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Kauf einer Maschine aus einem Nicht EU Land

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      Maschinen sind absolut nicht mein Spezialgebiet, aber ich würde dazu tendieren, dass Du hier ein Konformitätsbewertungsverfahren durchführen musst, also nachweisen, dass Deine Maschine den entsprechenden EU Vorgaben entspricht.
      Da ich das immer vergesse,
      am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D
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      Nikos schrieb:

      Kauf einer Maschine aus einem nicht EU Land
      Neu oder gebraucht ?

      Die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG legt die grundlegenden Anforderungen an die Sicherheit von Maschinen fest. Sie gilt im Europäischen Wirtschaftsraum für das Inverkehrbringen bzw. das Bereitstellen auf dem Markt sowie die Inbetriebnahme von Maschinen.

      Nach BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung) und ProdSG (Produktsicherheitsgesetz) ist der Arbeitgeber / Betreiber verpflichtet nur sichere Arbeitsmittel / Produkte seinen Mitarbeiter/innen zu überlassen oder auf dem Markt bereitzustellen. Heißt erstmal schauen ob eine "CE" Kennzeichnung aufgebracht ist und prüfen ob die CE Kennzeichnung auch gültig ist. Wen keine CE Kennzeichnung vorhanden bedeutet das sehr viel Aufwand . Ist dann eine sogenannte unvollständige Maschine und der Betreiber kann in Herstellerverantwortung kommen.

      AxelS schrieb:

      Konformitätsbewertungsverfahren durchführen
      dguv.de/dguv-test/prod-pruef-z…nform-verfahren/index.jsp

      dguv.de/medien/dguv-test-medie…nfo/14_dguv_test_info.pdf

      Nikos schrieb:

      Kauf einer Maschine
      Grundsätzlich macht ein Lastenheft Maschinen und Anlagen Sinn wo alle Anforderungen beschrieben.

      Schau Dir erstmal das hier an

      baua.de/DE/Angebote/Veranstalt…_blob=publicationFile&v=3
      Gruß tanzderhexen

      "Das Verhüten von Unfällen darf nicht als eine Vorschrift des Gesetzes aufgefasst werden, sondern als ein Gebot menschlicher Verpflichtung und wirtschaftlicher Vernunft"
      Werner von Siemens, Zitat von 1880
      „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“
      Aristoteles griech. Philosoph 384 -322 v. Chr.
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      Die Maschine muss eine CE Konformitätserklärung und eine Betriebsanweisunganleitung in der Landessprache des Einfuhrlandes haben.

      Als Inverkehrbringer bist Du hierfür verantwortlich.

      Aus eigener Erfahrung kann ich schreiben: Maschinen, die außerhalb der EU für Drittländer produziert wurden, haben Fake-Konformitätserklärungen. CE-Kennzeichnung ist bei denen also ein falsches Etikett.

      Für die EU produzierte Maschinen sind ähnlich Fake, wenn kein namhafter Importeur der Inverkehrbringer ist.

      Da CE aber von der Gefährdungsbeurteilung nach BetrSichV und von den regelmäßigen Prüfungen nicht befreit, kannst Du beherzt zugreifen, und nach der GB oder spätestens nach der ersten Prüfung die Maschine wegwerfen oder, wenn möglich, selbst umbauen.

      Dieses Posting ist zugegeben stark überspitzt formuliert, aber eine andere Erfahrung habe ICH nicht gemacht. Du kannst aber auch Glück haben, musst selber wissen, ob Du das Glück herausforderst. Der Begriff "Du" ist im gesamten Posting im übertragenen Sinn gemeint :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von azrazr ()

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      azrazr schrieb:

      Die Maschine muss eine CE Konformitätserklärung und eine Betriebsanweisung in der Landessprache des Einfuhrlandes haben.

      Als Inverkehrbringer bist Du hierfür verantwortlich.

      Aus eigener Erfahrung kann ich schreiben: Maschinen, die außerhalb der EU für Drittländer produziert wurden, haben Fake-Konformitätserklärungen. CE-Kennzeichnung ist bei denen also ein falsches Etikett.

      Für die EU produzierte Maschinen sind ähnlich Fake, wenn kein namhafter Importeur der Inverkehrbringer ist.

      Da CE aber von der Gefährdungsbeurteilung nach BetrSichV und von den regelmäßigen Prüfungen nicht befreit, kannst Du beherzt zugreifen, und nach der GB oder spätestens nach der ersten Prüfung die Maschine wegwerfen oder, wenn möglich, selbst umbauen.

      Dieses Posting ist zugegeben stark überspitzt formuliert, aber eine andere Erfahrung habe ICH nicht gemacht. Du kannst aber auch Glück haben, musst selber wissen, ob Du das Glück herausforderst. Der Begriff "Du" ist im gesamten Posting im übertragenen Sinn gemeint :)
      Du meinst bestimmt Betriebsanleitung............
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      Als ich noch externer war, hatten wir einen Kunden der gute Kontakte nach China hatte. Ist persönlich dahin und hat da Maschinen gekauft.
      Diese hat der dann einfach bei sich aufgestellt und betrieben. Alles in chinesicher Schrift, selbst die Bedienteile, alles Chinesich. Kein NOT-Halt, Endschalter etc.

      Als ich ihm dann gesagt hab, dass er das Konformitätsverfahren inkl. der CE Kennzeichnung, Betriebsanleitung in deutscher Sprache machen muss, da er rechtlich Importeur ins EU Land ist, hat der den Vertrag gekündigt. :D :D

      Auch besser so gewesen
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      Grundsätzlich muss eine Maschine die EU-Richtlinien (Maschinenrichtlinie, Niederspannungsrichtlinie usw.) entsprechen
      Also benötigt Sie eine CE-Kennzeichnung/ CE-Konformität. Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten.

      1. Der Hersteller hat die Maschine für den EU Markt gebaut und hat das Konformitätsverfahren durchgeführt. Dann spricht eine Inbetriebnahme nicht viel entgegen. Solange es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Der Inverkehrbringer kann auch ein Zwischenhändler sein ,der Maschinen importiert.

      2. Wenn Ihr aber eine Maschine ohne CE- Konformität kauft müsst halt Ihr das CE-Konformitätsverfahren durchführen. In der Regel werden beim Konformitätsverfahren mit harmonisierten DIN EN Normen gearbeitet (Vermutungswirkung). Dieses könnt Ihr aber schlecht nachweisen und zudem fehlen euch auch Konstruktionsberechnungen und ähnliches. Hier wisst auch nicht was verbaut worde ( z.B. Asbest wird selbst noch in der USA verwendet) Also bleibt in den meisten Fällen nur eine EG Baumusterprüfung. Anbieter hierfür ist z.B der TÜV.... --> dieser Weg lohnt sich aufgrund der Kosten für das Konformitätsverfahren nur selten.
      Und Ihr seit der Hersteller/ Inverkehrbringer der Maschine , wenn Ihr die Maschine nach ein paar Jahren weiter verkauft, haftet Ihr weiter für die Maschine beim nächsten Betreiber(ProdSG).

      Also mache ich mit 1. weiter:

      Die Maschine muss haben:

      CE-Konformitätserklärung nach MRL- Richtlinie
      CE-Zeichen
      Betriebsanleitung (englisch geht, wenn euer Bedienpersonal englisch kann, sonst deutsch)

      Desweitern solltet Ihr ein
      CE-Check machen
      GFB nach Betriebsicherheitsverordnung ( MRL und BetrSichV unterscheiden sich ein wenig in Schutzzielen--> z.B. Direktes Berühren unter Spannung stehende Teile)

      azrazr schrieb:

      Die Maschine muss eine CE Konformitätserklärung und eine Betriebsanweisung in der Landessprache des Einfuhrlandes haben.
      Betriebsanweisung erstellt der Betreiber....Der Hersteller gibt Dir eine Betriebsanleitung

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von jeske ()

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      jeske schrieb:

      Betriebsanleitung (englisch geht, wenn euer Bedienpersonal englisch kann, sonst deutsch)
      Nein geht nicht, siehe RL 2006/42, Anhang I Punkt 1.7.4. Nur bei der Wartungsanleitung darf man von der Amtssprache des Landes abweichen.
      Da ich das immer vergesse,
      am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D
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      AxelS schrieb:

      Nein geht nicht, siehe RL 2006/42, Anhang I Punkt 1.7.4.
      Gehört alles im Lastenheft beschrieben.
      Gruß tanzderhexen

      "Das Verhüten von Unfällen darf nicht als eine Vorschrift des Gesetzes aufgefasst werden, sondern als ein Gebot menschlicher Verpflichtung und wirtschaftlicher Vernunft"
      Werner von Siemens, Zitat von 1880
      „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“
      Aristoteles griech. Philosoph 384 -322 v. Chr.