"Eigengefährdung" ja/nein bzw noch zeitgemäß?

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  • Für Krankenhäuser gibt es die bvfa-Statistik für Brände in Krankenhäusern und für soziale Einrichtungen die bvfa-Statistik für Senioren- und Pflegeheime. Aus diesen lässt sich zumindest ableiten, dass seit Beginn der Statistik die Toten Patienten bzw. Bewohner waren und keine Beschäftigten = Brandschutzhelfer. In der Industrie führt i.d.R. das Ereignis unmittelbar zu den Toten, wenn man die Berichterstattung zu tödlichen Unglücken so anschaut. Insofern gibt es da meiner Meinung nach - wenn überhaupt - nur eine sehr kleine Dunkelziffer beim Löschversuch ums Leben gekommener Brandschutzhelfer und ich halte das Bauchgefühl weiterhin für ein sehr wertvolles "Helferlein" im Ernstfall.


    Ein Fall ist mir gerade eingefallen: Beim Brand einer Behindertenwerkstatt mit 14 Toten in Titisee 2012 ist eine Betreuerin mutmaßlich beim Versuch, weitere Behinderte zu retten, gestorben. Wobei hier auch der Verdacht bestand, dass diese Betreuerin den Brand verursacht hat, was nochmal eine andere Motivation zur Selbstgefährdung nach sich ziehen kann.

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  • Moin,

    bvfa-Statistik für Brände in Krankenhäusern

    bvfa - Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. | Startseite ... damit beginne ich jede Unterweisung im Brandschutz bei mir im Klinikum. "Es ist eine Frage der Zeit. Wie doll it dann wird - liegt in unserer Hand."

    Also in meinen Brandschutzhelferunterweisungen vermittle ich das der Eigenschutz immer vor geht. Wer sich traut unternimmt Löschversuche. Wer nicht, lässt es bleiben

    ich hoffe dass das natürlich alle so machen.


    In Krankenhäusern ist aber auf Grund der Struktur und der Folgen ein Löschversuch deutlich zentraler Einzuordnen, als in einem Büro- und Verwaltungsobjekt ... daher ist auch der Eigenschutz bzw. das Risiko stärker. Nicht umsonst muss ja zum Beispiel die Anzahl der LE's (ASR A2.2) höher vorgehalten werden.

    Beste Grüße


    J.H.J