Heissarbeiten-Genehmigungsschein

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  • Ich bin der Brandschutzbeauftragte. der Berater, der Heilsbringer, zusammengefasst der Messias. Ich berate meinen Arbeitgeber, vertreten durch zwei Mitarbeiter (m/w/d).

    Empfehlung --> praktisches Löschtraining mit Wandhydrant und Wasserlöschern. Gebongt wird gemacht. Ort, der Innenhof zwischen den vielen Gebäuden.

    Der ext. Brandschutztrainer führt noch ein paar Gimmicks durch --> Spraydosen bums (zwischen den Gebäuden!!) und Fettbrandsymbolisation. Habe ich nur durch Zufall erfahren!!!!!

    Platz geprüft und für nicht tauglich erklärt, Spraydose gestrichen. Da fallen einige bei uns tot vom Stuhl, wenn das bollert.


    So nun die Frage. Der entzündet ein Feuer um einen Fettbrand zu symboliseren. Und einige andere Brände. Soll ich jetzt böse sein und einen Heißarbeiten-Genehmigungsschein

    verlangen? Letztendlich sollte bei einem Brandtrainer nicht passieren................oder? Wie seht Ihr das?

    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)
                                                                                                                                                              
    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)

    *S&E* Glück auf


    Gruß Mick

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  • Also... in unserem Erlaubnisschein (wenigstens den haben wir - Spaß beiseite) steht u.a., dass alle brennbaren Materialien aus dem Bereich entfernt werden sollen, welches Löschmittel bereitzustehen hat etc...


    Wer hat die Verantwortung für die Durchführung des Trainings bzw. wer hat beauftragt? Ich würde es als Voraussetzung ansehen, dass bereits bei der Planung beide Parteien das durchgehen... Vielleich kommt dann ja raus, dass der Platz für das Training nicht geeignet ist, aufgrund der zu erwarteten Feuerausdehnung doch geeignet ist oder was auch immer.


    Das es knallt und rummst... damit sollten die angrenzenden Bereiche rechnen... so denn sie vorher informiert wurden.

    Beste Grüße aus Mainz


    E.weline



    Versicherung der Unsicherheit ist Sicherheit.

    Handpeter Rigs (*1955), Dr. phil., deutscher Philosoph und Aphoristiker


  • Hallo E.weline,


    das ist mir alles schon klar. Die Frage ist, schiesse ich über das Ziel hinaus, wenn ich jetzt bei der Brandschutzübung einen HAGS verlange?

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    (unbekannt)
                                                                                                                                                              
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    Gruß Mick

  • Soll ich jetzt böse sein und einen Heißarbeiten-Genehmigungsschein

    verlangen? Letztendlich sollte bei einem Brandtrainer nicht passieren................oder? Wie seht Ihr das?

    Ich würde gemeinsam mit dem Dienstleister eine kurze GBU durchführen, da kannst Du ja Deine Bedenken anbringen.

    Meine Frau: Einem bei der Arbeit auf die Finger schauen und hinterher klugscheißen.

    Ich: Ist mein Job.

    Meine Frau: Solche Personen gehen mir sowas auf den Sack, den ich nicht habe.



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  • Hallo,

    So nun die Frage. Der entzündet ein Feuer um einen Fettbrand zu symboliseren. Und einige andere Brände. Soll ich jetzt böse sein und einen Heißarbeiten-Genehmigungsschein

    verlangen? Letztendlich sollte bei einem Brandtrainer nicht passieren................oder? Wie seht Ihr das?

    Das mit einem Brandtrainer nichts passieren kann ist ein Gerücht.

    Es gab schon diverse, teilweise schwere Zwischenfälle.


    Einen Erlaubnisschein halte ich für nicht notwendig, dafür u.a. aber

    eine Gefährdungsbeurteilung. Siehe zum Thema auch hier:


    https://publikationen.dguv.de/…uerloescheinrichtung?c=53


    Auf deren Einhaltung würde ich achten.


    Gruß

    Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

  • Hallo Mick,


    ob Du einen Erlaubnisschein ausstellen solltest oder nicht, kann niemand beurteilen, der die Situation vor Ort nicht kennt. Ich finde das nicht so abwegig.

    Er kann sehr wohl notwendig sein! Eventuell müssen (gerade wenn auch Fettbrand simuliert wird) Melder ausgeschaltet werden, oder, oder, oder....

    das von Simon Schmeisser verlinkte Dokument hilft bei der Orientierung


    Gruß

    Stephan

    Wer andern eine Grube gräbt... ist Bauarbeiter

  • Bin ich gerade am Lesen.

    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)
                                                                                                                                                              
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    *S&E* Glück auf


    Gruß Mick

  • In meiner Branche muss eine Große Freigabe (Heißarbeits Schein) her selbst aus dem Parkplatz, da machen wir die Feuerlöschübung. Wenn euer Umfeld so liegt (Rohrbrücken, Industrielles Umfeld oder viel brennbares Material) klar warum nicht.

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  • Hallo,


    wenn man doch aber eine Gefährdungsbeurteilung macht,

    warum noch zusätzlich ein Erlaubnisschein für feuergefährliche

    Arbeiten? Oder macht ihr dann nur den Erlaubnisschein?

    Und selbst wenn es darum geht, z.B. einzelne Melder in der BMA

    abzuschalten, so braucht man doch dafür nicht den Erlaubnisschein.

    Wobei man ohnehin die Frage sich schon stellen kann, ist eine

    Abschaltung von einzelnen Meldern wirklich klug?! Schließlich muss

    man sich dann auch Gedanken machen, wie man die

    Brandsicherheit während der Abschaltung anderweitig gewährleistet.


    Unter feuergefährliche Arbeiten verstehe ich z.B. Schweißarbeiten,

    Lötarbeiten, Trennschleifer-Arbeiten. Wie darf man sich das dann

    praktisch vorstellen? Habt ihr extra eigene Formulare mit diesem

    Zusatz "Brandschutzübung"? Mit den bekannten Vordrucken wird

    das ja nicht funktionieren.

    Wenn euer Umfeld so liegt (Rohrbrücken, Industrielles Umfeld oder viel brennbares Material) klar warum nicht.

    Ich kenne solche Problematiken. Muss man sich dann aber nicht eher

    die Frage stellen, ob der Ort der Übung tatsächlich geeignet ist?

    Gerade wenn man dieses Vorgehen konsequent verfolgt, müsste man

    doch im Anschluss auch noch eine Brandwache über ein/zwei Stunden

    mindestens stellen bzw. eine anderweitige Überwachung gewährleisten.


    Vielleicht können Sie zum besseren Verständnis noch ein

    paar Ausführungen machen? Gerade die Gründe zu diesem

    Vorgehen würden mich interessieren.


    Gruß

    Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

  • Viel geschrieben viele verschiedene Aussagen:

    Ich finde hier die Kollegen und Kolleginnen die sagen nein oder nicht so viel machen.


    Die andere Seite, ja auf jeden Fall. Auf dieser Seite befinde ich mich auch.


    Warum:

    Was gibt es für Vorgaben bei Euch im Firmenkomplex, der Gesetzgeber verlangt Schutzmaßnahmen die man umsetzen muss.


    Ich verstehe nicht, dass es immer noch FaSi und FaSinnnen gibt, die meinen das der Fachmann oder die Fachfrau, in diesem Fall der Brandschutzbeauftragte oder die Brandschutzbeauftragte, dass die aufgestellten Regeln für einen nicht gelten?


    Ich bin der Meinung wenn wir nicht als Vorbild vorangehen, wer denn dann!.


    Ganz abschließend, wir sind nicht in unserer Berufung unterwegs um es jeden Menschen recht zu machen.


    „Was richtig ist, ist nicht immer beliebt und was beliebt ist, ist nicht immer richtig.“


    "Lerne NEIN zu sagen. Erst dann werden andere lernen, dein JA zu schätzen."

    Fremde Meinungen sind zu akzeptieren meine Antwort auf "du" oder "sie". Ich möchte geduzt werden.
    Ich schreibe weiter alles mit DU (siehe Forumsregel). Die die kein Du haben wollen, machen gedanklich immer aus dem Du ein Sie.
    Gruß RaBau


    Nur Pessimisten schmieden das Eisen, solange es heiß ist. Optimisten vertrauen darauf, dass es nicht erkaltet. (Zitat von Peter Bamm)

  • Guten Morgen,


    ich arbeite im Industriepark in Frankfurt Höchst, hier sind mittlerweile unzählige einzelne Firmen beheimatet. In diesem Umfeld gibt es zwar Bereiche in welchen keine EX Zone herrscht das bedeutet aber nicht das dort z.B. geraucht oder geschweißt werden darf ohne Erlaubnis. Diese Bereiche sind meist "öffentlich" und gehören dem Betreiber Infraserv oder anderen Firmen im IPH.

    Wenn die Kollegen der Feuerwehr die jährliche Übung mit uns machen gehen wir auf einen Parkplatz welchen wir vom Betreiber gemietet haben. Dort wird von der Feuerwehr ein gasbetriebener "Feuertopf" aufgestellt und dieser dann mit Wasser und CO² gelöscht. Alles steht auf einem festen Untergrund, das Umfeld ist eine große freie Fläche und alles wird nach der Übung wieder von der Feuerwehr abgebaut und mitgenommen.

    Wir nehmen die "große" Freigabe für Heißarbeiten auf welcher Tätigkeiten mit Trennschleifer oder Schweißgeräte abgedeckt ist (offene Flamme ist für mich offene Flamme) und geben ein Ex/Ox Warngerät mit.

    GB hin oder her, die aktuelle Situation kann sich vor Ort schnell ändern z.B. die Fläche wir befahren, Gasalarm oder Leckage in Betrieben um den Parkplatz usw. kurz um wir machen das Tagesaktuell mit Freigabe.


    Ich hoffe das reicht bzw. ich konnte das verständlich umschreiben.

  • Hallo,


    Danke für die Erläuterungen.


    Gruß

    Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

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