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Evakuierungen von Kita's, baulicher Rettungsweg

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  • Nachtrag zu den Rutschen: Edelstahlrutschen werden im Sommer unter Sonneneinstrahlung sehr schnell sehr heiß und verursachen Verbrennungen bei den Nutzern. Wer mit Rutschen als Sonderlösung plant sollte sich unbedingt auch mit den Randbedingungen am Einsatzort beschäftigen und bei Bedarf z.B. für ausreichend Schattenwurf auf die Röhre sorgen. Das wird leider auch nur zu gerne in der Praxis vergessen.
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    Hallo,

    Ja, wobei es hier doch stark auf den Kindergarten ankommt.
    Da gibt es Kindergärten da spielt der BS nahezu keine Rolle
    und in anderen, sieht es wieder ganz anders aus. Ich hatte
    im letzten Jahr mehrere Kindergärten einer Kirche, da war
    z.B. alles top. Nicht nur baulich, sondern auch organisatorisch.
    Da wurden alle Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter auch zum BS-
    Helfer/in ausgebildet, was dann mein Part war.

    Kritischer sehe ich da Tagesmütter/väter. Bisweilen viele
    Kinder, nur eine Tagesmutter/vater und das im häuslichen
    Umfeld. Ich hatte vor kurzem im Auftrag von einem
    Landratsamt, die Durchführung von u.a. einem Feuerlöschtraining
    für Tagesmütter/väter. Wenn man sich da dann unterhält,
    wird schnell deutlich, die Sicherheit ist da nicht soweit oben
    angesetzt. Sicherlich wird jährlich im Rahmen der Kontrolle
    durch die Behörden nachgeschaut, aber das bloße Vorhandensein
    von einem Feuerlöscher reicht da schon aus....Rauchwarnmelder
    etc. sind da bisweilen noch ein Fremdwort. Was letztlich aber
    auch alles nicht verwundert, wenn man dann von der Vergütung
    hört.

    Gruß
    Simon Schmeisser
    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010
  • Neu

    Meine Frau hat die Schulung mitgemacht, dann sind wir wegen mir weggezogen.

    Mit einer Erfahrung der Stichproben Größe ca. 15 Teilnehmerinnen im ländlichen Gebiet mit einer Mittelstadt im Zentrum:

    a) Teilnehmer ALLE Frauen
    b) alle durch Ehemann abgesichert
    c) meist Eigenheim
    d) als Abschlussarbeit war ein Kita-Konzept auszuarbeiten, aus dem das Tätigkeitsumfeld erkennbar wurde (Datenschutz? Neeee). Meine Frau hat das Konzept als Springerin geschrieben.

    Heißt: die Frauen sind auf die Kohle nicht angewiesen. Meine Berechnungen haben auch ergeben, dass die Aktivität kein gutes Geschäft ist. Im Optimalfall verdient Frau 3 Eur die Stunde, ABER in heimischen Umfeld würde die Miete und der Strom teilweise bezahlt.

    Fazit: Brandmelder und Feuerlöschübung wären finanzierbar, zudem müsste das Jugendamt hier subventionierend eingreifen.

    Das wäre eine Geschäftsidee für unsereins: Brandschutz Lehrgang für KiTas, 40 EUR pro Teilnehmer (wie die erste Hilfe), verpflichtend alle zwei Jahre.

    Wer macht jetzt die Lobby-Arbeit, damit die Politik die Rechtsgrundlage schafft?
  • Neu

    Hallo,

    azrazr schrieb:

    Heißt: die Frauen sind auf die Kohle nicht angewiesen. Meine Berechnungen haben auch ergeben, dass die Aktivität kein gutes Geschäft ist. Im Optimalfall verdient Frau 3 Eur die Stunde, ABER in heimischen Umfeld würde die Miete und der Strom teilweise bezahlt.
    Die Beweggründe werden sicherlich unterschiedlich sein, Ihre Feststellung
    würde ich aber so nicht ganz teilen. Und keine Ahnung was für eine Referenz sie
    da haben. Aber im letzten Fall den ich jetzt hatte, lag die Vergütung pro
    Stunde bei über 6.00 Euro für Tagesmütter/väter. Die Kosten für Kurse wie
    Erste-Hilfe, dann den Part Brandschutz (wo ich zuständig war) und generell
    Fortbildungsmöglichkeiten werden vom Landkreis (Jugendamt) bezahlt.
    Nicht also von den Tagesmüttern/vätern selbst.

    Anders sieht es natürlich aber im heimischen Umfeld aus. Da muss
    natürlich jede Anschaffung (vom Feuerlöscher bis Rauchwarnmelder)
    selbst finanziert werden. Und man mag es vielleicht nicht glauben, das
    ist aber durchaus ein Problem.

    azrazr schrieb:

    Fazit: Brandmelder und Feuerlöschübung wären finanzierbar, zudem müsste das Jugendamt hier subventionierend eingreifen.
    Das wäre eine Geschäftsidee für unsereins: Brandschutz Lehrgang für KiTas, 40 EUR pro Teilnehmer (wie die erste Hilfe), verpflichtend alle zwei Jahre.

    Wer macht jetzt die Lobby-Arbeit, damit die Politik die Rechtsgrundlage schafft?
    Da braucht es keine Lobby-Arbeit und auch keine Rechtsgrundlage.
    Letztlich entscheidet das Jugendamt was es in Sachen Fortbildung
    für notwendig erachtet oder auch nicht. Der BS/ Erste-Hilfe und
    vieles ist da -zumindest bei diesem LRA- schon ein Thema. Da wird auch
    geschaut, wenngleich halt sehr oberflächlich. Ein Feuerlöscher ist da =
    Brandschutz in bester Ordnung. Ich war als ich die Anfrage 2018
    vom betreffenden Landratsamt erhalten habe, sehr skeptisch. Was soll
    man da schließlich vermitteln? Da ist eine Tagesmutter/vater und mit
    x-Kindern in unterschiedlichen Altersklassen. Soll die dann im Brandfall
    zum Feuerlöscher greifen? Da hat man es mit einem Kindergarten
    schon etwas einfacher, da man hier mehr Personal hat.

    Und zur Geschäftsidee, die wird in der Praxis so nicht funktionieren.

    Gruß
    Simon Schmeisser
    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010
  • Neu

    Die Vergütung ist tatsächlich um die 6 Eur die Stunde, je nach Vorbildung mehr oder weniger.

    Wenn man die Kosten gegenrechnet, bleiben im Optimalfall, falls ständig 5 Kinder betreut werden, 30 EUR die Stunde abzüglich Kosten.

    De facto sind es aber im Schnitt 2,5 Kinder oder weniger, was daran liegt, dass Idioten beteiligt sind, die keine Regelmäßigkeit, keine Vertragstreue und keine Regeln kennen. Würde man vertragsgemäß alles durchsetzen, sind Kinder die Leidtragenden. Diese Aussage treffe ich, nachdem ich die Kindertagespflegen kenne, wo meine Frau als Praktikantin war (Waldorf, Johanniter, Großtagespflege privat). Bei den ersteren lief's, die Anderen werden nur verarscht.

    Was bleibt für die Tagespflege zu Hause: nit 15 Eur die Stunde alles abzubilden, von Krankenversicherung, Altersrücklagen, über Miete, Strom und Schäden im Privathaushalt, bei Betreuungszeiten von im Schnitt 5 h Mo-Fr ist in der Tat schwierig.

    Leben kann man davon nicht.

    Löst man sich vom Jugendamt, kann man jeden Preis verlangen. Ein Walldorf-Kindergarten läuft, aber privat? Ohne sechstellig zu investieren? Schwierig.

    Fazit: entweder springt das Jugendamt ein, oder es läuft nichts.

    Das mit Lobby-Arbeit und rechtlicher Grundlage war nur ein böser Seitenhieb auf das, was tatsächlich in der Politik läuft.
  • Neu

    Hallo,

    azrazr schrieb:

    Die Vergütung ist tatsächlich um die 6 Eur die Stunde, je nach Vorbildung mehr oder weniger.
    Sicher? Als Qualifizierung muss man da doch nichts spezielles mitbringen,
    da man doch durch das Jugendamt "qualifiziert" wird. So habe zumindest
    ich das in den Gesprächen verstanden.

    azrazr schrieb:

    Was bleibt für die Tagespflege zu Hause: nit 15 Eur die Stunde alles abzubilden, von Krankenversicherung, Altersrücklagen, über Miete, Strom und Schäden im Privathaushalt, bei Betreuungszeiten von im Schnitt 5 h Mo-Fr ist in der Tat schwierig.
    Leben kann man davon nicht.
    Da kommt es doch auf den Einzelfall an. Für manche Familien ist
    es ein Zubrot von der Ehefrau, bei anderen ist es aber das
    reguläre Einkommen. Davon leben kann man schon, stellt sich
    halt immer nur die Frage vom Niveau...ist mit Hartz4 etc. nicht
    anders.Wenngleich natürlich eine Arbeit, hier sogar noch eine
    selbstständige Arbeit besser vergütet sein soll (mind. 10 Euro).

    azrazr schrieb:

    Löst man sich vom Jugendamt, kann man jeden Preis verlangen.
    Ja, spielen da aber auch die Eltern mit? Tagesmutter/vater über
    das Jugendamt ist da schon etwas anderes. Zudem ist das rechtlich
    so gar nicht möglich. Da man ohne das Jugendamt nur eine bestimmte
    Anzahl (3?) an Kindern betreuen darf.

    Gruß
    Simon Schmeisser
    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010
  • Neu

    Dass Jugendamt der Mittelstadt, wo wir waren, hat bei der Bezahlung Unterschiede zwischen Pädagogen und Nicht-Pädagogen gemacht, und innerhalb der Pädagogen gab es auch Stufen.

    Ohne Jugendamt waren ebenso 5 Kinder erlaubt, wie mit Jugendamt.

    Mit Jugendamt gab es mehr logistische Unterstützung, auch zur Krankenversicherung und Rentenversicherung werden die Beiträge entsprechend wie vom Arbeitgeber übernommen. Aber die Preise waren fix, und die Kinder konnte man nicht auswählen.

    Da gibt es wohl starke, regionale Unterschiede, was die Handhabung der Kinderbetreuung angeht.

    Ein "gutes" Einkommen sieht jedenfalls andres aus.
  • Neu

    Hallo,

    Ok, Danke für die Aufklärung. Da scheint es wohl größere
    Unterschiede zu geben.

    Gruß
    Simon Schmeisser
    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010