Frage zum ersten Vorstellungsgespräch als FaSi wie läuft sowas ab

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  • Moin moin, ich habe bald ein Vorstellungsgespräch. Da stellt sich die Frage, wie bereite ich mich vor. was könnte gefragt werden? Es ist ja ein neues Berufsbild für mich und da mein Betrieb mir nur diese Ausbildung genehmigt aber keinerlei Interesse daran hat , bin ich gezwungen mich umzuschauen. Ich bin noch in einem ganzen anderem Feld tätig. Das macht es mir schwer etwas herzuleiten, was nicht aus der Ausbildung stammt. Ich habe aber schon Begehungen, Gefährdungsermittlung , Unterweisungen sowie Staplerschulungen durchgeführt. vllt mache ich mir nur wieder zu viel Gedanken. Frage, welche Tipps habt Ihr für mich ? Welche Erfragungen könntet Ihr teilen. Vielen Dank im Voraus

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  • Hi Andre,


    ist dies dein ersten Vorstellungsgespräch???


    Im ersten Gespräch geht es i.d.R. darum, sich kennen zu lernen - und nicht darum, wie eine Rettung aus engen Räumen zu erfolgen hat.


    Hier hast du zum Einen die Chance, deinen potentiellen Arbeitgeber zu begutachten und zum Zweiten, dich zu verkaufen. Also, warum dieser Weg?, warum dieses Unternehmen? wie glaubst du, kannst du dich einbringen und das Unternehmen erfolgreich machen? etc.pp.


    Ich persönlich bin:


    a) immer tiefenentspannt in meine Gespräche gegangen und habe

    b) wenig für "Tips und Tricks" zum Vorstellungsgespräch übrig - dazu ist ein solches viel zu individuell.


    Anyway - Viel Glück!


    In diesem Sinne

    Der Michael

    "Funny, It Worked Last Time..." (Culture, GCU)

  • Hi,


    ich glaube Personaler kommen da immer auf ganz komische Ideen, fernab von der Praxis....

    Erlebt habe ich schon so einiges von: "Führen Sie doch mal eine Kurzunterweisung zum

    Umgang mit dieser Klappleiter durch"

    In meinen Augen war die Leiter gar nicht mehr geeignet für den Gebrauch in einem Betrieb....

    Auch meine Frage nach dem Verhältnis zur Aufsichtsperson der BG war keine willkommene

    Frage. Eine Antwort wie: "Dieser Idiot, wir sind froh wenn er nicht da ist!" sagt schon so bißchen was aus über den Betrieb.


    Hast Du jemanden vom Fach gegenüber kann es auch ein sehr angenehmes Gespräch auf gleicher Wellenlänge sein

    Mach dich gut über das Unternehmen schlau, google einfach mal ob die mit Unfällen in der

    Presse standen. Schau dir die Politik zur Arbeitssicherheit an (wenn sie auf der HP verfügbar ist).

    Bereite dich einfach etwas darauf vor eine kurze Gefährdungsbeurteilung zu machen... falls jemand fragt, wie würden Sie in dem Fall XY handeln....


    hoffe es hilft.....

    Grüße

  • Moin,


    mache dir keinen Stress und bleibe du selber.


    Alles was irgendwie einstudiert ist kommt hölzern rüber.

    Auf die Frage nach Wegen und Vorgehen:

    Fakten sammeln, MA mitnehmen, Vorgesetzte mitnehmen und dann die Quintessenz ziehen. Das kriegt eine Neu-Sifa immer hin.


    Kopf hoch halten. Das wird und "Standing" zeigen.

    .
    .
    .
    ... viele Grüße vom Waldmann.





    "Et kütt, wie et kütt."
    (kölsche Zuversicht)

  • So ein Vorstellungsgespräch kann völlig unterschiedlich laufen, da wird Dir hier niemand eine Universalvorlage geben können.

    So wie ich es sehe ist das Dein erstes Vorstellungsgespräch als SiFa. Dem potentiellen AG dürfte das anhand der Bewerbung ja bekannt sein, somit rechnet er auch damit, dass Du noch nicht perfekt bist. Er hat aber möglicherweise Interesse an Dir, da Dein bisheriger Lebenslauf einige Punkte aufzeigt, die für Ihn wichtig und relevant sind. Sei es, dass Du aus der Branche kommst oder eben einige besondere Dinge gemacht hast, die für ihn interessant sind.

    Für Dich sollte interessant sein, warum die Stelle ausgeschrieben wurde. Ist die alte SiFa in Rente gegangen, war es bisher ein externer Dienst und man möchte das nun intern oder hat die BG gedroht?

    Gibt es noch weitere SiFa im Betrieb oder bist Du dort Einzelkämpfer? Gibt es schon ein Arbeitsschutzsystem oder ist das für den Betrieb Neuland?

    Wer glaubt, durch eine Infektion sein Immunsystem zu trainieren, muss konsequenterweise auch glauben, durch ein Steak seine Verdauung zu trainieren. (Christian Drosten 2021)



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  • Moin,


    ich habe erlebt, dass bestehende Probleme kurz beurteilt werden sollten (Qualität einer Gefährdungsbeurteilung einschätzen) oder natürlich detailliertes Wissen zum Thema Infektionsschutz (das war allerdings vor über einem Jahr).

    => hängt ganz vom Unternehmen bzw. den am Gespräch teilnehmenden Personen ab und ist nicht vorhersehbar.


    Die Aussage von Waldmann trifft denke ich alles.


    Gutes Gelingen!

  • Nur am Rande:


    ...bei dem, bisher einzigen, Unternehmen, welches im Vorstellungsgespräch eine "Arbeitsprobe" sehen wollte, war meine Antwort:

    "Danke für das nette Gespräch, aber für mich ist es hiermit beendet!"


    Auf so einen Blödsinn darf man sich definitiv nicht einlassen, da er an einer solchen Stelle seriöserweise nichts zu suchen hat.


    In diesem Sinne

    Der Michael

    "Funny, It Worked Last Time..." (Culture, GCU)

  • Mir wurden Fragen gestellt, wie:

    - Wenn sie Missstände sehen... wie gehen Sie da vor?

    - Was haben sie in ihrem bisherigen Unternehmen gemacht.

    - Wie waren ihre bisherigen Erfahrungen?


    Und natürlich auch eine Arbeitsprobe:

    Es wurden Bilder von Begehungen gezeigt und ich sollte aufzählen, was mir auffällt.


    Bei den Bildern musste ich immer so lachen, denn es waren exakt die gleichen Situationen, die ich im derzeitigen Unternehmen anprangere...

    Beste Grüße aus Mainz


    E.weline



    Versicherung der Unsicherheit ist Sicherheit.

    Handpeter Rigs (*1955), Dr. phil., deutscher Philosoph und Aphoristiker


  • Moin,

    welches im Vorstellungsgespräch eine "Arbeitsprobe" sehen wollte, war meine Antwort:

    "Danke für das nette Gespräch, aber für mich ist es hiermit beendet!"

    weshalb soll das denn unseriös sein? Ich mach in jedem Bewerbungsgespräch ein kleinen Testlauf um die Bewerber objektiv untereinander vergleichen zu können. Ich will einen fachlich geeigneten Mitarbeiter und keinen der nur heiße Luft verbreitet. Ein netten Lebenslauf und gutes Anschreiben kann schließlich jeder hinzimmern (lassen) ...

    Bei so einer Antwort würde mir die Hutschnur durchgehen ... das ist alles andere als eine professionelle Einstellung von dir!

    Beste Grüße


    J.H.J

    Einmal editiert, zuletzt von J.H.J ()

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  • Ich finde es immer wieder schwierig, wenn man von seinem Standpunkt auf andere Situationen schließt. Wir haben hier ja auch Leute, die in verantwortlicher Position sitzen und damit einige Funktionen ganz anders sehen, als eine rein beratende SiFa.

    Falls er da, nur mal als Gedankenbild, reine Personaler sitzen hatte...

    Je nach Aufgabenfeld haben hier doch viele auch spezielle Kenntnisse, die ein neuer Kollege normalerweise gar nicht mitbringen kann.

    Bei anderen Firmen kann auch alles "standard" sein, da mag es so funktionieren.

    Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst - Albrecht Müller

  • Hallo Andre,


    Einfach locker bleiben sich vorher über das Unternehmen schlau machen.

    Von Arbeitsproben halte ich gar nichts. Die meisten Personaler haben wenig Ahnung von Arbeitssicherheit und können Deine Ausführungen nicht interpretieren. Erst in der Praxis trennt sich die Streu von Weizen.

    Ich selber habe bei Audits öfters erlebt das gerade im Personalabteilung nicht viel von Arbeitssicherheit gehalten wurde. (Bildschirmeinstellungen, Sitzhaltung, auf Stühle klettern, nicht genehmigte Gefahrstoffe ohne SDB unsw.

    Mit freundlichen Grüssen aus Braunschweig!


    Hans-Jürgen

  • Ich habe in meiner Funktion als HSE Manager Personalverantwortung gehabt und eine Menge Bewerber kennengelernt, abgelehnt und angestellt....


    1. In einem ersten Gespräch, welches in erster Linie dem Kennenlernen dient, hat sowas m.M. nichts zu suchen.

    2. Welcher Personaler wird in einem Vorstellungsgespräch gebeten, eine fristlose Kündigung zu "bearbeiten" um seine Qualifikation zu prüfen?

    3. Wenn ich mir aufgrund meiner Erfahrung und persönlichen Qualifikation nicht ausreichend Menschenkenntnis zutraue, bin ich selbst vielleicht nicht der Richtige.

    4. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, solche Fähigkeiten auch indirekt zu eroieren.

    5. Und am Ende gibt es tatsächlich so etwas wie eine Probezeit. Da muss ich dann tatsächlich manchmal auch den A... in der Hose haben und zugeben, dass ich mich geirrt habe.


    Anyway, jeder so wie er mag. Wenn ich vom Fragesteller nach meiner Meinung gefragt werde - dies ist sie. Es muss ja nicht jeder damit konform gehen...


    In diesem Sinne

    Der Michael

    "Funny, It Worked Last Time..." (Culture, GCU)

  • Hallo , und erst einmal vielen Dank für die rege Beteiligung! Also es ist mein erstes Gespräch als Fachkraft, das ist richtig. Das Gespräch wird mit einer Fachkraft in Leitungsposition stattfinden. Ich werde mich natürlich vorbeiten in Form der BG ( da es nicht die VBG ist ). Ich werde mir die hauptsächliche BG Regeln für diese Branche anschauen. Eure Tipps helfen mir schon etwas weiter. Dieses Forum ist echt gut, dass muss ich noch einmal erwähnen Vielen Dank

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  • Hallo zusammen,


    hierzu mal ne Frage:

    ich vermute, dass ich meine Rente (bin 48) nicht in dieser Firma (Tier1) angehe...

    Als FASI würde ich nun die nächsten 2-3 Jahre Erfahrungen sammeln.

    sollte dies "Ausreichend" sein oder glaubt Ihr, dass is zu wenig?


    Danke

    Norbert