Unfallvideos

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  • Man weiß, dass Zusammenstöße gegen feste Hindernisse nicht viel vom Auto übriglassen.


    Welche Energie hinter der Geschwindigkeit steckt, merkt man zwei Dingen:

    1. Beim scharfen Bremsen ist die Landschaft am Ende der Bremsung eine Andere als zu Beginn

    2. Man startet mit 10.000 km Restanzeige für den Bremsenzustand, und nach 400 km ist man bei 1700 km Restbremsbelag. Dabei wurde nur gebremst, wenn ein Tempolimit die hohe Geschwindigkeit sabotiert hat.


    Ich lasse mir trotzdem nicht nehmen, mit 250 km/h zu reisen.


    Witzig: im amerikanischen Video waren Geschwindigkeiten über 200 km/h nur von ziemlichen Sportwagen gefahren. Bei uns ist 200 km/h das potentielle Reisetempo eines Golf 1.4 TSI. Insofern sind diese Unfälle eher Zeugnisse der Unfähigkeit amerikanischer Fahrer. Mit den bezeichneten Autos Unfälle bei Tempo 200 plusminus zu produzieren - da muss man schon komplett neben der Spur sein...

  • Mit den bezeichneten Autos Unfälle bei Tempo 200 plusminus zu produzieren - da muss man schon komplett neben der Spur sein

    Genau! und alle anderen auffe Bahn sind auch super Autofahrer, jeder ist hochkonzentriert und hat Reaktionszeiten wie ein Säbelfechter!

    Da telefoniert keiner oder schreibt Nachrichten, niemand zieht ohne zu blinken nach links (oder mit blinken, aber leider scheiße getimed) und LKW auf der Überholspur gibt es auch nicht....


    Plötzliche Stauenden, Nebelbänke, Fahrbahnverschmutzungen, verlorene Gegenstände, gerissene Zurrmittel, Fahrbahnunebenheiten und sowas hat auch noch niemand jemals auf eine deutschen Autabahn gesehen.

    Die Autobahnen sind schließlich Deutsch!

    Und die Deutschen sind fast so ordentlich wie die Schweizer...


    Wenn die nur sich selber abschießen würden wär's mir ja egal, oft gehen bei von solchen Spezialisten (um eine schärfere Wortwahl zu vermeiden) verursachten Unfällen aber andere drauf.


    "Testfahrer verursacht tödlichen Unfall" gibt bei Google 21.600 Treffer.


    Ein Schelm wer Böses dabei Denkt...

    Ceterum censeo hominis cogitandum transverse esse deridendos

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  • Genau! und alle anderen auffe Bahn sind auch super Autofahrer, jeder (...)

    Hast Du nicht gesehen, was da für Fahrzeuge verunglückt sind? Ferrari Enzo, Lamorghini, irgendwelches THC, was ich gar nicht kenne! Und die waren dabei allesamt langsamer als übliche Vertreterkombis auf der Autobahn in Deutschland!


    Also komm!


    Wer mit SOLCHEN Geschossen, die für 300 km/h++ gebaut sind, bei um die 200 km/h herum verunglückt, hat doch eine Mega-Macke in der Birne!


    Der Rest der Diskussion ist völlig überflüssig. Wir beide werden nichts entscheiden oder beeinflussen - und ich fahre bis zu 250 km/h überall wo dies erlaubt und möglich ist. Ja, ich kenne die Risiken und die möglichen Folgekosten. So what.... Und wenn es nicht mehr erlaubt ist, kaufe ich mir eine lahme Mühle - mit SICHERHEIT nicht "Made in Germany" (und auch nicht "Entwickelt in Germany"). Lahm können die Ausländer alle - und das können sie billiger als die Deutschen.

    4 Mal editiert, zuletzt von zzz ()

  • Ich lasse mir trotzdem nicht nehmen, mit 250 km/h zu reisen.

    Schau mal in Deine Versicherungsbedingungen oder die gängige Rechtsprechung. Bei der Geschwindigkeit bist Du im Fall der Fälle fast immer, zumindest mit einer Teilschuld, dabei.

    Wer mit SOLCHEN Geschossen, die für 300 km/h++ gebaut sind, bei um die 200 km/h herum verunglückt, hat doch eine Mega-Macke in der Birne!

    Beim Zustand unserer Straßen ist das für mich nicht so schwer, da auch eine entsprechende Unfallursache zu erkennen.

    Töten im Krieg ist nach meiner Auffassung um nichts besser, als gewöhnlicher Mord. (Albert Einstein)

    Einmal editiert, zuletzt von AxelS ()

  • ... mit 250 km/h zu reisen.

    *IroAN* Hübscher Euphemismus *IroAus*


    Ich muss gerade an den Millionär denken, der mit 420 km/h über die A2 "gereist" ist. Hatte das Fahrzeug einen Long-Rage-Radar und eine vollautomatische Einrichtung zum rechtzeitigen Abheben von der Fahrbahn an Bord? Wie wollten diese Leute abschätzen, dass sie niemanden gefährden? Dass sie kein anderes Fahrzeug buchstäblich abschießen?


    250 km/h gehört für mich in die gleiche Kategorie. Die Freiheit, nach Belieben schnell zu fahren, darf nur unter der Prämisse gelebt werden, dass es im Falle eines auch noch so kurzen Kontrollverlustes nie zur Katastrophe kommen kann. Wer will das garantieren?


    Auch bei 130 km/h kann einiges passieren; geschenkt. Aber je schneller ich fahre, desto mehr nehme ich Schäden an Leib und Leben anderer bewusst und billigend in Kauf.

    Arbeitsschutz ist wie Staubwischen.

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  • Schau mal in Deine Versicherungsbedingungen oder die gängige Rechtsprechung. Bei der Geschwindigkeit bist Du im Fall der Fälle fast immer, zumindest mit einer Teilschuld, dabei.

    Beim Zustand unserer Straßen ist das für mich nicht so schwer, da auch eine entsprechende Unfallursache zu erkennen.

    Es ist ausgeschlossen, dass ich eine Teilschuld bekomme.


    Wenn ich bei 250 km/h irgend etwas berühren WÜRDE, wäre ich 100% Schuld. Denjenigen, den eine Schuld treffen könnte, gibt es nämlich nicht im Umfeld.


    Mein altes Telefon hat aus irgend einem Grund die Geschwindigkeit auf der Dashcam nicht angezeigt. Das neue Telefon tut's einwandfrei. WENN ich mal wieder entsprechende Geschwindigkeiten reise, kann ich sie mal OT verlinken, und dann kannst Du mir sagen, mit wem ich zusammenstoßen könnte, um KEINE 100% Schuld zu haben....


    Außer meiner Frau schlafen so ziemlich alle ein, wenn ich zügig unterwegs bin. Das ist genau deswegen der Fall, weil dann nichts los ist.


    Vermutlich werde ich am 29.05.2022 wieder in dem Tempo unterwegs sein. Vermutlich werde ich um ca. 15:00 - 16:00 h ab Suben/Passau in Deutschland sein.

  • Wenn ich bei 250 km/h irgend etwas berühren WÜRDE, wäre ich 100% Schuld. Denjenigen, den eine Schuld treffen könnte, gibt es nämlich nicht im Umfeld.

    Sorry, wie du richtig erkannt hast, gibts denjenigen doch, nämlich du selbst. Du hast es in der Hand, respektive Fuß, angemessen zu Fahren. Ich habe in Deutschland nur mitten in der Nacht Autobahnen erlebt, die augenscheinlich "leer" sind.


    Es langt schon ein, wenn evtl. auch träumerisch unterwegs-fahrender Teilnehmer, der sich im falschen Moment vor dich setzt oder von dir abgeschossen wird. Vielleicht denkt er gerade an seine Familie zu Hause, die dann demnächst auf eine Beerdigung geht.


    Ganz klar, wo es keine Geschwindigkeitsbeschränkung gibt, darf jeder fahren was die Karre hergibt.

    In diesem Fall wünsche ich mir nur amerikanische Gesetzgebung, mit Schadenssummen in Millionenhöhe. So als Wiedergutmachung von Verantwortungsbewusstem handeln. Haben wir leider nicht.

    Ich finde es nur Schade, dass ich wahrscheinlich nicht mehr erlebe, wie eine KI jedem das grenzenlose Selbstüberschätzen abnimmt und alle Fahrzeuge Ferngesteuert unterwegs sind.

    Diese zeit wird aber kommen.

    Gruß

    Peter

    Keine Demonstration verändert die Welt.

    Es ist die unpopuläre und stille Eigenverantwortung im Handeln jedes Einzelnen, die eine Wandlung in Bewegung setzt.:evil::saint:

  • Mit den bezeichneten Autos Unfälle bei Tempo 200 plusminus zu produzieren - da muss man schon komplett neben der Spur sein...

    Moin,


    ja Deutschland Deine Autofahrer. :rolleyes: So hohe Geschwindigkeiten fahren versierte, verantwortungsvolle, sicherheitsbewusste Fahrzeuglenker nur, wenn die Autobahn leer und die Sichtweite ausreichend ist. Der entscheidende Punkt ist, dass "Autobahn leer" von den Fahrzeuglenkern unterschiedlich ausgelegt wird. Für den Einen ist die Autobahn leer, wenn er vor sich bis zum Horrizont kein Fahrzeug sieht, für den Anderen, wenn er nicht im Berufsverkehr steckt und die linke Spur frei ist. Für den Nächsten ist die Autobahn ausschließlich am autofreien Sonntag leer, und er radelt gemütlich auf der linken Spur.


    Betrachten wir uns mal unseren versierten, verantwortungsvollen, sicherheitsbewussten Fahrzeuglenker, der mit einer Geschwindigkeit von 250km/h über den Highway gleitet, während die Familie seelig im Auto schlummert. Weit und breit kein Fahrzeug in Sicht, und die Sichtverhältnisse sind gut. Unser Fahrzeuglenker ist nicht übermüdet, hat keine Drogen oder Alkohol zu sich genommen und unterliegt keinen kognitiven Ablenkungen.


    Auch der Unterlegkeil, den ein polnischer LKW-Fahrer verloren hat und der auf der linken Spur liegt, ist frei von Drogen und Alkohol. Als unser Fahrzeuglenker über die Synapsen die Meldung bekommt "Hier stimmt etwas nicht" geht der Prozess der vom visuellen Reiz über das Erkennen eines bestimmten Reaktionsanlasses bis zur der darauf ausgerichteten Abwehrhandlung los.


    Unser Fahrzeuglenker fährt nicht nur schnell, sondern auch der Prozess funktioniert bei ihm schnell. Für die Reaktion, das Umsetzen des Fußes auf das Bremspedal und das Einleiten des Bremsvorganges benötigt er nur eine Sekunde. In dieser Sekunde hat er 70m zurückgelegt.


    Unser Fahrzeuglenker hat den Fahrersitz korrekt eingestellt, so dass er ausreichend Druck auf das Pedal bekommt, um das Fahrzeug zu verlangsamen.


    Nach weiteren 98m beträgt seine Geschwindigkeit "nur noch" 200km/h. Den Unterlegkeil beindruckt das nicht. "Selbst Schuld, wenn man mich aus 168m Entfernung erst als Gefahr wahrnimmt" denkt sich der polnische Keil.

    Vermutlich werde ich am 29.05.2022 wieder in dem Tempo unterwegs sein.

    Dass ist zu befürchten.

    Vermutlich werde ich um ca. 15:00 - 16:00 h ab Suben/Passau in Deutschland sein.

    Das ist zu wünschen.


    Gruß Frank

    Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.

    Einmal editiert, zuletzt von Guudsje ()

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  • (Passau)

    Das ist zu wünschen.

    Naja - bis Passau wird strikt 130 gefahren. Ich komme dann aus Budapest.


    Die Gefahr, auf der Autobahn durch Dritte abgeschossen zu werden, ist millionenfach größer als der polnische Keil.


    Ich habe selbst in einem Superb gesessen, als er über so ein Hindernis gefahren ist (nicht als Fahrzeuglenker). Da war der Reifen kaputt und noch einige Kleinigkeiten - sonst ist nichts passiert.


    Was meine Videosammlung aber an Beinaheunfälle im Tempobereich 80 - 120 km/h zeigt, ist der helle Wahnsinn. Ich bin bei dichtem Verkehr wesentlich reaktionsbereiter als bei Tempo 250. Und ich würde wegen eines Keils auch nicht bremsen: zu gefährlich. 150 m reichen allerdings DICKE, um zu blinken (obwohl es niemanden interessieren wird), dem Keil mit einer 0,5° Lenkbewegung auszuweichen und den Keil bei Waze als "Gegenstand auf der Fahrbahn" zu markieren.


    Meine Reaktionszeit ist aktuell übrigens offiziell gemessen maximal 0,24 s (3x langsamer als mit paarundzwanzig Jahren, da war die Reaktionszeit ca. 0,7 s). Die Reaktionszeit ist aber sehr theoretisch, aus meiner Erinnerung wüsste ich nur wenige Situationen, in der ich mich (außerhalb von Übungen) in einer Situation gefunden habe, auf die ich dringend reagieren musste. Ich glaube, die Letzte war 2004 in der Woche, als wir ein Klassentreffen hatten.... Und für einen polnischen Keil würde ich auch nicht bremsen. Wozu denn? Da fährt man ohne vom Gas zu gehen dran vorbei (und evtl. lässt man die Stelle durch meine Frau auf waze markieren - als Gegenstand auf der Straße).


    Wer Angst davor hat, das ich jemanden umniete und dabei evtl. auch töten könnte, sollte mit mir besser über das Skifahren reden, als über die Autobahn. Dort ist die Gefahr, mit jemandem zu kollidieren, drastisch höher. Selbstverständlich wird dieser jemand einen MEGA-Blödsinn gemacht haben (wie z.B. von der Seite aus dem Wald auf die Piste zu springen), aber diese Wahrscheinlichkeit hält mich nicht davon ab, bis zu knapp über 91 km/h zu fahren. Das ist WESENTLICH spannender als 250 km/h auf der Autobahn.

    Einmal editiert, zuletzt von zzz ()

  • Die Gefahr, auf der Autobahn durch Dritte abgeschossen zu werden, ist millionenfach größer als der polnische Keil.

    Sorry,


    da ich Dich nicht für vollkommen unterbelichtet habe, gehe ich davon aus, dass den Sinn meines Beitrages durchaus verstanden hast, insofern kann ich mich Deiner Aussage nur anschließen.

    Der Rest der Diskussion ist völlig überflüssig.

    Gruß Frank


    P.S. Im Jahr 2020 gab es insgesamt 60 tödliche Absturzunfälle. Die Wahrscheinlichkeit durch einen Arsturz-Arbeitsunfall zu sterben ist verschwindend gering und die meisten kwennen das Risiko und die möglichen Folgen .... so what. PSAgA und Absturzsicherungen sin was für Feiglinge und kosten dazu auch noch Zeit und Geld.

    Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.

  • Ihr bleibt bitte alle ganz "entspannt" - oder ;)


    Ist wieder etwas schwierig hier Ironie oder Sarkasmus rauszulesen...

    Wir wollen uns nicht gegenseitig "umerziehen", sondern sachlich Meinungen austauschen!

    Außerdem kommen wir bissi vom eigentlichen Thema ab.


    Als kleiner Hinweis von meiner Seite, ansonsten dann leider demnächst *closed* :(

    Chris

    preview

  • Moin,


    immer diese unentspannten Admins :S Passiert hier nicht gerade genau dass, was in unserem Berufsalltag auch passiert?


    SiFa zeigt Gefährdungen, Risiken und mögliche Folgen auf.


    Karl Napp: "Ich weiß schon was ich tue. Ich kenne das Risiko und die Folgen. Außerdem ist es vollkommen unwahrscheinlich ........." (Ich denke, dass haben wir alle bereits hundertmal gehört).


    "Ich bin für mich selbst verantwortlich"

    "Ihr stellt Euch aber auch an"

    "Ich habe das im Griff"

    "Ich habe die Situation jederzeit unter Kontrolle"


    Volkes Stimme (Beschäftigte), wie wir es immer wieder live und Farbe erleben dürfen.


    SiFa rück mit Unterweisungsvideo an, um die Folgen aufzuzeigen.


    Karl Napp: "Die ham sich awwer aach doof ogestellt. Des deed mir niiiiie bassiern" (in allen rhetorischen Variationen, die wir so kennen.

    Wir wollen uns nicht gegenseitig "umerziehen", sondern sachlich Meinungen austauschen!

    *IroAN*

    Ich denke nicht, dass der Puszta-Vettel aus Angst vor meinem polnischen Unterlegkeil demnächst nur noch 249km/h fährt

    *IroAus*


    Vielleicht ist es aber auch ein kleiner Denkanstossfür jeden, sich in die Denke der Karl Napps hineinzuversetzen. Es hat ja meistens Gründe, warum die Ihre Arbeit so und nicht anders machen. Karl ist sicherlich genau so davon überzeugt, dass er mit seinen Aussagen recht hat, wie wir von unseren Aussagen überzeugt sind, dass es Gefährdungen gibt, die Maßnahmen bedingen.


    Was bei uns die SiFa und der Karl sind, sind auf der Autobahn dann unser Fahrzeuglenker und die Polizei; unterschiedliche Ansichten mit der festen Überzeugung, Recht zu haben auf beiden Seiten.


    Gruß Frank,


    *IroAN*

    der vollkommen entspannt im Forum unterwegs ist, wenn ned dauernd de Ascheberscher Admin aus de Kist' gehüppt kimmt

    *IroAus*

    Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.

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  • ...wie schon Pipi sagte: "...ich mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt!"


    Gilt halt auch für SiFas, wenn sie nicht in ihrem Job unterwegs sind.


    In diesem Sinne

    Der Michael


    PS: Danke Guudsje. Nagel mal wieder vill aufn Kopp getroffen... 😉

    "You'll Clean That Up Before You Leave..." (Culture/ROU/Gangster Class)

  • Leute - ihr seid auf dem Holzweg.


    Bei den Unterweisungen usw. ist FALSCHES und RICHTIGES Verhalten gefragt. Was ich tue ist zu 100% richtig, legal, von jedem Gesetz, von jeder Verordnung und von jeder technischen Seite aus korrekt (bestimmungsgemäße Verwendung, Wartung, regelmäßige Prüfung).


    Was Ihr hier erzählt, ist dass doch ein Flugzeug abstürzen kann, und deswegen niemand den Bunker unter der Firma verlassen darf. Ein Mitarbeiter, der behauptet, er wüsste, wie man den Weg zum Klo findet, und was man dort tun kann, dem kommt ihr mit polnischen Amokläufern und Co.


    Im Ernst - das ist doch Blödsinn.


    Wer schneller fährt als erlaubt, oder wenn Andere zu nahe dran sind, dem könnt Ihr diesen Vortrag halten.


    Es geht auch nicht um mich - sondern darum, dass die Videos nicht lehrreich sind. Es werden Unfälle aus Regionen gezeigt, die mit unserer Region nicht vergleichbar sind, die mit Autos verursacht wurden, die selbst in der Chefetage die Brieftasche sprengen, bei Geschwindigkeiten, die jeder Vertreter heutzutage mit seinem Dienst-Diesel regelmäßig und unfallfrei fährt. Wenn ein Ferrari und Co. bei 200 km/h verunglückt, gibt es viele Ursachen, nur EINE Ursache ist es nicht für sich allein genommen: die Geschwindigkeit. Es ist absolut unmöglich, einen Ferrari oder ein sonstiges Auto der Supersportlerklasse mit eingeschaltetem ESP bei 200 km/h auf einer geeigneten Fahrbahn aus der Ruhe zu bringen. Man kann es natürlich absichtlich gegen Hindernisse steuern - solche Umstände außen vor, sind die garantiert über irgendwelche Bordsteine geflogen oder haben Ähnliche Dinge gemacht an Orten, die für vielleicht 50 km/h ausgelegt waren. Und nein, es war eben NICHT die Geschwindigkeit, an und für sich, sondern die falsche Geschwindigkeit am falschen Ort mit einem Fahrer, der jede Erbse mit seinem Hirn beleidigen würde. Auch Paul Walker ist mit 150 km/h gestorben, wo 70 km/h erlaubt war - und es war auch ein Baum im Spiel.


    Diese Videos oben sind also keine Lehrvideos. Sie sind FALSCH. Sie sind lustig und "boah ey" und sensationell - und machen Schadenfreude. Sie sind aber nicht lehrreich. Niemand aus meinem Umfeld - und aus Eurem Umfeld - wird es JEMALS schaffen, einen Ferrari oder Schlimmeres mit 200 km/h++ durch Wohngebiete zu fahren, und hoffentlich kommen die auch nicht auf die Idee, dies auf Landstraßen zu tun. Der Durchschnitts-TSI wird innerorts auch nur schwer auf ein solches Tempo kommen. Und was damit unterwiesen werden soll, ist mir schleierhaft: "Fahr nicht mit 200 km/h durch Parks, Fußgängerzonen und Dörfer"? Das ist kein SiFa-Job! Das ist Polizeijob.


    Ja, AUCH wenn man durch dafür nicht geeignete Gebiete 200 km/h+ fährt (oder auch deutlich weniger), kann es das Auto zerlegen. Das Auto kann von einem Baum bereits bei 120 km/h bis zur Unkenntlichkeit zerlegt werden - was standardmäßig der Fall ist auf Landstraßen und Innerorts (durch Mauerwerk). Dafür reicht alles, was schneller ist als ein Trabi, und den Trabi zerlegt es auch bei 30 km/h... Win-Win. Meine Frau hat's bei 80 km/h zerlegt (sie war klinisch tot, mehrere Wochen im Koma - bevor wir uns kannten) - in einem Fiat 127 bei unter 80 km/h: Landstraße (90 km/h erlaubt), Vorfahrtsverletzung durch einen Transporter (vom Feldweg auf die Straße eingefahren), Ausweichversuch - Baum - Auto wie Schuhkarton - Ende.


    So gesehen sollte sich jeder selbst an die Nase fassen, der außerorts 80 km/h und schneller fährt, wenn ein Baum in der Nähe sein kann, und keine Vorträge über Geschwindigkeiten auf einer freien Autobahn halten. Das gibt keinerlei Lerneffekt und beweist auch keine Überlegenheit an Verantwortungsbewusstsein.


    Der Millionär, der 417 fuhr (oder wie viel das war), hat sich akribisch darauf vorbereitet mit einem Fahrzeug, das für dieses Tempo geeignet war. Wenn das nicht erlaubt war, muss man eben ein allgemeines Tempolimit von 400 km/h oder 300 km/h auf der Autobahn aussprechen (wäre kein Problem, international lächerlich sind wir schon). Im übrigen hätte der Millionär gar nicht bremsen müssen im "Notfall". Der Luftwiderstand ist bei 400 km/h so brutal, dass es völlig ausreicht, vom Gas zu gehen, um ziemlich heftig zu verzögern. Schon bei 250 ist es so, dass Fuß vom Gas die Geschwindigkeit auf ca. 210 km/h einbrechen lässt (bei cw 0,27 eines BMW F30). Der Chiron hat cw 0,35. Der Golf II war da schon besser.... Im Gegensatz zum Golf II wird der Chiron aber an den Boden gedrückt - muss ja bei dem Tempo - und dann erübrigen sich so ziemlich alle Spekulationen über Bremswege. Der Chiron bremst nämlich in 114 m von 200 km/h ab, das ist etwa die doppelte Länge des Durchschnitssabstands, der auf der Autobahn von den Meisten "eingehalten" wird. Der Vertreterdiesel braucht dafür 140-150 m. Insofern reden wir hier von anderen Galaxien - ABSOLUT kein Lerneffekt aus der Situation mit dem Chiron. Natürlich: wer seinen Passat soweit tuned, dem kann man auch nicht helfen.


    Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass jemand, der einen Chiron in die Finger kriegt, die Übung wiederholt. Es ist nicht gesagt, dass er bereit ist, ständig neue Reifen (nach 4000-10.000 km ~40.000 EUR) und Felgen (Preis weiß ich nicht, aber es dürften mehr als 40.000 EUR sein) zu kaufen. Daraus ergibt sich, dass jegliche Spekulation über Sicherheit und Unsicherheit der besagten Fahrt völlig inkompetent ist. Ich möchte die Fahrt jedenfalls nicht bewerten - das Auto ist mir nämlich völlig fremd.


    Von daher lautet meine Unterweisung: wenn Du einen Chiron fährst, und Du den Schlüssel zum Freischalten der Geschwindigkeiten über 375 km/h in die Hand bekommst, dann gib Gummi! Sollte kein großes Problem sein (...nur utopisch, dass es passiert).


    Wir unterweisen also Utopien? Ernsthaft?

    2 Mal editiert, zuletzt von zzz ()

  • sofern man nicht außerhalb der Sichtweite rast


    2. Man startet mit 10.000 km Restanzeige für den Bremsenzustand, und nach 400 km ist man bei 1700 km Restbremsbelag. Dabei wurde nur gebremst, wenn ein Tempolimit die hohe Geschwindigkeit sabotiert hat.

    Hindernisse umfährst Du ja anscheinend, warum muss dann eine massive Bremsung erfolgen, wenn ein Tempolimit auftaucht? Da kann man auch rechtzeitig den Fuß vom Gaspedal nehmen, schon wird eine Bremsung weitgehend überflüssig oder nur in geringem Ausmaß erforderlich.

    Ganz klar, wo es keine Geschwindigkeitsbeschränkung gibt, darf jeder fahren was die Karre hergibt.

    Nein, die StVO sagt dazu was anderes. Schau mal in §3 nach, dort ist zu lesen: "Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann."

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand der bei Nacht mit 250 km/h über die Autobahn fährt innerhalb der übersehbaren Strecke anhalten kann.

    Weiterhin kann man dort lesen: "Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen." Jetzt beobachte mal wie viele Fahrzeuge mit Dachbox oder Fahrradträger über 130 km/h fahren, obwohl in fast allen Bedienungsanleitungen zu diesen Zubehörteilen 130 km/h als Höchstgeschwindigkeit festgelegt ist.

    Töten im Krieg ist nach meiner Auffassung um nichts besser, als gewöhnlicher Mord. (Albert Einstein)