[Diskussion] Ersthelfer-Hepatitis Impfung
![]()
Benutzerinformationen überspringen
Registrierungsdatum: 4. Mai 2005
Wohnort: NRW
Beruf: Vollzeitsifa
Hobbys: Radfahren, Wandern, Lesen
BG Zugehörigkeit: BGHW
Ersthelfer-Hepatitis Impfung
uns beschäftigt die Frage, ob es notwendig ist, unsere ausgebildeten betrieblichen Ersthelfer gegen Hepatitis B zu impfen (Angebot).
Es würde sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handeln, da die Ersthelfer ansonsten bei ihren normalen Tätigkeiten keiner Gefahr der Ansteckung ausgesetzt sind.
Unser Betriebsarzt befürwortet das Angebot einer Impfung. Die BG sagt, wenn die Gefährdungsbeurteilung dies ergibt, muss der Arbeitgeber ein Impfangebot machen und die Kosten (ca. 200.- Euro) tragen.
Mitglieder von freiwilligen Feuerwehren, die ja auch als Ersthelfer ausgebildet sind, können sich Impfen lassen.
Mich würde daher einmal interessiern, wie es mit dem Thema in euren Betrieben aussieht.
Herzlichen Gruß
Puma
Benutzerinformationen überspringen
Registrierungsdatum: 9. August 2005
Wohnort: Düsseldorf
Beruf: SIfa
Hobbys: Laufen, lesen, in Urlaub fahren
BG Zugehörigkeit: Chemie
dazu gibt es eine Empfehlung des DGUV die besagt "eher nicht". Wir haben uns daran orientiert und bieten die Impfung für Ersthelfer nicht an.
http://www.dguv.de/erstehilfe/de/pdf/hepatitis.pdf
Grüße
awen
Benutzerinformationen überspringen
Registrierungsdatum: 4. Mai 2005
Wohnort: NRW
Beruf: Vollzeitsifa
Hobbys: Radfahren, Wandern, Lesen
BG Zugehörigkeit: BGHW
die Empfehlung kenne ich auch.
Wir werden uns wahrscheinlich auch daran orientieren. Sie ist ja als Gefährdungsbeurteilung nach Biostoffverordnung zu gebrauchen.
Ein freiwilliges Angebot des Arbeitgebers wäre bei ca. 500 Ersthelfern auch eine relativ teure Sache.
Gruß
Puma
auch ich pflichte Euch bei und halte eine HepB Impfung für "normale" Ersthelfer für überflüssig.
Die Entscheidung ja/nein sollte aber m.E. nach nicht das Ende der Überlegungen sein! Eine Übertragung erfolgt parenteral durch Erreger im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten (siehe -Definition), welche durch Mirkowunden ihren Eingang in den Körper des Ersthelfers finden können. Eine mögliche Ansteckung ist somit nicht zu 100% auszuschließen.
Wenn Ihr Euch gegen eine Impfung entscheidet, was ich begrüße, weil wir ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen wollen, solltet Ihr vielleicht über zusätzliche Schutzmaßnahmen nachdenken bzw. die vorhandenen krititsch überprüfen.
Beispiele:
Welche Einmal-Handschuhe werden zur Verfügung gestellt (Material Latex-Nitril-Vinyl?, Dicke, Reissfestigkeit)?
Stellt man eventuell professionelle Hilfsmittel zur Beatmung von reanimationspflichtigen Patienten wie z.B. Beatmungsbeutel (bekannt vom Rettungsdienst) an zentralen Orten zur Verfügung und schult die Ersthelfer im Gebrauch?
Wird in den Unterweisungen für die Ersthelfer auf die Gefährdung durch HepB und die Schutzmaßnahmen ausreichend eingegangen?
Viele Grüße und viel Erfolg bei der Lösung der Frage.
QMSifa
Benutzerinformationen überspringen
Anfänger
Registrierungsdatum: 26. Oktober 2010
Wohnort: Lübeck
Beruf: Bachelor of Science, Arbmed. Assistentin
BG Zugehörigkeit: BGW
Hepatitis B
Benutzerinformationen überspringen
Registrierungsdatum: 25. November 2010
Wohnort: 52525 Heinsberg
Beruf: Sifa, Fachkrankenpfleger A+I mit zehnjähriger Leitungserfahrung a.D., Pellworm-Fan.
Hobbys: Krimis in jeder Form und seit 2001 Useneter mit Leib und Seele
BG Zugehörigkeit: BGW
Die Begründung dieser Empfehlung würde mich interessieren. Gerade in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit auf der einen, Impfnebenwirkungen auf der anderen Seite.Moin zusammen, wir (als überbetrieblicher betriebsärztlicher Dienst) empfehlen in "unseren" Betrieben grundsätzlich zur Impfung,
Hardy
(Terry Pratchett)
Und nicht vergessen: Das Licht am Ende des Tunnels könnte ein einfahrender Zug sein!
Und kommst du nicht mit meinen Akronymen aka Abkürzungen klar: http://www.rrr.de/~kathinka/akronyme.htm
Benutzerinformationen überspringen
Anfänger
Registrierungsdatum: 26. Oktober 2010
Wohnort: Lübeck
Beruf: Bachelor of Science, Arbmed. Assistentin
BG Zugehörigkeit: BGW
Benutzerinformationen überspringen
Registrierungsdatum: 25. November 2010
Wohnort: 52525 Heinsberg
Beruf: Sifa, Fachkrankenpfleger A+I mit zehnjähriger Leitungserfahrung a.D., Pellworm-Fan.
Hobbys: Krimis in jeder Form und seit 2001 Useneter mit Leib und Seele
BG Zugehörigkeit: BGW
Moin Hardy, die Begründung ist in der aktuellen STIKO zu finden - das RKI hat das so empfohlen. Wir betreuen gleichzeitig ca. 10000 Beschäftigte im Gesundheitswesen - entsprechend viele Hep-B-Impfungen sind durch "uns" erfolgt in ca. 15 Jahren Betreuung, es gab lediglich ein paar Bagatellnebenwirkungen, meiner Erinnerung her "nur" ein ernstzunehmender Abzess. Bitte auch noch einmal den gewerblichen Hintergrund bedenken. Gruß von Sabine
Im Gesundheitswesen, ja ne, das ist klar. Aber hier geht es ja um Ersthelfer in der Industrie, wie ich das aus dem Thread bisher zumindest interpretiert habe. Aber das ist doch gerade der Knackpunkt: Im Gesundheitswesen ist doch die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlich höher und zudem in der TRBA 250 geregelt.
Hardy
(Terry Pratchett)
Und nicht vergessen: Das Licht am Ende des Tunnels könnte ein einfahrender Zug sein!
Und kommst du nicht mit meinen Akronymen aka Abkürzungen klar: http://www.rrr.de/~kathinka/akronyme.htm
Ähnliche Themen
-
Arbeitsmedizin »-
[suche Hilfe] Ersthelfer Werkstatt WfbM,Montage,Holz und Metallwerkstatt
(21. Juli 2011, 08:39)
-
Arbeitsmedizin »-
Handlungsleitfaden Amoklauf in Schulen
(10. September 2009, 14:38)
-
Arbeitsschutzfragen und Arbeitsschutzthemen »-
Schutzimpfungen
(1. Dezember 2007, 17:19)




