Etikettendrucker Brandschutz

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  • Hallo zusammen


    In einem neuen Arbeitsbereich sind Folien und Pappen in einem Regal gelagert. Der Arbeitsplatz ist direkt vor dem Regalen bzw in den Regalen (Nischen), hierbei ist bereits sichergestellt das keine Ware von oben herunterfallen kann.
    Bei der Planung wurde der Drucker vergessen, wie ist es hier mit dem Brandschutz zu sehen? Muss dieser auf einer feuerfesten Unterlage stehen, müßte der Bereich eine Einhausung erhalten wie es bei FFZ-Ladegeräten praktiziert wird?


    Gruß
    MST

  • Hallo MST,


    geht vom Drucker eine direkte Gefährdung aus (wird er besonders heiss oder benutzt er leicht brennbare Materialien -Tinte-)? Ich denke eher nicht und die Benutzung dürfte auch nur passieren, wenn Jemand dabei ist?


    So würde ich keine extra Brandlast sehen und den Drucker genauso betrachten wie ein Zubehörteil für den PC.


    Die beschriebenen Folien und Pappen dürften eine höhere Brandlast darstellen, als der Drucker selber.
    Aus der Ferne: alles gut.

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    ... viele Grüße vom Waldmann.





    "Et kütt, wie et kütt."
    (kölsche Zuversicht)

  • Hallo,

    Die beschriebenen Folien und Pappen dürften eine höhere Brandlast darstellen, als der Drucker selber.

    ohne Zündquelle (Drucker) keine Gefährdung. Drucker = Elektrogerät= Zündquelle

    geht vom Drucker eine direkte Gefährdung aus (wird er besonders heiss oder benutzt er leicht brennbare Materialien -Tinte-)? Ich denke eher nicht und die Benutzung dürfte auch nur passieren, wenn Jemand dabei ist?

    Wieso ist jemand beim Drucker wenn dieser arbeitet?


    Wenn es sich um einen Netzwerkdrucker handelt, wird dieser eingeschaltet und bekommt seine Druckaufträge ob jemand im Raum ist oder nicht.


    Meine Meinung: Stell das Gerät auf eine feuerfeste Unterlage, dann machst Du nichts verkehrt und überleg Dir, falls das Gerät wirklich in Rauch aufgeht, wie weit ist das Lagergut entfernt? Kann hier das Feuer übergreifen?



    Mfg

    FS

  • Hallo


    Der Drucker wird direkt am Arbeitsplatz benötigt da für jeden Karton ein Etikett benötigt wird. Das weitere Lagergut steht direkt daneben.
    Gruß
    MST

  • Moin FSCH,


    selbst die Thermotransferdrucker, die ich kenne, werden nur sporadisch (am Druckkopf) kurzzeitig heiß. Von der Konstruktion her sind das keine Feuerzeuge.


    Brandschutz hin oder her, eine direkte Gefahr in dieser Sache dürfte von dem Ding nicht ausgehen. Die Chance eines eingeklemmten Fingers ist größer. Also eher nicht.


    Die Sache mit der feuerfesten Unterlage ist gut, wo es passt. Der Klassiker ist immer die Kaffeemaschine oder der Wasserkocher. Warum? Eine interne Heizplatte von 1000 bis 3000 Watt gibt in kurzer Zeit mehr "Glühen" ab, als die 5 Watt des Druckernetzteils. Risikoabschätzung? Ein Restrisiko bleibt beim Drucker. Das ist für mich akzeptabel. Das Ding ist ja auch nicht komplett umschlossen. Die Leute arbeiten damit. Also geht eine gewisse Abwärme immer auch raus. Im Zweifel: Wärmebildkamera.

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    ... viele Grüße vom Waldmann.





    "Et kütt, wie et kütt."
    (kölsche Zuversicht)

  • ........wie auch immer:


    Eine konkrete Angabe zum Druckermodell (Art) habe ich hier auch nicht gesehen. :P


    Letztlich kann der Arbeitsschutz/Brandschutz nicht alle Eventualitäten abdecken. Das irgendein Gerät in den Elektronikhimmel geht, ist für mich nicht der normale Betrieb. Den betrachte ich. Mehr geht einfach nicht. Dann auch noch unterscheiden nach Defekt=Kaputt und Defekt mit kleinen Rauchzeichen und Defekt mit akuter Brandgefahr, das ist mir zu viel.


    In dem Sinne, alles Gute.

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    ... viele Grüße vom Waldmann.





    "Et kütt, wie et kütt."
    (kölsche Zuversicht)

  • Hallo
    Nur mal rein technisch gesehen, ein Laserdrucker lädt Papier, Fotoleiter und Toner mit 20000V bis 80000V durch Koronen auf und eine Heizwalze oder Platte brennt mit 180C° den Toner aufs Papier.
    In der Regel hat die Heizung 1200W bis 1800W, also kaum weniger als ein Wasserkocker / nur hier können Papierreste lagern und entzündet werden.


    Gruß


    Kurt

  • Das irgendein Gerät in den Elektronikhimmel geht, ist für mich nicht der normale Betrieb. Den betrachte ich.

    Dann ist Deine Gefährdungsbeurteilung unvollständig und somit mangelhaft. Zumindest absehbare Fehler sollte man berücksichtigen, sonst bräuchte man unter einer Kaffeemaschine auch keine nicht brennbare Unterlage.

    Da ich das immer vergesse,
    am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D

    Einmal editiert, zuletzt von AxelS ()

  • Nein. Meine Risikoabschätzung ist anders.


    Doch zurück:
    Was soll das für ein Drucker-Typ sein? Keiner weiß etwas, doch wir gehen schon in die Offensive. Bislang alles nur warme Luft.

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    ... viele Grüße vom Waldmann.





    "Et kütt, wie et kütt."
    (kölsche Zuversicht)

  • Das Lager mit Folien und Pappen beinhaltet ja schon eine gewisse Brandlast. Jetzt fehlt nur noch die Zündquelle und da könnte der Drucker eine davon sein, zumindest wenn es ein Laserdrucker ist, bei anderen auch, aber mit etwas geringerer Wahrscheinlichkeit. Die TRGS 800 liefert ja einige Anhaltspunkte und dürfte als Stand der Technik anzusehen sein. Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen der TRGS passen auch zu der beschriebenen Situation.
    Kopierer als Zündquelle gab es auch schon und die sorgten dann für einen nicht geringen Schaden, wie in diesem Beispiel.
    Klar kann man davon ausgehen, dass der Drucker im Regelbetrieb nicht in Flammen aufgeht, allerdings halte ich es für Sinnvoll sich Gedanken darüber zu machen, was im Schadensfalle passiert. Läuft der Drucker rund um die Uhr und auch in Zeiten ohne dass Personal vor Ort ist, wird man dann darauf mehr achten müssen, als wenn der Drucker nur zu Zeiten läuft, in denen ein Schaden schnell erkannt wird.
    Ich würde zumindest über dem Drucker keine brennbaren Materialien lagern und seitlich davon auch einen gewissen Abstand einhalten.

    Da ich das immer vergesse,
    am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D

  • Entschuldigung,


    aber warum spekuliert man wild ins Blaue hinein, wenn überhaupt keine weiteren Daten bekannt sind? Wenn es ein Etikettendrucker ist, arbeitet der mit dem Thermodirektverfahren evtl. auch Thermotransfer. Das ist ein ganz anderes Kaliber als ein Laserdrucker oder ein großer Multifunktionsdrucker. Etikettendrucker gibt es von den Dynalabs, die in die Hosentasche passen, bis hin zu den großen Zebras.


    Es ist ein Unterschied, ob hier Einzelstücke gelabelt werden, denn dann steht immer jemand dabei und klebt oder ob kilometerweise Etiketten rausgehauen werden, die dann später auf die Ware kommen.


    Aber da ich keine weiteren Infos habe, macht es wenig Sinn, sich an "Rate mal mit Rosenthal" zu beteiligen.


    Gruß Frank

    Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.

  • Aber da ich keine weiteren Infos habe, macht es wenig Sinn, sich an "Rate mal mit Rosenthal" zu beteiligen.

    Natürlich kann man über viele Dinge hier nur spekulieren, aber in der von mir erwähnten TRGS 800 sind beispielhaft auch einige potentielle Zündquellen aufgeführt und da kann man dann z.B. lesen: "Elektrische Beleuchtungsgeräte wie Lampen; elektrischer Kurzschluss; Leiterschluss; loser Kontakt; übermäßige Erwärmung infolge Überlastung" um nur einige zu erwähnen und ich wage zu behaupten, irgend einer dieser gelisteten Dinge könnte potentiell auftreten. Dann muss man eben in der Gefährdungsbeurteilung feststellen, ob Handlungsbedarf besteht oder nicht bzw. welche Rahmenbedingungen einzuhalten sind, damit kein Handlungsbedarf besteht.

    Da ich das immer vergesse,
    am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D

  • Zum Thema: LESEN!!!


    Gebe AxelS Recht, ich habe auch einen Brand eines Druckers im Lager gemeldet bekommen. Netzteil war Schuld. Unsere Lösung sieht dort so aus: Rigipseinhausung an 5 Seiten - nach vorne offen aber oben 0,5m Überhang nach unten - Flamme wird so gefangen. Versuch war gut - haben den Würfel vorher auf dem Hof mit dem alten Drucker getestet. Spiritus rüber und ab!!!! Flammen kamen nicht raus, aber ordentlich Qualm. Dann CO2 Löscher eingesetzt und Ruhe - seitdem sind alle MA dort Brandschutzhelfer!!!!!





    Gruß Canislupus

  • ........ebend.


    Und nicht den Menschen vergessen. Der schlürft über den Kunststoff-Boden, lädt sich statisch auf und haut bei der Berührung mit dem geerdeten Regal einen Mordsfunken in die Reinigungsflüssigkeit für den Drucker.
    Wie können wir das nur vergessen?
    Und.... Oh Mist, die Batterien meiner Kristallkugel sind leer. :D

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    ... viele Grüße vom Waldmann.





    "Et kütt, wie et kütt."
    (kölsche Zuversicht)

  • Moin,


    hat jemand zufällig noch eine feuerfeste Einhausung für ein Telefaxgerät? Nein besser dreizehn. :D Diese Geräte arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie ein Etikettendrucker und diese Mistdinger laufen rund um die Uhr, ohne dass ein Benutzer ständig in der Nähe ist. HILFE! :/


    Gruß Frank

    Ich stelle die Schuhe nur hin. Ich ziehe sie niemandem an.

  • hat jemand zufällig noch eine feuerfeste Einhausung für ein Telefaxgerät?

    Man sieht, Du kommst aus dem ÖD, da gibt es noch so antiquierte Geräte, ein Wunder dass man dort nicht noch Wählscheibentelefone verwendet oder Fernschreiber mit Lochstreifen. ;)

    Da ich das immer vergesse,
    am Kopf meines Schreibens bitte immer ein Hallo.... einfügen, dazwischen ein :62: und zum Schluß ein Gruß, AxelS (Ex tiefflieger) :D

  • Hallo,

    In einem neuen Arbeitsbereich sind Folien und Pappen in einem Regal gelagert. Der Arbeitsplatz ist direkt vor dem Regalen bzw in den Regalen (Nischen), hierbei ist bereits sichergestellt das keine Ware von oben herunterfallen kann.
    Bei der Planung wurde der Drucker vergessen, wie ist es hier mit dem Brandschutz zu sehen? Muss dieser auf einer feuerfesten Unterlage stehen, müßte der Bereich eine Einhausung erhalten wie es bei FFZ-Ladegeräten praktiziert wird?

    Ohne jetzt die genaue Situation zu kennen und aus dem
    Bauch heraus, eine Einhausung würde ich für nicht erforderlich
    sehen. Feuerfeste Unterlage, ja, kann man machen. Letztlich
    wäre mir eher eine gewisse Ordnung/ Sauberkeit ggfs. Abstand
    wichtiger.


    Ob Brandschutzmaßnahmen notwendig sind, wird man
    nur vor Ort feststellen können, daher ggfs. an die zuständige BS-
    Dienststelle oder an seine Versicherung wenden.


    Vielleicht hilft es Ihnen weiter, siehe hier:


    http://vds.de/fileadmin/vds_publikationen/vds_2199_web.pdf


    und


    http://vds.de/fileadmin/vds_publikationen/vds_2000_web.pdf


    Gruß
    Simon Schmeisser

    Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. Simon Schmeisser These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Fachzeitschrift Feuerwehr 2010