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puma

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1

Mittwoch, 3. August 2011, 08:42

Ersthelfer-Hepatitis Impfung

Guten Morgen,

uns beschäftigt die Frage, ob es notwendig ist, unsere ausgebildeten betrieblichen Ersthelfer gegen Hepatitis B zu impfen (Angebot).

Es würde sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handeln, da die Ersthelfer ansonsten bei ihren normalen Tätigkeiten keiner Gefahr der Ansteckung ausgesetzt sind.
Unser Betriebsarzt befürwortet das Angebot einer Impfung. Die BG sagt, wenn die Gefährdungsbeurteilung dies ergibt, muss der Arbeitgeber ein Impfangebot machen und die Kosten (ca. 200.- Euro) tragen.
Mitglieder von freiwilligen Feuerwehren, die ja auch als Ersthelfer ausgebildet sind, können sich Impfen lassen.

Mich würde daher einmal interessiern, wie es mit dem Thema in euren Betrieben aussieht.

Herzlichen Gruß

Puma

awen

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2

Mittwoch, 3. August 2011, 10:42

Hi Puma,

dazu gibt es eine Empfehlung des DGUV die besagt "eher nicht". Wir haben uns daran orientiert und bieten die Impfung für Ersthelfer nicht an.

http://www.dguv.de/erstehilfe/de/pdf/hepatitis.pdf

Grüße

awen

puma

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3

Donnerstag, 4. August 2011, 08:23

Hallo Awen,

die Empfehlung kenne ich auch.

Wir werden uns wahrscheinlich auch daran orientieren. Sie ist ja als Gefährdungsbeurteilung nach Biostoffverordnung zu gebrauchen.
Ein freiwilliges Angebot des Arbeitgebers wäre bei ca. 500 Ersthelfern auch eine relativ teure Sache.

Gruß

Puma

QMSifa

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4

Donnerstag, 4. August 2011, 12:03

Hallo Puma,

auch ich pflichte Euch bei und halte eine HepB Impfung für "normale" Ersthelfer für überflüssig.

Die Entscheidung ja/nein sollte aber m.E. nach nicht das Ende der Überlegungen sein! Eine Übertragung erfolgt parenteral durch Erreger im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten (siehe -Definition), welche durch Mirkowunden ihren Eingang in den Körper des Ersthelfers finden können. Eine mögliche Ansteckung ist somit nicht zu 100% auszuschließen.
Wenn Ihr Euch gegen eine Impfung entscheidet, was ich begrüße, weil wir ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen wollen, solltet Ihr vielleicht über zusätzliche Schutzmaßnahmen nachdenken bzw. die vorhandenen krititsch überprüfen.
Beispiele:
Welche Einmal-Handschuhe werden zur Verfügung gestellt (Material Latex-Nitril-Vinyl?, Dicke, Reissfestigkeit)?
Stellt man eventuell professionelle Hilfsmittel zur Beatmung von reanimationspflichtigen Patienten wie z.B. Beatmungsbeutel (bekannt vom Rettungsdienst) an zentralen Orten zur Verfügung und schult die Ersthelfer im Gebrauch?
Wird in den Unterweisungen für die Ersthelfer auf die Gefährdung durch HepB und die Schutzmaßnahmen ausreichend eingegangen?


Viele Grüße und viel Erfolg bei der Lösung der Frage.

QMSifa

SabineK

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5

Freitag, 5. August 2011, 07:59

Hepatitis B

Moin zusammen, wir (als überbetrieblicher betriebsärztlicher Dienst) empfehlen in "unseren" Betrieben grundsätzlich zur Impfung, es wird dann die Twinrix-Impfung empfohlen (Hep A + B), die Kosten sind gering höher als nur der reine Hep-B-Impfstoff. Jedoch betreuen wir zu 90 % gewerbliche Betriebe - da sind Arbeitsunfälle wohl eher an der Tagesordnung als in Verwaltungsbereichen. Die Kostenfrage stelle ich mal hinten an, schließlich kann der Unternehmer die Kosten im Sinne von Prävention / Gesundheitsförderung steuerlich geltend machen. Ich persönlich bin Impfungen gegenüber positiv eingestellt, habe aber auch Verständnis wenn jemand dem Thema kritisch gegenüber steht. Die Übertragungsmöglichkeit einer Hep-B ist nicht zu unterschätzen. Vielleicht auch mal den Wandel Richtung "multikulti" bedenken. In einigen Regionen des Erdballs ist die Durchseuchung sowohl Hep-A als Hep-B sehr hoch. Gruß aus Lübeck Sabine

elschwoabos

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6

Freitag, 5. August 2011, 08:05

Moin zusammen, wir (als überbetrieblicher betriebsärztlicher Dienst) empfehlen in "unseren" Betrieben grundsätzlich zur Impfung,
Die Begründung dieser Empfehlung würde mich interessieren. Gerade in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit auf der einen, Impfnebenwirkungen auf der anderen Seite.

Hardy
Multiple exclamation marks are true sign of a diseased mind.
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Und nicht vergessen: Das Licht am Ende des Tunnels könnte ein einfahrender Zug sein!
Und kommst du nicht mit meinen Akronymen aka Abkürzungen klar: http://www.rrr.de/~kathinka/akronyme.htm

SabineK

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7

Freitag, 5. August 2011, 08:26

Moin Hardy, die Begründung ist in der aktuellen STIKO zu finden - das RKI hat das so empfohlen. Wir betreuen gleichzeitig ca. 10000 Beschäftigte im Gesundheitswesen - entsprechend viele Hep-B-Impfungen sind durch "uns" erfolgt in ca. 15 Jahren Betreuung, es gab lediglich ein paar Bagatellnebenwirkungen, meiner Erinnerung her "nur" ein ernstzunehmender Abzess. Bitte auch noch einmal den gewerblichen Hintergrund bedenken. Gruß von Sabine

elschwoabos

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Freitag, 5. August 2011, 08:56

Moin Hardy, die Begründung ist in der aktuellen STIKO zu finden - das RKI hat das so empfohlen. Wir betreuen gleichzeitig ca. 10000 Beschäftigte im Gesundheitswesen - entsprechend viele Hep-B-Impfungen sind durch "uns" erfolgt in ca. 15 Jahren Betreuung, es gab lediglich ein paar Bagatellnebenwirkungen, meiner Erinnerung her "nur" ein ernstzunehmender Abzess. Bitte auch noch einmal den gewerblichen Hintergrund bedenken. Gruß von Sabine

Im Gesundheitswesen, ja ne, das ist klar. Aber hier geht es ja um Ersthelfer in der Industrie, wie ich das aus dem Thread bisher zumindest interpretiert habe. Aber das ist doch gerade der Knackpunkt: Im Gesundheitswesen ist doch die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlich höher und zudem in der TRBA 250 geregelt.

Hardy
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Und kommst du nicht mit meinen Akronymen aka Abkürzungen klar: http://www.rrr.de/~kathinka/akronyme.htm