Mode-Thema "Gendern"

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  • Hallo zusammen,


    jetzt hat es mich erwischt und ein Kunde möchte Dokumente gerne "gegendert" haben :rolleyes:. Wobei es mir freigestellt ist, z.B. "Beschäftigte" oder "Personal" oder "Mitarbeitende" oder "Mitarbeiter*innen" zu schreiben. Vor einiger Zeit habe ich bewusst die neutralen Begriffe durch "Mitarbeiter" ersetzt. Wie geht ihr damit um, bzw. habt ihr das schon auf dem Tisch?

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  • Hallo Kollege,


    ich für mich weigere mich die Dokumente tiefergehend zu ändern. Bei Brief-und Mailanschreiben verwende ich den *.


    Wenn du es willst/must nutze die Ersetzen Funktion in z.B.: Word.

    Es gibt auch ein Tool das einfache Inhaltsänderungen vornimmt ohne das die Datei in einer Textverarbeitung geöffnet werden muss. Wahrscheinlich eine Stapelverarbeitung im "DOS-Modus".


    VG Reinhard

  • Hallo Falco,


    wir verwenden den Begriff "Beschäftigte", da wir zumindest im Plural nicht gendern müssen ("Die Beschäftigten"). Im Singular benutzen wir die maskuline Form (der Beschäftigte). Wenn wir gendern müssten würden wir im Singular "die/der Beschäftigte "davorsetzten.


    Hoffe ich konnte Dir helfen,


    Gruß Irina

  • Hallo zusammen,


    jetzt hat es mich erwischt und ein Kunde möchte Dokumente gerne "gegendert" haben :rolleyes:. Wobei es mir freigestellt ist, z.B. "Beschäftigte" oder "Personal" oder "Mitarbeitende" oder "Mitarbeiter*innen" zu schreiben. Vor einiger Zeit habe ich bewusst die neutralen Begriffe durch "Mitarbeiter" ersetzt. Wie geht ihr damit um, bzw. habt ihr das schon auf dem Tisch?

    Ich wende die Regeln zurückhaltend an, d.h. weder "*", noch ":". Von der Uni kenne ich noch den Großbuchstaben in der Mitte ("StudentInnen"). Das gefällt mir aber auch nicht.

    Daher übernehme ich die Begriffe aus den BG- und DGUV-Texten oder ich sehe auf Seiten wie dieser nach:

    https://geschicktgendern.de/

    Arbeitsschutz ist wie Staubwischen.

  • 1. gegendert schreibt man mit ä ergo geändert! und ohne g.:Lach:

    2. wir benutzen Mitarbeiter (m/w/d) und Führungskräfte (m/w/d) und Bereichsleiter (m/w/d).


    Für die Frauenrechtlerinnen hier, ich weiß nicht warum man das m für männlich zuerst schreibt. Vielleicht weil wir auch in der Bibel zuerst da waren.

    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)
                                                                                                                                                              
    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)

    *S&E* Glück auf


    Gruß Mick

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  • Wie geht ihr damit um, bzw. habt ihr das schon auf dem Tisch?

    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich dieses Thema zu meinem Glück noch nicht auf dem Tisch hatte. Und wenn das irgendwann kommen sollte ... puh, ich weiß nicht, ob ich das machen würde. Ich versuche, meine Dokumente weitestgehend neutral zu schreiben. Mehr wird es meinerseits (ohne Zwang) nicht geben.


    Ich höre bei diesem Thema immer meine Frau, die sagte: "Ich fühle mich von dem Begriff Ingenieurin diskriminiert" da für sie die Unterscheidung in Ingenieur und Ingenieurin eine Abwertung des von ihr Geleisteten beinhaltet. (Sie ist wie ich ein Wirtschaftsingenieur, nur andere Fachrichtung und hat ihren Abschluss mit 1 gemacht, was ein wenig besser war als meine 2)

    wenn der Tag auch niemals kommt, bleibt mir immer noch die Nacht. Carpe Noctem! (Alexander Spreng)

  • Ich bin beim Gendern voll dabei.

    Unsere ehemalige Beauftragte für Chancengleichheit hat da großen wert drauf gelegt. Der Inhalt bei den Texten konnte so frauenfeindlich sein wie er wollte hauptsache gegendert.

    Ich nutze Beschäftigte und Führungskräfte. Allerdings ist mir noch nichts kluges bei der/dem Betriebsärztin/Betriebsarzt eingefallen.

    Ich persönlich bin auch kein Freund (oh ups bin ja weiblich also ähhh) keine Freundin die eh schon unbeliebten Gefährdungsbeurteilungen zu gendern, damit man sie gar nicht mehr lesen kann und will.

    Immerhin beschränkt sich das Gendern bei uns noch auf Männlein und Weiblein ist also sowieso völliger nonsens.

  • Ich beobachte im Alltag, dass sich das generische Femininum ausbreitet. Meintewegen, aber wenn sich das durchsetzt, ist das Gendern beendet, bevor es sich durchgesetzt hat. Also abwarten und :49: trinken ...

    Arbeitsschutz ist wie Staubwischen.

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  • Moin.


    Den Begriff "Beschäftigte" verwende ich schon seit Jahren; schlicht und einfach... es steht so in den Gesetzen usw.

    Ansonsten spreche ich mein Gegenüber so an, wie ich es gelernt habe. Frau --> Frau, Mann --> Herr.... Wenn was anderes kommt dann mit dem entsprechenden Artikel.


    Wenn ich ein Anschreiben erstelle dann bleibe ich bei Beschäftigte...


    "Sehr geehrter Herr Schulz (<--- Der Ansprechpartner im Unternehmen ist männlich und heißt Schulz)

    die Unterweisung der Beschäftigten (Mehrzahl derjenigen die alle im Betrieb (nicht Firma) gegen Geld und sonstiges Dienstleistung erbringen) steht im Juni an. Wir sollten einen Termin vereinbaren"


    Für alles andere wie Maschinen, Gegenstände, gibt es in der deutschen Sprache Artikel. Die verwende ich. Auch so wie ich es gelernt habe. Ich weigere mich schlichtweg diesen Blödsinn mitzumachen. Wir haben genug andere "Probleme" die wichtiger sind.



    Und das behalte ich bei.

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    Irgendwann gehe ich zur BG und lasse mir den Arbeitsschutz als Berufskrankheit anerkennen...


    Wisst ihr was das Schlimmste ist? Wenn nicht.. .klickt hier ....


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    Mike

  • Wir schreiben in unseren Dokumenten folgenden Satz vorneweg

    pasted-from-clipboard.png

    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)
                                                                                                                                                              
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    (Leo Tolstoi)

    *S&E* Glück auf


    Gruß Mick

  • Es ist leider wie so oft: Die, die am lautesten schreien und dìe grössten Deppen finden am meisten Gehör...


    Ich habe bis dato alle diesbezüglichen Anfragen, Diskussionsanstösse, Bitten oder Forderungen schlichtweg ignoriert.


    Sprache entwickelt sich - das hat sie immer schon getan; aber bis dato nicht, weil sich einige in ihrem Ego verletzt sahen.


    Ich finde es in der Tat immer wieder erstaunlich, wie einfach es ist, Menschen, insbesondere unter Mithilfe von "social media" (oh Gott, WAS für eine Wortschöpfung) dazu zu bewegen auf einen Zug aufzuspringen nur weil ein Clown in grossen Lettern " ...on my way to the promised land..." (um einen recht bekannten Songtext zu zitieren!) draufgepinselt hat...


    Aber - wer's will...


    In diesem Sinne

    Der Michael

    "Funny, It Worked Last Time..." (Culture, GCU)

  • Ist es eigentlich falsch, wenn ich sage ich habe mich über das Gendern schwarz geärgert?

    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)
                                                                                                                                                              
    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)

    *S&E* Glück auf


    Gruß Mick

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  • Hallo zusammen,


    jetzt hat es mich erwischt und ein Kunde möchte Dokumente gerne "gegendert" haben :rolleyes:. Wobei es mir freigestellt ist, z.B. "Beschäftigte" oder "Personal" oder "Mitarbeitende" oder "Mitarbeiter*innen" zu schreiben. Vor einiger Zeit habe ich bewusst die neutralen Begriffe durch "Mitarbeiter" ersetzt. Wie geht ihr damit um, bzw. habt ihr das schon auf dem Tisch?

    Hat das gendern einen Bezug zu deiner eigentlichen Aufgabe? Oder möchte der Auftraggeber (m/w/d) eine zusätzliche Leistung von dir bekommen? Ich könnte verstehen, wenn du diese Leistung in Rechnung stellen mußt. Du brauchst ja sicherlich länger, um die Texte zu erstellen.


    Ich habe versucht, Texte durchgängig zu gendern und lasse es wieder sein. Es kostet viel Zeit und meine Adressaten würdigen es nicht wirklich. Solange diese neuen Formen der Sprache nicht im intuitiven Sprachgebrauch angekommen sind, schicke ich Texte, die gegendert sein sollen, zur Bearbeitung an die Gleichstellungsbeauftragte. Weil sie sich das gendern zum Thema gemacht hat.

  • Ist es eigentlich falsch, wenn ich sage ich habe mich über das Gendern schwarz geärgert?

    Nein, für mich ist das Ok. Und für meine Frau, die aus dem südlichen Afrika kommt ebenfalls. Die bezeichnet dieses gegendere als "First-World-Problems". Die versteht auch dieses BPoC nicht. Sie selbst bezeichnet sich als "black", was ja auch stimmt.


    Allerdings ist die Frage, ob man "Schwarz" oder "Mohr..." schreiben kann/darf/soll wieder eine andere Diskussion, in der viele Großbuchstaben verwendet werden

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank schon mal für Eure Antworten bis jetzt. Da bin ich doch etwas beruhigt, dass der grösste Teil (oder die grösste Teil*in?) hier ähnlich zu denken scheint wie ich. Selbstverständlich bemühe ich mich, inklusiver zu schreiben, als noch vor einigeer Zeit. Doch dieses zwanghafte Gendern mit * oder _ oder I macht die Texte unleserlich, ohne m.M.n. einen wirklichen Nähr- und Mehrwert zu schaffen. Aktuell wurde mir zum Glück (noch?) freigestellt. wie ich das mache. In dem Text sollte ich z.B. "Mitarbeiter" ersetzen. Ich persönlich finde das Wort freundlicher als "Beschäftigte". Die andere Möglichkeit wäre Mitarbeiter*in oder MitarbeiterInnen. Beides für mich ein no go. Mal sehen, wie das weitergeht...

  • Hat das gendern einen Bezug zu deiner eigentlichen Aufgabe? Oder möchte der Auftraggeber (m/w/d) eine zusätzliche Leistung von dir bekommen? Ich könnte verstehen, wenn du diese Leistung in Rechnung stellen mußt. Du brauchst ja sicherlich länger, um die Texte zu erstellen.

    Die Dame möchte, dass ich die BA und UW und andere interne Papiere grundsätzlich gendere. Es sind ein paar Buchstaben mehr, also nicht der Megaaufwand. Dennoch steht für mich die Leserlichkeit im Vordergrund.

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  • Was ich mich immer wieder frage ist wie eine BA geschlechtsspezifisch geschrieben wird.

    Also ich kenne das so, dass BA sehr kryptisch geschrieben sind.


    Bei der Arbeit nicht essen, keine Lebensmittel

    Beim Umang mit xxxxx ist Mundschutz zu tragen

    Im Falle von Notfällen Notruf absezten.....

    .

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    .


    Und ich kenne ja einige BA... da hab ich noch nie was drin gesehn.

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    Irgendwann gehe ich zur BG und lasse mir den Arbeitsschutz als Berufskrankheit anerkennen...


    Wisst ihr was das Schlimmste ist? Wenn nicht.. .klickt hier ....


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    Mike

  • Moin,


    die schönsten BAs sind die, in denen absolut vorbildlich gegendert wird, bei der persönlichen Schutzausrüstung aber dann steht


    "Geeignete Schutzhandschuhe verwenden"


    Hauptsache alle Sternchen, Binnen-Is und was weiß ich sind gesetzt, aber die Beschäftigten können dann rätseln, was geeignete Schutzhandschuhe sind. X/


    Gruß Frank

    Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.

    Einmal editiert, zuletzt von Guudsje ()