GBU nach JArbSchG

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  • Guten Morgen,


    ich war Stolz wie Bolle sämtliche Gefährdungsbeurteilungen zusammen zu haben (~~)

    jetzt kommt die BG auf mich zu und fragt nach den Gefährdungsbeurteilungen für Auszubildende nach JArbSchG:36:

    Hat jemand damit Erfahrungen oder ein Beispiel die ich bei meine GBU der verschiedenen Berufgruppen mit anhängen kann?


    Vielen Dank und einen guten Start in die Woche.


    Grüße aus dem Rheinland

  • Moin,


    die GB für Jugendliche ist bei uns fast identisch mit der für werdenden Mütter. Die mindestens halbjährige Unterweisung ist noch enthalten.

    Unsere UK hat sich dafür noch nicht interessiert.

    Gruß

  • Nimm einfach das JArbSchG zur Hand und schau Dir mal die Paragraphen an. Siehe da, es gibt einige Vorgaben, die bei Dir zutreffen können und dann ist eben ein Abgleich mit der Situation vor Ort erforderlich.

    Ich habe da eben mal rein geschaut und einiges, auch für mich überraschendes, gefunden, wie z.B. §11 Ruhepausen. Man denkt ja oft nur an die gefährliche Arbeit entsprechend §22, aber wie erwähnt, es gibt noch einige andere Punkte, die hier abzugleichen sind. Das könnte man, meiner Meinung nach, gut in eine Checkliste verpacken und schon können die Bereiche das abarbeiten.

    Meine Frau: Einem bei der Arbeit auf die Finger schauen und hinterher klugscheißen.

    Ich: Ist mein Job.

    Meine Frau: Solche Personen gehen mir sowas auf den Sack, den ich nicht habe.



  • Hallo,


    in unseren normalen GBUs.....wird auch abgefragt wer dort arbeitet ....

    wenn Jugendliche in dem Bereich vorkommen, dann wie AxelS sagt

    einfach das JArbSchG hernehmen und Abgleichen... bei Bedarf Maßnahmen erstellen....fertsch

    Viele Grüße aus Mittel:Franken: und bleibt gesund

  • Dito AxelS

    zum Beispiel betrachten:


    Arbeitszeit - Höchstarbeitszeit

    Arbeitszeit - Ruhepausen

    Arbeitszeit - Schichtzeit

    Arbeitszeit – Arbeitsfreizeit

    Arbeitszeit – Nachtruhe

    Arbeitszeit – 5 –Tage-Woche

    Arbeitszeit – Samstagsarbeit

    Arbeitszeit – Sonn- und Feiertagsarbeit

    Beschäftigungsverbote und –beschränkungen

    Arbeitsschutzorganisation bei Beschäftigung von Jugendlichen – Arbeitsplatz für Jugendliche einrichten

    Arbeitsschutzorganisation bei Beschäftigung von Jugendlichen – Unterweisung über Gefahren

    Arbeitsschutzorganisation bei Beschäftigung von Jugendlichen – Aushänge

    Arbeitsschutzorganisation bei Beschäftigung von Jugendlichen – Verzeichnisse


    Gruß

    Andy

    Ich erhebe keinen allgemeingültigen Anspruch auf die Wahrheit, wie alle Menschen habe auch ich nur meine Sicht der Dinge!

  • Kleiner Hinweis: In eine GBU gehören nicht tausend Zitate aus Rechtsvorschriften wie Arbeits- und Pausenzeiten.

    In eine GBU gehören in diesem Zusammenhang mögliche Ursachen für potentielle Verstösse und entsprechende Massnahmen...


    Also nicht: "Tägliche Pause für u18 von 60 min ist einzuhalten!" Sondern: "Die zuständigen Fachvorgesetzten haben die gesetzlichen Pausenzeiten der Auszubildenden anzuweisen und deren Einhaltung zu überwachen!"


    In diesem Sinne

    Der Michael

    "...Every day of my life, it seems, Troubles knocking at my door,..." (Whitesnake)

  • Also nicht: "Tägliche Pause für u18 von 60 min ist einzuhalten!" Sondern: "Die zuständigen Fachvorgesetzten haben die gesetzlichen Pausenzeiten der Auszubildenden anzuweisen und deren Einhaltung zu überwachen!"

    Ich würde aber gerade ersteres empfehlen und nicht Deinen Vorschlag, denn die Vorgesetzten kennen doch die Rahmenbedingungen in der Regel nicht und möchten sich auch nicht damit beschäftigen. Daher mein Vorschlag mit der Checkliste. Die Vorgesetzten füllen diese aus und wenn die Liste gut gestaltet ist, erkennen sie, wo noch was nachgearbeitet werden muss.

    Meine Frau: Einem bei der Arbeit auf die Finger schauen und hinterher klugscheißen.

    Ich: Ist mein Job.

    Meine Frau: Solche Personen gehen mir sowas auf den Sack, den ich nicht habe.



  • Tja, da sind wir wieder...


    Wenn die Vorgesetzten die Rahmenbedingungen nicht kennen und sich nicht damit beschäftigen wollen, sind sie fehl am Platz - Stichwort: Sichwrheitskultur.


    Wenn ich ausserdem alle Rechts- und Normenvorschriften in Checklisten verarbeite, habe ich i.d.R. sehr umfangreiche Dokumente, die sich auch keiner anguckt.


    Aber letztendlich kann es ja glücklicherweise jeder so machen wie er möchte. Ich gebe hier halt meine persönlichen Erfahrungen, Ansichten und Verfahrensweisen wieder - ohne den Anspruch zu haben, dabei die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben oder jemanden von mir überzeugen zu wollen. Davon lebt glaub ich dieser Austausch hier...


    In diesem Sinne

    Der Michael

    "...Every day of my life, it seems, Troubles knocking at my door,..." (Whitesnake)

  • Ich würde aber gerade ersteres empfehlen und nicht Deinen Vorschlag, denn die Vorgesetzten kennen doch die Rahmenbedingungen in der Regel nicht und möchten sich auch nicht damit beschäftigen. Daher mein Vorschlag mit der Checkliste. Die Vorgesetzten füllen diese aus und wenn die Liste gut gestaltet ist, erkennen sie, wo noch was nachgearbeitet werden muss.


    Wenn die Vorgesetzten die Rahmenbedingungen nicht kennen und sich nicht damit beschäftigen wollen, sind sie fehl am Platz - Stichwort: Sichwrheitskultur.


    Wenn ich ausserdem alle Rechts- und Normenvorschriften in Checklisten verarbeite, habe ich i.d.R. sehr umfangreiche Dokumente, die sich auch keiner anguckt.

    Ich denke ihr habt beide Recht.... und auch wieder nicht ....


    das sind genau die Probleme....

    - Was ist es für eine Organisation

    - Wieviele Lehrlinge gibt es

    - wie qualifiriert sind die Führungskräfte

    und und und....


    Jeder von uns kennt die Problematik, hier gibt es oft kein Richtig oder Falsch sondern ein passt oder passt nicht

    Viele Grüße aus Mittel:Franken: und bleibt gesund

    2 Mal editiert, zuletzt von kelte ()

  • Wenn die Vorgesetzten die Rahmenbedingungen nicht kennen und sich nicht damit beschäftigen wollen, sind sie fehl am Platz - Stichwort: Sichwrheitskultur.

    Das kann man so sehen, ich sehe es eben als meinen Beratungsauftrag, entsprechend ausgearbeitete Vorlagen anzubieten.

    Beide Varianten dürften Vor- und Nachteile haben und nicht jede Variante ist in jedem Betrieb einfach umsetzbar.

    Meine Frau: Einem bei der Arbeit auf die Finger schauen und hinterher klugscheißen.

    Ich: Ist mein Job.

    Meine Frau: Solche Personen gehen mir sowas auf den Sack, den ich nicht habe.



  • Servus in die Runde. Aus meiner Erfahrung sollte man bei Gefährdungen aus Sicht Jugendarbeitsschutz mitdenken: Ist die Gefährdung für einen Menschen mit wenig Erfahrung erkennbar bzw. richtig einzuschätzen? Wenn man da mit "jein" antworten würde, dann ist meist Unterweisung als Maßnahme das Thema.

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