Mobile Toilette für Frauen als Dauerlösung??

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  • Moin,

    folgende Frage:
    Unsere Werkstätten sollen zenztralisiert werden.
    In dem geplanten Standort waren bisher zur Männer, nun kommen aber 3 Frauen hinzu.

    Getrennte Toiletten ist klar. Nun will die WL auf Grund baulicher Probleme, den Frauen mobile Toliletten (keine DIXI, sondern ein Sanitärcontainer) als Dauerlösung im Werkstattbereich anbieten...........sowas in der Art: http://www.containex.de/de/produkte/sanitaercontainer


    Meinungen? Statthaft?

  • Ich sehe vor allem baurechtliche Probleme: Wenn die Container als Dauerlösung genutzt werden sollen, muss - zumindest in NRW - ein ganz normaler Bauantrag mit allen auch sonst gültigen Vorgaben und Pflichten für den Bauherren gestellt werden. Als Dauerlösung ist ein Container nicht von Vorteil, eher im Gegenteil. Da ist ein "richtiges" Sanitärgebäude meist die bessere Lösung.


    Was die Nutzung angeht: Zwischen einem Container und einem festen Bau ist innen kein Unterschied. Ob die "Fassade" der Räumlichkeit nun Blech oder Putz ist hat auf die üblichen Verrichtungen keinen EInfluß! ;-)



    Gruß Michael

    SiFaFa weil ich zwei BG-spezifische Blöcke erfolgreich absolviert habe.

  • Ich frage mich wann der erste kommt mit den "Verkehrswegen zur Toilette" und "Unfall" in Bezug auf Eigentwirtschaftliche Tätigkeit. :saint:


    Spaß beiseite. Ich sehe es ähnlich wie die beiden über mir.

    Solange das Ding den ASR entspricht sehe ich da kein Problem. Gleich ein Sanitärgebäude zu bauen wird da sicher "interessant". Dann werden die "umliegenden" Gesetze und Verordnungen mit geprüft und ehe man es sich versieht hat man noch eine Kantine, einen Nichtraucher-Aufenthaltsraum, Raucher-Aufenthaltsraum etc. mit dabei.

    Es ist jetzt nicht ganz klar ersichtlich wie und wo das Teil hingestellt wird. Denke daran, dass die Damen dort auch "trockenen und rutschfesten" Fußes hinkommen müssen. Also mal quer über den Hof bei Starkregen/Schnee/Eis und dass der Weg dann auch entsprechend ausgeleuchtet sein muss.


    Also Augen auf bei der Platzwahl.

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    Irgendwann gehe ich zur BG und lasse mir den Arbeitsschutz als Berufskrankheit anerkennen...


    Wisst ihr was das Schlimmste ist? Wenn nicht.. .klickt hier ....


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    Mike

  • Ich würde das an das Werkstattgebäude "anflanschen" (versuchen)... Evtl. die Herren auch gleich mit rein? Neue Duschräume? Und dann die alten Sanitäranlagen aus der Werkstatt als Lager oder sonst etwas Sinnvolles umwidmen.


    Wenn schon eine Gans, dann eine Gemästete... (frei übersetzt aus dem Ungarischen).

    2 Mal editiert, zuletzt von azrazr ()

  • Moin


    auch wenn es in den ASRn steht, denke ich erst einmal an die Temperatur im Container.

    Auf dem Bild war keine Heizung drin, stehrt das Teil drinnen oder draussen ?

    Stehtder Container draussen, wie schon geschrieben, wie weit ist der Weg (ja steht auch in ASR), wo geht er lang z.B. durch die Raucherecke) etc.

    Am Besten auch mal die Damen fragen, welche "Bedürfnisse" sie haben.(Die Anzahl ist ja so übersichtlich, dass sich eine gemeinsame Meinung bilden ließe)

    Grüßle
    de Uil


    Omnia rerum principia parva sunt.
    [Der Ursprung aller Dinge ist klein.]
    (Cicero)

  • denke ich erst einmal an die Temperatur im Container

    Auf Großbaustellen stehen diese Container auch und die sind beheizbar

    Gruß tanzderhexen


    "Das Verhüten von Unfällen darf nicht als eine Vorschrift des Gesetzes aufgefasst werden, sondern als ein Gebot menschlicher Verpflichtung und wirtschaftlicher Vernunft"
    Werner von Siemens, Zitat von 1880
    „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“
    Aristoteles griech. Philosoph 384 -322 v. Chr.

  • Hi,


    ohne nähere Details kann man da nicht viel mehr sagen, als oben bereits erwähnt.


    Vorsorglich aber der Hinweis auf Allgemeinen Gleichheitsgrundsatz. Wenn das nach der Errichtung eher wie nicht dauerhaft wirkt, könnte es dort Probleme geben. Männer haben feste dauerhafte Sanitäreinrichtungen, Frauen gehen vielleicht sogar einen längeren Weg und alles wirkt provisorisch. Das st jetzt nicht arbeitsschutzbezogen, aber trotzdem das erste, was mir einfällt.


    BG

    Robert

  • Glaubt es oder glaubt es nict, aber in solchen Containern (also jetzt nicht mit Toiletten drin...) arbeiten sogar Menschen, werden Schuler unterrichtet Essen gekocht etc.pp - und das nicht nur temporär.


    Grundsätzlich sind Containerlösungen heute so gut umzusetzen, das sie sich von anderen Bauten so gut wie gar nicht mehr unterscheiden und allen Belangen, auch der ASR, gerecht werden. Also: Gar kein Problem!


    Und...eine solche Einrichtung darf durchaus auch mal über den Hof liegen...


    In diesem Sinne

    Der Michael

    "...and the image is reflected back to the other side..." (Alan Parsons Project)

  • Ich sehe vor allem baurechtliche Probleme: Wenn die Container als Dauerlösung genutzt werden sollen, muss - zumindest in NRW - ein ganz normaler Bauantrag mit allen auch sonst gültigen Vorgaben und Pflichten für den Bauherren gestellt werden.

    Hallo Michael,


    meine volle Zustimmung.


    " Meist ist eine Baugenehmigung bzw. eine Aufstellgenehmigung erforderlich. Unbedingt vorab prüfen!"

    Gruß

    Andy

    Ich erhebe keinen allgemeingültigen Anspruch auf die Wahrheit, wie alle Menschen habe auch ich nur meine Sicht der Dinge!

  • " Meist ist eine Baugenehmigung bzw. eine Aufstellgenehmigung erforderlich. Unbedingt vorab prüfen!"

    Bin zwar auch nicht richtig drin im Baurecht. Aber ist es nicht von der Quadratmeterzahl oder Umbauten Raum abhängig ? z.B in meiner Heimatsstadt 30 m3.

  • Ich denke, das wird wie meistens nicht einheitlich gehandhabt, darum zuständige Baubehörde fragen!

    Ich erhebe keinen allgemeingültigen Anspruch auf die Wahrheit, wie alle Menschen habe auch ich nur meine Sicht der Dinge!

  • Hallo zusammen,

    bin neu hier im Forum und lese mich etwas ein :-)

    Dabei stieß ich auf diesen Forums-Strang.


    Es wurde geschrieben:

    "In dem geplanten Standort waren bisher zur Männer, nun kommen aber 3 Frauen hinzu.

    Getrennte Toiletten ist klar." --> Nein, eben nicht klar.


    Meine Frage: anstelle von irgendwelchen Behelfstoiletten aufzustellen - warum kein UNISEX-WC?

    Ziel bei der Sache ist es ja, die Privatsphäre beim Besuch des WC zu schützen.

    Das ist bei einer Unisex-Toilette doch der Fall! Wenn ich zuhause Besuch bekomme, habe ich auch nicht 2 WCs.

    Also sollte ein WC mit Schild "Besetzt" an der abschließbaren Türe reichen.

    Von der Hygiene kein Problem, wenn man wie heute üblich Desinfektionsmittel und WC-Brillenreiniger bereit stellt.

    Nebenbei sind dann auch die "diversen" Menschen mit dabei, und es gibt kein Problem.

    Oder?

    ------------------------------------------------------------

    "Na, sind wir safe?" "Sicher, sicher!"|?

  • warum kein UNISEX-WC?

    Kommt auf die Anzahl der Mitarbeiter an.

    Im Anhang der Arbeitsstättenverordnung unter der Nummer 4.1 steht:


    "Der Arbeitgeber hat Toilettenräume zur Verfügung zu stellen. Toilettenräume sind für Männer und Frauen getrennt einzurichten oder es ist eine getrennte Nutzung zu ermöglichen. Toilettenräume sind mit verschließbaren Zugängen, einer ausreichenden Anzahl von Toilettenbecken und Handwaschgelegenheiten zur Verfügung zu stellen. Sie müssen sich sowohl in der Nähe der Arbeitsräume als auch in der Nähe von Kantinen, Pausen- und Bereitschaftsräumen, Wasch- und Umkleideräumen befinden. Bei Arbeiten im Freien und auf Baustellen mit wenigen Beschäftigten sind mobile, anschlussfreie Toilettenkabinen in der Nähe der Arbeitsplätze ausreichend."

    In der ASR hier die ASR A 4.1 unter Punkt 4 Absatz 6 :

    "Für weibliche und männliche Beschäftigte sind getrennte Sanitärräume einzurichten. In Betrieben mit bis zu neun Beschäftigten kann auf getrennt eingerichtete Toiletten-, Wasch- und Umkleideräume für weibliche und männliche Beschäftigte verzichtet werden, wenn eine zeitlich getrennte Nutzung sicher gestellt ist. Dabei ist ein unmittelbarer Zugang zwischen Wasch- und Umkleideräumen erforderlich."

    Gruß tanzderhexen


    "Das Verhüten von Unfällen darf nicht als eine Vorschrift des Gesetzes aufgefasst werden, sondern als ein Gebot menschlicher Verpflichtung und wirtschaftlicher Vernunft"
    Werner von Siemens, Zitat von 1880
    „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“
    Aristoteles griech. Philosoph 384 -322 v. Chr.

  • bin neu hier im Forum

    Kennst Du das hier schon ;)


    EURE VORSTELLUNG im Sifapage Board

    Gruß tanzderhexen


    "Das Verhüten von Unfällen darf nicht als eine Vorschrift des Gesetzes aufgefasst werden, sondern als ein Gebot menschlicher Verpflichtung und wirtschaftlicher Vernunft"
    Werner von Siemens, Zitat von 1880
    „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“
    Aristoteles griech. Philosoph 384 -322 v. Chr.

  • Spannend!

    Divers wird doch momentan überall eingestellt.. auf welches WC sollen die denn gehen? Müssen die sich gezwungen für eins entscheiden? Oder ist der Arbeitgeber dann verpflichtet eine dritte Sorte WC anzubieten? Ich finde das Thema tatsächlich nicht so einfach und in der Arbeitsstättenverordnung wird das gar nicht thematisiert..?

    Sonnige Grüße, Daschafisch



    :ola:

  • Spannend!

    Divers wird doch momentan überall eingestellt.. auf welches WC sollen die denn gehen? Müssen die sich gezwungen für eins entscheiden? Oder ist der Arbeitgeber dann verpflichtet eine dritte Sorte WC anzubieten? Ich finde das Thema tatsächlich nicht so einfach und in der Arbeitsstättenverordnung wird das gar nicht thematisiert..?

    Wenn alle anderen Probleme im Betrieb geklärt sind, dann kümmere ich mich mal um den "Gender-Blödsinn"

  • Bin nicht sicher, ob du dafür der Richtige bist...

    Sorry, für mich ist das Thema künstlich aufgebauscht. Interessant wäre es vielleicht wenn ich 10 oder 20% an diversen im Unternehmen hätte.

    Und in meinem Betrieb gibt es risikoreichere Punkte, die dringender geklärt werden müssen

    Einmal editiert, zuletzt von black-falcon ()