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blacksock

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1

Donnerstag, 9. Dezember 2010, 11:53

Ex-Schutz bei elektrischen Anlagen

hallo,
ich habe eine etwas knifflige frage zum ex-schutz: wir haben uns im betrieb einen staubsauger gebaut. ganz einfach gesagt besteht das gerät aus einem kasten, in dem ein ventilator auf einem e-motor sitz. der staub läuft komplett durch das gerät und wird hinten ausgeblasen. mit einem poti lässt sich die saugleistung regeln. mit dem gerät soll staub aus dem lüftungssystem abgesaugt werden, d. h. der staub kann trocken aber auch mit anderen substanzen versetzt sein, z. b. öl, fett...was sich halt alles so in einer hallenlüftung ansammelt. der motor ist bürstenfrei, also kommt es nicht zu funkenbildung (ähnlich in einer bohrmaschine).

nun stellt sich die frage, ob der motor exgeschützt ausgeführt sein muss. niemand kann sagen welche mengen staub mit welcher geschwindigkeit und welchem volumenstrom abgesaugt werden. ebenso kann der staub trocken als auch mit anderen stoffen versetzt sein.

Rigesa

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2

Donnerstag, 9. Dezember 2010, 17:45

der motor ist bürstenfrei, also kommt es nicht zu funkenbildung (ähnlich in einer bohrmaschine).


Tut mir leid, aber ich habe bis heute noch keinen Motor in einer Bohrmaschine erlebt, der Bürstenfrei ist. Mal abgesehen davon, ist es eine riskante Sache selbst einen Staubsauger zu bauen und im Betrieb einzusetzten. Da Ihr Inverkehrbringer und Erbauer sind, muss das gerät eine CE-Konformitätserklärung nach Maschinenrichtlinie haben, die müsst Ihr in dem Fall selbst erstellen und es muss von einer Verantwortlichen Person unterzeichnet sein. Heißes Eisen!! ;( Ich empfehle ganz dringend Finger weg und das Ding mit dem Stapler zertrümmern und in den Müll werfen!!!!!!!! :thumbsup: Denn wenn was passiert, möchte ich nicht in eurer Haut stecken. :S
Kauft lieber einen Ex-geschützten Staubsauger, denn wenn was passiert, ist immer der Hersteller bzw. der Inverkehrbringer Verantwortlich. Ausser Ihr seid so verrückt und Abenteuerlustig. :wacko:

Mit oberschwäbischen Sicherheitsgrüßen
Ritschi
Ich denke, also bin ich.

blacksock

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3

Donnerstag, 9. Dezember 2010, 17:52

sorry, da hast du mich falsch verstanden. der motor im sauger ist bürstenfrei, der in der bohrmaschine nicht, daher die funken.

natürlich wird das teil auch ce-zertifiziert. warum man da jetzt mit dem stapler drüber soll (ob das im sinne des arbeitsschutzes ist...) verstehe ich nicht recht.

und wie siehts jetzt mit dem ex-schutz aus?

MichaelD

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4

Freitag, 10. Dezember 2010, 07:31

Hallo Blacksock,

...das ist halt so das Problem mit "Das machen wir mal eben!". Wenn Du das Gerät CE kennzeichnen willst bestätigst Du damit ja die Konformität zu geltendem Recht, dazu gehört auch ATEX. Um hier allerding ein fundiertes Urteil abgeben zu können, ist es mit einer Abschätzung über den Daumen nicht getan. Du musst schon sehr genau beurteilen was mit diesem Gerät bei der vorgesehenen Tätigkeit passieren kann. Dazu gehört sicherlich auch Kenntnis über Volumenströme, Staubexplosionsgrenzen etc. Wenn ihr das Zeug, wie Du sagst, vorne rein und hinten raus blast kommt das Material dann mit den Bauteilen (Motor, Ventilator) direkt in Kontakt? Bilden sich dementsprechend Ablagerungen beispielsweise auf den Flügeln? Welche Temperaturklasse besitzt der vorgesehene Motor?



Du siehst, da kommt eine Menge zusammen - da wünsch ich euch viel Spass bei dem Zusammenbau und dem Betrieb ;-)



In diesem Sinne

Der Michael
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blacksock

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5

Freitag, 10. Dezember 2010, 08:28

ich werde dass gefühlr nicht los, dass sich hier viele das leben unnötig schwer machen. eine ce-zertifizierung ist keine hexerei und vielfach einfacher als manche denken. der motor ist natürlich zugekauft. er hat einen übertemperaturschutz, so dass die oberfläche max. 70°C warm wird. staub wird sich natürlich auf den ventilator (alu) und dem motor ablagern, aber das gerät wird natürlich regelmäßig gereinigt.

was die ce-geschichte angeht: an gefahren sind im grunde nur mechanische (darum haben wir uns schon gekümmert) und halt die ex-gefahren vorhanden. der volumenstrom ist bei bei einem hausstaubsauger über einen poti regelbar, daher wird man wohl eine worst-case-betrachtung vornehmen.

die parameter habe ich im meinem eingangs-post alle beschrieben. zwischen den zeilen lese ich, dass der motor ex-geschützt ausgeführt werden sollte. ok, das ich ja kein problem. für weitere vorschläge bin ich weiterhin dankbar.

awen

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Freitag, 10. Dezember 2010, 13:58

Hallo blacksock,

was für eine Exzone erwartest du denn 20,21, 22? Davon hängen ja u.a. die Anforderungen ab die an das Gerät zu stellen sind.
Zu den Ex-Grenzen nach denen michael-ID fragte hast du jedenfalls noch nichts gesagt. Um was für Staub handelt es sich denn? Wie ist die Korngröße? Welche Zündtemperatur? Habt ihr Ex-Zonen festgelegt?
Das wären einige der Parameter die man kennen sollte.

[size=small]Wie wird die Konformität mit der ATEX nachgewiesen ?
Zum Einsatz in Zone 0 und Zone 1
-Durch ein ATEX-Zertifikat = EG Baumusterprüfbescheinigung.
-Durch eine Produktionsüberwachung (ATEX-Audit).
[/size]
[size=small]Zum Einsatz in Zone 2
-Durch eine Herstellererklärung oder eine EG Baumusterprüfbescheinigung.
-Durch eine interne Fertigungsüberwachung und Endkontrolle.
[/size]
Hier kannst du nachlesen
http://www.stahl.de/fileadmin/Dateien/do…n/staubEX_d.pdf

http://ew.bgetem.de/informationen/bs/bs_…l_1/s_20_21.pdf
Grüße
awen

MichaelD

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7

Freitag, 10. Dezember 2010, 15:54

Eine Hexerei ist das nicht...

...da hast Du recht. Es könnte aber sein, dass Du dir im Falle eines Falles wünscht hexen zu können um Dich aus der Schusslinie zu bringen. Ich bin auch kein Erbsenzähler sondern eher Pragmatiker; auch bin ich nicht mit jeder Regelung einverstanden, aber: Wenn ich diese Leichtigkeit des Seins die Du hier an den Tag legst betrachte, dann wird mir schon ganz anders. In vielen Bereichen sind die Zeiten des "Wir machen das mal ebenso!" oder "Stell Dich nicht an wie ein Mädchen!", glücklicherweise, vorbei.

Denk mal dran das mit Deinem selbstgebastelten Gerät hinterher Menschen arbeiten müssen - das bist wahrscheinlich nicht Du, oder?!?!



In diesem Sinne

Der Michael



PS: ...hier sind vielleicht mal wieder die Pferde mit mir durchgegangen, sorry for that, aber manchmal kann ich halt nicht anders...
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blacksock

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Freitag, 10. Dezember 2010, 16:13

eine "leichtigkeit des seins" lege ich hier sicherlich nicht an den tag, denn dann hätte ich überhaupt gar nicht erst so eine frage gestellt. einfach e-motor an den ventilator dran - wird schon gutgehen.

wir haben schon bei einigen maschinen eine ce-zertifizierung selber duchgeführt und daher weiss ich so ungefähr, was da auf einen zukommt. ich werde also noch mal rücksprache mit dem konstrukteur halten, dann sehen wir weiter. wenn ein ex-geschützter motor einmgebaut und die andere elektronik auch ex-geschützt ausgeführt wird sehe ich da keinerlei probleme.

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Montag, 13. Dezember 2010, 10:33

hallo blacksock,

bitte auch noch daran denken:

Der ex-schutz hört nicht bei der elektrik auf. Bitte auch den mechanischen ex-schutz mit betrachten. Ein lüfterrad oder seine einzelteile können sich gern mal lösen und aluminium (aus diesem material soll wohl euer lüfterrad sein) schlägt auf angerosteten oberflächen herrliche funken!

Vielleicht könnt ihr zwischen ansaugstelle und lüfter einen größeren behälter zwischenschalten, in dem die strömungsgeschwindigkeit stark abfällt und der staub sich absetzen kann und danach noch einen kleinen filter für den minimalen staubrest, der sich nicht absetzen konnte und dann erst die saubere luft durch euren lüfter leiten.

peter
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blacksock

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Montag, 13. Dezember 2010, 11:20

gute idee, werde ich so weitergeben. danke.

peter

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Montag, 13. Dezember 2010, 12:47

... bitte

... und immer wieder gerne ;)

peter
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