Krisenmanagement - Notfallmanagement

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  • Hallo,


    ich habe dieses Thema unter dieser Rubrik veröffentlicht, weil beide Themen Bestandteil des AMS sind.


    Mich würde einfach mal interessieren, in wie weit Ihr in die Planungen des Krisenmanagements oder Notfallmanagements eingebunden seid.

    Seid Ihr Mitglieder der jeweiligen Teams? Oder seid Ihr wie ich, gar nicht daran beteiligt?

    Ich muss sagen, ich fühl mich nicht sonderlich wohl bei dem Gedanken, dass ich noch nicht einmal die Handlungsanweisung habe lesen können.

    Die wurde einfach veröffentlicht. Soll ich mich jetzt darüber ärgern, einfach ignorieren? Schließlich bin ich ja auch der Brandschutzbeauftragte, der einzige der SiDaBlas

    lesen und verstehen kann (Chemiekenntnisse), ehemaliger Stöfallbeauftragter.

    Klar, hier geht es auch um meine persönlichen Befindlichkeiten. Nur getroffene Hunde bellen.


    Trotzdem würde mich das mal interessieren. Wie steht Ihr dazu? In der DGUV V2 gibt es die anlassbezogene Betreuung durch eine SiFa, speziell beim Krisenmanagement. Das liest sich

    aber nicht verpflichtend. Gibt es irgendwo eine Stellungnahme zu diesem Thema, an der man nachlesen kann, ob das jetzt sinnvoll oder nicht notwendig ist?

    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)

    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)



    Gruß Mick

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  • In wie weit ih eingebunden bin kann ich nicht genau beziffern.

    Teilweise sicherlich, ob ich den ganzen Ablauf etc kenne sicher nicht.

    Ich weiß aber auch nicht ob es hier ein Team gibt, wie sich das zusammensetzte, in welchem Umfang dort Sitzungen stattfinden.


    Im laufe der Coronapandemie wurde ich zwar zu irgendwelchen Sitzungen eingeladen, das war aber eher ein Notfallteam und hatte mit Planung nicht viel zu tun.


    Ich werde mich jetzt auf jeden Fall mal informieren und sehen, dass ich da irgendwie integriert werde. Ich sehe mich da schon als Teil des ganzen.

  • Genau, das ist die Frage.

    Da ist nicht einer / eine dabei, die schon mal einen Brand, Explosion etc. mitgemacht haben. Geschweige denn, eine andere Krisensituation.

    Ich könnte mich natürlich auch zurücklehnen und die machen lassen.........

    Aber ich sehe mich auch als einen Teil des Ganzen.

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    Gruß Mick

    Einmal editiert, zuletzt von Mick1204 ()

  • In Krisensituationen ist der Arbeitsschutz ja nicht ausgeschaltet, sondern weiterhin zu berücksichtigen. In vielen Vorgaben muss der Arbeitgeber auch Maßnahmen für Notfälle und Unfälle vorsehen. Daher sehe ich den Beratungsauftrag auch für die entsprechenden Handlungsanweisungen als gegeben an.

    Bei uns ist die Arbeitssicherheit zumindest informativ mit eingebunden und liefert auch entsprechende Unterstützung.

    Da ich das immer vergesse,
    am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D

  • Hi Mick,


    Am Anfang wurde vieles an mir vorbei organisiert, Stichwort: "Bedenkenträger sind nicht so gerne gesehen". Ich musste mir im Laufe der Zeit Gehör verschaffen, mittlerweile werde ich meißt als erster bei Änderungen oder Neuerungen durch die Geschäftsführung und Bereichsleiter um meine Einschätzung und Mitarbeit gebeten.


    Auch die verstärkte Vernetzung mit unserem Brandschutzbeauftragten war von Vorteil.



    Grüße,

    CW

    "Machen ist wie wollen, nur viel befriedigender"


    "Sprechenden Menschen kann geholfen werden"


    5. Buch Mose, Kapitel 22, Vers 8:

    Wenn du ein neues Haus baust, so mache eine Lehne darum auf deinem Dache, auf daß du nicht Blut auf dein Haus ladest, wenn jemand herabfiele.

  • In Krisensituationen ist der Arbeitsschutz ja nicht ausgeschaltet, sondern weiterhin zu berücksichtigen. In vielen Vorgaben muss der Arbeitgeber auch Maßnahmen für Notfälle und Unfälle vorsehen. Daher sehe ich den Beratungsauftrag auch für die entsprechenden Handlungsanweisungen als gegeben an.

    Bei uns ist die Arbeitssicherheit zumindest informativ mit eingebunden und liefert auch entsprechende Unterstützung.

    Der Arbeitsschutz ist nicht ausgeschaltet. Der ist daran beteiligt. Arbeitsschutz besteht bei uns aus zwei Bearbeitern. Beide haben ein SiBe Seminar besucht.

    Ich als SiFa war / bin nicht beteiligt. Wurde nicht befragt.



    Hallo Mick,

    bei uns gibt es ein Corona Team wir (2 FASIs) sind nicht beteiligt unsere Betriebsärztin war es zumindest am Anfang der Pandemie.

    Die BGW hat ja den Arbeitsschutzstandard am 22.07.2020 konkretisiert und hier steht klar drin wer zu beteiligen ist.

    https://www.bgw-online.de/DE/H…s/Pflege-Corona_node.html

    ich weiß, dass es ein Corona Krisenteam existiert. Aber Corona K-Team stört mich nicht. Das ist Sache des BA. Der ist aber auch nicht Bestandteil des K-Teams. Jedenfalls nicht ständig.

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    (Leo Tolstoi)



    Gruß Mick

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  • Hallo Mike,


    ich als HSEQler und SiFa bin durch meine Ausbildung ( Sicherheitsingenieur / mittlere feuerwehrtechnische Ausbildung ) und meine Erfahrung in BF +FFw / technische Einsatzleitung bei uns ein fester Bestandteil des nationalen Krisenstab und auf Standortebene bei zwei Stäben. Mein Arbeitgeber ist es wichtig, dass ich dabei bin. Denn ich habe Erfahrung in der Stabsarbeit bzw. trage ich durch Kenntnisse und Fachwissen erheblich zu Entscheidung bei. Dadurch hatte ich in der Planungsphase der derzeitigen Corona Krise die Leitung inne. Bei meiner Firmer bin ich fester Bestandteil des Notfallmanagement zum Teil mit Entscheidungsbefugnis.


    Ich denke, das Wissen Notfallmanagement / Krisenbewältigung sowie Stabsarbeit haben die meisten Arbeitgeber nicht. Krisenstabsarbeit ist für mache SiFa's auch unbekannt, wenn diese nicht Bestandteil einer Ausbildung war. Dennoch sollte eine Sifa Bestandteil eines Notfallmanagement sein. Denn durch die Sichtweise des Arbeitsschutzes kann die SiFa auf Gefährdungen und Gefahrenpunkt hinweisen bzw. eine andere Sichtweise auf die Lage und deren Entwicklung geben. Des Weitern kann es nützlich sein, Fachinformationen für den Arbeitgeber / Verantwortlichen verständlich zu erklären.

    Du hast den Vorteil, dass du fachlich gut aufgestellte bist. Damit kannst du auch mit externen Stellen (z.B. Feuerwehr, Fachämter, BG) auf Augenhöhe für dein Arbeitgeber kommunizieren. und ihm das verständlich erklären, warum bestimmt Entscheidungen von extern so getroffen wurden.

    Ich bekomme aber immer wieder mit, wie diese besonderen Stabsstellen nicht beachtet werden. Entweder aus Unwissenheit oder bewusst, um keine Behinderung in den Entscheidungen (Gewissen) zu haben, nicht in das Notfallmanagement einbezogen werden. Dieses kann bei einem Notfall auch fatale folgen haben.

    Zu dem Punkt, dass du nicht einbezogen warst. Ärger dich nicht. Gebe den Verantwortlichen nur den schriftlichen Hinweis, dass deine Beratungsfunktion und Leistung nicht einbezogen wurden bei den Entscheidungen. Damit nicht später jemand ankommt und dir vorwirft, dass du nichts unternommen hättest, wenn etwas passiert. Ich musste diesen Schritt bei einem früheren Arbeitgeber einmal gehen.


    Gruß

    Sascha

  • Hallo,

    Mich würde einfach mal interessieren, in wie weit Ihr in die Planungen des Krisenmanagements oder Notfallmanagements eingebunden seid.

    Seid Ihr Mitglieder der jeweiligen Teams? Oder seid Ihr wie ich, gar nicht daran beteiligt?

    Teils nur geplant, teils dabei. Letztlich muss man das, gerade

    wenn man Externer ist, immer im Einzelfall sehen.


    Generell stellt sich natürlich beim Aufbau von einem

    Krisenmanagement immer eine Vielzahl an Fragen:


    1: Wer soll dabei sein? Erreichbarkeiten/Eintreffen?

    Sind Schlüsselfiguren (Brandschutzbeauftragter etc) nicht

    dabei, kann man das Ding in die Tonne hauen. Beim

    Brandereignis brauche ich den BSB z.B. genauso, wie

    auch beim Coronavirus.


    2: Wo soll gearbeitet werden? (Wenn die Bude brennt, wird das

    schon problematisch)?


    3: Wo sind die Schnittstellen und wie werden diese gefüllt?


    Beispiel: Großstadt mit BF, je nach Schadenslage gibt es von Seiten

    der FW mit allen Vertretern einen Stab nach festem Plan.

    Entsprechende Infrastruktur wird in der Feuerwache vorgehalten,

    da dort der Stab im Ernstfall arbeitet. Schnittstelle zu Unternehmen?

    Nein. Und das ist dann schon wieder problematisch, da die

    betrieblichen Interessen so in einem Schadensfall nur schwer Gehör

    finden.


    4: Aufgaben? Und wie sollen diese erfüllt werden?

    Dazu muss man sich vorher Gedanken machen und nicht

    hinterher oder in der Krise.


    usw.


    Die Bandbreite bei diesem Themenfeld ist sehr groß, wie man

    sowas in einem Unternehmen organisieren kann.


    2011 habe ich zu dem Thema (Zusammenarbeit) mal einen

    Fachbeitrag in der Fachzeitschrift FEUERWEHR veröffentlicht.

    Siehe Internet, müsste man irgendwo im Archiv noch finden,

    sollte es von Interesse sein.


    Gruß

    Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

  • Den Artikel habe ich leider so schnell nicht gefunden. Die Zeitschriften beim Verlage gehen auch nur zurück bis 2017.

    Und im www wurde ich nicht so schnell fündig. Es wäre für die Argumentation hilfreich gewesen, wenn ich etwas schriftliches

    zur Untermauerung gehabt hätte. In der DGUV V2 ist nur die Beratung über die Erstellung eines Managementsystem für den Notfall,

    nicht aber die Präsenz der SiFA (aktive Mitarbeit) aufgeführt. Bei einer Pandemie sehe ich mich nicht im Boot. Es sei denn wir reden über mögliche

    technischen Schutzmaßnahmen. Aber bei einer Bombendrohung sehe ich mich als Brandschutzbeauftragter schon dabei. Stromausfälle etc. ist Sache des Techn. Dienstes bei uns im Haus. Sollte der Rhein um 15 m ansteigen, habe ich keine Zeit, da muss ich mein Auto aus der Tiefgarage fahren und auf den nächsten Berg fahren. :Lach:

    Trotzdem vielen Dank.

    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)

    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)



    Gruß Mick

  • Hallo,


    in der Fachbibliothek "Fachdokumentation Brandschutzwesen"

    kann man den Artikel unter meinem Namen finden, Kopie ist

    aber kostenpflichtig.


    Ich schau mal, irgendwo muss ich die Ausgabe noch liegen

    haben.


    Gruß

    Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010

  • Super, vielen Dank.

    Bin noch nicht viel weiter gekommen.

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    Gruß Mick