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Ausbildung fertig, aber ungünstige Ausgangslage. Chancen auf dem Arbeitsmarkt?

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  • Ausbildung fertig, aber ungünstige Ausgangslage. Chancen auf dem Arbeitsmarkt?

    Guten morgen zusammen,

    ich möchte gerne als SiFa arbeiten und habe dazu die Ausbildungsstufe 3 im Januar online bei der BGW absolviert. Ich möchte euch aber zunächst meine Situation schildern, die wohl nicht ganz so einfach ist.

    Ich habe bereits während meines Studiums die Ausbildungsstufe 1 und 2 absolviert. Nach meinem Studium habe ich 1 Jahr als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FH gearbeitet und mir während dieser Zeit natürlich auch Gedanken gemacht wie es später weiter geht.
    Ich habe Maschinenbau studiert, muss aber zugeben das ich während meines Studiums das Interesse an der Technik immer mehr verloren habe und mich wirklich durchbeißen musste, um alle Prüfungen zu bestehen. Und auch in meinem Jahr als Wissenschaftlicher Mitarbeiter habe ich feststellen müssen, ich bin kein echter Ingenieur.

    Daraufhin habe ich erkundigt was ich noch tun kann. Und fand die Arbeitssicherheit wäre das Gebiet, worin ich mich sehe. Da ich aber auch einen nach meinem befristeten Jahr an der FH einen Job brauchte, habe ich mich bei vielen verschiedenen Unternehmen beworben. Für Stellen mit der Arbeitssicherheit habe ich nur zwei Vorstellungsgespräche gehabt. Die erste Firma hat genau meinen Erwartungen entsprochen, leider folgte später eine Absage. Im Januar diesen Jahres habe ich dann online bei der BGW die Ausbildungsstufe 3 bestanden.

    Dann hatte ich zwei Jobangebote. Einer war als SiFa, leider sagte mir die Firma überhaupt nicht zu, schon das Vorstellungsgespräch war sehr eigenartig. Das andere Angebot war eine Stelle als Ingenieur im Automobilbau. Ich habe lange überlegt und mich dann doch gegen die SiFa Stelle entschieden und die Ingenieur Stelle genommen. Wohl auch weil ich hoffte doch in dem Aufgabengebiet zurechtzukommen. Ich merke aber immer mehr, dass das eine Fehlentscheidung war und ich nicht doch die Stelle als Sifa hätte nehmen sollen, auch wenn mir das Unternehmen nicht zusagte.

    Deshalb ziehe ich in Betracht, nach einem Jahr Berufserfahrung mich wieder auf Sifa Stellen zu bewerben. Und genau hier kommen dann die Probleme. Ich habe gerade 1 Jahr Berufserfahrung in der Industrie (das Jahr als Wissenschaftlicher MA zähle ich nicht als Berufserfahrung) und habe keinerlei Berufserfahrung als Sifa. Jeder Personaler wird sich doch fragen wieso ich nach einem Jahr meinen jetzigen Betrieb verlassen möchte und etwas ganz anderes machen will. Ich könnte wie ein unentschlossener Kandidat wirken, der von einem Job zum nächsten springt.

    Ich weiß man sollte nach dem Studium kein Praktikum machen, aber wäre das nicht eine Möglichkeit um in dem Gebiet wenigstens etwas Erfahrung zu sammeln und damit bei meinen Bewerbungen das wirkliche Interesse als Sifa hervorzuheben? Jeder Arbeitgeber verlangt heute Berufserfahrung, die ich aber auf dem Gebiet nicht habe. Auch wird eine gewisse Zeit dauern um mich dann als Sifa selbstständig arbeiten lassen zu können, da ich einfach viel Erfahrung sammeln muss.

    Ich weiß nur das ich als klassischer Ingenieur nur noch zu kämpfen habe und ich meine Zukunft im Bereich Sicherheit und Gesundheit sehe.

    Auch würde ich gerne mich gerne mal persönlich mit jemanden aus dem Forum treffen, es gibt ja hier das User Treffen. Um mich auszutauschen und vom Berufsalltag als Sifa mehr zu erfahren.


    Ich danke euch für eure Antworten.
  • Also grundsätzlich hast du ja, wenn du ein Studium ageschlossen hast, auch keinerlei Berufserfahrung und suchst trotzdem einen Job. Die meisten finden ja auch einen - auch als "blutiger Anfänger" ohne Erfahrung.

    Warum machst du dir dann vor dieser Situations ins Hemd?!? Dazu besteht kein Grund. Sei mutig und trau dir was zu. Natürlich werden dich nicht alle gleich auf Händen tragen und es wird sicher auch mal eine Absage geben aber...so what! Du bist motiviert und glaubst deine Bestimmung gefunden zu haben. Beste Voraussetzungen.

    Geh's an. Ich wünsch' dir viel Erfolg!

    In diesem Sinne
    Der Michael
    "...Be careful what you wish for, cause it may come true..." (W.A.S.P.)
  • MichaelD schrieb:

    Also grundsätzlich hast du ja, wenn du ein Studium ageschlossen hast, auch keinerlei Berufserfahrung und suchst trotzdem einen Job. Die meisten finden ja auch einen - auch als "blutiger Anfänger" ohne Erfahrung.

    Warum machst du dir dann vor dieser Situations ins Hemd?!? Dazu besteht kein Grund. Sei mutig und trau dir was zu. Natürlich werden dich nicht alle gleich auf Händen tragen und es wird sicher auch mal eine Absage geben aber...so what! Du bist motiviert und glaubst deine Bestimmung gefunden zu haben. Beste Voraussetzungen.

    Geh's an. Ich wünsch' dir viel Erfolg!

    In diesem Sinne
    Der Michael
    Nun ja, ich habe dann immerhin 1 Jahr Berufserfahrung in der Industrie, finde mich also in der Arbeitswelt zurecht.
    Mich schrecken oft die Stellenbeschreibungen ab: Mindestens x Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet, Zusatzqualifikation als ....

    Klar, das sind die Idealvorstellungen der Arbeitgeber. Ich mache mir nicht vor der Situation ins Hemd. Ich habe bsp weise einige Wochen Baustellenerfahrung, war drei Monate nach dem Studium ehrenamtlich im Ausland bei einem Hilfsprojekt aktiv, das würde ich halt in den Bewerbungen mit erwähnen.
  • Wenn Du ein Auto kaufen willst, sagt der Händler auch erstmal: "50.253,60€!" Am Ende verkauft er es dir aber auch für 44.000...

    Ich habe in meiner Karriere eher weniger darauf geschaut was der Anbieter erwartet. Mich interessiert eher, was er mir bietet - und das meine ich jetzt eher aufgaben- denn gehaltsbezogen. Auf für mich interessante Jobs habe ich mich immer mal wieder beworben und auch immer einen bekommen. Sie dich nicht als Bittsteller sondern als qualifizierten Anbieter. Verkaufe dich! Dazu solltest du allerdings einen Blick für die Realitäten haben; und die bekommst du halt nur, wenn du dich dort auch bewegst.

    Heute kann ich sagen, auch "nur" als Techniker sind sechstellige Verdienste keine Utopie...

    Also: A...backen zusammenkneifen und auf geht's!

    In diesem Sinne
    Der Michael
    "...Be careful what you wish for, cause it may come true..." (W.A.S.P.)
  • MichaelD schrieb:

    Sieh dich nicht als Bittsteller sondern als qualifizierten Anbieter. Verkaufe dich! Dazu solltest du allerdings einen Blick für die Realitäten haben; und die bekommst du halt nur, wenn du dich dort auch bewegst.
    Genau so. Dem kann ich nur zustimmen. Du musst Deinem potentiellen AG klarmachen, dass Du ihm und der Firma weiterhelfen kannst.
    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)

    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)


    Gruß Mick
  • Mick1204 schrieb:

    MichaelD schrieb:

    Sieh dich nicht als Bittsteller sondern als qualifizierten Anbieter. Verkaufe dich! Dazu solltest du allerdings einen Blick für die Realitäten haben; und die bekommst du halt nur, wenn du dich dort auch bewegst.
    Genau so. Dem kann ich nur zustimmen. Du musst Deinem potentiellen AG klarmachen, dass Du ihm und der Firma weiterhelfen kannst.
    AUHA!!!! :S

    In diesem Sinne
    Der Michael
    "...Be careful what you wish for, cause it may come true..." (W.A.S.P.)
  • Tom_92 schrieb:

    Mich schrecken oft die Stellenbeschreibungen ab: Mindestens x Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet, Zusatzqualifikation als ....
    Am Anfang schreckt sowas auch ab aber die Stelle, die ausgeschrieben ist können die eh nicht 1:1 besetzen. Häufig siehst du auch schon am Inhalt der Stellenausschreibung, dass dort wenig Kenntnis über die tatsächlichen Tätigkeiten einer Sifa vorliegt.

    X Jahre Erfahrung und diverse Qualifikationen bringen einem Bewerber aber auch nichts, wenn er es als Sifa später den Führungskräften und Beschäftigten nicht "verkaufen" kann.
    Mein Vorgänger hatte 25 Jahre Berufserfahrung, ist von seiner Art aber mit allem und jedem angeeckt. Ich habe nicht mal die Hälfte an Berufserfahrung aber komme gut mit den Kollegen aus, werde akzeptiert, und konnte dadurch schon deutlich mehr bewegen und umsetzen als mein Vorgänger.

    Genau so etwas musst du dann in den Vorstellungsgesprächen den Personaler näher bringen!
    Gruß Roland
  • Such' Dir etwas mit Einarbeitung.

    Du hast das Rüstzeug. Erfahrung kostet ja auch Geld. Beginnst Du mit 40.000 und die Firma muss 20.000 in Dich investieren, wird ein Erfahrener 60.000 verlangen. Was soll's... (Zahlen sind reine Beispiele ohne direktem Realitätsbezug).

    Bewirb Dich auf jede Stelle, die Dich interessiert. Achte auf Einarbeitung.

    Bewirb Dich auch auf Stellenangebote der BG. Die mögen Rohdiamanten.

    Fakt: JEDE SiFa hat bei Null angefangen. Einige haben/hatten auch Null Einarbeitung. Kopf hoch, es ist zu schaffen - und zwar mit weniger Anstrengung, als das Studium.
  • Vielen Dank erst einmal für eure Antworten. Dann bleibe ich am Ball.

    Gibt es eine Möglichkeit das man die theoretischen Inhalte aus den LEK´s nochmals abrufen kann? Die Stufe 1 und 2 der Ausbildung habe ich ja im Studium gemacht, was jetzt schon ein Stück zurückliegt und die Stufe 3 habe ich vor einem halben Jahr online bei der BGW gemacht.

    Ich würde mich wirklich gerne mit der Theorie nochmals befassen, da jetzt alles weit zurück liegt.
  • Tom_92 schrieb:

    Vielen Dank erst einmal für eure Antworten. Dann bleibe ich am Ball.

    Gibt es eine Möglichkeit das man die theoretischen Inhalte aus den LEK´s nochmals abrufen kann? Die Stufe 1 und 2 der Ausbildung habe ich ja im Studium gemacht, was jetzt schon ein Stück zurückliegt und die Stufe 3 habe ich vor einem halben Jahr online bei der BGW gemacht.

    Ich würde mich wirklich gerne mit der Theorie nochmals befassen, da jetzt alles weit zurück liegt.
    Aus meiner Sicht machst Du Dir viel zu viel Sorgen. Ich wurde auch nicht eingearbeitet. Wer wird heute noch eingearbeitet? Doch die wenigsten.
    Geh hin und tu Dein Bestes. Frei nach @Guudsje du stellst die Schuhe nur zur Verfügung, anziehen müssen diese andere.
    Du wirst das eh nicht alles allein entscheiden können. Korrigierende Maßnahmen ohne die jeweiligen Bereichsleiter wird nicht funktionieren. Gesetzliche Grundlagen findest Du hier
    oder im www oder oder oder. Vieles ist auch gesunder Menschenverstand zusätzlich zu den örtlichen und firmengegebenen Umständen.
    Du hast ein Studium geschafft, eins welches Dir noch nicht einmal Spaß gemacht hat. Dann schaffst Du andere Dinge auch noch.
    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)

    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)


    Gruß Mick

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mick1204 () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Ich kann da aus Erfahrung sagen: Ein Meister hat schon öfter versagt als es ein Lehrling überhaupt versucht hat.

    Ich komme aus der IT (Informatiker) und bin nach 17 Jahren in's Energiemanagement gewechselt. Ohne einen blassen Schimmer zu haben.
    Reingekniet und vor allem anderen Leuten mit Fragen auf die Zwiebel gegangen. Niemand, auf jedenfall niemand mit Hirn, wird von einem
    Anfänger erwarten dass er die komplette Materie intus hat.

    Erst dieses Jahr habe ich die Berufung zu FaSi entdeckt und habe die Firma gewechselt. Meinem Chef war (ist) klar dass alles langsam geht
    und sich das Wissen erstmal setzen muss.

    Keine Angst vor großen Tieren!

    Gruß
    Guckygut
  • Hallo Tom_92,

    Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Alles braucht seine Zeit.

    Mach einfach weiter achte nicht so sehr was in den Stellenanzeigen gefordert wird! Bewerberbe Dich und überzeuge mit Selbstsicherheit.

    Mein alter Meister sagte immer:,, Man muss nicht alles wissen man muss nur wissen wo es steht oder wem man fragen kann" und die Voraussetzung hast Du ja als Ing.
    Mit freundlichen Grüssen aus Braunschweig!

    Hans-Jürgen
  • Vielen Dank an alle.
    Ich habe letztes Jahr leider erfahren müssen das es als Absolvent gar nicht so leicht ist, erst einmal Fuß zu fassen. Aber es wird sich schon das richtige ergeben wenn ich am Ball bleibe.

    Eine Frage zum Thema Sifa habe ich noch. In vielen Stellenbeschreibungen steht eine hohe Reisebereitschaft. Mir ist zwar klar das man meist beim Kunden vor Ort ist, aber ist man viel in Hotels unterwegs oder abends wieder zu Hause? Sicherlich sind die Stellen da auch unterschiedlich, aber ich habe durch meinen jetzigen Job erfahren müssen, das viele Hotelübernachtungen sehr belastend sein können (man ernährt sich schlecht, keine Zeit für Sport, kein Familienleben ect..)

    Wie sind da eure Erfahrungen? Gegen einen Auslandsaufenthalt hätte ich auch nichts einzuwenden, aber es sollte kein Dauerzustand sein.
  • Das ist entweder das Los eines externen - dann ist es natürlich abhängig von deinem Einzugsgebiet und deiner Tagesreisebereitschaft, oder der Organisation und Größe deines Unternehmens und deines Verantwortungsbereiches. Normalerweise ist dies allerdings überschaubar.

    Ich war in einem global operierenden Unternehmen für Deutschland und das europäische Ausland zuständig, incl. Trips nach Übersee. Bin viel gereist und war fast drei Jahre in Warschau. Stressig? Ja. War's das wert? Auf jeden Fall.

    Am Ende des Tages solltest du, wenn es sich den so ergibt und gerade als Anfänger, den Aspekt in den Vordergrund stellen, dass es sich bei einer solchen Tätigkeit nicht notwendigerweise um eine Lebensaufgabe handelt. Dies ist dann eher ein temporärer Zustand. Denk dran: Mit gesammelter Erfahrung stehen dir in Zukunft viel mehr Türen offen und was du wann und wie aus deinem Leben machst liegt in der Hand einer einzigen Person - dir selbst.

    In diesem Sinne
    Der Michael
    "...Be careful what you wish for, cause it may come true..." (W.A.S.P.)