Handschuhe tragen beim bohren - Ständerbohrmaschine

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  • Hi @ all,


    Handschuhe beim Bohren zu tragen wenn man an einer Ständerbohrmaschine arbeitet ist ja eigentlich im Grundlegenden schon falsch. Ich habe aber das Problem, dass die Werkstücke, die gebohrt werden sollen kontaminiert sind.
    Was nun?
    Meine Empfehlung ist, jedes Werkstück so fest zu spannen, dass man als Mitarbeiter gar nicht mehr mit den Handschuhen in die Spindel kommen kann.
    Jetzt kenn ich aber die Berufsgruppe zu gut, da ich selber diese arbeiten ausgeführt habe. Mal schnell festhalten, Loch rein bohren und fertig.
    Die Gefährdung bleibt als wohl oder übel bestehen. Hat schon einer so ein Problem lösen müssen?
    Die Werkstücke können mit Radioaktiven Stäuben kontaminiert sein.


    Danke

    "Das Verhüten von Unfällen darf nicht als eine Vorschrift des Gesetzes aufgefasst werden sondern als ein Gebot menschlicher Verpflichtung und wirtschaftlicher Vernunft."


    Werner v. Siemens, Berlin 1880

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  • Hallo Michael,


    mit Radioaktive Stäuben ist dann ja auch die Arbeitskleidung am Körper und die Atemwege durch die Luft gefährdet !?


    Mitarbeiter die in so einem Umfeld arbeiten müssen, die sollten schon so geschult sein, dass sie sich der Gefahren bewußt sind und diese Werkstücke nur fest fixiert in einer Vorrichtung bearbeiten und die Finger von dem verstrahlten Material lassen.


    Mit diesen Radioaktiven Stäuben hast du aber sicherlich noch andere Probleme...


    Grüße,


    Heinz

    Wer aufhört besser werden zu wollen, der hat aufgehört gut zu sein !
    Von Marie von Ebner-Eschenbach

  • Die Werkstücke können mit Radioaktiven Stäuben kontaminiert sein.

    Kannst du dazu mal etwas mehr Angaben machen? Was muss ich mir darunter vorstellen?


    Gruß
    Andy

    Ich erhebe keinen allgemeingültigen Anspruch auf die Wahrheit, wie alle Menschen habe auch ich nur meine Sicht der Dinge!

  • @Nullchecker, würde ich gerne nur kann ich das im Moment nicht. Mir wurde das Problem auch erst angetragen.


    Die anderen Schutzmaßnahmen greifen im Moment alle, jedenfalls so die Aussage die ich bekommen hab.


    Im Großen und Ganzen geht es mir nur darum wie man ein Spannendes Verfahren mit Radioaktiven (leicht bis wenig) handhabbar wird bzw. ob jemand schon vor so einen Problem stand.

    "Das Verhüten von Unfällen darf nicht als eine Vorschrift des Gesetzes aufgefasst werden sondern als ein Gebot menschlicher Verpflichtung und wirtschaftlicher Vernunft."


    Werner v. Siemens, Berlin 1880

  • Hallo Michael,



    Aus meiner Sicht als Sifa (und Strahlenschutzbeauftragter), würde ich kategorisch sagen: Kontaminierte Teile werden vor der Bearbeitung dekontaminiert und freigemessen. Punkt.


    Alles andere ist fahrlässig.


    Außerdem ist die Frage: Habt Ihr geprüft ob ihr innerhalb der Freigrenzen für einen genehmigungsfreien Umgang seid?
    Ansonsten wäre noch eine Genehmigung für den Umgang fällig.


    Wenn ihr wisst welche Radionuklide eventuell vorhande sein können, könnt Ihr euch ein geegnetes Zählrohr besorgen und die Teile messen: Wenn sie nicht kontaminiert sind ist alles gut wenn doch solltet ihr die Teile dekontaminieren (Gefährdungsbeurteilung! PSA! Entsorgung von kontaminierten Dekon-Flüssigkeiten! ...).


    Gruß
    Schmandhoff