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Gibt es geüngend SiFa's in Deutschland?

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  • Gibt es geüngend SiFa's in Deutschland?

    Hallo zusammen,

    die baua hat sich mit der Frage beschäftigt, ob es in Deutschland ausreichend SiFa's gibt

    "Bedarf an Fachkräften für Arbeitssicherheit in Deutschland" baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Berichte/F2388.html

    Der Bericht hat 290 Seiten :)

    Zitat: "Gegenwärtig steht je nach Szenario dem Zeitbedarf an sicherheitstechnischer Betreuung zwischen 17,3 und 37,6 Mio. Stunden pro Jahr eine verfügbare Kapazität zwischen 34,8 und 61 Mio. Stunden pro Jahr gegenüber. Damit können die gegenwärtig verfügbaren 52.400 bis 59.700 Fachkräfte für Arbeitssicherheit den gegenwärtigen Bedarf decken."

    --> Wir haben also momentan je nach Szenario sogar ein Überangebot an SiFa's...

    Grüße
    Messe Stuttgart
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  • Kenny schrieb:


    --> Wir haben also momentan je nach Szenario sogar ein Überangebot an SiFa's...
    Hi,

    wundert dich das, wenn alles und jeder unabhängig von seiner Qualifikation zugelassen wird? Bzw. bis er mit den Füßen voran das Haus verlässt, den Job ausüben darf? Da muss man sich über das Lohndumping nicht wundern...

    Stephan
    --- Wer schreit hört auf zu denken. --- Manche Dinge erledigen sich von selbst, wenn man ihnen genug Zeit gibt. --- Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. A.E. ---
  • Moin,

    bei den ganzen Berechnungsmodellen ist eines zu beachten. Es gibt leider auch genug Anbieter, die z.B. Personalkapazitäten für 1.000 Stunden jährlich haben, nehmen aber Aufträge für 1.500 Stunden an und überbuchen ihre SiFas. Da nicht alle Kunden die notwendigen Betreuungsstunden abrufen, passt es am Schluss wieder. 1.000 Stunden Kapazität - 1.500 Stunden abgerechnet - dolle Möhre.

    Ob solche Konstrukte in die Berechnungen der BAuA eingeflossen sind, weiß ich nicht, deswegen halte ich mich mit einer Wertung zurück.

    Gruß Frank
    Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Guudsje ()

  • martin s schrieb:

    Hmm. Bekomme laufend Anfragen und muss ablehnen weil ich keine Kapazitäten mehr frei habe. Wo sind die ganzen Kollegen ?
    Gruß Martin
    Das geht mir ähnlich. Ich betreibe (oder versuche es wenigstens) Rosinenpickerei zu betreiben.Mein Chef kommt manchmal mit sehr "ambintionierten" Aufträgen. Manchmal komplett fachfremd, normalerweise aus seinem (privaten) Freundeskreis. Sowas bügle ich normalerweise gleich, so gut es geht weg.(Neulich war sogar ein Tierheim dabei, das man mir aufdrücken wollte....)

    Ich bin ja angestellt bei einem Dienstleister. Wir bieten Beratung im Bereich verschiedener Managementsystemes an. Als Komplettierung auch noch Arbeitsschutz. Mit unserem Schwesterunternehmen wird die ganze Sache dann auch noch (akkreditiert) zertifiziert.
    Und mein Part sollte irgendwannmal der Auditor sein. Einstieg hab ich vor 8 Jahren über die FASI gefunden. Und DAS ist jetzt mein "Brot". Ich mach quasi nichts anderes. Zwei OHSAS Audits im Jahr und ein/zwei QM. Mehr nicht. und ich bin mit meiner vorgegebenen Zeit eigentlich DEUTLICH unter dem was mich leisten müsste.
    Wir suchen schon seit Jahren eine zweite FASI, die mich entlasten soll, finden aber keine. Also bleib ich dann wohl FASI.
    By the way... wenn einer von euch aus der Nähe von Freiburg/Offenburg kommt und Interesse an einer Stelle als FASI hat... PN an mich.

    Zur Studie....
    Werden da auch solche FASI eingerechnet die als solche nicht mehr tätig sind? Mein Chef und zwei meiner Kollegen sind (ganz alte) FASI, aber als solche nicht mehr tätig.
    Oder was ist mit denen die FASI als "Nebenberuf" machen? Der klassische instandhalter, der 90% Instand hält und 10% Arbeitsschutz macht?
    Oder die Alibi FASI? Der mal aufm Kurs war sich aber nicht um Arbeitsschutz kümmern darf, weil damit kein Geld verdient wird?

    und ich wage jetzt mal eine ganz steile These...
    Die wenn die BAUA die Gleiche Studie auf die Betriebsmediziner"umlegt" kommt heraus, dass ein leichtes Defizit besteht.


    Mike

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mike144 ()

  • Hallo zusammen!

    Die Frage lässt sich doch leicht beantworten. Rein rechnerisch gibt es genug. Und dann versuch mal auf dem Markt eine vernünftige und erfahrene SiFa zu bekommen. Wird mit großer Sicherheit nicht funktionieren. Und die meisten Beratungsfirmen pfeifen eh aus dem letzten Loch (also die mit div. Mitarbeitern)

    Aber egal ob es davon genügend oder zu wenig gibt. Vernünftig bezahlen will sie doch auch kaum einer.

    Gruß
    Michael :(
  • Die Berechnung geht meiner Meinung nach davon aus, dass eine Sifa in der zur Verfügung stehenden Zeit auch tatsächlich Einsatzzeit erbringt. So wie ich es beobachte, verbringen viele aber einen großen Teil der Zeit auf der Straße oder im Flieger oder in der Bahn. Da fährt der Kollege aus Leipzig nach Thüringen, ein anderer von Halle in die Altmark und der nächste von Köln nach Mecklenburg-Vorpommern.

    Wie effizient oder ökologisch nachhaltig dieses Konzept ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber es bindet eben auch viel Zeit, in der man theoretisch seiner Beratungstätigkeit nachkommen könnte. Ich nehme mich selbst da nicht aus, ich gondele auch durch die Gegend - bin aber nicht böse, wenn ein Kunde aus meiner Stadt anfragt. :saint:

    Gute Reise!

    Karline
  • Hallo,

    da ich mich noch in der Ausbildung befinde, stellt sich für mich natürlich die Frage, wie sich der Bedarf und das Angebot an Sifas in den nächsten Jahren entwickeln wird. Der demographische Wandel und die wirtschaftliche Entwicklung werden darauf ja sicherlich auch Einfluss haben. Geht dies auch aus dem Bericht hervor?
    Ein freundliches Wort findet immer guten Boden
    (Jeremias Gotthelf)
    Messe Stuttgart
    ELK | Anzeige
  • ........das ist ja wieder eine Aufstellung!!!

    Rechnerisch viele Leute, in Wirklichkeit wird überall gesucht. Irgendwie komisch.

    Für mich eher die Frage, ob denn jetzt die Sifa's regional gebündelt sind. Klar wird es in Ballungsräumen mehr geben als im ländlichen Bereich?
    Und, wer kommt in die Aufstellung rein? Jemand, der in grauer Vorzeit einmal etwas Bildung genossen hat oder einer, der aktiv im Berufsleben steht.
    Kurz, da sind mir zuviele Unbekannte drin.
    .
    .
    .
    ... viele Grüße vom Waldmann.




    "Et kütt, wie et kütt."
    (kölsche Zuversicht)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Waldmann ()

  • Hallo Zusammen,

    ich muss Frank Recht geben, es gibt genug SiFa,s aber wenige gute SiFa,s.
    Ich habe viele Alibi SiFa,s und auch viele Leute die die SiFa Ausbildung gemacht haben aber nicht in den Job arbeiten. Das hat viele Gründe z.B. Schlechte Bezahlung, nichts bei einigen Führungskräften bewirken zu können, wenig Erfahrung, schlechte Vorqualifikation und einige Anfänger meinen damit auch leicht Geld zu verdienen ohne viel zu arbeiten und sind dann am Ende überrascht das es schwer verdientes Brot ist.

    Ich habe auf Weiterbildungen einige SiFa,s kennengelernt die mir sehr gefrustet sagten ,,hätte ich das vorher gewusst hätte ich die Ausbildung nicht gemacht".
    Diese vielen Berichte, Unterweisungen unsw. die keinen interessieren und vor allen nur wenig ändern.

    Ich selber bin gerne SiFa und bin mit meinen Zusatzaufgaben (Schulungen, Unterweisungen, GBU) sehr zufrieden weil es auch zu meiner Qualifikation passt.
    Ich meine für mich ist es eine Herausforderung Ing,s, Dr. und auch GF,s zu schulen aber es gibt eben auch Menschen die das nicht so sehen oder daran Scheitern.

    Darum sage ich es gibt viele ausgebildete SiFa,s aber wenige SiFa,s die ihren Job Ernst nehmen, sich durchsetzen können, und sich ein dickes Fell wie ich angelegt haben.
    Mit freundlichen Grüssen aus Braunschweig!

    Hans-Jürgen
  • Ich habe den Bericht jetzt nicht gelesen, sondern nur einige Bereiche überflogen. Da wird ja auch klar dargestellt, dass bei der Erfassung der Anzahl der SiFa schon ein erheblicher Unsicherheitsfaktor vorhanden ist und viele Möglichkeiten der "Fehlzählung" aufgeführt. Somit kann man davon ausgehen, dass das Zahlenmaterial nur als bessere Schätzung anzusehen ist.
    => mal wieder viel Papier für wenig Aussagekraft verschwendet.
    Da ich das immer vergesse,
    am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D
  • Moin

    denke die Frage ist wirklich wie valide die Daten sind.
    Der Bericht beruht ja auch auf einer Onlineumfrage die hier verlinkt war Forschungsprojekt.
    Ich machte da zwar mit, konnte aber einiges nur suboptimal beantworten. Gerade wenn in eine Firma mehrere Sifas angestellt sind und ggf auch mehrere davon mitmachen dürfte es Überscheidungen geben.
    Und wenn ich allein diese Spannweite sehe, hm...


    Kenny schrieb:

    "Gegenwärtig steht je nach Szenario dem Zeitbedarf an sicherheitstechnischer Betreuung zwischen 17,3 und 37,6 Mio. Stunden pro Jahr eine verfügbare Kapazität zwischen 34,8 und 61 Mio. Stunden pro Jahr gegenüber.
    Grüßle
    de Uil

    Omnia rerum principia parva sunt.
    [Der Ursprung aller Dinge ist klein.]
    (Cicero)
  • Also ich kann hier auch nur aus eigener Erfahrung sprechen.ich war früher bei einem Dienstleister angestellt. Dort hatte man schon Problemewelche zu bekommen. Wohl auch weil das Gehalt einfach zu gering war. Selberhaben wir da jedes Jahr 2 neue über die Duale-Hochschule ausgebildet. Dieseübernahm man oder meist auch nicht und schickte diese zurück auf den Markt.Eine Anstellung haben alle sofort bekommen.
    Ich selber habe es da über 7 Jahre ausgehalten und bin dannbei meinem aktuellen Arbeitsgeber untergekommen. Dort haben sich auf dieseStelle tatsachlich auch nur 4 beworben. Als ich dann auftauchte war ichtatsächlich der einzige welche den Job "Hauptberuflich" machte unddie nötige Erfahrung durch die jahrelange Betreuung ähnlicher Firmen gehabthabe. Da haben sich tatsächlich auch eine SiFa beworfen welche seit über 20Jahre in einer JVA tätig war. Wusste gar nicht dass man da als SiFa arbeitenkann ;) Zum Thema Lohndumping kann ich nichts sagen, ganz im Gegenteil diewaren froh jemanden zu finden welcher sich in der Materie auskennt und habensich da sehr offen gezeigt.
  • Kenny schrieb:

    Wenn ich die Studie richtig verstehe, werden alle mitgezählt die die Fachkunde haben.
    Schon da sehe ich Probleme beim zählen. Wer hat denn wann die Fachkunde? Formal benötigt man alle 3 Ausbildungsstufen. Da die Stufe 3 die Branchenspezifik ist, gibt es nicht wenige, die diese mehrfach in unterschiedlichen Branchen ablegen. Wie oft werden diese gezählt? Dann gibt es auch noch einige, die diese 3te Stufe nicht absolvieren. Werden die dann mitgezählt, obwohl sie die Fachkunde formal nicht erfüllen?
    Da ich das immer vergesse,
    am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D