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Verbot von Gesundheitssandalen im Hauptzollamt in Bielefeld

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  • Verbot von Gesundheitssandalen im Hauptzollamt in Bielefeld

    Hallo zusammen,
    kann es gerade noch nicht glauben was da in so nemAmt in Bielefeld los ist:
    Artikel und auf Extra3 Link Extra3
    Es ist keine erfundene Satiee sondern total ernstes Durchsetzen von angeblich nicht vorhandenen Kleidervorschriften und Arbeitsschutzvorschriften die dann zur Satiere gemacht wurden. Wer ist denn da Sifa? Die Behördenmenschen dürfen doch nicht mal mehr mit Akten in der Hand die Treppen benutzen sondern müssen den Fahrstuhl benutzen. Und mit Rechtsgehgebot und Handlaufnutzungsverpflichtung mit Überholverbot kann doch wirklich nichts mehr passieren! Da könnten auch die Chefs mit ihren 600€ Glattledersohlen-Businessschuhen ausrutschen!



    Ob die in ihrer Gefährdungsbeurteilung auch bei der Überprüfung der Maßnahmen auch "Mobbing" beurteilt haben?


    Feiert schön.

    Gruß Frank

    (_)?
    Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden;
    es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun. (Johann Wolfgang von Goethe)
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  • Frank_Fasibe schrieb:

    Wer ist denn da Sifa?
    Vielleicht jemand, der Vision Zero umsetzen möchte?
    Ich kann die Vorgabe für offenes Schuhwerk, nur mit Fersenriemen, durchaus nachvollziehen, auch wenn ich es für überzogen halte. In Betrieben, in denen neben Wegeunfällen, fast nur noch Stolper- und Sturzunfälle vorkommen, muss man eben auch diese Ereignisse versuchen einzudämmen.

    Frank_Fasibe schrieb:

    Die Behördenmenschen dürfen doch nicht mal mehr mit Akten in der Hand die Treppen benutzen sondern müssen den Fahrstuhl benutzen.
    Könnte sich durchaus aus der Gefährdungsbeurteilung ergeben. Akten können schwer sein, müssen somit mit beiden Händen getragen werden. Dadurch ist keine Hand mehr für die Verwendung des Handlaufs frei. => Alternativen müssen her, der Fahrstuhl wäre eine davon. Ein Aktenwagen wäre die andere Alternative und diesen fährt man gewöhnlicherweise auch nicht über die Treppe.

    Frank_Fasibe schrieb:

    Handlaufnutzungsverpflichtung
    Frag mal bei der BASF oder anderen größeren Betrieben nach. Siehe da, ist bei vielen Firmen formal so vorgesehen. Ob es immer streng kontrolliert wird steht auf einem anderen Blatt.
    Da ich das immer vergesse,
    am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D
  • Frank_Fasibe schrieb:

    Handlaufnutzungsverpflichtung mit Überholverbot
    Kenne ich auch aus einigen Betrieben....

    AxelS schrieb:

    Könnte sich durchaus aus der Gefährdungsbeurteilung ergeben. Akten können schwer sein, müssen somit mit beiden Händen getragen werden. Dadurch ist keine Hand mehr für die Verwendung des Handlaufs frei. => Alternativen müssen her, der Fahrstuhl wäre eine davon.
    ...... und wir machen bei uns die Aktion "Treppe statt Aufzug" um die Bewegung zu fördern.
    Wenn Du ein Schiff bauen willst.
    So trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeug vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen.
    Sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.
  • Hi...

    kelte schrieb:

    ...... und wir machen bei uns die Aktion "Treppe statt Aufzug" um die Bewegung zu fördern.
    ist ja auch okay... solange man nix dabei in den Händen hält..

    Und beim Thema Handlauf benutzen: Es wurden tatsächlich mal Firmen als das "non plus Ultra" im Arbeitsschutz propagiert, bei denen Abmahnung für die Nicht-Benutzung des Handlaufs angedroht und ausgesprochen wurden. Wobei ich das jetzt nicht bewerten möchte...
    Zu einer dieser (amerikanischen) Firmen habe ich meine eigene Einstellung.
    in diesem Sinne

    Gruß
    Thorsten

    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Es genügt nicht, unseren Kindern einen besseren Planeten hinterlassen zu wollen.
    Wir müssen auch unserem Planeten bessere Kinder hinterlassen!
  • Thorsten S. schrieb:

    Hi...

    kelte schrieb:

    ...... und wir machen bei uns die Aktion "Treppe statt Aufzug" um die Bewegung zu fördern.
    ist ja auch okay... solange man nix dabei in den Händen hält..
    Hi,

    ein unvergleichlich - unvergessenes Erlebnis für mich war der Arzt, der mir auf der Treppe entgegenkam (er ging abwärts). In der linken Hand die aufgeschlagene Patienakte balancierend, in der linken Hand das Diktiergerät, das er fleißig bequasselte.
    Ich ging zunächst mit ihm bis zur nächsten Plattform, ehe ich ihn ansprach. Es erschien mir einfach zu gefährlich auf der Treppe noch einen weiteren Reiz zu setzen...


    Ansonsten sehe ich das eher wie kelte. Ich habe aber auch keine Treppenstürze gehabt bisher. Und da kommt für mich in der Abwägung das Kriterium Eintrittswahrschenlichkeit voll zum Tragen.

    Hardy
    Multiple exclamation marks are true sign of a diseased mind.
    (Terry Pratchett)
    Too old to die young (Grachmusikoff)
  • Thorsten S. schrieb:

    Thema Handlauf benutzen
    Anbei das Gebotszeichen gemäß ASR A1.3 / ISO 701M012_Handlauf-benutzen.png
    Gruß tanzderhexen

    "Das Verhüten von Unfällen darf nicht als eine Vorschrift des Gesetzes aufgefasst werden, sondern als ein Gebot menschlicher Verpflichtung und wirtschaftlicher Vernunft"
    Werner von Siemens, Zitat von 1880
    „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“
    Aristoteles griech. Philosoph 384 -322 v. Chr.
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  • AxelS schrieb:

    Frank_Fasibe schrieb:

    Wer ist denn da Sifa?
    Vielleicht jemand, der Vision Zero umsetzen möchte?Ich kann die Vorgabe für offenes Schuhwerk, nur mit Fersenriemen, durchaus nachvollziehen, auch wenn ich es für überzogen halte. In Betrieben, in denen neben Wegeunfällen, fast nur noch Stolper- und Sturzunfälle vorkommen, muss man eben auch diese Ereignisse versuchen einzudämmen.

    Frank_Fasibe schrieb:

    Die Behördenmenschen dürfen doch nicht mal mehr mit Akten in der Hand die Treppen benutzen sondern müssen den Fahrstuhl benutzen.
    Könnte sich durchaus aus der Gefährdungsbeurteilung ergeben. Akten können schwer sein, müssen somit mit beiden Händen getragen werden. Dadurch ist keine Hand mehr für die Verwendung des Handlaufs frei. => Alternativen müssen her, der Fahrstuhl wäre eine davon. Ein Aktenwagen wäre die andere Alternative und diesen fährt man gewöhnlicherweise auch nicht über die Treppe.

    Frank_Fasibe schrieb:

    Handlaufnutzungsverpflichtung
    Frag mal bei der BASF oder anderen größeren Betrieben nach. Siehe da, ist bei vielen Firmen formal so vorgesehen. Ob es immer streng kontrolliert wird steht auf einem anderen Blatt.
    Unterstützung in allen Punkten.


    Thorsten S. schrieb:

    ist ja auch okay... solange man nix dabei in den Händen hält..


    Und beim Thema Handlauf benutzen: Es wurden tatsächlich mal Firmen als das "non plus Ultra" im Arbeitsschutz propagiert, bei denen Abmahnung für die Nicht-Benutzung des Handlaufs angedroht und ausgesprochen wurden. Wobei ich das jetzt nicht bewerten möchte...
    Ich war bei einem amerikanischen Arbeitgeber (Chemie). Das war bei uns so. Nicht Einhalten von Sicherheitsbestimmungen zog in vielen Fällen die sofortige Kündigung nach sich.
    Da überlegt man als Sifa schon, was man in der morgentlichen Managementbesprechung anspricht und was nicht. Sagste nichts, war sche....., weil der Chef selbst gesehen hat was los war oder sagste was, fliegt der MA.
    Handlauf war auch immer Thema. Vor allem die Damen aus der Verwaltung waren da oft betroffen. Akten, Block, Kugelschreiber und Tasse Kaffee. Da war kein Platz mehr für den Handlauf. Anderes wichtiges Thema --> angemessenes Schuhwerk......sind high heels ein angemessenes Schuhwerk? Im Treppenhaus?
    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)

    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)


    Gruß Mick

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mick1204 ()

  • Hallo Zusammen,

    Ich kenne es auch so wie Mick es in Beitrag 8 unten beschrieben hat. Auch unter Amerikanischer Führung.

    Wer sicherheitsbestimmungen sinnvoll oder nicht, nicht beachtet fliegt. Da überlegtst Du als SiFa was Du sagst oder nicht sagst.
    Wer zahlt bestimmt, was es dann für Folgen für das Unternehmen und für den Mitarbeiter hat interessiert da wenig. Ich kann über das Thema Bücher schreiben.

    Ich versuche immer mit unseren Europa-Manager zu retten was zu retten geht.
    Mit freundlichen Grüssen aus Braunschweig!

    Hans-Jürgen
  • Hallo,

    ich arbeite in einem Laden mit amerikanischer Führung.
    500 MA an meinem Standort und weltweit ca. 29.000.

    Safety first, ist immer ein Ding. Dafür gibt es immer Mittel!
    Jeder Unfall wird dem Geschäftsführer angelastet. Jedes reporting wird hinterfragt. Da wird sogar die SiFa als IM betrachtet: Hat denn der Geschäftsführer auch wirklich.....

    Als SiFa mit nur Beratung hat man da sehr viele (böse) Rechte.
    .
    .
    .
    ... viele Grüße vom Waldmann.




    "Et kütt, wie et kütt."
    (kölsche Zuversicht)
  • Waldmann schrieb:

    Als SiFa mit nur Beratung hat man da sehr viele (böse) Rechte.
    Das war manchmal auch gar nicht so schlecht. :saint:
    Ich habe danach nie wieder so viel Respekt verspürt. Man nannte mich respektvoll den Sheriff. Achtung der Sheriff kommt.
    Gut, so mancher Kollege summte auch schon mal den Song von E. Clapton --> I shot the sheriff.......
    Selbst die Prozessingenieure huldeten einem Respekt. Konnte ja sein, dass man die nächste Anlagenerweiterung unter Sicherheitsaspekten
    besser an die GL heranbringt. Dann wurde man wieder gebraucht.
    Unser CEO hat jedes Meeting oder große powhow mit den SHE Themen begonnen. Erster Satz war --> Safety first oder No. 1.
    Allerdings war man auch mal schnell weg vom Fenster. Ein schlimmer Unfall ohne RCA und einer ansatzweise nicht beantworteten Ursache, war u. U. Ende Gelände. Dann wurde man von zwei Wachleuten mit einem Karton unter dem Arm zum Werkstor begleitet. Gehe nicht über Los und ziehe nicht 4000 € ein.........
    Habe ich persönlich jetzt nicht erleben müssen, aber den einen oder anderen Prozessingenieur dabei erlebt. Saublödes Gefühl, auch für die, die nur dabei saßen. Das und ein zwei andere Ursachen waren der Grund warum ich dann gekündigt habe. Ein US Arbeitgeber kommt für mich auch nicht mehr in Frage. Da müsste die Not schon groß sein.
    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)

    „Freiheit ist nicht, das zu tun, was Du liebst, sondern, das zu lieben, was Du tust.“
    (Leo Tolstoi)


    Gruß Mick

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Mick1204 ()

  • Mick1204 schrieb:

    Ich habe danach nie wieder so viel Respekt verspürt. Man nannte mich respektvoll den Sheriff. Achtung der Sheriff kommt.
    Gut, so mancher Kollege summte auch schon mal den Song von E. Clapton --> I shot the sheriff.......
    Selbst die Prozessingenieure huldeten einem Respekt. Konnte ja sein, dass man die nächste Anlagenerweiterung unter Sicherheitsaspekten
    besser an die GL heranbringt. Dann wurde man wieder gebraucht.
    Unser CEO hat jedes Meeting oder große powhow mit den SHE Themen begonnen. Erster Satz war --> Safety first oder No. 1.
    Hi... ich habe meine eigene Meinung zu so einer Firmenpolitik.
    Respekt ist nun einmal nicht mit Angst gleichzusetzen. Letztere führt dazu, dass man wirklich nur noch als "Sheriff" wahrgenommen wird, und lieber nichts als zu viel erzählt wird...

    Und es gibt einen weiteren, in meinen Augen kritischen Aspekt:
    Wenn die Folgen so rigoros sind, besteht eine hohe Motivation Arbeitsunfälle ins private Milieu zu "verschleppen". Dann bekommen "wir" da gar keine Nase mehr dran, bis sich ein Kollege nicht mehr bis hinter den Werkszaun retten kann.

    Bei den amerikanischen Firmen kommt dann leider oft auch noch ein Ungleichgewicht zwischen "technischem" und "persönlichen" Arbeitsschutz dazu (meine Erfahrung)... anstatt in sichere Technik zu investieren werden oft leider lieber die Beschäftigten unter Druck gesetzt...
    in diesem Sinne

    Gruß
    Thorsten

    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Es genügt nicht, unseren Kindern einen besseren Planeten hinterlassen zu wollen.
    Wir müssen auch unserem Planeten bessere Kinder hinterlassen!
  • @Thorsten S.

    Einganz klares JA! Den Gedankengang unterstütze ich voll. Ich muss zugeben, das geht aus meinem Text nicht ganz hervor.
    "Respekt" hätte ich kennzeichnen müssen oder ähnliches.
    Man(n) ist erst dann ein Superheld, wenn man sich selbst für Super hält!
    (unbekannt)

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    (Leo Tolstoi)


    Gruß Mick
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  • Hallo Zusammen,

    das Problem mit Programmen wie "Vision Zero", "Zero is possible" und anderen verhaltensbasierten Strategien im Arbeitsschutz ist oft, dass a.) die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen oder Vorgaben nicht gegeben ist und b.) grundlegende Aspekte der Motivationspsychologie ignoriert werden.

    Zu der Situation im Zollamt: Was soll erreicht werden (mal abgesehen von der Außenwirkung bei "Kundenkontakt")?
    Eine Reduzierung der Sturzunfälle?
    Ist das tatsächlich ein relevantes Unfallgeschehen in der Behörde im Innendienst?
    Wo sind die Schwerpunkte der Unfälle (Ort, Situation, Rahmenbedingungen, psychische Faktoren)?
    Wurde das vernünftig analysiert?
    Ist das pauschale Verbot verhältnismäßig?

    Zur Motivation
    Sind die Beschäftigten bei der Maßnahmenfestlegung entsprechend eingebunden gewesen?
    Gab es ein vernünftiges Change-Management?
    Wenn die Beschäftigten den Sinn einer Maßnahme nicht einsehen und sie sich in ihrer persönlichen Entfaltungsfreiheit eingeschränkt, bevormundet oder sonstwie missachtet fühlen werden sie die Maßnahme nicht umsetzen (wollen).

    Wen ich jetzt Strafen einsetze, um die Maßnahmen gegen den Willen der Beschäftigten durchzusetzen, werden die Beschäftigten die Maßnahmen vermutlich "leben", aber nur solange lückenlose Kontrolle mit entsprechende Sanktionen etabliert sind, aber nicht weil sie die Maßnahme für richtig halten. Sie versuchen, die Strafe zu vermeiden, nicht es "richtig" zu machen.

    Deshalb sollten sich die Entscheidungsträger im Vorfeld Gedanken machen welche Maßnahmen angemessen und verhältnismäßig sind und die Mitarbeiter rechtzeitig abholen und einbinden.

    Wenn ich einfach so Vorgaben mache und in den persönlichen Bereich der Mitarbeiter eingreife, darf ich mich nicht wundern wenn meine Leute auf die Barrikaden gehen.

    Schmandhoff

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Schmandhoff ()

  • Neu

    Tanzderhexen schrieb:

    Thorsten S. schrieb:

    Thema Handlauf benutzen
    Anbei das Gebotszeichen gemäß ASR A1.3 / ISO 701M012_Handlauf-benutzen.png
    Zum Handlauf: Ich hatte in den letzten drei Jahren drei Treppenstürze, die nur deswegen moderat ausgefallen sind, weil laut Verunfallten dieser den Handlauf benutzt hatte. Fazit: mit dieser Regel erspare ich mir potentiell tödliche Unfälle bis es uns gelingt eine komplett neue und sichere Treppe zu bauen.

    Somit zu den Gesundheitssandalen: wenn gut begründet und die ganzen bereits angemerkten Punkte die es auch noch zu beachten gilt beachtet, dann sinnvoll, sonst eventuell ein guter Witz.

    Bei uns sind hinten offene Schuhe übrigens nicht verboten, da aber Private Schuhe verboten sind und wir einfach keine hinten offene kaufen erübrigt sich das Thema auch. Historisch gab es auch bei uns Gesundheitslatschen (vor mehr als 15 Jahren), früher hatten wir aber auch deutlich mehr Sturz- und Stolperunfälle (und das lag nicht nur an Stolperfallen und schlechten Treppen).

    Fazit: alles eine Frage des Einzelfalls, aber der Ton macht auch die Musik.

    Grüße
    Winfried

    PS: das Amerikanische System wie Sie es beschrieben haben habe ich auch schon erlebt, dort allerdings mit gesundem Menschenverstand ausgeführt. Hat wunderbar funktioniert und war trotzdem handhabbar. Und von Abmahnungen hab ich wegen unwesentlicher Dinge auch nichts gehört. War einmal ein schönes Erlebnis: Habe einen netten älteren Herren (englischsprachig, Schlips und so) höflich aber unmissverständlich und sofort aus "meinem" Chemischen Labor rauskomplementiert weil kein Laborkittel, keine Schutzbrille usw. Später erfahre ich, dass war der Vorstandsvorsitzende, alleine in Deutschland Chef von deutlich mehr als 10 000 Personen. Fazit dieser Person: sogar die Praktikanten kennen die Regeln, halten Sie ein, gehen gegen Verstöße vor und sind dabei höflich: alles ist gut und so wie es sein sollte. Als wir später einen "groben Verstoß" gefunden haben (Putzfrau aus Thailand wurde vergessen in der Unterweisung und hatte versucht 50 Liter reines Methanol weg zu putzen), hat das auch nicht zur Kündigung oder Abmahnung geführt, sondern nur zu einem ernsten Gespräch in dem Abhilfe geschaffen wurde (GB neu überarbeitet, Dolmetscher hinzu gezogen usw).
    PSS: die Dame war immerhin eine Woche krank, Unfall hatte keine weitern Folgen.