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Gefährdungsbeurteilung

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  • Expositionszeit 2: bis 2-4h/Woche
    Eintrittswahrscheinlichkeit 3: möglich (offensichtliche Mängel)
    Gefahr wahrnehmbar (periodische Unterweisung) 1: Ja, einen Hund sieht man... Ja, dass Hunde in der Wohnung sein können, ist vorhersehbar.

    W = 9

    Mit dem Schadensausmaß 3: leichter, bleibender Gesundheitsschaden (sterben kann man an allem, auch am Nasepopeln, aber üblich ist das nach einem Hundebiss nicht)

    == Grün :(

    Wenn ich die Gefährdung als "nicht wahrnehmbar" bezeichne, wird's gelb....
  • So sieht das bei mir aus.
    Schutzziele gebe ich vor.
    Maßnahmen werden dann gemeinsam von mir un dem Verantwortlichen festgelegt und eingetragen.
    Alle orgagen Felder füllt der Verantwortliche aus, da bin ich raus.
    Dateien
  • Sifafettie,

    DANN...machst du grundsätzlich etwas falsch bei der Betrachtung und Einschätzung von Risiken.

    Es geht nicht unbedingt darum, Risiken auf "Null" zu drücken (auch wenn es schön ware), sondern Risiken auf ein unter den gegebenen Umständen akzeptables Maß zu reduzieren. Im Neudeutschen spricht man hier von: "ALARP - As Low As Reseonable Possible".

    Ein Beispiel: Bei Dir wäre jeder Flug für Passagiere ein "gelbes" Risiko. Für mich persönllich ist es allerdings grün, da die statistische Wahrscheinlichkeit für mich bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen =0 ist. Damit habe ich zwar keine 100%ige Garantie - aber mir reicht das aus um mich guten Gewissens in ein Flugzeug zu setzen - und dabei nehm' ich sogar Kinder, Mutti und die Omma mit!

    Ein zweiter Fehler auf deiner Seite liegt m.E. in der Formulierung: "...aber bei mir...". Wenn ICH eine GB erstelle, fließen natürlich ausschließlich meine eigenen Erfahrungen und Werte in die Beurteilung ein. Aus diesem Grund wird sie immer mit einer höheren Fehlertoleranz behaftet sein. GB's sollen und müssen immer in einem Team erstellt und bearbeitet werden. Nur so kann sichergestellt werden, eine einigermaßen Objektive Beurteilung zu erhalten.

    Ein Beispiel: Frag fünf Leute nach den Gefahren beim Reifenwechsel. Zwei schauen dich an: "Welche Gefahren?????" Zwei sagen:" Naja, es könnte passieren das...!" Und einer, also jetzt du, wird niemals in seinem Leben einen Reifen wechseln, weil er sich in permanenter Lebensgefahr sieht. Wer hat jetzt die absolute Wahrheit gepachtet?!?!?!

    Richtig angewandt ist eine Matrix zur Risikobeurteilung ein Instrument, dass einer eierlegenden Wollmilchsau sehr nahe kommt. Ich habe in meiner Karriere damit sehr gute Fortschritte in der Entwicklung von Mitarbeitern im Hinblick auf Sicherheit - nicht nur bei der Arbeit - erreicht. Allerdings habe ich auch meine "Ich bin der Sicherheitspapst-Attitüde" recht frühzeitig abgelegt und mich auf das Moderieren solcher Arbeitstechniken zurückgezogen...

    In diesem Sinne
    Der Michael
    "... What is this thing that build our dreams yet slips away from us......" (B. May)
  • azrazr schrieb:

    Gefahr wahrnehmbar (periodische Unterweisung) 1: Ja, einen Hund sieht man... Ja, dass Hunde in der Wohnung sein können, ist vorhersehbar.
    Man sieht den Hund, aber man kann im Vorfeld nicht erkennen, wenn der Hund auf einen zustürmt, ob er einen freudig begrüßen möchte oder eher Appetit hat und zubeißt. Somit würde ich nach Deiner Matrix bei v nicht 1 sondern 3 einsetzen, was dann zum entsprechenden Ergebnis führt.
    Da ich das immer vergesse,
    am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D
  • MichaelD schrieb:

    Sifafettie,

    DANN...machst du grundsätzlich etwas falsch bei der Betrachtung und Einschätzung von Risiken.

    Es geht nicht unbedingt darum, Risiken auf "Null" zu drücken (auch wenn es schön ware), sondern Risiken auf ein unter den gegebenen Umständen akzeptables Maß zu reduzieren. Im Neudeutschen spricht man hier von: "ALARP - As Low As Reseonable Possible".

    Ein Beispiel: Bei Dir wäre jeder Flug für Passagiere ein "gelbes" Risiko. Für mich persönllich ist es allerdings grün, da die statistische Wahrscheinlichkeit für mich bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen =0 ist. Damit habe ich zwar keine 100%ige Garantie - aber mir reicht das aus um mich guten Gewissens in ein Flugzeug zu setzen - und dabei nehm' ich sogar Kinder, Mutti und die Omma mit!

    Ein zweiter Fehler auf deiner Seite liegt m.E. in der Formulierung: "...aber bei mir...". Wenn ICH eine GB erstelle, fließen natürlich ausschließlich meine eigenen Erfahrungen und Werte in die Beurteilung ein. Aus diesem Grund wird sie immer mit einer höheren Fehlertoleranz behaftet sein. GB's sollen und müssen immer in einem Team erstellt und bearbeitet werden. Nur so kann sichergestellt werden, eine einigermaßen Objektive Beurteilung zu erhalten.

    Ein Beispiel: Frag fünf Leute nach den Gefahren beim Reifenwechsel. Zwei schauen dich an: "Welche Gefahren?????" Zwei sagen:" Naja, es könnte passieren das...!" Und einer, also jetzt du, wird niemals in seinem Leben einen Reifen wechseln, weil er sich in permanenter Lebensgefahr sieht. Wer hat jetzt die absolute Wahrheit gepachtet?!?!?!

    Richtig angewandt ist eine Matrix zur Risikobeurteilung ein Instrument, dass einer eierlegenden Wollmilchsau sehr nahe kommt. Ich habe in meiner Karriere damit sehr gute Fortschritte in der Entwicklung von Mitarbeitern im Hinblick auf Sicherheit - nicht nur bei der Arbeit - erreicht. Allerdings habe ich auch meine "Ich bin der Sicherheitspapst-Attitüde" recht frühzeitig abgelegt und mich auf das Moderieren solcher Arbeitstechniken zurückgezogen...

    In diesem Sinne
    Der Michael
    Und genau wegen dem Beispiel mit dem Reifenwechsel, ist in meinen Augen solch eine Matrix eben nicht die eierlegenden Wollmilchsau.
    Jeder der Befragten würde da eine andere Beurteilung des Risikos vornehmen.
    Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit können sich relativieren und schon hat man eine falsche Beurteilung.
    Natürlich beurteilen WIR (Vorgesetzte der Niederlassungen, MA und ich) auch die Entrittswahrscheinlichkeit und Schadenschwere.
    Legen aber nicht so Wert darauf ob es nun grün oder gelb ist.

    Der Focus liegt bei uns aber ganz klar auf die zu veranlassende notwendigen Schutzmaßnhamen und deren Umsetzung, also das was "hinten" dabei rauskommt.


    Kann auch darin liegen, dass ich noch SiFa "alter Schule" bin (1999) und ich nicht son Wert auf Matrixen und Statistken lege, sondern praxisnahe, verständliche und sinnvolle Maßnahmen haben möchte, welche die Leute verstehen und akzeptieren.

    Gruss
  • AxelS schrieb:

    azrazr schrieb:

    Gefahr wahrnehmbar (periodische Unterweisung) 1: Ja, einen Hund sieht man... Ja, dass Hunde in der Wohnung sein können, ist vorhersehbar.
    Man sieht den Hund, aber man kann im Vorfeld nicht erkennen, wenn der Hund auf einen zustürmt, ob er einen freudig begrüßen möchte oder eher Appetit hat und zubeißt. Somit würde ich nach Deiner Matrix bei v nicht 1 sondern 3 einsetzen, was dann zum entsprechenden Ergebnis führt.

    Im Vorfeld wird abgeklärt, dass der Hund weggesperrt wird. Er kommt also auf Einen gar nicht zu, und der Mitarbeiter weiß, dass ein Hund im Haus ist. Es gibt umfassende Schulungen für Mitarbeiter, Vorbeugemaßnahmen und vertragliche Vereinbarungen mit dem Kunden. Die Matrix an der Stelle auf 3 zu setzen, würde diese Maßnahmen allesamt verleugnen.

    Was aber öfters passiert:

    1. Hund befreit sich selbst.
    2. Uninformierte Unbeteiligte, von denen vorher nie die Rede war, und deren Anwesenheit oft überraschend bis unbekannt ist (Verwandte/Freunde), öffnen dem Hund den Weg.

    Ob der Hund freundlich oder aggressiv ist, spielt keine Rolle - er darf einfach nicht vor Ort sein. Punkt.

    Ich tendiere zur "Bewaffnung" unserer Leute mit einer 5% Ammoniak-Lösung... Aber ich überlege noch, ob das sinnvoll ist. Mein eigener Test (im Ausland, gegen streunende Hunde) war erfolgreich (die Hunde waren damit ausnahmslos auf Abstand zu halten), aber das Zeug ist in der kleinen Plastikflasche ausgeflockt... Keine Ahnung warum. Auch ausgeflockt war die Lösung wirksam - ich habe aber Bedenken, dass die Düse dann verstopft.

    Edit:

    Auch Konzentrationen deutlich unter 5% sind für mich vorstellbar. 5% war schon recht heftig stinkend.
    Die Sicherheitsdatenblätter sehen bei 5% die Haut und die Augen bereits restlos verätzt. Für weniger als 5% habe ich keine SDB gefunden. Relevant wäre nur, dass der Hund zurückweicht. Mehr ist nicht nötig. Ich werde demnächst mal mit 2,5% experimentieren, und mit 1,25% (5%-Flasche halb leer: füllen. Wieder halb leer: füllen...) :)

    Die Einsatzmenge ist insgesamt 5 ml.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von azrazr ()

  • Najaaaa, aber ohne zu wissen was "vorne" reingeht, ist es schwierig bis unmöglich zu sagen, was "hinten" rauskommt...

    Und das ist in meinen Augen einer der größten Vorteile einer sauberen GB - ich kann Maßnahmen sehr viel zielgerichteter, effektiver und mit einem höheren Maß an Akzeptanz treffen und umsetzen. Ohne meine Hausaufgaben im Vorfeld ausreichend gut gemacht zu haben, stellt sich dies um einiges schwieriger dar.

    In diesem Sinne
    Der Michael
    "... What is this thing that build our dreams yet slips away from us......" (B. May)
  • MichaelD schrieb:

    Najaaaa, aber ohne zu wissen was "vorne" reingeht, ist es schwierig bis unmöglich zu sagen, was "hinten" rauskommt...

    Und das ist in meinen Augen einer der größten Vorteile einer sauberen GB - ich kann Maßnahmen sehr viel zielgerichteter, effektiver und mit einem höheren Maß an Akzeptanz treffen und umsetzen. Ohne meine Hausaufgaben im Vorfeld ausreichend gut gemacht zu haben, stellt sich dies um einiges schwieriger dar.

    In diesem Sinne
    Der Michael
    Stimmt.
    Dafür brauche ich aber keine Matrix ;)
    LG
  • azrazr schrieb:

    Was aber öfters passiert:

    1. Hund befreit sich selbst.
    2. Uninformierte Unbeteiligte, von denen vorher nie die Rede war, und deren Anwesenheit oft überraschend bis unbekannt ist (Verwandte/Freunde), öffnen dem Hund den Weg.

    Ob der Hund freundlich oder aggressiv ist, spielt keine Rolle - er darf einfach nicht vor Ort sein. Punkt.
    Unter diesen Vorgaben bist Du doch niemals mehr im Bereich unwahrscheinlich und zeigst eigentlich auch auf, was hier als Handlung durchzuführen ist.

    azrazr schrieb:

    Ich tendiere zur "Bewaffnung" unserer Leute mit einer 5% Ammoniak-Lösung...
    Würde ich nicht machen. Eine sichere Trennung des Hundes vom Menschen scheint ja möglich zu sein. Ich kenne keinen Hund der ein Schloss selbständig betätigen kann. Also Tür zu und abschließen. Die Unbeteiligten dürfen das Tier nicht befreien, ansonsten gibt es eben eine entsprechende Verwarnung bzw. die Uniformierten bekommen eben keinen Schlüssel. Somit ist das doch technisch bzw. organisatorisch zu lösen, ohne dass ich eine diffuse und rechtlich kritische Abwehrwaffe einsetzen muss.
    Da ich das immer vergesse,
    am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D
  • Na ja - "Waffe" - Ammoniak ist auch im Pipi (und wenn nicht ist, dann wird Ammoniak draus).

    Das Abschließen ist Anforderung, kann aber vor Betreten des Bereiches nicht überprüft werden.... Ist auch nicht Aufgabe. Aber nicht jeder Kunde erfüllt die Anforderungen.... Und nicht jeder Kunde hat abschließbare Türen...

    Um genau zu sein, betrifft es nur Kunden aus prekären sozialen Bedingungen (AKA "Säufer" und "Drogis") und Solche mit Migrationshintergrund bei gleichzeitig 100% Integrationsverweigerung.

    Da machste nix.... Und weiß vorher nicht, was passiert. Ein "jaja" wird immer gesagt.