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Martina111

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1

Montag, 3. August 2009, 18:48

Wirtschaftliche Auswirkungen auf die Sifa- Arbeit?

4%

Ich frag mich, was ich hier noch soll und erwarte jeden Tag meine Kündigung (1)

15%

Auch AS-Maßnahmen mit finanziellem Aufwand werden umgesetzt; die Situation ist positiv (4)

35%

AS-Maßnahmen, die Geld kosten, werden weitgehenst geblockt; die Situation ist mies (9)

8%

Ich muss mir einen neuen Job suchen (2)

38%

Ich kann keine Veränderungen feststellen (10)

Hallo liebe Sifa`s,

geht es euch derzeit an euerm Arbeitsplatz gut?
Diese Frage klingt möglicherweise erstmal sehr merkwürdig...,ist aber durchaus ernst gemeint. Vermutlich sollte ich die Frage wie folgt präzisieren. Haben sich die Bedingungen für die Sifa- Arbeit gegenüber 2008 für euch verändert? Geht es euch momentan schlechter oder besser als 2008? Was ist anders geworden gegenüber dem Vorjahr?
Betrachtet man die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Monate und parallel dazu die Stellenausschreibungen der gängigen Internet-Stellenbörsen sowie die Anzeigen in den Lokalzeitungen, so bleibt – zumindest bei mir- diese Frage derzeit offen.

:96: Da Arbeitssicherheit ja bekanntermaßen das ist, was immer nur Geld kostet, ohne Gewinn zu erzielen, liegt es in der Natur der Sache, in wirtschaftlich schlechteren Zeiten, auf diese unbeliebte Geldvernichtungsinstitution als erstes verzichten zu wollen.

Auch meine persönlichen Erfahrungen haben da so ihre ganz eigene Charakteristik. Da ich mir sehr gut vorstellen kann, dass es unter uns einige Leute gibt, die sich fragen, ob es nur bei ihnen im Moment so mies läuft – und dies des Öfteren ja hier und da auch mal anklingt-, traue ich mich mal und stelle diese Frage hier zur Diskussion.

Die Umfrage ist 45 Tage aktiv (endet am 17.09.09); bei den vorgegeben, ist eine Antwort möglich.

Vorab herzlichen Dank all denjenigen, die sich daran beteiligen!

Viele Grüße
Martina
Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird. (W. Churchill)
----------------------------------------
Das Schwierige am Diskutieren ist nicht, den eigenen Standpunkt zu verteidigen, sondern ihn zu kennen.
Andre' Maurois

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Martina111« (4. August 2009, 18:06)


a.r.ni

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2

Montag, 3. August 2009, 20:07

RE: Wirtschaftliche Auswirkungen auf die Sifa- Arbeit?

Zitat

Original von Martina111
geht es euch derzeit an euerm Arbeitsplatz gut?

Ich stehe vielleicht mit meiner Antwort für die freiberuflichen FASis, die zahlreiche Unternehmen betreuen.
Also: meinen Arbeitsplätzen geht es unterschiedlich gut ;)
Jedem "meiner" Unternehmen ist bewusst, dass die Stellung einer FASi eine gesetzliche Forderung ist und dass man hier besser nicht spart; einige versuchen, eine geringere Mindesteinsatzzeit herauszuhandeln, einige suchen nach günstigeren Anbietern. (s.u.)
...

Zitat

Haben sich die Bedingungen für die Sifa- Arbeit gegenüber 2008 für euch verändert? Geht es euch momentan schlechter oder besser als 2008?

Es geht mir nicht schlechter, aber einige geforderten Maßnahmen werden in etlichen Unternehmen nicht umgesetzt ("für bauliche Maßnahmen gibt es derzeit kein Geld!") - aber im Extremfall kümmert mich das nicht, weil ich nur berate, aber nicht für die Umsetzungen verantwortlich bin. 8)
Ich weise aber mit einer gewissen Impertinenz darauf hin, wer dann die Verantwortung hat, wer nach Strafgesetzbuch "Garant" ist.
:D

Zitat

Da Arbeitssicherheit ja bekanntermaßen das ist, was immer nur Geld kostet, ohne Gewinn zu erzielen, liegt es in der Natur der Sache, in wirtschaftlich schlechteren Zeiten, auf diese unbeliebte Geldvernichtungsinstitution als erstes verzichten zu wollen.

Ich betreue Unternehmen, die Zulieferer / Dienstleister für die Automobilindustrie sind und dann auch schon mal fragen, ob ich denn soooo viele Stunden, wie es die BGV A2 vorsieht, leisten und abrechnen muss ... oder ob man dies mit den nächsten, besseren Zeiten verrechnen kann ...

Dafür gibt es andere Unternehmen, die von der derzeitigen Situation profitieren ... ein von mir betreutes Unternehmen stellt Chips, Flips usw. her.
Der Umsatz steigt, weil etliche Arbeitslose schon nach dem Aufstehen vor der Glotze hocken und Knabberkram, der pro Packung weniger als einen € kostet, in sich reinstopfen ... solche Unternehmen stellen Leute ein und brauchen gemäß BGV A2 mehr Betreuungszeit ...

Die Unternehmen, denen günstigere Verträge als mit mir vorliegen, berate ich hinsichtlich abzuschließender (Neu-)Verträge, schildere den Aufgabenumfang, den Wert der Tätigkeit und erzähle etwas von Organisationsverschulden des Auftraggebers ...
bislang habe ich noch keinen Auftrag verloren ... ;)

Für zahlreiche Unternehmen mag der Arbeitsschutz lästig sein, "solange nichts passiert", aber wenn etwas passiert, weiß man "die Versicherung" zu schätzen ...
Auftraggeber, die das nicht so sehen - auf die kann ich verzichten.

Also: mir als FASi geht es gut!
"Die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse" - Antoine de Saint-Exupéry

Zipfulant

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3

Dienstag, 4. August 2009, 09:21

Hallo Martina,

in deinem Bericht und den zur Verfügung stehenden Bewertungskriterien sehe ich ein hohes Frustpotential. Mir fehlt in der Umfrage auch ein positives Abstimmungsmerkmal.

Zum Hintergrund: In 2008 und Anfang 2009 war ich noch selber Unternehmer, musste aber durch die wirtschaftliche Lage den Betrieb aufgeben. Ich bin jetzt als Vollzeitsifa in einem Unternehmen mit 4 NL tätig, das vorher durch einen externen Dienstleister betreut wurde.

Am Anfang war das Chaos, aber dann wurde es Licht. Soll heissen: Unterlagen zwar vorhanden aber nicht gepflegt. Die Mitarbeiter wussten vielleicht noch wie man Arbeitssicherheit schreibt und Ende.

Jetzt nach knapp 4 Monaten werden erste Veränderungen umgesetzt (wenn auch nur mit kleinem Geld) und die Mitarbeiter haben meine Tätigkeit wahrgenommen. Die Hemmungen mit der SiFa Kontakt aufzunehmen schwinden. Sicherheitsbeauftragte haben festgestellt, dass Sie nicht nur irgend etwas unterschrieben haben, sondern haben Spass an Ihrer Aufgabe. SCP-Audit erfolgreich bestanden.

Fazit: Mir geht es viel besser als 2008. Mein Job ist nicht in Gefahr. Alles wird gut.

Ich hoffe das ich mit meinem positiven Beispiel nicht der einzige bleiben werde.
Gruß Zipfulant

Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: 'Das ist technisch unmöglich!'
(Sir Peter Ustinov)

Martina111

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4

Dienstag, 4. August 2009, 10:58

Hallo zusammen,
erstmal vielen Dank für eure bisherige Beteiligung!

@Martin: Hm..., ich war nicht davon ausgegangen, dass die Entwicklung dazu führen würde, dass es Unternehmen wesentlich besser geht, als vorher. Den Punkt "...keine Veränderung..." fand ich in diesem Zusammnehang positiv genug. Aber du hast recht, mal sehen, ob da noch was geht. Bin noch hin und her gerissen, da der Ursprung deiner Veränderung ja durchaus erstmal nicht positiv war.
Na mal sehen...
Trotzdem freut es mich für dich, diese positive Wendung!

Viele Grüße
Martina
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Andre' Maurois

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Martina111« (5. August 2009, 17:16)


Niko

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5

Dienstag, 4. August 2009, 18:14

RE: Wirtschaftliche Auswirkungen auf die Sifa- Arbeit?

Zitat

Original von Martina111
Hallo liebe Sifa`s,

geht es euch derzeit an euerm Arbeitsplatz gut?


Hallo SiFas,

als Sifa geht es mir gut.

Aber ansonsten lässt es zu wünschen übrig. Irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt. Und die derzeitige wirtschaftliche Situation macht es nicht gerade leichter, die Situation zu ändern.

Trotzdem bin ich optimistisch, dass alles gut wird und ich auch weiterhin als Sifa mein (Un-)Wesen mit (Un-)Wissen treiben kann.

Gruß, Niko.
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Niko« (4. August 2009, 18:21)


Sturm

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6

Mittwoch, 5. August 2009, 15:44

RE: Wirtschaftliche Auswirkungen auf die Sifa- Arbeit?

Hallo Martina!

Danke erst einmal für Deine Umfrage, bin gespannt was da so alles kommt!

Ich selber habe meinen Job als SiFa leider aus Gründen der globalen Wirtschaftskriese verloren. Mein letzter Arbeitgeber war ein amerikanisches Unternehmen und die fackeln ja bekanntlich nicht lange wenn die Zahlen nicht stimmen.Leider wird bei den Amis aber nur die Kostenstelle gesehen was der Mensch dahinter leistet aber nicht.Aber ich denke wo eine Tür zugeht geht eine andere auf und so war es Gott sei Dank auch. Ich werde zum 1.9. eine neue sehr interessante Stelle in einen Unternehmensverbund als SiFa antreten.


Mit freundlichen Grüssen

Hans-Jürgen Sturm

Niko

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7

Mittwoch, 5. August 2009, 17:28

RE: Wirtschaftliche Auswirkungen auf die Sifa- Arbeit?

Hallo Hans-Jürgen,

ich bin seit über drei Jahren bei einem amerikanischen Unternehmen. Zwischenzeitlich wurde eine Fertigungslinie geschlossen und das frei gewordene Personal wird nun schon seit über einem Jahr "durchgefüttert". Die ursprünglichen Pläne zeigten eine neue Fertigungslinie, die im Sommer diesen Jahres mit dem "alten" Personal "live" gehen sollte. Aufgrund der Wirtschaftskrise ist das um min. ein Jahr verschoben.
Ich denke, bei den meisten anderen, einschl. deutschen Firmen, hätte es schon lange Massenentlassungen gegeben.

Das nützt dir in deiner Situation natürlich auch nichts und wünsche dir für den neuen Job ab September alles Gute.
Gruß, Niko.
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Martina111

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Mittwoch, 5. August 2009, 17:42

RE: Wirtschaftliche Auswirkungen auf die Sifa- Arbeit?

Zitat

Original von Niko
Hallo Hans-Jürgen,
.... wünsche dir für den neuen Job ab September alles Gute.
Gruß, Niko.


@ Hans-Jürgen:
...dem möchte ich mich anschließen.
Ich wünsch dir einen guten Start, eine anspruchsvolle Aufgabe, nette Kollegen und was du dir sonst mit dem neuen Job erhoffst!

Außerdem wollte ich an der Stelle mal sagen, dass ich es sehr mutig finde (auch wegen deines neuen Avatare), dies hier im Forum so öffentlich zu schreiben. Danke!

----------------------------------------------------------

Was die Vorgehensweise betrifft, so glaube ich, dass es sich nicht viel nimmt, in welchem Land der "Mutter-Sitz" ist. Die "Wirtschaftskrise" (wobei ich manchmal denke, das ist lediglich ein "Synonym" ), läßt sich gut dafür verwenden, das eine oder andere argumentieren zu können, was ohne gar nicht möglich gewesen wäre.

Viele Grüße
Martina
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Sonntag, 16. August 2009, 23:16

Hallo zusammen,
vielen Dank erstmal an alle, die sich hier bisher beteiligt haben!

Gibt`s vielleicht noch andere Meinungen?

Viele Grüße
Martina
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Montag, 17. August 2009, 01:27

RE: Wirtschaftliche Auswirkungen auf die Sifa- Arbeit?

Hallo!

Da ich nicht direkt als SiFa unterwegs bin, sondern nur ein spezifisches Fragment der Sicherheitsarbeit besetze (alles rund um den Gefährdungsfaktor "Mensch"), zählt meine Stimme vielleicht nur indirekt. Aber in der Tat ist auch mein Eindruck, dass alle "unproduktiven" Bereiche vorsorglich runtergefahren wurden. Als Reaktion hierauf habe ich mein Portfolio ein wenig erweitert, was ich aber auch nicht unbedingt allzu weit treiben möchte. Man will ja auch seriös bleiben und definitiv nur das als Leistung anbieten, von dem man wirklich etwas versteht.
Mal sehen, ob es hilft....

Gruß
Gerald
_________________________________

"Es ist gelogen, dass Computerspiele Kinder beeinflussen. Hätte Pacman das getan, würden wir heute durch dunkle Räume irren, Pillen fressen und elektronische Musik hören." --- Kristian Wilson, Nintendo Inc. 1989

Martina111

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Mittwoch, 2. September 2009, 16:15

Hallo Gerald,
danke für deine Antwort!
Was das Leistungsspektrum angeht, ...sehe ich auch so. Man gewinnt einfach nichts, wenn dann unzufriedene Kunden dafür "Werbung" machen. Hatte mal diesbezüglich das Vergnügen in Verbindung mit einem Anwalt. In dem Fachgebiet, was er als solches anbot, war er einfach nicht "zu Hause". (Schön, wenn man`s dann vor der streitigen Verhandlung noch merkt :D)
Bringt aber einfach nichts.
Wünsch dir weiterhin viel Erfolg!

Viele Grüße
Martina
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Andre' Maurois

Rigesa

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Donnerstag, 3. September 2009, 09:53

Hallo.

Ich habe momentan keine Bedenken die Arbeit zu verlieren. Bei uns hat bis jetzt noch kein "RICHTIGER" Arbeitsschutz stattgefunden und ich habe die ehrenvolle Aufgabe, einen Arbeitsschutz so richtig von Null an aufzubauen. Die GF steht bis jetzt noch voll dahinter.

Gruß
Ritschi
Ich denke, also bin ich.