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aba2304

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1

Montag, 1. August 2011, 11:05

Anstosskappe oder Helm?

Hallo,

ich habe da ein problem und würde gerne wissen wie ihr euch entscheiden würdet. Anstosskappe oder Schutzhelm?

Problem: In unserem betrieb müssen grosse Werkstücke in eine Maschiene eingespannt werden und mit grossen Schrauben festgehalten werden. Beim anziehen dieser Schrauben steht der Werker praktisch unter dem grossen Schlüssel und zieht diesen zu sich hinunter. Im Normallfall sollte nicht viel passieren aber es passierte das jemand sich den schlüssel auf den Kopf gehauen hat und eine Platzwunde erlitt.

Nun ist die Überlegung ob wir unseren Mitarbeitern Anstosskappen geben sollten. Es ist ja nicht wirklich ein freischwingender Gegenstand von dem die Gefahr ausgeht. Allerdings auch kein feststehender.

In der BG193 steht: Industrie-Anstoßkappen sind Kopfbedeckungen, die den Kopf vor Verletzungen schützen sollen, die durch einen Stoß mit dem Kopf gegen harte, feststehende Gegenstände verursacht werden. Sie dürfen daher keinesfalls als Ersatz für Industrieschutzhelme verwendet werden.

Würde die Kappe reichen? Was würdet ihr entscheiden?


Niko

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2

Montag, 1. August 2011, 11:14

Hallo aba2304,

wir haben die Empfehlung ausgesprochen, bei Arbeiten dieser Art die Anstoßkappe zu tragen.
Die Akzeptanz ist inzwischen gut.

Was nützt ein Helm, der nicht getragen wird? Nach einer kurzen Eingewöhnphase ist eine Antoßkappe angenehm zu tragen.

Guß, Niko.
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hbdfan

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3

Montag, 1. August 2011, 11:17

Da der Schraubenschlüssel nicht wirklich feststehend ist , er muss ja bewegt werden, würde ich mich gegen die kappen entscheiden und Helme nehmen.

toni

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4

Montag, 1. August 2011, 11:31

Ich sehe es allerdings genauso wie hbdfan, was nutzt eine Anstoßkappe, wenn kein wirklich guter Schutz vorhanden ist.
Ein Industriehelm hat noch eine Pufferzone, die man bei der
Anstoßkappe nicht hat, da geht der Schlag/Stoß direkt auf den Kopf- und Halsbereich.
Gruß Toni
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Andrasta

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5

Montag, 1. August 2011, 11:44

Da der Schraubenschlüssel nicht wirklich feststehend ist , er muss ja bewegt werden, würde ich mich gegen die kappen entscheiden und Helme nehmen.

würde ich so auch empfehlen. denn die Kappe hat keinen Puffer. Sie ist normal eher dazu gedacht sich in engeren Räumen vorm anstossen zu schützen und nicht davor dass einem etwas auf den Kopf haut. Helm fängt einen Schlag auf und schützt nicht nur vor Platzwunden sondern eben auch vor Gehirnerschütterung.

herbert

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6

Montag, 1. August 2011, 11:46

Naja, ich denke mal, das Problem sollte an der Ursache in Angriff genommen werden.

Trotz Helm oder Schutzkappe kann sich der Werker ja immer noch verletzen..z.B. wenn der Schlüssel abrutscht und ihn an der Schulter etc. trifft.

Ich kenne es aus einer meiner Firmen, dort werden für diese Zwecke große Steckschlüßel mit Ratschenfunktion oder teilweise Druckluftschrauber mit verwendet. Es werden spezielle Schrauben für die Befestigung verwendet und die Schraubaufsätze sind durch Kugelstifte gegen abrutschen oder unbeabsichtigtes Lösen gesichert.

Da es sich ja wahrscheinlich nicht um eine einmalige Tätigkeit handelt, würde sich die Umrüstung auf solche speziellen Befestigungen wohl rechnen..

Gruß, Herbert
Wenn Dummheit im Spiel ist, ist die Konkurrenz schier grenzenlos.

nj1964

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7

Montag, 1. August 2011, 12:14

Hallo aba2304,

herbert war schneller als ich. Am Besten packt man das Übel an der Wurzel.

Aus leidvoller Erfahrung weiss ich aber, dass manchem Chef der Arbeitsschutz in der für uns idealen Form öfter mal zu teuer ist.

Sollte das auch bei Dir der Fall sein, bleibt als "Plan B" tatsächlich nur die PSA.

Um auf Deine eigentliche Frage zurückzukommen:

Ich lese die BGR 193 in dem Punkt Stosskappen so: Kann der Mitarbeiter seinen Kopf selbst irgendwo anstossen, genügt als Schutz die Stosskappe. Sobald aber durch Abrutschen von Werkzeugen etc. etwas auf den Kopf fallen kann, muss ein Helm her.

Gruß aus dem Norden

nj 1964

herbert

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Montag, 1. August 2011, 12:36

Hallo,

der "Aufwand" dieser Umrüstung war nicht sehr groß und auch nicht teuer!

Es wurden nur seitlich in den Schraubenkopf ein paar Löcher gebohrt in welche die Sicherungsstifte des Steckschlüsselaufsatzes einrasten...
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peter

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Montag, 1. August 2011, 12:41

... anstosskappen sind dafür gedacht, den kopf zu schützen, wenn dieser bewegt wird (z.b. in engen räumen) und dabei irgenwo "anstossen" könnte.

... helme sind dafür gedacht, den kopf zu schützen, wenn sich etwas in der arbeitsumgebung bewegt und dabei auf/an den kopft treffen könnte.



peter
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Sifa-1962

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10

Montag, 1. August 2011, 13:54

Naja, ich denke mal, das Problem sollte an der Ursache in Angriff genommen werden.

Trotz Helm oder Schutzkappe kann sich der Werker ja immer noch verletzen..z.B. wenn der Schlüssel abrutscht und ihn an der Schulter etc. trifft.

Ich kenne es aus einer meiner Firmen, dort werden für diese Zwecke große Steckschlüßel mit Ratschenfunktion oder teilweise Druckluftschrauber mit verwendet. Es werden spezielle Schrauben für die Befestigung verwendet und die Schraubaufsätze sind durch Kugelstifte gegen abrutschen oder unbeabsichtigtes Lösen gesichert.

Da es sich ja wahrscheinlich nicht um eine einmalige Tätigkeit handelt, würde sich die Umrüstung auf solche speziellen Befestigungen wohl rechnen..

Gruß, Herbert

so sehe ich das auch !
vieleicht solltest du die Größe der Schrauben mal nennen! bis zu einer bestimmten Größe gibts sogar isolierte Schlüssel!(Elektrotechnik)

lg vom sifa-1962
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aba2304

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11

Dienstag, 2. August 2011, 11:18

Nachdem ich mir auch einige Anstosskappen von verschiedenen herstellern angesehen habe ist mir aufgefallen das in fast jeder Produktbeschreibung drin steht das es nicht gegen herabfallende Gegenstände wirkt. Also habe ich dem Produktionslinienleiter des betreffenden Jobs geraten von den Kappen Abstand zu nehmen. Und so wie es aussieht hätten mir ja viele im Forum zugestimmt.



Mit der Umrüstung, da bin ich noch nicht auf grosse gegenliebe gestossen.

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12

Dienstag, 2. August 2011, 13:48


Mit der Umrüstung, da bin ich noch nicht auf grosse gegenliebe gestossen.

Man sollte den AG die Maßnahmenhierarchie auf den Allerwertesten tätowieren...

Hardy
Multiple exclamation marks are true sign of a diseased mind.
(Terry Pratchett)
Und nicht vergessen: Das Licht am Ende des Tunnels könnte ein einfahrender Zug sein!
Und kommst du nicht mit meinen Akronymen aka Abkürzungen klar: http://www.rrr.de/~kathinka/akronyme.htm

nj1964

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13

Mittwoch, 3. August 2011, 07:28

Zitat

Zitat von Hardy


Man sollte den AG die Maßnahmenhierarchie auf den Allerwertesten tätowieren...




Moin Hardy,

ich stimme Dir insoweit zu, dass man den AG die Maßnahmenhierarchie ständig vor Augen führen muss.

Allerdings halte ich die von Dir vorgeschlagene Stelle bestenfalls für etwas ungünstig, da sie in 99,9% aller Fälle aus anatomischen Gründen ohne zusätzliche Verwendung technischer Hilfsmittel von den Betroffenen nicht einsehbar ist. :D

Gruß aus dem Norden

nj 1964

elschwoabos

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14

Mittwoch, 3. August 2011, 09:42


Allerdings halte ich die von Dir vorgeschlagene Stelle bestenfalls für etwas ungünstig, da sie in 99,9% aller Fälle aus anatomischen Gründen ohne zusätzliche Verwendung technischer Hilfsmittel von den Betroffenen nicht einsehbar ist. :D




In der Tat scheinst du damit recht zu haben. Aber stell dir die Wirksamkeit vor, wenn er das täglich bei der Verrichtung seiner ehelichen oder außerehelichen Verpflichtungen vorgelesen bekommt. DAS brennt sich ins Hirn ein!

Hardy, gnihihihi
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nj1964

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Mittwoch, 3. August 2011, 10:06

Touche´...

...die Antwort ist nicht zu toppen.

Grinsende Grüße aus dem Norden

nj 1964

MartinE

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Montag, 8. August 2011, 16:51

Ich habe mir einige Modelle angeschaut und ich denke auch, dass ein Helm effektiver ist, da er zum einem nicht nur vor herabfallenden Gegenständen schützt sondern auch die Gefahr der Gehirnerschütterung vermindert.

Vom Tragekomfort würde ich an heißen Tagen auch eher den Helm vorziehen, da die Kappe eng anliegt und man darunter viel mehr schwitzt als unterm Helm.

Speziell bei uns hat der Helm noch den weiteren Vorteil, dass die Korbbrille, die sehr oft benötigt wird, mit Halteclips daran befestigt werden kann :thumbup:
Gruß Martin
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aba2304

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Mittwoch, 10. August 2011, 13:50

Wir haben jetzt zumindesetens bei einigen Arbeiten Helmpflicht.

Das ist doch shon mal was - ein kleiner Schritt in die richtige Richtung

Schnecke004

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Mittwoch, 10. August 2011, 18:37

Hi,
ich frage mich die ganze Zeit, ob es nicht besser wäre, mit einem Drehmomentschlüssel und dem korrekten Drehmoment zu arbeiten.
Immer wieder muß ich beobachten, dass die Leute sich auf die Schlüssel stellen um die Schrauben anzuziehen, was natürlich völliger Unsinn ist.

Bevor über die persönliche Schutzausrüstung geredet wird, sollte man versuchen, die Gefahr abzustellen.
Gruß
Schnecke004

:282::256:
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