[Diskussion] Zeckenschutzimpfung
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Zeckenschutzimpfung
ich bin zwar noch in der Ausbildung (Praktikumsphase) beschäftige mich aber schon viel mit der Thematik Arbeitssicherheit in dem Betrieb, für den ich später auch als interne SiFa tätig sein soll.
Viele Mitarbeiter sind für Standortuntersuchungen in Wald/Feld/Wiese hauptsächlich in Nord-, Mittel- und Ostdeutschland unterwegs. Da fängt man sich leicht mal eine Zecke ein! Diesbezüglich habe ich unsere Betriebsärztin einmal auf den Sinn einer vorbeugenden Zeckenschutzimpfung angesprochen. Diese sagte mir dann, dass man hier eher vorsichtig sein solle, da durch die Impfung an sich Risiken einer Erkrankung entstehen können. Letztlich riet sie mir also ab!
Hier nun meine Frage:
kann mir jemand seine Erfahrungen über die Handhabung im Betrieb mitteilen. Sind die Risiken tatsächlich so groß? Und hat schon einmal jemand die negativen Auswirkungen einer solchen Impfung erlebt! Wer würde die Impfung bezahlen? Und, und, und, ...
Über eine rege Diskussion würde ich mich sehr freuen, da gestern noch ein MA bei mir mit einem Zeckenbiss im Büro stand und fragte: was soll ich denn nun tun? Ich habe ihn natürlich zum Arzt geschickt und ihm geraten die Stelle über die nächsten Wochen genau auf Veränderungen zu beobachten und dann gegbenenfalls wieder zum Arzt zu gehen. Zusätzlich haben wir die Meldung schriftlich aufgenommen und im Verbandsbuch hinterlegt.
Viele Grüße
Viele Grüße sendet Smiwie

"Es ist der gewöhnliche Fehler der Menschen, bei gutem Wetter nicht an Sturm zu denken."
(Niccolò Machiavelli)
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Und nicht vergessen: Das Licht am Ende des Tunnels könnte ein einfahrender Zug sein!
Und kommst du nicht mit meinen Akronymen aka Abkürzungen klar: http://www.rrr.de/~kathinka/akronyme.htm
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auf Grund von eigenen Erfahrungen in der Familie kann ich sagen, dass so eine Zeckenschutzimpfung nicht ohne ist.
Meine Frau und mein Sohn (damals 14) hatten danach ca. eine Woche mit der Gesundheit zu kämpfen (Fieber, Übelkeit, Schwindel usw.)
Ist jetzt 3 Jahre her, eventuell ist der Impfstoff ja jetzt verbessert worden.
Ich denke aber auch, dass kommt immer auf die geimpfte Person an.
Ich selber hatte keine Beschwerden.
Gruß
ADR-User
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Arbeiten die Betroffenen in einem FSME-Risikogebiet?
KomNet sagt dazu:
Wenn ja, ist bei der genannten beruflichen Exposition gegenüber FSME-Viren eine Schutzimpfung indiziert. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung muss der Arbeitgeber ermitteln, ob Vorsorgeuntersuchungen nötig sind und Schutzimpfungen angeboten werden müssen. Dabei sollte er sich vom Betriebsarzt beraten lassen. Beim Vorliegen einer klar beruflichen Exposition muss gemäß der Biostoffverordnung der Arbeitgeber Vorsorgeuntersuchungen veranlassen und eine Schutzimpfung anbieten. Die Kosten für die Maßnahmen muss der Arbeitgeber übernehmen. Auch ist der Arbeitgeber gemäß Biostoffverordnung verpflichtet, seine Beschäftigten über auftretende Gefahren und über die Schutzmaßnahmen zu unterweisen. Zum Teil erstattet auch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die Kosten der Impfung. Seitens der GKV besteht allerdings keine Leistungspflicht. Die Arbeitgeberpflichten gemäß Biostoffverordnung werden davon nicht berührt.
Ob sich die Mitarbeiter dann Impfen lassen ist jedem selbst überlassen....
Borrelien werden nach der Biostoffverordnung in die Risikogruppe 2 eingestuft (siehe auch Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe - TRBA 466 "Einstufung von Prokaryonten (Bacteria und Archaea) in Risikogruppen"
Gruß, Herbert
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ansonsten ist zu beachten, dass die zecken für überwiegend zwei krankheiten die erreger in sich tragen können: gegen die FSME gibt es eine impfmöglichkeit, gegen die borreliose gibt es bislang noch keine impfmöglichkeit
dahher ist es m. e. viel wichtiger, vorbeugenden zeckenschutz zu betreiben:
- möglichst dicht geschlossene kleidung,
- die notwendigkeit, sich in zeckenbefallenen gebieten zu bewegen, weitestgehend zu minimieren,
- verschiedene hilfsmittelchen, die es gibt, bereitstellen
- täglich den eigenen körper auf zecken kontrollieren
- bei zeckenbissen umgehend den arzt aufsuchen
- mitarbeiter zu risiken und verhalten unterweisen und informieren
dies hilft gegen beide krankheitserreger gleichzeitig
peter
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ganz lieben Dank für die vielen Tipps, Links und Hinweise - ich werde mich dann einmal eingehnder mit dem Thema beschäftigen, so dass die betroffenen Mitarbeiter alle eine verständliche und sinnige Einweisung in die Gefahren, Schutzmaßnahmen und was zu tun ist, wenn 'es' dann doch gebissen hat erhalten und zusätzlich beim AG anregen für Reisen in Risikogebiete Zeckenschutzmittel bereitzustellen.
Viele Grüße sendet Smiwie

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Smiwie« (5. August 2011, 13:59)
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FSME-Impfung Seite des RKI
ich bin grundsätzlich für eine Impfung, gerade in Risikogebieten. Impfungen lösen eine Immunreaktion im
Körper aus. Der Körper schaltet auf Kampf, da kann Mann/Frau sich mal etwas angeschlagen fühlen. Es ist
aber keine Erkrankung sondern eine gesunde/manchmal auch etwas überschießende Immunreaktion. Ich kenne bisher nur zwei Fälle,
in denen es etwas Komplikationen in Form von Hautreaktionen gab, das war aber noch der alte Impfstoff.
Die Folgen einer Frühsommer-Meningo-Enzephalitis sind viel schwerwiegender, der Sohn unserer Bezirksstellenleiterin war vor Jahren
erkrankt. Er hatte großes Glück, dass er keine bleibenden Schäden davongetragen hat.
Falls Ihr nähere Informationen möchtet, v. a. Dingen auch eine Karte der Risikogebiete, dann schaut mal
auf diese Seite des RKI.
http://www.rki.de/cln_110/nn_467538/DE/C…html?__nnn=true
Herzl. Grüße
Sabine
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ich habe mittlerweile auch eine gute und vor allem sehr aktuelle Karte der Risikogebiete gefunden:
http://www.zecken.de/gefahr-durch-zecken…in-deutschland/
Viele Grüße sendet Smiwie

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bei uns wurden die Forst- und Landwirtschaftlichen Arbeiter mit Arbeitsanzügen ausgestattet die eine Imprägnierung besitzen. Diese Imprägnierung verhindert erfolgreich Zeckenbisse.
Gruß RaBau
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gibt es da im Internet eine Homepage zu - wo ich mich mal informieren könnte?
Viele Grüße sendet Smiwie

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