Ortsbeweglicher Behälter - Rollbares 270l Kunststoff-Fass

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  • Hallo an die Runde,


    da ich weder hier im Board, noch im Internet fündig geworden bin... ein weiteres Thema, mit dem ich mich beschäftige:


    Unsere Produktion setzt Puffer im 270l Maßstab an. Dafür hat sie sich Kunststofffässer auf 4xMetall-Rollen machen lassen.

    Diese Fässer hatten bereits in der Vergangenheit so einigen Nacharbeitungsbedarf.

    Unter anderem sind da Gewinde mit Stopfen verarbeitet worden (wohl um da entweder einen Hahn anbringen zu können oder einfach nur so einen Entleerung ermöglichen zu können) - war ne doofe Idee, denn a) sind da einige Fässer ausgelaufen und b) hat man das Gewinde nicht sauber halten können mit dem Resultat, dass ganze Pufferchargen jedes Mal bakteriell kontaminiert wurden. also wurden die Ausläufe wieder verschweißt - seitdem herrscht da Ruhe.

    Die erste Version dieser Fässer hat dem Gewicht der 270l wohl auch nicht Standgehalten - der Fass-Boden hatte sich bis auf den Fuß-Boden gebogen...


    Nun wurde ich kürzlich zu einem verfärbten und seltsam riechenden Fass gerufen und dabei ist mir aufgefallen, dass etliche dieser Fässer korrodierte Metall-Rollen haben. Die gehen da wohl mit einem metallkorrosiven Reiniger und Desinfektionsmittel dran und Trocknen das Fass auch nicht wirklich ab.

    Der damals für die Fässeranschaffung Verantwortliche hat auch erwähnt, dass der frühere Geschäftsführer aus Kostengründen keine Edelstahlrollen gestattet hat...nun das rächt sich jetzt.


    Zu ortsbeweglichen Behältern finde ich jetzt nur was im Zusammenhang mit Gefahrstoffen - unsere Puffer fallen da nicht darunter... Ich habe aber Bedenken, dass aufgrund der korrodierten Rollen, dem Gewicht und dem teilweise unebenen Boden (man muss so einige Bodenschwellen passieren) eine Rolle aufgrund der Materialermüdung nachgeben könnte... es geht mir mehr um die mechanischen Gefährdungen in diesem Zusammenhang.

    Gibt es dazu Literatur der BGen? (Füllhöhe, Berechnungen zur Wandstärke, Prüfintervalle...). Ich traue dem Hersteller nicht wo wirklich, wenn er das Gewicht von 270l nicht direkt im ersten Anlauf beachtet. Eine irgendwie geartete Zertifizierung hat es für die Fässer wohl auch nicht gegeben...


    Bei einem Hersteller für Schwerlastrollen konnte ich bereits eine Formel zur Berechnung der notwendigen Trag-Last recherchieren (falls mal Bedarf besteht: Schwerlastrollen - Traglast berechnen)


    Hat sich jemand damit schon befasst - gibt es dafür Checklisten? Denn intern sollen die Rollen in Eigenregie getauscht werden ("wir haben da was irgendwo im Keller..."8|)


    Viele Grüße

    E.weline

    Beste Grüße aus Mainz


    E.weline



    Versicherung der Unsicherheit ist Sicherheit.

    Handpeter Rigs (*1955), Dr. phil., deutscher Philosoph und Aphoristiker


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  • Hallo E.weline,


    ich verstehe jetzt dein Problem nicht so ganz, sorry.


    Das Party-Fässchen mit seinem Fahrgestell bringt 300kg (so etwa) auf die Waage und steht auf 4 Rollen? Dann hat jede Rolle 75kg zu tragen?

    Das ist ja von der Belastung her so gut wie nichts. Die Rollen dürften wohl im unteren Level anzusiedeln sein.


    Das sich die Rollen (2x lenkbar und 2x Bockrolle, verzinkt mit PVC Belag?) jetzt aufdröseln liegt an eurer Chemikalie, die Hunger habt.


    Müssen es denn 270 Liter sein?


    Es gibt so tolle 200 Liter-Fässer in allen Materialien (z.B. Stahl oder Edelstahl) und dafür fertige Transportwagen mit Auffangwanne. Wäre da nicht etwas dabei? Diese Fässer könnte man dann bei Bedarf recht zügig tauschen. Je nach Inhalt braucht ihr vielleicht leitfähige Fässer?

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    ... viele Grüße vom Waldmann.





    "Et kütt, wie et kütt."
    (kölsche Zuversicht)

    Einmal editiert, zuletzt von Waldmann ()

  • 270l ist natürlich ein etwas größeres Fass. Wir verwenden für unsere 200l Fässer oft Drumtainer. Das ist dann auch gleich die Auffangwanne.

    Meine Frau: Einem bei der Arbeit auf die Finger schauen und hinterher klugscheißen.

    Ich: Ist mein Job.

    Meine Frau: Solche Personen gehen mir sowas auf den Sack, den ich nicht habe.



  • 270l ist natürlich ein etwas größeres Fass. Wir verwenden für unsere 200l Fässer oft Drumtainer. Das ist dann auch gleich die Auffangwanne.

    ...............denke ich.


    Ich würde auf das Party-Fässchen gehen und alles bleibt, auch käuflich, im Rahmen.

    .
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    ... viele Grüße vom Waldmann.





    "Et kütt, wie et kütt."
    (kölsche Zuversicht)

  • Anhand der Beschreibung würde ich auf ein angefertiges Arbeitsmittel schließen. Diese haben höchstens eine Anleitung vom Ersteller, wenn man es eingekauft hat. Die Regelung der Inverkehrbringung von Arbeitsmitteln hat hier lange Zeit keine zwingende Umsetzung erfahren, so dass die Unterlagen oftmals fehlen.

    Eine Checkliste oder ähnliche Hilfsmittel werden sich zu so speziellen Einsatzzwecken nicht finden, da hier betriebliche Erfordernisse der auslösende Faktor zu sein scheinen.

    Der Hersteller / Ersteller muss auf Anfrage eine Dokumentation zur Verfügung stellen. Da muss man sich halt wieder etwas unbeliebt machen, aber das kennt man ja.

    Der weiteren Beschreibung ist zu entnehmen, dass die Konstruktion nicht für die vor Ort herschenden Bedingungen geeignet sind. Da wird wohl nachgebessert werden müssen. Mach doch ein Pflichtenheft, was das Arbeitsmittel alles erfüllen muss.

    Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst - Albrecht Müller

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  • Hello again...


    Das Partyfässchen geht in die zweite Runde:


    Was beobachtet völlig gestresste SiFa im Vorbeigehen?

    Mitarbeiter (klein und schmächtig von Aussehen her - was an Kraft zur Verfügung steht kann ich nicht beurteilen) versucht oben beschriebenes 300kg Fässchen in der Schräge abzubremsen - wird natürlich vom Fass bis zum Ende der Schräge mitgezogen.

    Die Schräge ist ein nachträglich eingebauter Übergang von ca 3 -5 m von einem Gebäude zum anderen. Zu Beginn haben wir eine Neigung von ca 3,4°... Am Ende sind es noch 2,3° Neigung - glatte, altersbedingt angeraute Fließen.


    Im Notfall bekommt er das Fass nicht zum Stehen. Punkt.


    Aktuell muss der Weg passiert werden. Punkt. Umbaumaßnahmen etc. würden ausnahmslos das Ganze Gebäudekonzept (neues Lager errichten - dafür haben wir keinen Platz, Aufstellen von Kühlräumen) auf den Kopf stellen und auch nicht gerade eben innerhalb von Tagen realisierbar sein.


    Ich mag mir auch nicht vorstellen, wie man zu zweit versuchen würde so ein Gebinde abzustoppen (2. MA wirft sich heldenmutig nach vorne und drückt sich gegen das Fass...:wacko:)


    Gibt es Möglichkeiten das Fass sicherer für diese Situation zu gestalten?

    Zur Info: Aktuell nur Plastikfass mit 2 lenkbaren Rollen.

    Das Fass muss auch in einem sehr eng bemessenen Kühlraum auf engem Raum untergebracht werden können.

    Ich denke da an ein System, das nur für den Transport eingesetzt werden könnte, d.h. Fass wird anschließend wieder "blank" am Lagerort abgestellt.


    Habt ihr da Vorschläge für mich?

    Ich bin auch nach Vorgaben der BGen zu so einem Prozess... finde aber aktuell nur was zu Handhubwägen, aber diese sind ja bereits "sicher" bremsbar, oder?


    Ich danke euch schonmal.

    Beste Grüße aus Mainz


    E.weline



    Versicherung der Unsicherheit ist Sicherheit.

    Handpeter Rigs (*1955), Dr. phil., deutscher Philosoph und Aphoristiker


  • Boah... habe gerade nochmal in der ASR A1.8 gelesen und auch die LMM Ziehen und Schieben mal durchprobiert...


    In der ASR 1.8 liegen unsere 3,4° Neigung unterhalb der max Neigung von 3,5°... wäre so ja ok.

    Die LMM sagen lediglich, das bei vermindert belastbaren Personen was zu prüfen wären...


    Und trotzdem wird der Kollege vom Fass mitgezogen... Da stimmt doch was nicht...

    Beste Grüße aus Mainz


    E.weline



    Versicherung der Unsicherheit ist Sicherheit.

    Handpeter Rigs (*1955), Dr. phil., deutscher Philosoph und Aphoristiker


  • der Kollege muss mehr essen, damit er dem Fass mehr Gewicht entgegen bringt?

    "Der Mann, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen." (Konfuzius)

    "In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst." (Aurelius Augustinus, Kirchenlehrer und Heiliger, 354 n. Chr.)

  • Und trotzdem wird der Kollege vom Fass mitgezogen... Da stimmt doch was nicht...

    Die LMM ist ja nur eine relativ grobe Orientierung. Wie Du selbst festgestellt hast funktioniert das bei der Rampe nicht mit dem Abbremsen, somit ist eine technische Lösung erforderlich => Fahrzeug benötigt eine geeignete Bremse. Schon uralte Kutschen hatten Schleifbremsen.

    Ich persönlich würde aber das ganze System umstellen.

    300l IBC + Handhubwagen

    Meine Frau: Einem bei der Arbeit auf die Finger schauen und hinterher klugscheißen.

    Ich: Ist mein Job.

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  • Moin E.weline,


    nö das passt schon alles. Dein Sachverhalt ist ja eigentlich "LMM rückwärts". Ziehen und Schieben würde bedeuten, dass der Mitarbeiter das Fass zieht oder schiebt. In Deinem Fall zieht das Fass den Mitarbeiter, und die Belastungen für das Fass dürften erträglich sein. ^^


    In Deinem Fall ist es eher eine Kombination aus Halten und Körperfortbewegung, wobei die LMM-Körperfortbewegung kein Abwärtsgehen kennt. Ziehen und Schieben wird keine belastbaren (welch herrliches Wortspiel) Ergebnisse bringen.


    Ich weiß nicht, ob es so etwas für den Transport gibt, aber Evakuierungsstühle, mit denen ich Personen über Treppen nach unten bewege, bremsen durch das Körpergewicht der Person, die auf dem Stuhl sitzt, in dem der Druck auf die Gleitschienen erhöht wird. Evtl. gibt es lastgebremste Rollen, so wie es das ja auch bei Stühlen gibt. Ich hoffe, ich konnte verständlich machen, was ich meine.


    Gruß Frank

    Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.

  • Kannst Du das Fass auf Rollen (Fass auf Fassroller?) auf dem Rollwagen sichern (bändern mit Gurt) und dann das Fass mit dem Fassroller an einer Seilwind bergabrollen lassen? Hochziehen ginge ja dann auch.

    Ansonsten bleibt Dir nur ein Stapler mit Fasskralle.

    Airmover?

    Am besten gefällt mir die Seilwinde.

    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)
                                                                                                                                                              
    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)

    *S&E* Glück auf


    Gruß Mick

  • Hallo E.weline,


    muss es den ein Fass sein. Wir verwenden für Salzlösungen (NaCl oder so) IBC Container. Chemiefest, stehen gut und man kann sie mit einem Hubwaagen/Stapler oder was auch immer verfahren.


    Intermediate Bulk Container – Wikipedia


    Solche Container gibt es auch aus Metall, Edelstahl usw. es gibt die in Ableitfähig und haben meist ein Absperrorgan unten zur Entleerung usw.

    Bester Punkt, die Dinger sind meist recht günstig.

  • naja, das Problem ist die Bewegung über die schiefe Ebene. Der kleine Mitarbeiter bekommt die Hangabtriebskräfte nicht in den Griff...

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    (unbekannt)
                                                                                                                                                              
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  • Der kleine Mitarbeiter bekommt die Hangabtriebskräfte nicht in den Griff...

    Mit IBC und Handhubwagen schon. Einfach Last ablassen, schon steht der IBC auf der schiefen Ebene. Mit etwas Übung lässt sich die Last so dossiert bremsen.

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  • Fassheber + Auffangwanne ist aber eine sehr ungünstige Konstellation für diese Transportaufgabe.

    Meine Frau: Einem bei der Arbeit auf die Finger schauen und hinterher klugscheißen.

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  • naja, das Problem ist die Bewegung über die schiefe Ebene. Der kleine Mitarbeiter bekommt die Hangabtriebskräfte nicht in den Griff...

    Mit dem Hubwaagen ist das, wie auch AxelS schrieb, ganz gut bzw. besser zu fahren als mit Fass und Fasswaagen. Schwerpunkt und Lastverteilung auf eine größere Fläche.

    Premium ist natürlich wenn das Ding elektrisch ist oder mit dem Stapler gefahren wird. Es gehen ja dann auch knapp 4 Fass der 270l Lösung rein in den IBC.

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  • Schau dir mal die beiden Fotos an. Damit bewegt ein Kunde von mir seine Fässe. Das ist eine Transport/Auffangwanne mit Kippfunktion und Rollen zum Bewegen.

    Auch hier werden Steigungen mit "gemeistert"... jetzt nicht so stark wie bei euch, aber das müsste eigentlich passen.


    Das Ding nennt sich Fasskippbock und ist vom Händler Trameo. (NEIN, keine Werbung; ich will nur dass man es findet)

    Dateien

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    Irgendwann gehe ich zur BG und lasse mir den Arbeitsschutz als Berufskrankheit anerkennen...


    Wisst ihr was das Schlimmste ist? Wenn nicht.. .klickt hier ....


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    Mike

    Einmal editiert, zuletzt von Mike144 ()

  • Ich hatte auch an einen Faßtransportwagen / Faßfahrwagen gedacht:


    Der in der Abbildung ist aber "nur" für max. 150g zugelassen.

    So etwas mit handbetätigter Bremse (unbetätigt geschlossen) wäre genau das richtige für Deinen Anwendungsfall.


    Fass-Fahrwagen-max-1-x-200-l-Fass-Tragfaehigkeit-250-kg.jpg

    Liebe Grüße
    Micha




    Glück auf! *S&E*


    Nur Scheiße "passiert". - Unfälle werden verursacht!