Begrenzte Mengen

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  • Nö, nicht wirklich ...

    aber geschulte Leute ... nachdem die ersten Bußgelder für Kraftfahrer UND Halter fällig waren (mit viel Augenzudrücken bei der Kontollbehörde nur wegen mangelnder Ladungssicherung nach StVO, nicht nach Gefahrgutrecht), alles kein Problem mehr ...

    Der Kanister bei euch dürfte, ist eigentlich üblich, eine Gefahrgutzulassung haben, kann also als "Versandstück" verwendet werden. Es sollte halt die Gefahrgutkennzeichnung (Label 10 x 10 cm) draufsein.

    Leider nein. Der Kanister besitzt nur den Produktaufkleber mit kleinem GHS Symbol.

    Die Umverpackung (2er Pack) enthält die Gefahrgutkennzeichnung und UN1170 Nummer. Der Kanister wird aber einzelnt abgeholt - demnach müsste ich ein Gefahrgutzeichen Klasse 3 aufkleben.

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  • Bei 5 Litern UN1170 im einzelnen Kanister könntest du die Freistellung für begrenzte Mengen nach ADR 3.4 nutzen. Also Aufkleber "LQ". (ins Sicherheitsdatenblatt schauen, dort sollten die Angaben drin stehen, Kapitel 14, die 5 Liter gelten nur für Verpackungsgruppe II)

    Aber bei den Abholenden auf die Ladungssicherung achten.
    Das Einklemmen hinterm Beifahrersitz zählt nicht dazu.
    Zurrgurt, Zurrnetz ... hängt vom Transportfahrzeug ab.

    Eine entsprechende Unterweisung sollte sein (was bedeuten die Zeichen, wie muss ich den Kanister sichern, wie verhalte ich mich bei einem Unfall, beim Produktaustritt, ...).

    Beste Grüße,
    Udo

    Sapere aude!
    (Horaz)

    Einmal editiert, zuletzt von Safety-Officer (13. Mai 2024 um 12:38)

  • Bei 5 Litern UN1170 im einzelnen Kanister könntest du die Freistellung für begrenzte Mengen nach ADR 3.4 nutzen. Also Aufkleber "LQ". (ins Sicherheitsdatenblatt schauen, dort sollten die Angaben drin stehen, Kapitel 14, die 5 Liter gelten nur für Verpackungsgruppe II)

    Aber bei den Abholenden auf die Ladungssicherung achten.
    Das Einklemmen hinterm Beifahrersitz zählt nicht dazu.
    Zurrgurt, Zurrnetz ... hängt vom Transportfahrzeug ab.

    Eine entsprechende Unterweisung sollte sein (was bedeuten die Zeichen, wie muss ich den Kanister sichern, wie verhalte ich mich bei einem Unfall, beim Produktaustritt, ...).

    Das Fahrzeug ist der Privat-PKW von der Erzieherin oder das Lasten-Fahrrad. Als Ladungssicherung könnte eine verzurrte Kiste im Kofferraum dienen. Unterweisen - ok.

    5 Kisten mit Netz dürften nicht so teuer sein. Und hier das LQ Zeichen anbringen:

    https://www.gefahrgutshop.de/produkte/betrieb-und-lager/gefahrgut-transportboxen/boxen-mit-un-zulassung/gefahrgut-transportbox-26l-bth-40x30x34-cm.html# 1_4601_Box_UN-Zulassung.jpg

    Stapelbehälter mit Deckel - 600 x 400 x H 335 mm (verstärkter Boden) - Schwarz - Transoplastshop
    Schwarzer Kunststoff-Stapelbehälter mit klappbarem Deckel 600x400xH335mm. Der Boden ist mit einem Rautenprofil verstärkt. Der Deckelbehälter ist vollständig…
    transoplastshop.de

    Die zweite fällt raus, da die Box ja sicherlich für Gefahrgüter zugelassen sein muss


    SDB14.JPG


    Also LK3 und UN Nummer nicht anbringen, sondern LQ.

    Folgendes Beachten:

    -zulässige Höchstmenge
    -das Freiwerden des Gefahrguts sicher verhindern (Dichte, verschlossene Behälter aus -geeignetem Material)
    -kein Rauchen bei Ladearbeiten sowie in und neben dem Fahrzeug
    -Ladungssicherung
    -Unterweisung der beteiligten Personen

  • Wenn möglich, würde ich auch Richtung LQ gehen.

    Rautenförmige Gefahrgutkennzeichen müssen immer auf der Spitze stehend geklebt werden, also nicht so wie oben das Klasse 3 Piktogramm. Es gibt da Kontrolleure die nehmen das sehr genau. Kantenlängen und Rahmenbreiten sind auch im ADR definiert und müssen eingehalten werden.

    Unterweisung nach ADR 1.3 für alle am Transport beteiligten Personen ist obligatorisch.

    Zur besseren Lesbarkeit verwende ich in meinen Beiträgen das generische Maskulinum. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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  • Es gelten folgende Erleichterungen für den Versand in begrenzten Mengen:

    • Keine bauartgeprüfte Verpackung,
    • keine Kennzeichnung mit UN-Nummer und Gefahrzettel sowie
    • keine orangefarbenen Tafeln,
    • kein Beförderungspapier,
    • keine ADR-Schulung und
    • keine schriftlichen Weisungen.

    Dafür aber:

    • Verpackung von guter Qualität,
    • Kennzeichnung für begrenzte Mengen sowie ggf. Ausrichtungspfeile,
    • Container-/Fahrzeugpackzertifikat bei Seeverkehr,
    • Mitarbeiterunterweisung nach 1.3 ADR und
    • Ladungssicherung.
  • Die UTZ-Gefahrgutbox muss es nicht unbedingt sein. :) Eine Gefahrgutzulassung der Kiste ist in diesem Fall nicht notwendig. LQ-Aufkleber und 2 x Ausrichtungspfeile (gegenüberliegende Seiten) drauf, wenn die Kanisterverschlüsse nicht sichtbar sind.

    Bitte überlegen, ob eine ADR-Schulung (nach 1.3) auch für dich in Frage kommen könnte.

    Beste Grüße,
    Udo

    Sapere aude!
    (Horaz)

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  • Die UTZ-Gefahrgutbox muss es nicht unbedingt sein. :) Eine Gefahrgutzulassung der Kiste ist in diesem Fall nicht notwendig. LQ-Aufkleber und 2 x Ausrichtungspfeile (gegenüberliegende Seiten) drauf, wenn die Kanisterverschlüsse nicht sichtbar sind.

    Bitte überlegen, ob eine ADR-Schulung (nach 1.3) auch für dich in Frage kommen könnte.

    In diesem Fall lieber auf jeder Seite anbringen. Ich melde mich dann auch mal für die Schulung an - Danke

  • Der Kanister bei euch dürfte, ist eigentlich üblich, eine Gefahrgutzulassung haben, kann also als "Versandstück" verwendet werden. Es sollte halt die Gefahrgutkennzeichnung (Label 10 x 10 cm) draufsein.

    Leider muss man da bei uns in Deutschland aufpassen.

    Nicht alle mit Gefahrgutzulassung gekennzeichneten Behältnisse dürfen als solche versendet/transportiert werden. Teilweise sind da auch Umverpackungen erforderlich und Packungsrichtlinien zu beachten.

    Keine Demonstration verändert die Welt.

    Es ist die unpopuläre und stille Eigenverantwortung im Handeln jedes Einzelnen, die eine Wandlung in Bewegung setzt.:evil::saint:

  • Deshalb ist die Schulung nach ADR 1.3 ja so wichtig ...

    Verpackung, Verpackungsgruppe, Versandstück, zusammengesetztes Versandstück, Umverpackung, begrenzte Mengen, freigestellte Mengen ... kann manchmal sogar bei uns (Katastrophenschutz) ziemlich kompliziert werden.

    Beste Grüße,
    Udo

    Sapere aude!
    (Horaz)

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  • Leider muss man da bei uns in Deutschland aufpassen.

    Nicht alle mit Gefahrgutzulassung gekennzeichneten Behältnisse dürfen als solche versendet/transportiert werden. Teilweise sind da auch Umverpackungen erforderlich und Packungsrichtlinien zu beachten.

    Also doch eine Kiste mit soviel Aufklebern wie möglich:

    Die "UMVERPACKUNG" müsste dann auch dazu

    Kiste.JPG

  • Mach es nicht komplizierter als es ist.

    Stell den einzelnen Kanister rutschgesichert in eine einfache Box, stabilen Karton o.ä., außen LQ-Label, 2x Ausrichtungspfeile drauf.

    Die Box dann im Fahrzeug mit Gurt oder Netz sichern.

    Mehr braucht es nicht.

    Beste Grüße,
    Udo

    Sapere aude!
    (Horaz)