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Beinaheunfälle aufnehmen

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    Hoffentlich überall! Einen Beinaheunfall zu untersuchen ist in der Regel ebenso aussagekräftig wie die Untersuchung eines tatsächlichen Unfalls. Nehmen wir herabfallende Teile: Ob das Teil einen Mitarbeiter traf oder ihn nur um Zentimeter verfehlte ist für die Entstehung des Ereignisses irrelevant. Wer Beinaheunfälle nicht erfasst und untersucht verzichtet auf wertvolle Informationen.


    Gruß Michael
    SiFaFa weil ich zwei BG-spezifische Blöcke erfolgreich absolviert habe.
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    hallo zusammen,

    wir haben es mit den Meldungen zu Beinahe Unfällen hinbekommen, hat aber lange gedauert. Wir haben keine Zeit für so was, stimmt ist die Antwort die man bekommt. Nach einem Besuch der Bezirksregierung und Nachfrage zu diesem Thema hat niemand gesagt, dafür haben wir keine Zeit, sondern haben wir ;-)).

    Gruß
    Martin
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    AxelS schrieb:

    Micherheit schrieb:

    Wer Beinaheunfälle nicht erfasst und untersucht verzichtet auf wertvolle Informationen.
    Wir haben genügend reale Unfälle. :(
    Tja, genau da setzt die Erfassung und die Arbeit mit den Beinaheunfällen an. Wenn ihr "genug" Unfälle habt, müßt ihr euch natürlich die Frage gefallen lassen, was macht ihr den dagegen?!?!? Ursachenanalyse und Ableitung von Maßnahmen sind hier wesentliche Faktoren und dabei helfen mir eben auch Beinaheunfälle.

    Bei uns funktioniert das übrigens sehr gut.

    In diesem Sinne
    Der Michael
    "...and the image is reflected back to the other side..." (Alan Parsons Project)
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    Nikos schrieb:

    alle Beinaheunfälle aufgenommen
    Kommt sicher auf die Größe , Gefahrenklasse , Organisation Arbeits-und Gesundheitsschutz des Betrieb an.

    AxelS schrieb:

    Wir haben genügend reale Unfälle.
    Wenn dies dann mit einer vernünftigen Ursachenanalyse und Ableitung von Maßnahmen einhergeht und wenn die Maßnahmen greifen kann ich mich auch um Beinaheunfälle kümmern.

    Gab hier

    Beinahunfall meldepflichtig??

    Beinaheunfälle

    auch schon eine umfangreiche Diskussion.
    Gruß tanzderhexen

    "Das Verhüten von Unfällen darf nicht als eine Vorschrift des Gesetzes aufgefasst werden, sondern als ein Gebot menschlicher Verpflichtung und wirtschaftlicher Vernunft"
    Werner von Siemens, Zitat von 1880
    „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“
    Aristoteles griech. Philosoph 384 -322 v. Chr.
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    Bei einer Firma wo ein Kumpel von mir arbeitet, hat jeder MA eine sg. STOP- Karte.
    Sobald ein MA meint oder etwas sieht was aus seiner Sicht gefährlich ist, soll er die Karte zücken.
    Dann soll die ganze Produktion bzw. der Teilbereich gestoppt werden, die SiFa und der zuständige Meister geholt werden und der
    Sachverhalt geklärt werden.

    Glaube das ganze ging 6 Monate und die Karten wurden wieder einkassiert.

    @Pilot: Wie lange bist Du Sifa und im Amt?
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    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei manchen Mitarbeitern der Begriff "Beinahe-Unfall" schon für Fragezeichen sorgt. Daher haben wir das in "Unsichere/gefährliche Situation" umbenannt. Gemeldet werden sie immernoch nicht freiwillig, obwohl wir nur 37 Mitarbeiter am Standort haben. Aber bei den Begehungen der Sicherheitsbeauftragten und der Sifa kommt einiges zu Tage. Im persönlichen Gespräch ist das viel einfacherer als, wenn der Mitarbeiter dann noch etwas schriftlich festhalten müsste. Gerade wenn das Schriftliche für viele ein Problem darstellt, würden einige es gerade deshalb nicht machen.

    Gruß Frank
    Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden;
    es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun. (Johann Wolfgang von Goethe)
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    Das mit den Beinaheunfällen habe ich mir mit als Prio gesetzt aber leider kommt da kein Feedback von den Mitarbeitern...

    Tja, es liegt eben nicht immer nur an den Vorgesetzten...leider...

    Wie ermutigt / motiviert Ihr eure Mitarbeiter in diese Richtung ?


    Grüße,

    Heinz
    Wer aufhört besser werden zu wollen, der hat aufgehört gut zu sein !
    Von Marie von Ebner-Eschenbach
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    Wir haben das über ein digitales Meldesystem (IBM-Notes) geregelt. Die Meldungen kommen unregelmäßig und nicht flächendeckend. Der eine macht es, der andere nicht.
    Vollzählige Meldungen haben wir bei vorfällen --> Belästigungen, sexuelle Dilekte, Beleidigungen und Gewalt.
    Über die Beinahunfälle können wir direkt gleich auch Reparaturaufträge auslösen. Das vereinfacht die Arbeit für den Technischen Dienst.
    Auch ein Beinahunfall ist letztendlich ein Unfall, nur ohne Verletzung etc.
    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)

    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)


    Gruß Mick
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    Heinz. H. schrieb:

    Wie ermutigt / motiviert Ihr eure Mitarbeiter in diese Richtung ?
    Bietest Du es auch anonym an? Ich als Mitarbeiter, überlege mir auch 2 mal etwas zu melden, wenn mein Name dabei auftaucht.

    Frank_Fasibe hat mit dem ,, Gerade wenn das Schriftliche für viele ein Problem darstellt, würden einige es gerade deshalb nicht machen.,, recht. Das schreckt auch viele ab. Abhilfe durch Vertrauenspersonen (wie z.B BA), die die Sachen ausfüllen.

    Als Interner bleibt nur die Gespräche suchen und Vertrauen aufbauen. Gerade in der Jahresunterweisung kann man durch eine offene Gesprächsrunde einiges erfahren.

    Eine andere Möglichkeit ist, wenn bei Dir Möglichkeit und Budget besteht regelmäßig Preise auslösen. Können ja auch Werbegeschenke (ich weiß, wird auch immer weniger) sein, die die Firma erhält.
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    Mick1204 schrieb:

    Wir haben das über ein digitales Meldesystem (IBM-Notes) geregelt. Die Meldungen kommen unregelmäßig und nicht flächendeckend. Der eine macht es, der andere nicht.
    Vollzählige Meldungen haben wir bei vorfällen --> Belästigungen, sexuelle Dilekte, Beleidigungen und Gewalt.
    Über die Beinahunfälle können wir direkt gleich auch Reparaturaufträge auslösen. Das vereinfacht die Arbeit für den Technischen Dienst.
    Auch ein Beinahunfall ist letztendlich ein Unfall, nur ohne Verletzung etc.
    Ein digitales Meldesystem scheidet für uns aus, da kein gewerblicher Mitarbeiter Zugriff darauf hat.
    Und ja, das die Beinaheunfälle ein "Unfälle ohne Verletzung" sind ist klar und eben darum möchten wir ja auch davon profitieren und damit arbeiten !

    @jeske:
    Bin gerade dabei, unsere Sicherheitsbeauftragte dahingehend zu sensibilisieren und alles was sie von Kollegen hören, entsprechend als Beinaheunfall zu melden, schaun mir mal !?
    Tja, Werbegeschenke...aber ich habe schon mal darüber Nachgedacht, Arbeitsstunden/Flexistunden für die Mitarbeiter als Anreiz zu nehmen (Ein Vorschlag wird dann mit 1-3/5 angerechneten Überstunden/Flexistunden belohnt) aber da wird sich unsere Personalleitung gegen sperren, mir gehen da die Ideen aus....

    Grüße @all,

    Heinz
    Wer aufhört besser werden zu wollen, der hat aufgehört gut zu sein !
    Von Marie von Ebner-Eschenbach
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    Hallo,

    wir haben verschiedene Möglichkeiten Beinahe-Unfälle und gefährliche Situationen zu melden.
    • Die Mitarbeiter haben vor Arbeitsbeginn ihren direkten Arbeitsplatz auf veränderte Bedingungen (Defekte, nicht bekannte Veränderungen, …) zu prüfen und zu dokumentieren. Läuft seit ca. einem Jahr bei uns. Anfänglich alles immer OK, mittlerweile haben die Mitarbeiter vertrauen in die Sache bekommen und melden häufiger Auffälligkeiten - könnte aber sicherlich mehr sein.
    • Beinahe Unfälle sollen wie alle anderen Ereignisse (Unfälle, Brände, Umweltthemen, Gewalt) digital oder über Formblatt gemeldet werden. Beinahe Unfälle werden auch eher zögerlich gemeldet. Da spielt einfach die Angst bei den Mitarbeitern eine große Rolle. Der Mitarbeiter gehen nicht selten von einem selbstverschuldeten Vorfall aus und versucht diesen zu vertuschen.
    • Wöchentliche Layered-Audits durch das Management. Jeder Vorgesetzte hat nach einer Matrix Betriebsbereiche zu Auditieren und in diesem Rahmen auch mit den Mitarbeitern über gefährliche Situationen zu sprechen, ggf. zu erfassen. Ich persönlich habe damit die besten Erfahren gemacht. Im persönlichen Gespräch, auf Augenhöhe kommen die besten Informationen über gefährliche Vorfälle und zuständen von den Mitarbeitern. Wenn sie feststellen, dass ihre Meinung/Erfahrung wichtig ist und Maßnahmen daraus erfolgen, kann dies zum Selbstläufer werden. Braucht aber seine Zeit, viel Vertrauen und die Motivation und Unterstützung (Management) die Punkte positiv zu verändern.
    Alles steht und fällt mit der Firmenkultur und dem aufrichtigen Interesse des Managements sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen.
    Und da fängt der Kampf der Sifa an... :)

    LG Timmy