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[Diskussion] Erfahrungen im ASM

ASM10

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1

Freitag, 16. Dezember 2011, 21:02

Erfahrungen im ASM

Hallo zusammen ,

mich würde interessieren, welche Erfahrungen Ihr mit dem Thema ASM gemacht habt .

Welche Tipps oder Ratschläge habt Ihr für Themenneulinge !

Bin gespannt was so an Infos zusammen kommt :thumbsup:

Gruß ASM10

Flügelschraube

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2

Samstag, 17. Dezember 2011, 22:55

ASM heißt wohl Arbeitsschutz Management?

Wikipedia liefert eine lange Reihe von Bedeutungen dieser Abkürzung.

Dort wo ich arbeite kann von einem funktionierendem Management kaum gesprochen werden.
Immer nach dem Motto: "Wasch mich (gesetzliche Forderung) aber mach mich nicht nass! (mache keine Kosten)"

Wo es ein Bußgeldverfahren vom GAA gibt, da regt sich recht schnell etwas.

Grüße
Flügelschraube

elschwoabos

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3

Sonntag, 18. Dezember 2011, 10:08

Ich bin selbst Themenneuling, ein Arbeitsschutzmanagement findet bisher nur rudimentär statt, steckt in den Kinderschuhen.
Letzte Woche in der P4 haben wir da noch mal ein bisschen was gemacht, aber für mich ist das alles fürchterlich theoretisch. Und das schönste ist, dass es da ja auch nur wenig Festlegungen gibt. Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite ist es dadurch sicherlich auch möglich, dass man sich total verrennt.
Deshalb schließe ich mich ASMs Wunsch voll an, hier ein paar Erfahrungen zu lesen zu bekommen. Wie baut man sowas am Besten auf, wo liegen die Fallstricke. Das wäre natürlich klasse, ließe sich so etwas benennen.
Momentan habe ich ein unbestelltes Stück Land, möchte aber in zwei Jahren spätestens eine vernünftige, der Relation entsprechende, erste Ernte einfahren.

Hardy
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ASM10

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4

Sonntag, 18. Dezember 2011, 19:12

Hallo zusammen,

vielen Dank für die ersten Antworten .

Mal sehen was noch so zusammen kommt . :thumbup:

Gruß ASM10

Andrasta

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5

Montag, 19. Dezember 2011, 11:39

Hardy,

wichtig ist bei jedem Management System dass man sich nicht allein da durchkaut. Du beginnst damit die Cheffs, die Abteilungsleiter, Meister oder so davon zu überzeugen dass ein solches System Sinn macht. Welchen? Tja, aus Sicht der Führung erst mal den finanziellen. Es kostet natürlich etwas. Aber, es bringt auch wiederum etwas. Es ist heutzutage oft so dass man ohne einen funktionieren Arbeitsschutz nachweisen zu können an lukrative Aufträge kaum rankommt.

Das ist der eine Punkt. Der andere Punkt ist der dass man Schwachstellen im Betrieb einfacher erkennen kann dadurch dass man systematischer Arbeitet dank eines Mangement Systems. Man setzt sich also als erstes mal Schutzziele. Unfallhäufigkeit zu reduzieren, oder Krankenstand. Das kann man sehr gut in dem man zum Beispiel verfahren festlegt wie Unfälle, Beinahe Unfälle und Krankenstände statistisch zu erfassen sind. Leitzahlen sind den meisten ASM Systemen zu entnehmen, aber man sollte sich schon Gedanken machen was zu einem Selbst passt.

Für den Beginn auf erste Ergebnisse in 2 Jahren zu hoffen ist meiner Erfahrung nach realistisch.

Meine persönliche Erfahrung ist die dass die meisten Kollegen erst mal widerstand leisten. Darum ist es nicht verkehrt den einen oder andern Organisatorisch mit ins Boot zu nehmen. Interne Audits durchführen zum Beipspiel. Erst mal sehen die meisten nur "noch mehr Papierkram". Und man hat Anfangs seine liebe Mühe die Leute dazu anzuhalten Formulare zu benutzen. Man läuft ihnen hinterher. Aber wenn dann erst mal beginnt der Verantwortlichen Leitung zahlen zu präsentieren zwischen dem was ist und wo das Ziel hinführen kann, sprich das theoretische Gestalt annimmt, dann ist die erst Hürde genommen. ^^

elschwoabos

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6

Montag, 19. Dezember 2011, 11:56

Hi Andrasta,

das erste Argument zieht in unserem Falle nicht, wir bekommen als Krankenhaus die Türen eingerannt, da fragt niemand der Auftraggeber nach dem Arbeitsschutz. Sicherlich ein Grund, dass er auf relativ niedriger Basis angesiedelt ist.

Bei den Unfallzahlen ergab sich dieses Jahr nur ein Ansatzpunkt, eine Schwachstelle, bei deren Ausmerzung ich mich mit dem Verwaltungsdirektor aktiv zusammenarbeite. Es ist in meinen Augen relativ doof, das so hoch hängen zu müssen, hat aber was mit dem Verständnis des Arbeitsschutzes in den Führungsebenen zu tun.
Aber genau das ist wieder ein Ansatz, der für das Einführen eines ASM spricht...

Der Widerstand hat IMHO zwei Gründe:

1. Man ist durchaus gewillt eine Führungsposition zu bekleiden. Die damit verbundene Verantwortung möchte man nicht, die für den Arbeitsschutz schon zweimal nicht.

2. Arbeitsschutz ist hinderlich. Ein Beispiel: Heute morgen habe ich mich mit einer Stationsschwester darüber unterhalten, dass ein Kanülenabwurfbehälter mit zum Patinet genommen werden sollte nach BGR 250.
Es reicht eben nicht den Abwurfbehälter auf dem Flur zu positionieren, dadurch wird eine Zwischenlagerung der benützten Kanüle notwendig.
Sie argumentiert sehr erkenntnisresistent damit, dass in den letzten 20 Jahren nix passiert sei und sie schon wisse was notwendig ist.
Hier wäre eine eindeutige Verfahrensanweisung schon sehr hilfreich...

Der Bedarf ist da, ich suche halt momentan als Koalitionäre vor allem das rudimentäre QM und im Bereich biologische Arbeitsstoffe die Hygienefachkraft.

lg

Hardy
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Andrasta

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7

Montag, 19. Dezember 2011, 14:30

Hardy,

stimmt ja, bei dir ist das ja ein Krankenhaus. Da sind ja noch weit aus mehr Menschen betroffen als nur Mitarbeiter. Da gibts ja auch noch die Patienten. 8)

Um so wichtiger ist so ein System. Mit Krankenhäusern habe ich mich zwar auch schon beschäftigt, aber nur auf der Ebene Reinigung und Desinfektion. Aber auch hierfür hatten wir als Dienstleister unser Arbeitsschutzmanagement. Das Krankenhaus selber war noch lange nicht so weit. Die fingen grad mal mit dem Qualitätsmanagement an.

Wie auch immer, klare Vorgaben der Reinigungsmethoden führten dazu dass die Proben die die KH interne Hygienebeauftragte bei unseren Putzlappen machte immer absolut sauber waren. Wenn das Argument Aufträge an Land ziehen nicht ist, so kann durch ein gutes AMS auch im Arbeitsschutz durchaus Ersparnisse erzielt werden.
Allerdings wird es wahrscheinlich recht schwierig für dich Leute dazu zu motivieren mit dir zusammen an einer Umsetzung zu arbeiten. Nicht weil sie vieleicht wie die Dame von der du sprchst eher zu störrischen Kategorie gehören sondern eher einer großen Arbeitslast ausgesetzt sind.

Aber wenn ich dir irgendwo hilfreiche Tipps geben kann, mach ich das doch gerne. :)

elschwoabos

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Montag, 19. Dezember 2011, 16:04

Danke Andrasta, da werde ich ganz sicher zu gegebener Zeit darauf zurückkommen. :thumbsup:

Hardy
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9

Mittwoch, 21. Dezember 2011, 13:07

Hallo Hardy,

ich finde das Beispiel von Andraste mit der "Arbeitlast" sehr gut .

Hast Du schonmal über eine Mitarbeiterbefragung nachgedacht ?

Damit haben die Mitarbeiter die Möglichkeit sich mitzuteilen, und Du kannst für Dich ableiten,

mit welchen Themen sich die Mitarbeiter beschäftigen .

Einfach erstmal Ideen sammeln .

Gruß ASM10

elschwoabos

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10

Mittwoch, 21. Dezember 2011, 13:39

Hallo Hardy,

ich finde das Beispiel von Andraste mit der "Arbeitlast" sehr gut .

Hast Du schonmal über eine Mitarbeiterbefragung nachgedacht ?

Damit haben die Mitarbeiter die Möglichkeit sich mitzuteilen, und Du kannst für Dich ableiten,

mit welchen Themen sich die Mitarbeiter beschäftigen .

Einfach erstmal Ideen sammeln .

Gruß ASM10


Hi,

eine habe ich im Rahmen meiner Pratktikumsarbeit durchgeführt, eine weitere ist im Umlauf.

Da werde ich auch dran bleiben.



Hardy
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