Wasserreservoir häuslich einrichten wollten. (Dort gibt es ja schon ne tolle Höhle =O).

    Ich habe dann so Orangenreinger auf die "Höhleneingänge" geschmiert und Ruhe war. Zimt hilft aber nicht, habe ich an anderer Stelle festgestellt.

    Schu-huu-le

    sagt die Eule01

    „Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwende ich das generische Femininum. Diese Formulierungen umfassen gleichermaßen alle Personen; alle sind damit selbstverständlich gleichberechtigt angesprochen und mitgemeint.“

    Omnia rerum principia parva sunt. [Der Ursprung aller Dinge ist klein.] (Cicero)