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Branchenfremde freiberufliche Sifa

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  • @ MrH + AxelS,

    das ist mir neu, klingt aber allerdings unglaublich...

    Prinzipiell bin ich ja dafür, dass jedem alle Türen aufstehen.

    Als Nebenberuflicher Dozent bei der IHK, stelle ich aber fest, dass vielen einfach ein gewisses Grundwissen fehlt und womit soll selbiges kompensiert werden, da reicht dann das reine Wollen alleine nicht mehr aus...

    Habt heute alle, einen guten Start im Job !
    Wer aufhört besser werden zu wollen, der hat aufgehört gut zu sein !
    Von Marie von Ebner-Eschenbach
    Bappu der Fa. ELK
    ELK | Anzeige
  • Hallo Miteinander,

    vielen Dank für die vielen Beiträge welche mir sehr helfen. Ich habe mich bewusst zurück gehalten mit meinen Antworten, ich habe von euch allen die geringste Ahnung und bin froh über die Hilfe und Diskussion welche entstanden ist :)

    Es scheint ein wirklich heikles Thema zu sein.

    Die Möglichkeit, z. B. und ohne Wertung, eine Maurerlehre und den anschließenden Meister zu machen qualifiziert mich. Einen technischen Fachwirt, welcher eventuell für die zukünftige berufliche Tätigkeit als Sifa sinnvolleres Fachwissen vermittelt, nicht unbedingt.

    Daher bin ich sehr dankbar über die Möglichkeit eines eventuellen berufsbegleitenden Studiums welches zudem branchenspezifisch ist.

    Mir geht es nicht um den Weg des geringsten Widerstandes sondern um einen Weg der realistisch umsetzbar ist im Alter von 32 Jahren. (eine Lehre zu machen kann ich mir mit Familie und Haus nicht mehr "leisten")

    Ich war gestern wieder einen ganzen Tag mit meinem Vater unterwegs, die Berufserfahrung als solches ist sowieso durch nichts zu ersetzen :)

    Danke für all die Hilfe.
  • klausi-d schrieb:

    Matthias123 schrieb:

    Ich bin leider weder Techniker, Meister noch Ingenieur. Daher muss ich diesen Schritt im Vorfeld gehen um im Anschluss auch bestellt werden zu dürfen.
    Also Ingenieur darf sich rechtlicher jeder nennen.Ingenieur ist nicht eindeutig definiert,
    lediglich Dipl. Ing. oder Aussagen, die auf einen akademischen Grad hinweisen
    musst du unterlassen.

    Also Ingenieur ist jeder der will.

    Kann mich auch nur dem Herrn Erwin Vogt anschließen.
    Anmelden, zahlen und Sifa sein.
    Habe in meiner nicht all zulangen Berufslaufbahn
    einige getroffen, die den Vorgaben nicht entsprochen haben.

    MUT ZUR LÜCKE
    Hallo,
    mit Verlaub; ich habe ja schon viel Unsinn hier gelesen, aber dieser Beitrag ist Champions League des Unsinns!
    Die unerlaubte Verwendung der Berufsbezeichnung Ingenieur steht unter Strafe.
    Geregelt ist das in den verschiedenen Ingenieurgesetzen der Länder.
    Schönen Abend
    Gruß
    AL_MTSA

    Sicherheit schaffen ist besser als Vorsicht fordern.
    Ernst Gniza (1910 – 2007),
  • AL_MTSA schrieb:

    klausi-d schrieb:

    Matthias123 schrieb:

    Ich bin leider weder Techniker, Meister noch Ingenieur. Daher muss ich diesen Schritt im Vorfeld gehen um im Anschluss auch bestellt werden zu dürfen.
    Also Ingenieur darf sich rechtlicher jeder nennen.Ingenieur ist nicht eindeutig definiert,lediglich Dipl. Ing. oder Aussagen, die auf einen akademischen Grad hinweisen
    musst du unterlassen.

    Also Ingenieur ist jeder der will.

    Kann mich auch nur dem Herrn Erwin Vogt anschließen.
    Anmelden, zahlen und Sifa sein.
    Habe in meiner nicht all zulangen Berufslaufbahn
    einige getroffen, die den Vorgaben nicht entsprochen haben.

    MUT ZUR LÜCKE
    Hallo,mit Verlaub; ich habe ja schon viel Unsinn hier gelesen, aber dieser Beitrag ist Champions League des Unsinns!
    Die unerlaubte Verwendung der Berufsbezeichnung Ingenieur steht unter Strafe.
    Geregelt ist das in den verschiedenen Ingenieurgesetzen der Länder.
    Schönen Abend
    Hallo es tut mir Leid, dass ich sie wohl in ihren Grundsätzen erschüttert habe, jedoch die tägliche Realität in die Champions League des Unsinns zu klassifizieren ist für mich ein noch selbst miterlebtes Ereignis.

    Nachdem ich mich zuerst gewundert hatte, was ein Member hier zu so einer Aussage bewegt und ich noch immer nicht diesen Grund sehe es für nötig zu halten andere Mitglieder auf Grund vielleicht ,mit Verlaub niederen Beweggründe, und deren Aussagen zu diskreditieren habe ich mir kurz mal die Arbeit gemacht
    und mir das in diesem Zusammenhang betreffende Landesrecht Saarland zum Thema Ingenieurstitel zu lesen.

    Im § 2 des IngG wird "die Führen der Berufsbezeichnung aufgrund ausländischer Berufsqualifikationen" geregelt.
    Wenn man diese Teile genau liest und sich ggf. mit den Studienvoraussetzungen bzw. der verschiedenen staatlichen Regelungen der einzelnen Hochschulgesetze der europäischen bzw. nicht europäischen Staaten auskennt findet selbst ein Nichtjurist wie ich da schon mehr als 2 Lücke.

    Die Realität zeigt auch, dass der Titel Ingenieur, welchen ich unteranderem auch besitze genauer Dipl. Ing., nicht so eindeutig gegen Störungen von außer geschützt ist.
    Nach schon einigen Jahren in dem Berufsfeld habe ich schon die ein oder andere Lücke und auch die Nutznießer derer kennengelernt.

    Von daher tut es mir Leid, dass sie meinen Post als Angriff ihren Titels gewertet haben.
    Ferner wollte ich sie ***NICHT persönlich damit angreifen, nur meiner Meinung nach dem Kollegen oben
    a. Mut zusprechen und b. ihm zu sagen, dass es immer mehr als einen Weg gibt um z.B. auch einen Titel "Ingenieur" zu tragen.
    Zum Beispiel sucht man sich ein Bundesland in Deutschland aus, welche dafür bekannt sind gerade bei ausländischen erbrachten oder vorgegebenen erbrachten Leistung die Messlatte zur Anerkennung des Titels weit unten aufgehängt hat. Hat man diesen Titel dann darf man sich in der ganzen BRD "Ingenieur nennen.

    Bis dahin alles Gute und einen schönen Tag
    (_)?


    *** Vielen Dank an Guddsje

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von klausi-d () aus folgendem Grund: Habe ein nicht vergessen danke @Guddsje

  • @klausi-d
    vielen Dank für Ihren Verweis auf das Ingenieurgesetz.

    Somit ist die Aussage Ihreres ersten Posts "jeder kann sich Ingenieur" nennen ja hinfällig.
    Auch sehe ich es nicht als Angriff auf einen meiner akademischen Titel, sondern wollte nur den richtigen Verweis auf die gesetzliche Grundlage zum Schutz der Berufsbezeichnung Ingenieur in Deutschland.
    Schönen Tag.
    Gruß
    AL_MTSA

    Sicherheit schaffen ist besser als Vorsicht fordern.
    Ernst Gniza (1910 – 2007),
  • Hallo zusammen,

    nachfolgend eine Antwort auf meine Anfrage bei meinem zuständigen Ministerium auf ein ähnliches Theme (Meister, Techniker, Ingenieur):

    Sehr geehrter Herr XXXX,

    nach § 4 Abs. 4 und 5 der hier einschlägigen Unfallverhütungsvorschrift „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ DGUV Vorschrift 2 der Unfallkasse Baden-Württemberg erfüllen auch Personen die beruflichen Anforderungen an Sicherheitstechniker oder Sicherheitsmeister nach § 7 Abs. 1 Satz 2 ASiG, wenn sie zwar keine Prüfung als staatlich anerkannter Techniker abgelegt haben, jedoch mindestens vier Jahre in vergleichbarer Funktion als Techniker tätig waren oder als Sicherheitsmeister, wenn zwar keine Meisterprüfung abgelegt wurde, dafür sie aber in gleichwertiger Funktion wie ein Meister ebenfalls mindestens 4 Jahre lang tätig waren. Diese Voraussetzungen werden bei der Zulassung zur Ausbildung als Fachkraft von der Unfallkasse Baden-Württemberg geprüft, sodass ich davon ausgehe, dass Sie diese Voraussetzungen erfüllen.

    Voraussetzung für die Bestellung als Fachkraft für Arbeitssicherheit ist bei diesen Personen noch, dass sie den entsprechenden Lehrgang zur Erlangung der Fachkunde erfolgreich abgeschlossen haben (entweder beim Unfallversicherungsträger oder bei einem freien Träger), was bei Ihnen ja nach Ihrer Schilderung der Fall ist.


    Lediglich bei akademischen, naturwissenschaftlichen Berufen, die keinen Ingenieurabschluss haben bzw. einen Bachelorabschluss in den Ingenieurwissenschaften haben aber als Sicherheitsingenieur tätig sein wollen, kommt eine Ausnahmegenehmigung nach § 7 Abs. 2 ASiG in Betracht (z.B. bei Geologen oder Biologen).

    Ich gehe aufgrund Ihrer Schilderung davon aus, dass Sie nicht als Sicherheitsingenieur tätig sein wollen, sondern als Sicherheitstechniker oder Sicherheitsmeister. Wollen Sie aufgrund dieser Berufsqualifikationen als Sicherheitsfachkraft tätig werden, schreibt das ASiG somit keine Ausnahmegenehmigungen für evtl. einzelne Auftraggeber/Betriebe vor.

    Das Gewerbeaufsichtsamt XXXXXXXKreis habe ich diese Mail zur Information ebenfalls zugesandt, da ich aufgrund Ihrer Adressangabe davon ausgehe, dass Sie mit diesem Gewerbeaufsichtsamt Kontakt hatten.

    Diese Antwort ist mit der Unfallkasse Baden-Württemberg abgestimmt.





    Mit freundlichen Grüßen

    XXXXXXXXXXX

    Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

    Baden-Württemberg

    derzeit noch erreichbar unter
    Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg

    Gruß
    dwein112
  • Als ich SiFa gemacht habe (DGUV Dresden) waren die Zugangsvoraussetzungen: Kunde bezahlt den Kurs, die Berechtigung zur Teilnahme finden wir noch. Da hat alles teilgenommen, was seinen Namen schreiben konnte.

    Verkehrt? Nein. Ein Kurs ist erst einmal ein Kurs. Als SiFa musst Du viel lernen, wie es "draußen" aussieht. Sprich: Dein Vater zahlt den Kurs, arbeitet Dich ein, und Du bist mit Segen der BGn der Kunden deines Vaters mit hinreichend Erfahrung SiFa.

    Chamce: 95% bis 100%. Ich sehe auch nicht, warum Du schlechter sein sollst, als ein 60 Jahre alter "Meister". Du hast einen seriösen Beruf, Erfahrung in der Wirtschaft, machst den Kurs und sammelst Berufserfahrung aus erster Hand. Es gibt keinen Grund Dich ais formalen Gründen als SiFa auszuschließen.

    Die einzige Hürde könnte ein DummMensch sein, der Dich hindern will. Zu 95% triffst Du NICHT auf so jemanden. Der BG geht es um Menschen, die den Job gerne und zuverlässig machen, nicht um Papier um jeden Preis. Diese Klauseln sollen eher Deppen abschrecken, sie werden nicht extrem streng ausgelegt.

    Alternativ: EGAL welcher Ingenieurs-Bachelor taugt. Ingenieurstudium ist aber hart, besonders in Mathe und Physik anspruchsvoll. Kannst es versuchen, aber ich würde lieber direkt über die DGUV oder über die BG gehen:

    "Da bin ich, berufserfahren, motiviert, engagiert. Ich will den Kurs."

    Ich behaupte: es wird klappen! Was hast Du zu verlieren, wenn Du es einfach probierst? NICHTS.
    Wichtig: persönliche Vorsprache, keine Mails.

    Was Du NIE wirst (Laut Brief): Sicherheitsingenieur, Sicherheitstechniker oder Sicherheitsmeister. Ich kann mir vom Sicherheitsingenieur übrigens nicht einmal ein Eis kaufen. Sicherheitsgott, Sicherheitsmatrose oder Sicherheitstrompeter wirst Du auch nicht. Du kannst aber "Fachkraft für Arbeitssicherheit" werden. Was will man mehr?

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von azrazr ()

  • Hallo zusammen,

    wer ist denn eine Fasi, Sifa oder was-weiss-ich?

    Jemand der formal irgendwelche Bedingungen erfüllt hat und einen oder auch gerne mehrere Kurse belegt hat? Der vielleicht auch einige Prüfungen abgelegt hat? Der jetzt ein super tolles Zertifikat irgendwo hängen hat? oder zwei? Oder gar zwanzig? Der vielleicht auch den Weg eines kompletten Studienganges gegangen ist?

    Nein.

    Das ist in meinen Augen ein Mensch, der irgendeine minimalistische Papierlage erfüllt hat. Das ist noch keine SiFa. Hier fehlt der Mensch.
    Der Mensch, der in erster Linie mit anderen Menschen kommunizieren kann, weil er auf Augenhöhe steht, der etwas durchsetzen kann, weil er sich Gehör verschafft und neben einem standing auch (s)ein entsprechendes Fachwissen, lange gehamstert hat, abgeben kann. Der eine Persönlichkeit darstellt, von vielen akzeptiert und geachtet wird, der zu seinem Wort steht und auch mal ein breites Kreuz hat und Prügel bekommt? Jemand, der ständig seine Lücken sieht und versucht diese immer wieder mit neuem Wissen zu füllen, aber irgendwie nie völlig fertig ist? Und jemand, der aufgrund seiner Erfahrungen und auch aufgrund seines Wissens Dinge sehen kann, die nicht so gut sind.

    Das soll jetzt eine juristische Schmalspur-Sonderlösung bringen? Dazu soll irgendein Türchen geöffnet werden können? Klar, auf dem Papier doch immer?

    Leute vergesst es.
    Macht den Job vernünftig oder gar nicht. Neben dem Willen da etwas zu tun braucht es viele Basics. Das ist ein Fundament auf dem man bauen kann.

    Sorry, aber irgendwie sehe ich es so. ?( ?( ?(
    .
    .
    .
    ... viele Grüße vom Waldmann.




    "Et kütt, wie et kütt."
    (kölsche Zuversicht)
  • Also bei uns hat ein 60-Jähriger Lagerist mitgemacht - und folgerichtig abgebrochen, weil er nichts geschnallt hat.

    Aber was ist eine SiFa?
    - 80% gesunder Menschenvertstand,
    - 15% Vorschriften-Zitierer und
    - 5% holt sich externe Hilfe für Spezialaufgaben (z.B. Lärmmessungen).

    Absolut Fakt: JEDER (geschäftsfähige) Depp (ohne größeren Steuerschulden) kann ein Gewerbe anmelden, beliebig Leute einstellen und ist zu 100% Verantwortlich für alles, auch für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz. Das ist er auch ohne SiFa-Lehrgang.

    Was lernt man aber als SiFa im Lehrgang:
    - 90% Methoden
    - 10% Inhalte, auf die man durch selbst Nachdenken nicht käme (z.B. Ergonomie/Wirkung von Beleuchtung)

    Die 15% Vorschriften aus der SiFa-Tätigkeit muss man sich 100% selbst aneignen. Zumindest mein Lehrgang hat aus der Gesamtheit des Regelwerks nur die Oberfläche gekratzt.

    Fazit: eine gute SiFa kann JEDER werden, der die Persönlichkeit dazu hat. Dass weiß auch die BG, von daher macht sie aus jedem eine SiFa, der intellektuell halbwegs geeignet erscheint.

    Mein Rat an @Matthias123 :

    - wenn der SiFa-Vater Dir vertraut
    - Du mit dem Job etwas anfangen kannst

    ...melde Dich einfach an! Geh hin (DGUV Dresden ist eine super Adresse), überzeuge durch Persönlichkeit, und MACH. Du hast NICHTS zu verlieren.

    Mich hat im LEBEN noch NIE eine BG gefragt, was ich für eine Vorbildung gehabt hätte.

    - 3 Jahe war ich extern (ich VBG, die Kunden .HW, .HM, .RCI, .ETEM...)
    - 6 Monate Unfallkasse
    - 3,5 Jahre BGETEM
    - jetzt BGW

    Der Arbeitgeber stellt ein wie er will. Die BG interessiert BESTENFALLS, dass ich bei denen ein bißchen Kurse belege, irgendwie um den Hausgeruch zu schnuppern.

    Allein die Chance interne SiFa zu werden ist bei Dir gering. Arbeitgeber schauen auf die Vorbildung (sinnlos, aber sie tun es). Als Externer bis Du gut oder weg.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von azrazr ()

  • Nochmals herzlichen Dank für alle eure Beiträge.

    Es ist genau passiert was ich mir gewünscht habe, ich konnte wirkliche Meinungen einholen ohne nur Gesetzestexte zu lesen und auf all die Hindernisse zu stoßen warum ich NICHT SiFa werden kann und darf.

    Ich war schon einige Male mit meinem Vater unterwegs, es interessiert mich einfach brennend. Mein Ziel ist es wie gesagt nicht den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen.

    Mir ist vollkommen bewusst, das es viel zu lernen und zu Wissen gibt. Das Erfahrung in diesem Beruf unerlässlich ist. Und dazu bin ich vollkommen bereit und habe eine gute Möglichkeit, da ich 1 Jahr vor der Rente meines Vaters jeden Tag den ganzen Tag mit ihm bei seinen Kunden bin.
    Viele haben diese Chance nicht einen solchen Einstieg in den Beruf zu finden. Zudem ist er dann natürlich weiterhin mit Rat und Tat für mich da.

    Den wirklichen Einstieg in den Beruf denke ich kann ich mit Motivation, Willen zu lernen und dem oben genannten Thema meines Vaters sicherlich gut meistern.


    Was mir allerdings wichtig ist, ist die Bestellung als FaSi.

    Es hört sich für mich nach einem "Riesenproblem" an eine Genehmigung der BGs der Kunden zu erhalten, um auch als FaSi bestellt werden zu dürfen (die nicht die Eingangsvoraussetzungen erfüllt).
    Selbst wenn das machbar ist, inwieweit sind Kunden bereit sich damit auseinanderzusetzen....

    Daher ist es mir so wichtig nicht nur die wie oben geschilderten persönlichen Voraussetzungen zu erfüllen (Fachwissen, Erfahrung...) sondern im Anschluss nicht auf formelle und dann unüberwindbare Hindernisse zu stoßen...

    Danke euch allen nochmal, das hilft mir wirklich sehr.
  • Als externe SiFa wirst Du per Vertrag beauftragt. Drops gelutscht. Der Nachweis über die Qualifikation ist das Zertifikat aus dem SiFa-Lehrgang.
    Als interne SiFa wirst Du per Schrieb bestellt. Drops gelutscht. Der Nachweis über die Qualifikation ist das Zertifikat aus dem SiFa-Lehrgang.

    Heißt: wenn Dich die BG oder sonst ein Träger ausbildet (einzige Hürde), bist Du potentiell SiFa. Wenn Dich die Kunden vom Vadda als sein Nachfolger akzeptieren, oder noch besser, AUCH neue Kunden beauftragen, bist Du SiFa.

    SiFa ist nicht wie Arzt oder Ingenieur: wenn Du mit dem Diplom gepfuscht hast, oder Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllt hast(*), bist Du die Berufsbezeichnung los.

    Zu(*):
    Du fällst z.B. endgültig in Mathe durch, schaffst das zu verheimlichen und studierst an einer anderen Uni wieder/weiter. Du wirst Ingenieur. Das Durchfallen stellt sich nach 20 Jahren raus. Darfst alle Gehälter zurückzahlen...
    Als SiFa warst Du nicht Meister/Techniker/Ingenieur, hast aber als SiFa mit Bescheinigung für die erfolgreiche Lehrgangsteilnahme beraten. Na und? Mach weiter!

    Wenn Du Deine erfolgreiche Lehrgangsteilnahme fälschst, trotzdem (gut) berätst, lege ich meine Hand nicht ins Feuer, dass dies kommentarlos akzeptiert wird :)
    Die Bescheinigung ist bei mir aber auch NIE von einer BG geprüft worden.

    SiFa ist KEIN Arzt! Das Zertifikat für SiFa ist eine Schulung in der Anforderung unterhalb Raumpflegefachkraft (Scherz - aber es ist echt nichts Dolles)! Nach der Schulung bist Du genau ein Ding: eine VOLLE NULL (mit einem Zertifikat).

    SiFa ist Erfahrung (kriegst Du, bist echt privilegiert), Persönlichkeit (sollte da sein), Fortbildung (jederzeit), Fleiß (sollte), und das sich Einbeißen in Themen, um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zum einen rechtskonform, zum anderen wirtschaftlich und jederzeit noch besser als vorher zu gestalten.

    Als erfahrene SiFa habe ich nur als Versuchsballon bei einem Dienstleister eine Bewerbung geschrieben, wäre auch genommen worden (bin aber nicht dorthin). In der Folge wäre ich im ersten halben Jahr nur mitgelaufen (ich kann aber [edit] eine Firma die Dokumentation einer Firma [/edit] sofort und ansatzlos WIRKLICH von Null auf Stand bringen! Trotzdem wollen die das grundsätzlich so...) und im ersten Jahr wäre ich noch unter voller Aufsicht tätig gewesen. Die wissen GENAU, dass keine SiFa aus der Schulung fällt (um den Himmel nicht zu bemühen).


    Was Du hast: Berufserfahrung. Ohne dem wäre der Sifa-Lehrgang chancenlos. Du hast also als Berufstätiger das Arbeitsleben bereits ausführlich kennengelernt. DAS ist der eigentliche "Hintergrund" der Meister/Techniker/Ingenieur-Regelung. Deswegen wollen die auch keine Ingenieure frisch von der Uni, haben aber kein Problem mit frischen Ingenieuren, wenn sie VORHER etwas anderes (Sinnvolles) gearbeitet haben. Auch ein 16-Jähriger, der seine Gesellenprüfung abgelegt hat, hat keine Voraussetzungen als SiFa. Mit 21 - als Meister - darf er sich dann melden.... Wenn aber ein 30-Jähriger Nicht-Meister/Techniker/Ingenieur einen erfahrenen, vernünftigen, beruflich fortgebildeten Eindruck macht, wird er auch als SiFa ausgebildet.

    Also: geh Deinen Weg! Versuch macht kluch. Sprich mit den Leuten, überzeuge! Die brauchen gute Leute und nicht so sehr Papier-Evidenzen.

    P.S.: ein Ingenieurstudium verkürzt lediglich einige Dialoge.... Weil Du schneller verstehst, was der Andere (in dem Fall evtl. auch Ingenieur) sagt. Manchmal hilft das Studium auch Regelungen und den Sinn dahinter besser zu verstehen. Am Beratungsergebnis ändert ein Ingenieurstudium, Techniker, Meister - oder Kaufmann - gerade mal GAR nichts - sollte zumindest nichts ändern.
    Bappu der Fa. ELK
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    Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von azrazr ()

  • Nö, ich habe kein k vergessen. "Von Null auf Stand bringen" betrifft natürlich nur die Beratungsleistung (also die Dokumentation) :)

    Und ich behaupte auch nicht, dass ich dazu niemanden beratend hinzuziehe, um Sachverhalte besser zu verstehen. Als Sifa ist man ja kein Einzelkämpfer. Eine Behauptung, ich mache alles allein, würde ich also nicht in den Raum stellen. Ich behaupte aber, dass ich mit Quellen und Dienstleistern umgehen kann. Und ich weiß, WAS erforderlich ist - das WIE ist eine andere Frage...

    Operativ kann niemand eine Firma auf Stand bringen - außer der Firma selbst.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von azrazr ()

  • P.S.:

    dguv.de/sifa-online/fachkraft-…voraussetzungen/index.jsp


    Voraussetzungen zur Bestellung

    (...)

    1. (...) bzw. mit Zustimmung des zuständigen Unfallversicherungsträgers und der jeweiligen staatlichen Arbeitsschutzbehörde können auch meisterähnliche Tätigkeiten sowie gleichwertige Qualifikationen in nichttechnischen Berufen anerkannt werden, [Anm: sowas von schwammig ausgedrückt, wie nur was. Du musst in den Augen der BG irgendwie zu einer gewissen Verantwortung befähigt sein... Das ist alles.]

    2. danach eine praktische Tätigkeit in diesem Beruf mindestens zwei Jahre lang ausgeübt und [Anm: Du bist ja seit zwei Jahren berufstätig - mindestens :) - evtl. sogar "nichttechnisch, aber gleichwertig zu meisterähnlich", wie Absatz 1 vorgibt :D ]

    3. (...)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von azrazr () aus folgendem Grund: Kommentar zu Absatz 2 korrigiert

  • Also langsam bekomme ich Angst vor dem Berufsstand der Fachkraft für Arbeitssicherheit.
    Meiner Meinung ist ein Titel vollkommen egal, eine SiFa muss folgendes an persönlichen Punkten mitbringen
    - Mit Menschen umgehen können.
    - Fachwissen besitzen und anwenden können. -> Grundlagen müssen vorhanden sein, Ausbauen kommt mit den Jahren
    - eingestehen wenn man fremde Hilfe braucht und wenn man Fehler macht

    Das sollte er/sie/es nicht machen
    - nicht nur fertige Ordner mitbringen
    - einen Betrieb nur einmal im Jahr besuchen für eine 1/2 Stunde
    - Beratung durchführen ohne vorher den Prozess angeschaut zu haben
    - Anweisungen schreiben und dann noch im Kopf Musterbetrieb an der Musterstraße 1a 12345 Musterstadt stehen haben.

    Für mich muss sich eine Fachkraft für Arbeitssicherheit in das Gewerbe reinarbeiten können. Sie muss denn technischen Prozess verstehen und nicht nur Papier produzieren.
    Die Gefährdungsbeurteilungen sollten mit Hintergrundwissen erstellt werden und da ist die Fachkunde aus technischer Sicht wichtig.
    Er/Sie/Es muss Fachwissen haben und sich in technische Prozesse reindenken können.

    Ironiemodus on
    Langsam verstehe ich auch warum es Personen gibt die meinen, einen hochtechnischen Betrieb betreuen zu können, ohne Ahnung von Technik zu besitzen.
    Aber hervorragend Gesetzestexte zitieren können.

    Die meisten Personen die Branchenfremd sind die sich für den Beruf der SiFa entscheiden, sollten diesen Job nicht nur als Gelddruckmaschine betrachten.

    Aber wenn die BG´en schon keinen Wert auf diese Fachkunde legen, dann können wir ja demnächst ein paar Abiturienten ausbilden oder vielleicht ein paar 8-Klässler. Ironie Modus off.

    Ich bin der Meinung, Schuster bleib bei deinen Leisten. Wenn jemand für einen Bereich das passende Fachwissen hat oder sich dieses Fachwissen erarbeitet kann er/sie/es gerne jeden Betriebe betreuen. Ich persönlich werde keine Betriebe betreuen bei denen mir das grundlegende Fachwissen fehlt.
    Ich kenne sehr viele Fachkollegen mit einem unheimlichen Wissenschatz aus allen Berufsrichtungen. Mit diesen tausche ich mich gerne aus. Auch sind hier absolute Quereinsteiger vorhanden, diese haben mich mit einer hohen Auffassungsgabe beeindruckt.

    Leider kenne ich auch einige Kollegen die Betriebe betreuen ohne die notwendige Fachkunde zu besitzen.
    Ich befürchte das Geld muss stimmen alles andere ist wohl manchmal egal.

    Gruß und schönen Abend

    P. S. viel Spaß beim Zerreißen meiners Beitrages.
    Fremde Meinungen sind zu akzeptieren meine Antwort auf "du" oder "sie". Ich möchte geduzt werden.
    Ich schreibe weiter alles mit DU (siehe Forumsregel). Die die kein Du haben wollen, machen gedanklich immer aus dem Du ein Sie.[b][/b][b] [/b]
    Gruß RaBau

    Nur Pessimisten schmieden das Eisen, solange es heiß ist. Optimisten vertrauen darauf, dass es nicht erkaltet. (Zitat von Peter Bamm)
  • Du hast vollkommen Recht. Deine Ausführungen betreffen aber allesamt den CHARAKTER der SiFa.

    Ich bin Ingenieur - habe in Wuppertal Sicherheitstechnik studiert (kann also nix wirklich...). Aber mir sind im Laufe des Berufslebens auch Medizinbetriebe und Krankenhäuser vor die Füße geplumpst - inkl. Tierversuchslabore. Das sind nun WIRKLICH keine Betriebe, die ich mit der Muttermilch aufgesaugt habe. Auch in einer Gießerei fühlte ich mich plötzlich hilflos. Maschinen sind fein, aber diese Jungs sind mit dem flüssigen Aluminium zu Fuß herumgelaufen, und haben auch alles manuell ausgekippt... Prozesse wie im Mittelalter!

    Aber... Reden, fragen, sich zeigen und erklären lassen... So kommt man weiter. Im Endeffekt wissen die sehr genau, worauf es ankommt. Als SiFa reicht es meist, die Vorgänge in Form zu bringen.

    Trotzdem: was mich selbst betrifft bin ich der Meinung, dass mir am meisten meine Jahre als IT-Berater geholfen haben, heute klarzukommen. Die Entscheidungsprozesse in der Arbeitssicherheit verlaufen ähnlich :)

    Der Automobilkaufmann bringt auch Einiges mit:
    - wirtschaftliches Denken (Kaufmann!)
    - Technik-Affinität (Auto!)
    - Erfahrung im Umgang mit Kunden, sich und das Produkt erfolgreich verkaufen (muss sein - auch als SiFa)
    - Prozesse des Arbeitslebens und der Wertschöpfungskette in langjähriger Erfahrung.

    Das ist KEIN 8-Klässer :)

    Die Vorgeschichte und das Potential, das er hat (durch eine erfahrene SiFa - zufällig sein Vater) sind für mich wirklich vielversprechend. Entscheidend ist auch weniger die Vorbildung, viel mehr ist das Engagegement im Vordergrund, sich ins Thema hineinzubeißen.

    Dann lieber einen engagierten Ex-Kaufmann als SiFa, als einen profitorientierten, unmotivierten Ingenieur von der ganz schlechten Beraterfirma (nomen es omen), der einen mit einer Stunde pro Jahr und mit einer Checkliste über 756 Seiten ohne weiteren Hinweisen abfertigt.