GESTIS Stoffmanager Berechnungsformel

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  • hallo zusammen,

    kann mir vllt einer sagen, mit welcher Formel der GESTIS Stoffmanager die Gefahrstoffkonzentration in der Raumluft berechnet? Wenn ich alle Daten eingebe spuckt die software auch eine Gefahrstoffkonzentration in der Einheit mg/m3 in der Luft an, alles schön und gut, jedoch würde ich auch gerne wissen, wie die Berechnungsformel dahinter aussieht. Kann mir da jemand helfen?

    LG Qui

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  • Einige Infos zu solchen Berechnungen liefert Reach Info 11.

    Allerdings wirst Du dort keine einfache Berechnungsformel finden, sondern einige Infos über die Tools, die zur Berechnung herangezogen werden können.

    Bei fast allen dieser Tools dürfte es sich um Näherungsverfahren handeln, bei denen anhand messtechnisch erfasster Expositionen eine Näherungsformel anhand vorgegebener Parameter erstellt wurde. Diese Näherung dürfte in bestimmten Grenzen für viele Produkte mit ausreichender Genauigkeit eine Expositionsabschätzung erlauben.

    Weitere Infos gibt es auch hier.

    Ich persönlich verwende üblicherweise eine Verlustbilanz unter worst case Bedingungen zur Abschätzung. Im Zweifelsfall wird dann eine Messung fällig.

    Da ich das immer vergesse,
    am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D

  • hallo Axel, vielen Dank für deine schnelle Antwort. Kannst du mir vllt deine Verlustbilanz etwas genauer erläutern? Beinhaltet diese, wieviel in einer gewissen Zeit verdampft? Vielleicht würde mir das auch schon mega helfen, ich verzweifle so langsam an den ganzen Formeln wie zb im BIA Report 03-2001

    Meine Chefin will unbedingt, dass ich die gefahrstoffkonzenntration in unseren Räumen berechne, Messungen sind ihr zu teuer... und sie will irgendeine Formel am Ende sehen, da wir leider eine Firma sind, die auf Word und Excel Basis arbeitet und eine Software/Tool nicht verwendet wird..-,-

  • Ich persönlich verwende üblicherweise eine Verlustbilanz unter worst case Bedingungen zur Abschätzung. Im Zweifelsfall wird dann eine Messung fällig.

    Guten Morgen Axel,


    kannst Du das bitte ein klein wenig genauer erläutern? So für Dummies...

    Vorab vielen Dank.

    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)

    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)



    Gruß Mick

  • Oh ich sehe gerade, dass bei deinem zweiten Link auf Seite 13 die Berechnungsformel des Gestis Stoffmanager steht oder?? Leider verstehe ich bei genauerem Betrachten nur Bahnhof... :pinch:

  • Die Rechenverfahren im BIA Report sind im Prinzip die Verlustbilanz.

    Im einfachsten Fall wird die eingesetzte Menge an Produkt verdampft und dann gleichmäßig im Raum verteilt. Daraus ergibt sich dann eine Konzentration in mg/m³, die mit dem AGW verglichen werden kann. Problem bei allen Berechnungen ist, dass man kurzzeitige Schwankungen nicht erfassen kann, oft die Menge der verdampften Stoffe nicht bekannt ist und auch der Luftwechsel und die Verteilung im Raum nicht eindeutig bestimmt ist. Also viele Unbekannte und somit ist das Ergebnis auch mit Vorsicht zu betrachten.

    Im Zweifelsfalle wirst Du um eine Messung nicht herum kommen.

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  • kannst Du das bitte ein klein wenig genauer erläutern?

    Irgendwo in den Tiefen meiner Festplatten dürfte ich noch eine Excel Datei besitzen, die diese Berechnungen durchführen konnte. Werde, wenn ich mal wieder dazu komme, danach suchen.

    Oh ich sehe gerade, dass bei deinem zweiten Link auf Seite 13 die Berechnungsformel des Gestis Stoffmanager steht oder??

    Ja, das dürfte die Formel sein und siehe da, sie enthält einige Faktoren deren Werte empirisch ermittelt sind und daher entsprechend einzusetzen sind. Bringt Dir somit nichts.

    Da ich das immer vergesse,
    am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D

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  • Zitat

    Ja, das dürfte die Formel sein und siehe da, sie enthält einige Faktoren deren Werte empirisch ermittelt sind und daher entsprechend einzusetzen sind. Bringt Dir somit nichts.

    ja und das ist zum verzweifeln, weil in dem Gestis Stoffmanager gebe ich als Bearbeiter super simple sachen ein, wie zb Dauer, Raumgröße, etc warum gibt es keine excel, wo man die rechnung nachvollziehen kann :wacko:


    Zitat

    Irgendwo in den Tiefen meiner Festplatten dürfte ich noch eine Excel Datei besitzen, die diese Berechnungen durchführen konnte. Werde, wenn ich mal wieder dazu komme, danach suchen

    das wäre mega nett von dir!!


    Zitat

    Problem bei allen Berechnungen ist, dass man kurzzeitige Schwankungen nicht erfassen kann, oft die Menge der verdampften Stoffe nicht bekannt ist

    müsste es dafür nicht auch eine Formel geben? Ich könnte mir Vorstellen, dass man da mit Dampfdrücken arbeiten müsste.. aber leider führen meine Recherchen nicht zum Ziel..

    Einmal editiert, zuletzt von Qui ()

  • Ich könnte mir Vorstellen, dass man da mit Dampfdrücken arbeiten müsste.

    Natürlich könnte man das, aber das möchtest Du mit Sicherheit nicht berechnen.

    Klar kann man mit Excel ein entsprechendes Arbeitsblatt generieren, aber nach einiger Zeit wird es auch für den Ersteller schwer die Rechenvorgänge dahinter zu verstehen.


    Eine Berechnung über die Dampfdrücke benötigt ja noch einige weitere Parameter wie z.B. Oberfläche für die Verdunstung, Temperatur, Luftdruck, Sättigungsdampfdruck usw. In Kombination mit Raumvolumen und Luftwechselraten kannst Du dann ein komplexes Arbeitsblatt erstellen, das Werte liefern wird, die in der Praxis in den seltensten Fällen erreicht werden. Welchen Sinn macht das dann?


    Das mit der Excel Datei dürfte noch einige Zeit dauern, bis ich die gefunden habe, denn inzwischen bin ich privat weg von Windows und bei Linux gelandet. Die Windows Platte ist noch vorhanden, aber ob ich da alle uralten Dateien noch drauf habe muss ich erst einmal nachsehen.

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  • cool, danke dir vielmals für die Bilanz Berechnung. Bei dieser Berechnung wird von ausgegangen, dass der Gefahrstoff nach 8 h komplett verdampft, aber was wäre die Rechnung, wenn man nicht weiss, nach wieviel Stunden/Tagen der Gefahrstoff komplett verdampft?

    Extremfallbeispiel: Wenn man ein 70 Liter Fass Flusssäure für 10 Minuten öffnet, wieviel geht in diesen 10 Minuten in die Umgebungsluft? (Oberfläche vom Fass 0,8 m²)

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  • fände ich auch gut, nur leider hält meine vorgesetzte nichts davon, weil dieses wiegen kein validierter prozess ist.

    Dann bleibt doch eigentlich nur die Messung der Konzentration in der Luft. Dadurch müsste sich doch die Menge auch berechnen lassen.

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    Gruß Mick

  • weil dieses wiegen kein validierter prozess ist.

    Gruß an die Vorgesetzte, Wägungen lassen sich relativ einfach validieren. Die Bestimmung der Schadstoffkonzentration über Berechnungen ist meilenweit weg von einem validierbaren Verfahren. Die Berechnungen können nur Näherungen mit vielen Einflussgrößen sein. Möchte die Vorgesetzte valide Daten, dann sind Messungen unumgänglich. Nicht nur als Einzelmessung, sondern ganze Messprogramme.

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