Fit im Homeoffice -> Walking Pad

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  • :moin:

    Hallo Zusammen,

    mir wurde heute die Frage gestellt wie das rechtlich und von der DGUV aus aussieht mit dem Thema Walking Pad.

    Einerseits geht es hier um das Thema fit am Arbeitsplatz, andererseits Gefährdungen durch Unfälle, Abstürze etc.

    Wie würdet ihr hier entscheiden außerhalb davon dass man dann eine BdA benötigt etc.?

    LG Matthias

  • Hi, meine persönliche Meinung ist, Sport gehört nicht an den Schreibtisch. Viel sinnvoller halte ich Bereiche, in denen Mitarbeiter getrennt von ihrer Arbeit sich fithalten bzw. für einen kurzen Break bei der Arbeit nutzen können. Wohlfühlinseln mit diversen Möglichkeiten zur kurzen Auszeit bei der Arbeit. Sowas würde ich favorisieren. alles andere mag zwar individuell umsetzbar sein, aber wie willst du alle MA abholen. Wer bekommt so ein Ding, wer nicht?

    Schafft aus meiner Sicht mehr Probleme, würde ich nicht unterstützen.

    Keine Demonstration verändert die Welt.

    Es ist die unpopuläre und stille Eigenverantwortung im Handeln jedes Einzelnen, die eine Wandlung in Bewegung setzt.:evil::saint:

  • In meinem Fall zahlt der Kollege selber und es ist nicht von der Firma gesponsert. Ich sehe das auch wie du, allerdings sind solche Dinger inzwischen sehr in Mode (durch die sozialen Medien etc.).

    Ich könnte es verwehren aber 100% sicher bin ich ja nicht dass er es sich nicht trotzdem hinstellt.

    Was meinen die anderen Mitglieder? Bin auch weitere Meinungen gespannt.

  • Das Thema ist ja "Fit im Homeoffice", das heißt es geht um sein Zuhause und nicht ums Büro? In dem Fall würde ich mich damit garnicht groß auseinandersetzen. Es wird nicht vom Arbeitgeber gesposert/bezahlt/beworben: seine Privatsache was er zu Haus emacht. Auf die rechtliche Seite hast Du eh wenig einfluß.

    Gruß,

    Carsten

  • Ein Walking Pad ist nach meiner Auffassung niemals ein integraler Bestandteil eines Büroarbeitsplatzes.

    Die Empfehlungen der DGUV zu mehr Bewegung am Arbeitsplatz betrifft ja auch diverse Tricks, wie zum Beispiel den Drucker weiter weg aufzubauen, so dass man ab und zu aufstehen muss. Das aber ist dann Bestandteil der Arbeit.

    Ein Sportgerät würde ich zur Nutzung außerhalb der Arbeitszeit empfehlen.

    Arbeitsschutz ist wie Staubwischen.

  • Vorteil:

    • Mitarbeiter_in bewegt sich am Arbeitsplatz und Schokokalorien werden abgebaut
    • Sportliche Mitarbeiter_innen
    • Keine Langeweile

    Nachteil:

    • Lärm durch das Laufband
    • Lärm durch ggf. vorhandene Plattfüße
    • Störungen durch Atemgeräusche beim Telefonieren
    • Stört im Mehrplatzbüro
    • Geruch (Schweiß)
    • Stolpergefahr unter dem Schreibtisch
    • Rückenprobleme vom ständigen platzieren (falsche Hebetechnik)
    • fraglich mit Publikumsverkehr
    • Gleichberechtigung: Wem erlaube ich es und wem nicht?


    Thema: abgelehnt

    Begründung: Die Störeigenschaften sind zu hoch und bei Publikum geht das gar nicht. Der Chef möchte keine Fitnessgeräte im Büro während der Arbeitszeit - daher darf das Gerät nicht aufgestellt werden.


    Quelle: Eigene Beurteilung

    Ob man auf dem Holzweg ist, weiß man nur, wenn man neue Wege ausprobiert.

  • Danke für deine Beurteilung -> siehe Thema Homeoffice

  • Was einer der Kollegen im Home Office macht ist mir relativ wurscht - wenn er/sie dort eine Beratung wünscht oder eine Überprüfung/Beurteilung des dortigen Arbeitsplatzes kann ich das gerne ausführen und es ist auch offiziell angeboten -. wahr genommen hat es bisher niemand.

    Im Büro bieten wir statt dessen ein "Shared Desk" Konzept an: Wir sind weitesgehend Papierlos daher braucht auch niemand einen Trolley/Schubladenschrank oder ähnliches. 3/4 der Arbeitsplätze sind mit höhenverstellbaren Tischen und einen optionalen "Wackelstuhl" ausgestattet (eine Art einbeiniger höhenverstellbarer Stehhocker auf dem die Hüfte wie auf eine Yogaball rollen kann). Der Schreibtisch wird im Vorfeld über eine App eingebucht/reserviert.

    Die wenigen Akten und Unterlagen die vorliegen müssen liegen in zentralen Schränken mit entsprechenden Zugangsbeschränkungen (Schließanlage). Jeder hat noch einen kleinen Spind für Wertsachen oder anderen Kleinigkeiten ebenfalls an zentraler Stelle im Eingangsbereich.

    Ein Walking Pad zu Hause meinetwegen, Privatsache - Im Office hat es da nichts verloren, dagegen sprechen u.a. Lärmbelastung, Stolpergefahr, elektrische Prüfung, Wartung(?), notwendige Nutzereinweisung, Gefährdungsbeurteilungen, Unfallgefahr durch Fehlbedienung .... der nächste verlangt dann nach einem Ergometer(Fahrradtrainer)....

  • Ich musste erstmal schauen, was ein "Walking Pad" überhaupt ist...:saint:
    ... brauche ich nicht, das mache ich an der frischen Luft!:D

    Was mir aber dabei als Frage aufkam bzw. ich mir problematisch vostelle:

    Wie soll ich "vernünftige Schreibtischarbeit" leisten können, während ich laufe?
    Schreiben stelle ich mir sowohl am PC, als auch von Hand, problematisch vor; vom Erstellen eines CAD-Dokuments mal ganz zu schweigen...

    Liebe Grüße
    Micha


    Glück auf! *S&E*


    Schon bei der Erwartung von gesundem Menschenverstand können die Erwartungen zu hoch gesteckt sein.

  • Briefe in die Spracherkennung zu diktieren sollte aber wohl möglich sein, ebenso telefonieren.

    Warum muss ich dabei an die "Keuchhustenhotline" denken :/:saint:

    Keine Demonstration verändert die Welt.

    Es ist die unpopuläre und stille Eigenverantwortung im Handeln jedes Einzelnen, die eine Wandlung in Bewegung setzt.:evil::saint:

  • Matthias, was verstehst Du unter Homeoffice?

    Meiner Meinung nach hat man ja hier nach Corona versäumt eine eindeutige Regelung zu erlassen, die dann auch festlegt, was Aufgabe der Beteiligten ist.

    Durch den Wegfall der Wegezeit, spart sich der AN ja einiges an Zeit ein, die er dann für Bewegung und Sport nutzen kann, somit ist ein Walking Pad nicht notwendig.

    Zur besseren Lesbarkeit verwende ich in meinen Beiträgen das generische Maskulinum. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

  • Ich musste erstmal schauen, was ein "Walking Pad" überhaupt ist...:saint:
    ... brauche ich nicht, das mache ich an der frischen Luft!:D

    Was mir aber dabei als Frage aufkam bzw. ich mir problematisch vostelle:

    Wie soll ich "vernünftige Schreibtischarbeit" leisten können, während ich laufe?
    Schreiben stelle ich mir sowohl am PC, als auch von Hand, problematisch vor; vom Erstellen eines CAD-Dokuments mal ganz zu schweigen...

    Auf Walking Pads wird nicht gelaufen (im Sinne von schnellen Bewegen / rennen, marschieren) .. es ist eher ein sehr "langsames Gehen" - eher vergleichbar mit einen Steharbeitsplatz an dem man vor dem Schreibtisch während der Arbeit hin- und hertänzelt, nur eben konsequent vorwärts.

  • Auf Walking Pads wird nicht gelaufen (im Sinne von schnellen Bewegen / rennen, marschieren) .. es ist eher ein sehr "langsames Gehen" - eher vergleichbar mit einen Steharbeitsplatz an dem man vor dem Schreibtisch während der Arbeit hin- und hertänzelt, nur eben konsequent vorwärts.

    OK, habe mich mißverständlich ausgedrückt: Mit meinem Knie ist schnelles laufen, Joggen und ähnliche Modeerscheinungen nicht möglich. Mit der frischen Luft meinte ich Spazierengehen.

    Ändert aber nicht an meiner anderen Anmerkung.

    Liebe Grüße
    Micha


    Glück auf! *S&E*


    Schon bei der Erwartung von gesundem Menschenverstand können die Erwartungen zu hoch gesteckt sein.

  • OK, habe mich mißverständlich ausgedrückt: Mit meinem Knie ist schnelles laufen, Joggen und ähnliche Modeerscheinungen nicht möglich. Mit der frischen Luft meinte ich Spazierengehen.

    Ändert aber nicht an meiner anderen Anmerkung.

    Es geht erfahrungsgemäß durchaus recht gut für einfache Tätigkeiten - Dokumente Tippen, Telefonkonferenzen als Beispiel, sicher ist es natürliche leichter, wenn man einen vernünftiger Steharbeitsplatz hat, auf dem man sich auch aufstützen kann um Ruhe in die "Maushand" zu bekommen. Viele Walking Pads haben eine Fernsteuerung für den Schreibtisch mit Memory Funktion - da kann man bei einen Anruf auf "Memory x - leichtes Gehen" tippen, macht sein Gespräch und stoppt dann wieder anschließend.

    Bei Dingen wie CAD Zeichnungen oder präzisen Fein-Montagearbeiten (Beispiel Uhrmacher) stimme ich Dir zu, dass es weniger kompatibel ist - das würde mich auch nervös machen.

  • Danke für deine Beurteilung -> siehe Thema Homeoffice

    Oh das habe ich übersehen.

    Neue Bewertung: Alle Mitarbeiter_innen erhalten eine Empfehlung zum Einrichten ihres Homeoffice (mobiles Arbeiten). Ob sich diese daran halten, ist deren Sache. Stört das "Getrampel" während eines Videomeetings, sollte der Chef die mobile Arbeit überdenken.

    Einrichtung Homeoffice (Telearbeitsplatz): Bei der Begehung wird dieses Gerät bemängelt, da die Einrichtung und Geräte vorgegeben werden. (Also bitte vor der angekündigten Begehung das Gerät vom Arbeitsplatz entfernen ;) )

    Ob man auf dem Holzweg ist, weiß man nur, wenn man neue Wege ausprobiert.

  • Ich kann einige Nachteile die hier aufgeführt sind nicht nachvollziehen. In z.B. einem festen Einzelbüro sind viele gegen Argumente weg.

    Ein Freund hat seit einiger Zeit ein Walking Pad im Homeoffice. Er nutzt dieses bei Meetings und Telefonaten, dadurch steht er Regelmäßig auf und kommt auf knapp 10000 Schritte. Ohne zu schwitzen oder eine komische Atmung zu entwickeln.

    Ich denke dieses Thema wird in Zukunft auch im Betrieb relevant. Überspitzt gesagt, sucht sich der ITler dann eine Firma die Ihm gestattet das Walking Pad im Büro zu nutzen.

    Ich glaube hier kommen dann Themen, wie z.B. DGUV V3 Prüfung, CE kennzeichnung etc.

    Viele Grüße

    Nick

    „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein“